öffis, what a pleasure!

liebes lesterschwein,

supergut, eure busfahrerlebnisse!! das mit den öffis in fremden ländern ist ja immer auch ein reinspringen in kulturelle gepflogenheiten, und die ellenbogen kann man getrost zuhause lassen (U3 > U1 stephansplatz, rush hour) – hab ich im überlaufenen aaaaasien genau auch so erlebt :-)

2017-04-26 07.20.02

im skytrain vom flughafen bangkok ins zentrum

alle erzählungen meiner thailand-reisererfahrenen bekannten, vor allem brüderlein W. und fotobucherzählerInnen R.+J., kreisten um mehr oder weniger abenteuerliche busfahrten, stets jedoch stunden- bis tagelange – fürchterbar abschreckend für mich alte busfahr-feindin. busse kreuz und quer durch’s land kann man jederzeit überall buchen. aber ich sag’s gleich – mein lieblingsverkehrsmittel ist:

der zug!

und siehe da, thailand ist auf der nord-süd-achse schienenmäßig wunderbar angeschlossen, alle infos mit detaillierten beschreibungen von strecken, zügen, kategorien & co gibt’s bei seat61. der bahnhof in bangkok ist sauber, relativ übersichtlich – die leute sitzen am boden und warten auf ihre verbindungen, es gibt einen food court und einen supermarkt, wo man um wenige cent eine instant noodle soup kriegt (sauscharf! saugut!) und sogar gleich vor ort mit heißem wasser auffüllen kann. ich hab mich überhaupt trotz 38°C viel von suppe und heißem curry ernährt, dann kommt einem alles rundherum nicht mehr so heiß vor ;-)

ich hatte zwei mal nachtzug im liegewagen 2. klasse, einmal klimatisiert (viel anziehen! mit schal und langer hose!) und einmal „nur“ mit deckenventilator (eher ausziehen…), war beides fein.

lesterschweine_thailand_zug_bangkok-kohtao

bangkok hauptbahnhof, wartehalle und bahnsteig, liegewägen vor nach dem einrichten der schlaf-kojen durch den schaffner. proviant: heiße nudelsuppe plus mangosaft!

die tickets haben wir auf 12go.asia gebucht, die muss man online bezahlen, dann checkt jemand vor ort die tickets, man erhält eine bestätigung und holt damit dann die tickets in bangkok in einem büro beim hauptbahnhof ab. wenn sie nicht verfügbar sind (wir wollten ursprünglich 1. klasse), erhält man eine email mit einem alternativen ticketangebot – oder geld zurück.

im zug selbst hat man fixe platznummern, bis sonnenuntergang sind es sitzplätze, dann geht der schaffner durch und baut sie zu liegeplätzen um – unten werden zwei sitze zusammengeschoben (= mit fenster), oben ein klappbett aufgeklappt (= kabuff ohne fenster). zum abtrennen gibt es vorhänge, die bettwäsche (kissen + leintuch) war frisch und sauber, jedes „abteil“ hat sein eigenes leselicht, und vor der eigenen station kommt der schaffner verlässlich ca. eine halbe stunde davor und weckt einen auf. super service!

und: dazwischen laufen natürlich ständig leute durch den zug, die kaffee, tee, essen, snacks und co anbieten – immer nett und unaufdringlich. frühstück kann man auch direkt beim zugpersonal buchen, ist aber entsprechend teurer.

wir hatten dann auch gleich den transfer mitgebucht, das war ein klimatisierter großer reisebus, der uns dann vom bahnhof in chumphon zum hafen bringt, und von dort mit dem katamaran nach koh tao.

mehr zum inselleben dann demnächst – ich begebe mich jetzt mal in den urlaub, YEAH, PLEASURE!! den start macht traditioneller weise wiesen (natürlich auch mit dem zug, jawoll!) – das out of the woods festival wartet mit einem spitzen-lineup auf, unter anderem dieser dame mit brandneuem album und dieser single:

urlaubsbedingt werd ich auch ein bisserl digital-abstinenzlern, und melde mich im blog ende august wieder zurück.

gehab dich wohl, und bis bald auf einen sundowner-drink bei dir oder mir ;-)

bussi,
dein schwesterlein

in die berg‘ bin i gern

liebe hanna,

jaja, öffentlicher transport und seine konsequenzen sind immer wieder eine geschichte wert. drum haben hp und ich uns im vorfeld auch ordentlich sorgen gemacht, wie das wohl gehen wird, mit dem räder im bus mitnehmen. freundin N. war vor wenigen jahren in marrokko und hatte lustige schwänke vom  busfahren zu erzählen. vom gebuchten 1. klasse bus, der sich dann als altes beinahe-wrack mit offenem motor herausgestellt hat. vom gedränge beim einsteigen (ellbogen einsetzen!), und wie sie sich ohne rücksicht auf verluste über zwei sitze geworfen hat während der partner das gepäck versorget hat. dass dreimal abkassiert wurde und man überhaupt aufpassen muss, dass man nicht übers ohr gehaut wird. es war mir ehrlich gesagt schleierhaft wie es funktionieren soll, dass hp 2 fahrräder, 8 fahradtaschen und 1 zelt allein im gepäckraum verstaut während ich um sitzplätze kämpfe. also sind wir am tag vor unserer abfahrt zum ctm-bahnhof (busbahnhof) gedackelt und haben tickets gekauft und die lage gepeilt. überrascht haben wir festgestellt, dass alles busse am parkplatz gleich aussehen und von wrack keine spur. die waren deutlich schnittiger als, sagen wir mal, die schienenersatzbusse die ich letzten sommer mal wieder in niederösterreich genossen hab. es gab einen fixen fahrplan, die tickets konnten wir gleich mitnehmen und die räder und taschen sollten wir bitte morgen eine halbe stunde vor abfahrt beim gepäck check-in abgeben. wir, verdattert, echt jetzt? gepäck check-in? in wien gibts das nicht. pedale runter, lenker quer? nein, nein, alles kein problem. einfach abgeben. jedes gepäckstück bekommt ein pickerl, ihr die nummer. wir kommen uns vor wie am flughafen. spätestens da hätte uns klar sein müssen, dass das ganze system jetzt neu und durchorganisiert ist.

wir aber, man ist ja informiert, sind trotz allem am nächsten tag wie auf nadeln im warteraum gesessen. und wie unser bus angesagt wurde sind wir zur tür gestürmt (ellbogen!) und haben geschaut, drängel drängel, dass wir unter den ersten im bus sind. hab ich schon erwähnt dass alle anderen leute ganz entspannt waren? wahrscheinlich unnötig zu erzählen, dass wir im bus draufgekommen sind, auf den tickets stehen platznummern. etwas beschämt haben wir unsere plätze eingenommen und versucht uns in der folgenden viertel stunde bis zur abfahrt möglichst unauffällig zu verhalten.

hp und ich hatten von anfang an den plan von marrakesch aus den hohen atlas mit dem bus zu überqueren und erst im süden wirdklich mit dem radeln loszulegen. sonderlich trainiert sind wir nicht, und diese menge an höhenmetern hat uns dann doch abgeschreckt.

so viele unterschiedliche landschaften in einer busfahrt haben wir davor noch nicht erlebt. auf der nordseite viel fruchtbares land und, je weiter wir nach oben gekommen sind, berglandschaften die dann doch irgendwie an zu hause erinnern. auf der südseite wird es dann deutlich karger und es erinnert eigentlich gar nichts an zu hause. in einem bergdorf kurz nach dem pass gab es eine halbe stunde pause. außer uns war noch ein anderes weißes touristenpaar in dem bus. die beiden hatten mehr oder weniger lautstarke diskussionen auf katalanisch. möglicherweise auch deshalb, weil der mann während der ersten hälfte der busfahrt einen halben liter schnaps vernichtet hat. erstaunlich in vielerlei hinsicht. kurvige straße, nur schnaps und kein wasser, die beiden mindestens in ihren 70ern(!) und last, but not least, schnaps in marokko? wo haben sie den denn her?

in dem dorf in den bergen war gerade markttag und es hat sich uns ein bild gezeigt, dass sich auf unserer reise noch oft wiederholen sollte. viel gewusel, viele waren am boden. dubiose formen des tiertransports, männer in cafes direkt neben dem fleischer und wenige frauen auf der straße. wir wurden zum teil neugierig, aber nicht unfreundlich gemustert. wieder haben wir versucht unauffällig auszusehen, aber aufgefallen sind wir trotzdem wie die bunten hunde. zumindest hat es sich so angefühlt.

hoher atlas bus

ursprünglich wollten wir ab ourzazate losrollen, haben uns dann aber doch für eine weiterfahrt bis agdz entschieden. guter plan! auslöser war wieder einmal meine (unbegründete) angst vor dem verkehr. in der realität war zwischen ourzazate und agdz kaum verkehr, dafür eine wirklich reizlose steinwüste, sonne die gnadenlos vom himmel knüppelt und weit und breit kein schatten. hp und mir ist dezent das herz in die hose gesunken. hm, auf fotos hat das alles sehr spannend ausgeschaut, aber im echten leben kommt die landschaft ein bisserl bedrohlich rüber, so aus radfahrerInnensicht.

agdz jedoch ist eine charmante kleinstadt auf 940m seehöhe. wie großarl, sagt hp. wahrscheinlich ist es eine unsitte alles nach „wie zu hause“ und „nicht wie zu hause“ zu unterscheiden. aber was soll ich sagen, drei wochen marokko machen noch keine kosmopolitInnen aus uns, soviel ist mal fix. zumindest weiß ich, welche brille auf meiner nase sitzt, das ist ja auch schon was wert, oder?

a propos kosmopolitInnen: in agdz haben wir einen marrokaner getroffen, der in deutschland gearbeitet hat und deutsche, die seit 40 jahren marokko bereisen, aber davon mehr das nächste mal.

bussi und bis bald, deine kati

 

kaiserlich kacken & königlich beschissen werden

liebe kati,

jetzt bin ich aber doch verwundert: die erste geschichte aus marokko, dein marrakesch „hautnah“ (bruhaha), aber kein einziges wort über…

tee?!

weil, was man so hört, läuft ja keinerlei transaktion ohne rituellem heißgetränk (mit viel, sehr viel oder untrinkbar viel zucker) ab…

und nachdem bei uns auf der ökoparzelle gerade der absolute minz-wucher ausgebrochen ist hatte ich stark marokkanische gelüste. aufgrund der temperaturen wurde es dann jedoch kein heißer tee, sondern:

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homegrown, homemade minz-sirup (inszenierung ist alles!)

extrem fancy sirup.

supergut mit soda, sekt, spritzwein und überhaupt allem, was blubbert. das war aber nur ein zehntel der halben badewanne voll minze – was wiederum maximal ein prozentelchen der feld-minze darstellt – daher gab’s auch minz-trinkwasser, minze gehäckselt in kärntner kasnudeln, minze tiefgefroren, minze im kohlrabisalat, minze am butterbrot, oder auch minze im kühlschrank – riecht wenigstens nett. wenn jemand noch anderweitige minz-verwertungs-tipps hat, immer her damit!

tatsächlich minztee in der ursprünglichen form gab’s dieses wochenende bei einem marokko-standl beim wunderbaren aufwind-festival (fotos hier bei mir auf „insta„, wie dein wilde S. sagen würde). dieses magisch-illustre happening auf der wiener donauinsel wurde von tanz durch den tag gehosted und war ein sammelsurium aus tekkno, schlagerparty, beatboxern, heilkunst, hängematten, ayurveda, waldgeistern, akrobatinnen, schnaps und sehr viel glitzer – natürlich bio-degradable. weil: mutter natur!

aus ebenjenem grund gab’s für höchstpersönliche körperliche bedürfnisse auch nicht nur haufenweise (hoho!) dixi-klos, sondern ein eigenes area namens:

kaiserlich kacken.

nämlich: eine trocken-toilette! beim besuch bekam man einen becher späne und optional kaffee, setzte sich auf ein mit opulenten stoffen verkleidetes, stilles örtchen, tut dort, was man eben so tut, wirft benutztes toilettenpapier hinterher, streut späne nach – fertig! eine für festival-maßstäbe unglaublich geruchs-freundliche, liebevoll gestaltete und erfreuliche abwechslung – in ähnlicher form u.a. nachzulesen hier bei biorama.

und damit komme ich zum eigentlichen thema des heutigen reise-beitrags:

königlich beschissen werden.

diese ehre wurde nämlich K. und mir zuteil, und zwar an unserem zweiten tag in bangkok. nach der anreise wien-dubai-bangkok, superschnellem „airport rail link“ in die city, spätnächtlichen verhandlungstaktiken mit den taxlern, einchecken im sehr zentralen, extrem billigen, etwas lauten hostel namens „happio“ (danke für den tipp, facebook-friends!) gleich bei der touri-hauptmeile und akklimatisieren bei pad thai und warmen cocktails (der vorsatz, aus hygienischen gründen keine eiswürfel zu bestellen, wurde innerhalb von 2 drinks beerdigt) waren wir eigentlich sehr guter dinge: für uns beide das erste mal in thailand, das erste mal in asien überhaupt, das erste mal gemeinsam auf reisen – da sind wir doch prima unterwegs!

2017-04-05_bangkok_firstnight_khaosanroad

bangkok von oben (vom hotelzimmer aus, blick auf viele kabel) und von unten – standesgemäß mit pad thai, fruchtsaftlastigen cocktails und vielen schlapfentouris wie uns auf der khaosan road.

außerdem waren wir tippe-toppe informiert, hatten uns eingelesen und vorbereitet, und im lonely planet zu thailand aufmerksam alles zum thema „gängige abzock-methoden“ (s. 102) angestrichen:

Bei elegant gekleideten Herren, die fragen, woher man kommt, und wohin man will, ist äußerste Vorsicht geboten (…) Den Touristenbehörden zufolge ist dieses Verhalten für Thailänder absolut untypisch, und man sollte hier äußerst misstrauisch sein.

ha, wir kennen uns ur aus!

an unserem ersten morgen in bangkok also beschwingten schrittes los spaziert, quer über die straße gleich den ersten tempel entdeckt – ha! naturtalent! – und durch den „wat chana songkhram“ gestreunt.

2017-04-05_bangkok_wat_chana_songkhram

unser erster goldener buddha, eine zeremonie vor dem haupt-altar, ein plakat gegen buddha-deko und ein mönch mit schirm.

wunderbar, das macht gleich lust auf mehr tempelhupfen (ähem), also rein ins nächste tuktuk und weiter. vor dem tempel scheitern wir ein paar minuten lang daran, ein gefährt anzuhalten, und diesen kurzen moment nutzt ein netter herr (beware!) beim ausgang, uns höflich auf englisch anzusprechen: wohin wir denn wollten und ob wir wüssten, wie viel die fahrt dorthin kosten würde?

oh, unser erster einheimischer, hm, was tun, man will ja nicht unhöflich sein, äh…? also machen wir mit: hm, naja, so 200 baht (ca. 5€)? oh NEIN, er schlägt die hände über dem kopf zusammen, keinesfalls, maximal 40 baht (ca. 1€), und überhaupt, ob wir jemals schon in bangkok gewesen wären? äh, nein, erster tag, aber wir wissen eh wo wir hinwoll… und aus. ab da hatte er uns im sack, schickte jemanden um eine auf A4 s/w-kopierte straßenkarte, griffelte uns sofort eine route vor, schaut’s, da müsst’s ihr überall hin (pfeil-strich-ringel-deut), großer buddha, größter buddha, bester buddha, und dann noch hier, und da ist das „royal tourism office of thailand“, die können euch für die weiterreise was empfehlen, und am schluss noch eine bootsfahrt, und das alles um 40 baht, ja klar, ungelogen!

wir, verdattert (hab ich schon erwähnt, dass es 38°C und gefühlte 99% luftfeuchtigkeit hatte?), ja na gut, aber 40 baht, mehr zahlen wir nicht, gell? jaja, klar… und zack, war ein tuktuk vor uns, hastdunichtgesehen, scheucht er uns rein, gute fahrt, byebye, und wusch – sind wir durch die mittagshitze des großstädischen gewusels geflitzt.

wobei ich jetzt gleich mal sagen muss: ja, das mit den 40 baht hat gestimmt, und der fahrer hat uns auch gleich mal als ersten stop zum größten buddha chauffiert, dem „wat intharawihan„, 32m hoch & natürlich vergoldet, dazu vorbereitungen für irgendeine festivität, hm, was buddhistisches wohl, und viele räucherstäbchen.

2017-04-05_bangkok_stehenderbuddha

kleines tuktuk, sehr großer buddha.

noch eine kokosnuss to go, zurück zum fahrer und wohin geht’s jetzt? hm, er spricht kein englisch, aber wir haben ja die karte vom ersten mister, und da müsste jetzt das royal office kommen, mal sehen.

tatsächlich, ein ebenerdiges büro mit großen tourismus-sujets außen drauf und in silber groß „ROYAL TRAVEL AGENCY“, der fahrer schickt uns rein „yes, you, there!“, vollklimatisiert natürlich, und ein typ hinter einem der sechs tische springt auf „hello, you, welcome, yes, here!“ und so weiter. dieses ist eine zertifizierte royale buchungs-stelle, er freut uns sehr, uns behilflich sein zu dürfen, wohin wir denn wollen? naja, erstmal nach koh tao, ja, zugtickets hamma schon, nein, wir wissen noch nicht, wo wir wohnen: OH NO! und da bricht die hölle los – wie unverantwortlich, alles ausgebucht, thai-neujahr (ah! das fest!), fullmoon-party, die chinesen, alle kommen sie, alle wollen auf die inseln, und nichts ist mehr frei, gar nichts, ob wir leicht am strand schlafen wollen? das kann man doch nicht machen, no no no!

da ging uns dann tatsächlich die puste aus, oh shit, haben wir das alles übersehen? wie konnte das passieren? aber es ist doch nebensaison… hä?! „let me check“, sagt er, wedelt mit einem prospekt, ruft wo an, aufgebrachtes diskutieren, „sorry, everything is booked.“ – jessasmariaundjosef, wo sind wir da reingeraten. nein, am strand wollen wir natürlich nicht pennen, ob er sonst noch was hat? „hm, only this one…“ und zeigt uns wieder eine brochüre, diesmal ein tauch-ressort, nur mehr zimmer ohne klimaanlage, aber ist eh meer-seitig, also da weht ein lüftchen, das kühlt auch. special price (natürlich, eh klar, lalala), ob wir students sind? äh, ja, na gut – nur für euch, alles in allem: 7.210 baht.

das sind ca. 186 euro für 3 nächte, also 62 euro pro nacht, also 31 pro person. hm, na gut, was soll man machen? (NEIN SAGEN! RAUSGEHN! OIDA! möcht ich mir heute sehr eindringlich ins ohr flüstern, aber nachher ist man halt immer schlauer, vor allem als man selbst.)

long story shot: wir haben es gebucht, mit kreditkarte, haben dafür einen königlichen voucher bekommen, sind am übernächsten tag auf koh tao gelandet, das hotel wusste nichts von unserer buchung, dann noch zig telefonate mit dem typen in bangkok (immerhin hatten wir A) seine nummer und B) meine reisekumpanin K. eine stinkwut, die berge bewegt), schließlich wurde die buchung confirmed, und weil wir gar so aufgebracht waren haben sie uns kostenlos ein upgrade gegeben, mit klimanlage, uff.

fun fact: in genau diesem „buddha view dive resort“ kosten 4 nächte ca. 9.800 baht – aber MIT einem kompletten anfänger-tauchkurs samt zertifikat dabei. hahaha! aber mehr zu koh tao dann später. es war dort jedenfalls ziemlich nett, und wir wurden vom hafen im strömenden regen abgeholt, immerhin.

anyhow, wir sind dann in bangkok jedenfalls überrumpelt und verdattert wieder ins tuktuk, der hat uns dann zu einem bootsanleger gebracht und die wollten 900 baht pro nase für eine schifffahrt – an diesem punkt haben wir reißaus genommen, dem taxler 40 baht in die hand gedrückt und sind zu fuß weitermarschiert. und ja, wir hatten dann noch einen sehr schicken tag mit rooftop bar & co, mehr dazu beim nächsten mal.

ab diesem zeitpunkt haben wir und auch ich dann alleine nur mehr selbst über’s internet gebucht, und zwar mit folgenden apps:

  • booking.com: hotels – übersichtlich, viele filter, special rates
  • agoda: auch hotels – dasselbe in grün, aber manchmal sogar eine spur günstiger.
  • checkfelix: flugsuche, eh klar – ich hab meinen emirates-flug um 449€ dann separat bei flugladen.de gebucht, nach dem löschen aller cookies und des browserverlaufs war das echt die allergünstigste verbindung.
  • kiwi: ebenfalls flugsuche, und zeigt die günstigsten destinationen in der umgebung an

special tipp: wenn man spontan genug ist, nur wenige stunden vor der geplanten ankunft via app ein low-budget-zimmer buchen – manchmal werden die kontingente online nicht so rasch angeglichen, dann muss das hotel einen kostenlos upgraden, falls die gebuchte kategorie schon voll ist (tipp vom weltreisenden-pärchen G. aus estland & B. aus england).

die moral von der geschichte: traue höflichen älteren männern nicht, und royalen reisebüros schon gar nicht! und gelesenes wissen schützt auch nicht immer vor selbstgemachten erfahrungen #hüstel – womit ich mich ja hier gut an deiner henna-story anschließen kann, außerdem haben wir beide beides am eigentlich 1. reisetag erlebt, also vielleicht ist das auch einfach der schmäh, frisch eingetroffene mal anzutesten. treffer, versenkt ;-) aber immerhin war das „lehrgeld“ in beiden fällen weder existentiell, noch irgendeine form von gefahr im verzug, also: was soll’s!

shit happens ;-)

yours truly,
hanna

PS: zum scheißen gehört natürlich auch die entsprechende „heiße luft“, und um dieses thema schon im frühen kindesalter positiv zu besetzten hat der herr J. doch tatsächlich vor sage und schreibe zwei wochen ein furz-positives kinderbuch veröffentlicht. das darf natürlich in unserem blog und nach dieser geschichte hier nicht fehlen – please welcome: furzi fisch!

i give you very good price

liebe hanna,

ja, ja, die „das sollt was g’scheids werden- falle“. bei mir hat es diese woche auch ein bissel gedauert, weil ich hab mir gedacht, super, packliste, da hab ich mal was echt nützliches beizusteuern. nur leider tippt die sich nicht von selber ins exel und hps und meine papier-rumstreich-version ist echt nicht blog-tauglich. also bleib ich beim plan a, lass das flugzeug aber aus (langweilig) und lande direkt bei unserem ersten tag in marrakesch. für jemanden, der noch nie wirklich weg war ist das schon saucool und gleichzeitg sauüberfordernd. und intensive lektüre über „landesübliche sitten“ ist nur bedingt hilfreich, das kann ich dir sagen. (ich frag mich ja, was man so liest wenn man sich über die landesüblichen sitten in österreich einliest…und ob touristen von mir wohl landestypische raktionen zu erwarten haben, a la, die wiener sind ja sowas von grantig…) wie auch immer, ich hab gelesen man möge sich als frau, gerade als radreisende dezent geben, langärmlig, kopfbedeckung ist auch nicht schlecht, und direkter augenkontakt mit männern sei zu vermeiden. nachdem ich aber diejenige von uns beiden bin die französich spricht und, wenig überreaschend, keiner von uns arabisch oder berber, war klar, dass ich, dezent im vordergrund, den löwenanteil der konversation übernehmen würde.

aus dem flughafen raus, gleich verfahren, eh klar. nach dreimal hin und her, dem ersten (und garantiert nicht letzten) versagen des gps-geräts und ratlosem umhertaumeln kommt uns ein älterer herr entgegen. hp: den frag ma jetzt. ich: voll gehemmt. frag ich den? und wenn ja, schau ich ihn dann nicht an? ist das nicht voll komisch? oder redet hp ihn an und ich frag? grübelgrübel, schwitzschwitz. im endeffekt hab ich höchst nervös etwas dahergestottert und der herr hat freundlich und entspannt auskunft gegeben und war null überrascht, dass ich ihn anrede.

entspannung setzt ein, wir sind im grunde ja sowieso alle menschen und gar nicht so verschieden, oder? also reingeradelt in die medina, verkehr ist volle anders aber irgendwie auch volle lustig und wir finden in der überfüllten, verwinkelten altstatt sogar auf anhieb unser hotel. obwohl es winzig, und unser zimmer noch winziger ist, dürfen wir nach etwas verhandeln sogar unsere räder parken.

es ist früher abend, wir stromern durch die gassen, kaufen keine uhr, keine wertkarte, kein bild, keinen armreifen, lassen uns nicht wiegen und checken uns was zum abendessen. unterm strich sind wir sehr zufrieden und finden, dass wir uns echt super schlagen und, hey, ur souverän, dafür dass wir keinen tau von irgendwas haben.

es wird finster und wir machen uns quer über den djemaa el fna auf den heimweg. geschickt weichen wir fliegenden händlern und schlagenbeschwörern aus, als urplötzlich von rechts jemand meine hand schnappt, und hastduesnichtgesehen, anfängt eben diese mit henna zu bemalen. no merci! ruf ich, und will meine hand zurück ziehen, aber, wow, die frau hat einen festen griff und während sie flink weiterzeichnet kommt ein ganzer redeschwall. i like you, you are very sympatic, you give me what ever you want, you don’t have to pay, you are very sympatic, this ist symbol for good luck, this ist for good sex with your husband, what’s your name, i give you very good price. in den folgenden drei minuten passieren sehr viele dinge gleichzeitig. ich hab versucht meine hand wiederzubekommen, worauf eine zweite frau hinzugezogen wurde, hp hat versucht einen preis auszuverhandeln, was zu einem wilden schlagabtausch geführt hat. die münzen, die hp hervorgekramt hat wurden entrüstet zurückgewiesen, this is berbermoney! i don’t take berbermoney!, mein einwand, you said we pay what we want??, schnaubend vom tisch gewischt, normaly you pay 400 dirham (40 euro), you give me at least 200! i give you very good price!!!
es wurden dann noch ein obsthändler in die diskussion mit einbezogen und schließlich ist hp bei 5 euro gelandet und die beiden frauen haben sich mit einem finalen, you are not a good man!!, verabschiedet. ich war ziemlich perplex und stolz auf hp, echt wacker geschlagen. dann bin ich wie der pfitschipfeil ins hotel gesaust um den hennagatsch wieder abzuwaschen, denn in wirklichkeit war ich gar nicht scharf auf ein hennatatoo. das ergebnis war tiefschwarz. nach dem waschen. und ich hab mir nur gedacht, ganz, ganz toll. wir fahren jetzt dann fast drei wochen durch die pampa und ich hab quasi, metaphorisch gesprochen, ein schild um auf dem steht, ich bin ein doofer tourist der sich nicht abgrenzen kann. na super.

drum bin ich auch am nächsten tag in die apotheke gejappelt und hab gefragt ob sie eventuell etwas zum abschminken hätten. die junge frau hat sich fast scheckig gelacht. abschminken, muhahah, nein, nein. einfach zwei bis drei wochen warten. sonne hilft.
sonne hilft tatsächlich. nachdem wir fast ausschließlich im freien waren war das ding nach einer woche weg. die moral von der geschichte? it’s hard to make a living in marrakesh. ich hab da jobs gesehen (schattenmacher! leuteabwieger!), ich wusste gar nicht dass es die gibt. und: tourismus hat auswirkungen – deal with it. ich hab immerhin die möglichkeit einen spritzig-selbstironischen blogpost daraus zu basteln. fünf euro – very good price.

alles liebe, dein lesterschwein

p.s. ich hab tatsächlich etwas gefunden über landesübliche sitten in österreich. oida?!? das hätte ich lesen sollen bevor wir weggefahren sind. dann hätte ich das gleich alles nicht so ernst genommen…

der mond ist aufgegangen

liebe kati,

ich sag’s dir, das mit dem schreiben und der erzähllust ist manchmal doch eine etwas vertrackte sache. letztes mal ich noch so: hach muss ich mich zügeln, so ein schwall, es sprudelt, oh wie mir geschieht, ei der daus! #luftzufächel

und diesmal:
nichts. nada. wüste, quasi.

mehrmals habe ich mich in den vergangenen tagen hingesetzt – aber ich hab weder anschluss noch einstieg noch roten faden oder sonst was zustande gebracht. erstens irgendwie zu wenig muße und alles ein bisserl dicht (familiensause! radiosendung! konzert besuchen! und noch eins! und selber eines singen! und hochzeitsvorbereitungsdingens! und deine zimtschnecken backen! und better call saul bingewatchen…), ganz was neues – wobei mich das früher auch nicht davon abgehalten hat, hier und da mal ein rezept rauszuhauen. aber irgendwie bin ich in die „das sollt was g’scheids werden!“ falle getappt, das sollt jetzt irgendwie sehr reflektiert und tiefgehend und spritzig-selbstironisch und natürlich äußerst service-orientiert sein und dann wird’s mühsam und ich schieb das ganze bis sonntag abend um 23:30h vor mir her. also nütze ich jetzt die müdigkeit als eh-wurscht-katalysator und steuere kurz in anknüpfung an deine reisevorbereitung bei, was mir einfach immer, immer hilft:

eine packliste.

egal ob jugend-sommerlager, festival, wanderung, thermen-ausflug, schnorchel-trip oder backpacking, ich lege liebend gerne listen an, adaptiere sie immer wieder in den tagen bis zur abreise, ergänze sie mit persönlichen tipps von landeskundigen oder blog-empfehlungen (zb hier die faszination südostasien backliste, sehr hilfreich als abgleich bevor man sich das erste mal gen osten bewegt), leg dann alles von der liste auf’s bett und hakel dann die sachen nacheinander ab. spart mir persönlich einfach unheimlich viel nerven, und führt in kombination mit dem rat aus dem famosen reisebuch von dir und HP zu ebenjenem ergebnis:

buch_packliste

vorteil ist nicht nur mehr platz und weniger schlepperei, ich bringe auch tatsächlich selten saubere wäsche unbenutzt wieder mit nach hause. und im falle von thailand war im rucksack auch am schluss noch genug platz für mitbringsel inklusive zwei hängematten. und die auf obiger liste ersichtlichen pois sind auch wieder mit nach hause gekommen…

hanna_pois_thailand

in dem zusammenhang würd mich ja auch sehr interessieren, wie habt ihr das mit dem packen gemacht? am fahrrad ist ja noch mehr limitation als nur mit rucksack, weil reparatur- und technik- und camping-kram ja auch noch mit muss – wie seid ihr das angegangen?

ich kenne das bislang nur richtig detailliert von C. & B., die ja 2014/15 ein jahr lang von wien nach malaysia geradelt sind – und ihre ganze ausrüstung als excel-file auf den (übrigens auch heute noch immens empfehlenswerten!) blog gestellt haben.

also, so der super-burner-pulitzer-blogpost war das jetzt zwar nicht, aber immerhin ist schon der mond aufgegangen (zum anhören hier traditionell-vokal und HIER von ALMA!) wie das der amerlingchor gestern so schön geträllert hat, und damit hau ich mich einfach mal in die heia.

gute nacht, schwesterlein!

erstens kommt es anders…

liebe hanna,

du schreibst der vorteil vom nicht mehr ganz so jungen reisen ist, dass man sich durch „weise voraussicht“ möglicherweise die eine oder andere unannehmlichkeit erspart. ich muss ganz ehrlich sagen, das kann ich so leider nicht bestätigen. ich hab versucht alles mögliche vorauszusehen, gekommen ist es dann völlig anders. im vorfeld der reise hab ich mich mit einigen dingen intensiv beschäftigt um meinen drei hauptsorgen zu begegnen die da waren:

  • hoffentlich sind die radeln noch ganz wenn wir ankommen!
  • hoffentlich verirren wir uns nicht!
  • hoffentlich kommen wir im beinharten marrokanischen straßenverkehr nicht unter die räder!

hp und ich haben also stundenlang diverse rad-flug-verpackungsmethoden studiert und festgestellt, dass es eine unmenge tipps, anregungen und vor allem youtube-videos zu dem thema gibt. im endeffekt haben wir die räder am hinflug in plastik und am rückflug gar nicht verpackt. pedale runter, lenker quer, passt schon. alles überhaupt kein probelm, den aufwand kann man sich echt sparen.

fahrad in plastikfolie

damit wir uns nicht verirren, hat hp ein nicht grad billiges gps-gerät gekauft, und ich hab intensiv base camp, das zugehörige programm gelernt. und das ist nicht selbsterklärend, das sag ich dir. auch hier wieder, youtube mein freund. ich bin sogar mit dem bubenkind mit dem gerät in der hand quer durch die stadt gelatscht um mich damit vertraut zu machen. dabei hab ich gelernt, dass ein gps-gerät in bebautem gebiet für A und F ist. aber auch das – im grunde sinnlos. bei überlandfahrten im südlichen marroko ist es praktisch unmöglich eine abzweigung zu verpassen. nur die hauptstraßen sind asphaltiert, ansonsten gibt es pisten. wir wussten also immer, solange asphalt unter unseren rädern ist sind wir richtig. außerdem sind die straßen zum teil viel besser ausgeschildert und mit wegsteinen versehen als, sagen wir mal zum beispiel im waldviertel.

Achtung Kamele, Esel, Ziegen

um dem argen marrokanischen verkehr auszuweichen haben hp und ich eine route ausgetüftelt die durch relativ wenig besiedeltes gebiet führt. wir sind mit dem bus bis agdz gefahren um von dort durch das bergland über bou azzer nach foum-zguid zu radeln. nachdem die straße von agdz nach zagora eine fette bundesstraße ist wollten wir die ürsprünglich nicht fahren, weil wir mit anstrengendem, unberechenbaren verkehr gerechnet haben. in wirklichkeit waren am land die straßen so wenig befahren, dass hp und ich die meiste zeit nebeneinander gefahren sind, wie am donauradweg. das hauptverkehrsmittel in der gegend sind esel, oder man geht zu fuß. selbst in marrakesch, wo schon viel verkehr ist, fahren alle relativ vorausschauend, auch wenn, oder vielleicht gerade weil ampeln, straßenmarkierungen und vorrangregeln nicht unbedingt gelten. ich sage dir, lesterschwein, mit dem rad in wien über die äußere mariahilferstraße zu düsen, mit diesem lächerlichen fahrradstreifen, ist dreimal stressiger als in marokko mit vollem gepäck zu fahren. und dem kasperl, der sich irgendwann den saublöden slogan „wien darf nicht chicago werden“ einfallen hat lassen kann ich nur sagen „marrakesch darf nicht wien werden“. zumindest nicht rudolfsheim-fünfhaus.

Tansikhte

auf der anderen seite: sorgen die völlig berechtigt gewesen wären, und die ich mir überhaupt nicht gemacht hab, wären da gewesen:

  • hoffentlich macht uns die hitze nicht völlig meier!
  • hoffentlich pack ich das mit den preisverhandlungen!
  • hoffentlich krieg ich nicht voll heimweh!

würd ich mich also nochmal auf die reise vorbereiten, tät ich erstens im februar fahren, nicht im april (ja, ja, das hat einen sinn warum die anderen radreisenden alle im februar unterwegs sind), zweitens tät ich jeden samstag auf den wiener flohmarkt gehen (verhandeln, eh scho wissen) und drittens, tja,…wie bereitet man sich wohl auf heimweh vor…?

so, liebes lesterschwein, soviel zu den vorbereitungen. beim nächsten blogpost sitz ich dann mental mindestens schon im flieger, schwöre!

alles liebe, deine lesterschwester

wolken melken.

liebe lesterschwester,

ich freu mich auch wie ein happy buddha (achtung, spoiler alert) über unseren reanimierten blog!! ur, oida! und du und ich sind nicht die einzigen: heißesten dank an dieser stelle an HP. und A. und E. und S. und G. und alle famosen leserchens, die sich drüben auf facebook superduper mitgefreut haben:

„die lesterschweine are back! wie leiwand ist das denn????“
„Yeeeeees! Ich freu mich grad so“
„Wasss? Super!“
„Suuuuuper, endlich einmal was Erfreuliches!“

das hat meine letzten zweifel hinweggefegt, ob „man“ das darf – einen foodblog erst hochfliegen lassen, dann einstellen, zwei jahre nix und dann als temporären, noch dazu retrospektiven und zwei komplett verschiedene sachen beleuchtenden reiseblog wiederbleben. euer feedback zeigt: ja, man darf! und die lesterschwestern überhaupt ;-)

<3

der back-to-blog-modus ist auch hirnmäßig wieder voll angesprungen, und deshalb sind mir heut beim durch den wald spazieren sofort diverse blogbeitragseinstiege und text-bild-scheren und wien-bangkok-vergleichsansätze und klima-phlegma-korrelations-theorien und sonstige flausen durch die synapsen gesaust. ja, wald, weil: ich war über’s pfingstwochenende am land. also näheres land, die „wiener alpen“-region, rax-schneeberg-ehschowissen. dazwischen liegt payerbach, da kommt man erstens extrem komot mit dem zug hin – ohne umsteigen ab praterstern! – und von dort kann man dann wunderbar durch die landschaft wandern. euphemismus für: ausgiebig völlern und dazwischen verdauungsspaziergänge, halt mit steigung und ergo auch feiner aussicht zwischendurch. pfingsten, bäume blühen, nix bemüh’n (der hadern von christoph&lollo wird nie alt!), regenjacke hatte ich folglich einfach keine mit, wozu um eine ordentliche ausrüstung bemüh’n wenn schauer und gewitter angesagt weil – he! – wetter hält sicher aus, in wien isses ja eh sonnig. eh.

und der himmel über den alpenhügeln* so (14:26 uhr, bitteschön):

payerbach_gewitter_2017-06-04-14.26.33

drama-wolken hier (semmering)…

und das wiederum hat mich total erinnert an:

katamaran_kohtao_2017-04-07-08.13.45

… und – mit der extra-portion spannung – dort (golf von thailand).

das ist auf einem highspeed-katamaran von chumphon zur kleinen insel koh tao, also besser gesagt mitten in die dicke fette gewitterwolke hinein, die eher übellaunig genau dazwischen gesessen ist (wir singen im chor grad ein lied mit der zeile: „melt the clouds of (…) sadness“, das find ich total poetisch und schön, vergess aber dauernd den einstieg, und stattdessen drängt sich „melk the clouds“ auf, also wie melken, das kommt irgendwie leichter raus als schmelzen, hat vielleicht was mit der postveganität zu tun?) moment… wo war ich?

ja, ob mir auf meiner reise mal was gestunken hat, fragst du: also in diesem konkreten fall hätte da wohl nur der, äh, mageninhalt der turbulenzmäßig sensibleren mitreisenden entsprechende olfaktorische auswirkungen gehabt. aber ich bin davon zum glück weit weg gesessen. und war ausnahmsweise nicht bei denen, die die fische fleißig fütterten, weil: anscheinend ein bisserl abgehärtet vom segeltrip voriges jahr, und – kein frühstück (ab einem gewissen alter – also backpacken durch asien mit 30 statt mit 18 1/2 – kommt anscheinend doch endlich ein bisserl was von der „weisen vorausicht“, zumindest partiell).

das war ungefähr genau vor 2 monaten und so circa 8.735,86 km entfernt:

und DAS war hiermit, werte leserchen, die meteorologisch-geografisch-halbelegante überleitung zum einstieg in mein fernreisen-thema. nein, nicht kanada (da gab’s hier nen mini-blog), auch nicht panama (da gibt’s hier nachbericht und radiosendung), sondern eben:

thailand.

und warum ich überhaupt auf dem katamaran gelandet bin, erzähl ich dann beim nächsten mal ;-)

(uff, ich muss mich volle kanne zügeln nicht gleich einen unbewältigbaren schreibschwall hier rauszulassen. soll ja noch für ein paar beiträge reichen… #hüstel)

deshalb: bussi inzwischen & bis bald,
hanna

PS: * ja, ich wurde nass, ziemlich, aber knoblauchcremesuppe mit nachfolgender cremeschnitte im obernoblen looshaus und echt schöne sauna im payerbacherhof haben mich darüber hinweggerettet. und am nächsten tag haben wir sogar den ganzen auf- und abstieg zu jubiläumswarte und der (von schwestern bewirtschafteten!) waldburg-anger-hütte trocken geschafft. samt lecker linsensuppe und kongenialen „schöberln“, so germteig-wuzzerl, rausgebacken mit erdbeermarmelade. gibt’s angeblich nur dort und die sind angeblich seit 40 jahren exakt gleich (gut). empfehlung für den nächsten geschwister-wandertag! du siehst schon, ganz ohne fress-verweise wird auch unser REISEblog nicht auskommen ;-)