vorsicht, ein trend geht um

whoopwhoop!

sieh an: N.’s papa A. hat heute einen google trends link zum thema vegan gepostet! leider haut das embedden nicht hin, daher hier nur als screenshot – das ganze interaktive zeux dann direkt auf http://www.google.com/trends/explore#q=vegan&geo=AT&cmpt=q:

google trends vegan österreich

seit 2011 zieht das thema also ordentlich an – wohl auch ausgelöst durch steigende mediale präsenz wie z.b. einem falter-artikel im januar 2011 mit dem titel „ich liebe schnitzel“ und einem dazugehörigen interview mit „tiere essen“ autor jonathan safran foer (das buch tät ich mir übrigens gern mal von H.-P. borgen!). und ende 2012 gab’s ja dann die große coverstory über wien als neue hauptstadt der vegetarier:

falter 46/2012

interessant sind jedenfalls im falle der google trends daten auch die „rising terms“:

bio vegan
graz vegan
rezepte vegan
vegan essen
vegan for fit
vegan kochen
vegan kuchen
vegan restaurant
vegan rezept
vegan shop

während die 3 top-terms „vegan wien, „vegan rezept“ und „rezepte vegan“ sind, scheint in der letzten zeit erstens auch der bio fokus vermehrtes interesse zu erzeugen. außerdem öffnet sich der ganze vegan-trend aus dem wien-eck anscheinend auch richtung graz – was man auch am „regional interest“ chart festmachen kann:

google trends regional interest AUT

ach ja, und noch mehr vegan news: neben dem angeblich im märz eröffnenden vegan-supermarkt veganz gibt’s ab mai auch gerüchten zufolge einen nigelnagelneuen veganen eis-salon namens veganista (bis dato nur auf fb)…

der fleischlose frühling kann also kommen!

winkewinke von
der trendsensitiven schwester

PS: apropos trendsensitiv – H.-P. hat mir auf facebook gerade den link zum veganen beauty-team miss v. geschickt, über die ich schon beim vegan ball gestolpert war. aber die blogposts von L. über vegane beautyprodukte sowie „how to cut your bangs“ sind in der tat sehr super! und äußerst tagesaktuell, nachdem ich letzten freitag mal wieder mit der nagelschere auf meinen pony losgegangen war ;-)

sprossen sprießen!

ahoi lesterschwester,

willwaffeln! wollt sofort dein rezept nachbauen, aber hab anscheinend vor kanada meinen 3-fach-isolierbandgefixten, funkenschlagenden plattengrill samt waffeleinsätzen gekübelt. kann man den teig auch in die pfanne hauen, oder sollt ich mir ein waffeleisen checken?

ich hatte heute eher schmalspurgastronomie am start, aber manchmal haben ja auch gute alte klassiker wie brot mit margarine, kräutersalz und selbstgezogenen mungobohnensprossen ihre reize!

mungobohnenE. hat mir da in berlin ihren DIY-schmäh basierend auf der einmachglasmethode gezeigt:

1. bohnen 1 nacht in einem glas in wasser einweichen
2. wasser wegleeren, glas mit mullbinde + gummiringerl abdecken
3. glas schräg in eine schüssel stellen, so das luft an die bohnen kommt. achtung: schüssel sollte trocken sein damit nicht zu schimmeln beginnt, daher restwasser ev. auswischen
4. täglich 1x bohnen mit frischem wasser spülen
5. nach ca. 3 tagen: mahlzeit!

meine kresse-auf-klopapier-sache hat sich leider gar nicht gerührt, bei E. sah das nach wenigen tagen so aus:

kressesprossenmuss ich nochmal probieren.

so, jetzt fett ich noch das abstract und die outview meiner BA auf, und dann geht’s morgen in aller früh zu repacopy! deadlinejunkies unite.

hoffe du hast dich noch gut erholt von der thermensause!

gute nacht,
die schmalspurschwester

 

 

versöhnliche waffeln

liebe hanna,

shop klingt sehr interessant, und nein, den kannte ich noch nicht. ich halt mich kurz, bin nämlich noch ganz gemeiert vom heutigen ausflug in die terme wien inklusive familiendröhnung. das ergebnis der gestrigen waffelsause will ich dir aber nicht vorenthalten weil die kleinen scheisserchen erstens superlecker waren und zweitens auch kalt und damit unterwegs gut sind. es gibt ja haufenweise vegane waffelrezepte, aber dieses funktioniert wirklich leinwand und ist eines der top ten peta eifreirezepte:

waffelrezept

500 g (vollkorn)mehl
150 g rohrzucker oder agavendicksaft
1 pkg. backpulver
3 el öl
1 tl salz
1 prise zimt
500 ml soja-reis-drink
100 ml mineralwasser
neutrales öl

trockene zutaten mischen und danach flüssoge zutaten hinzugeben. alles zu einem glatten teig verquirlen.
waffeleisen mit öl bestreichen (wichtig!), jeweils ein schöpflöffel voll teigmasse hineingeben und ausbacken.

DSC00121

nächste woche kommt das 10 punkte manifest. ich hab es seit damals nicht mehr gelesen und bin selber gespannt ob für mich alles noch so stimmt wie ich es damals als totale vegan-neueinsteigerin geschrieben hab.

bussi und bis bald,

die schlappe schwester

von bambus und büchern

liebe kati,

ja super, materialverschiebungszimmerrochadenaction erledigt! bin schon gespannt wie’s jetzt ausschaut wenn ich wieder bei euch vorbeihoppel.

die „wir sind ho[a]rt, kinder!“ veganargumentation ist sicher eine challenge, überhaupt wo peergrouptechnisch im teenie-umfeld schätzomativ keine-tiere-essen nicht so den hyper coolness-faktor hat. bei mir ist das auf der FH gerade groß thema, ich seh die leute ja jetzt nach über 7,5 monaten erstmals wieder fast täglich, und da werden im pausen-smalltalk naheliegender weise eher die vordergründig sichtbaren veränderungen angesprochen: piercing, tattoo, geschälte karotten im marmeladenglas und soja-latte in der kaffeepause. von „was isst du denn dann?“ über „na wenn du verhungern willst bist selber schuld“ bis „warum überhaupt?“. und beim ‚weil‘ fällt mir immer wieder auf dass ich mir schwer tu, es tatsächlich auf einen punkt zu bringen. von ernährungssouveränität fang ich dann an, und der nahrungsmittellogistik, dem schritt von veggie zu vegan und wie mir schon länger vor eiern graust (beim zwinkernd eingeworfenen hühnermenstruationshinweis bekomme ich ungläubige blicke und dann ein „aber wir menschen sind biologisch als omnivore gebaut!“), und warum ich überhaupt die milch einer anderen spezies trinken soll, ob das nicht  werbegehirnwäsche ist. aber so ganz konzise kann ich’s noch nicht artikulieren – ich werd mir nochmal dein 10 punkte manifest reinziehen (hast du eigentlich vor das mal zu veröffentlichen? fand ich superspannend…). hochgeschätzter misanthropen-kollege M. hat nach meinem geschwurbel gleich zurückgeschossen mit: „ja aber soja ist ja auch böse!“, und etwas späte klinkte sich H. ein mit „wenn du wirklich vegan wärst, müsstest du jetzt aber auch sofort deine lederschuhe ausziehen!“. mein etwas lahmes reply war dann etwas in richtung „irgendwo muss man ja anfangen…“, aber so wirklich konsistent in unserer konsumumgebung auf regional-fair-bio-gut umzusteigen ist einfach auch eine challenge, abgesehen von der legitimationsargumentation.

jedenfalls hat das dann wie die faust auf’s aug gepasst als ich gestern nach 8 stunden vorlesung am weg zu E. in 1080 an einem veganen laden vorbeigelaufen bin! und zwar dem muso koroni (inkl. schneematsch) auf der josefstädter straße:

muso koroni winter

da drin gibt’s gewand, schuhe, kosmetik, kochbücher, DVDs, und jede menge anderen zeux – wurde schon im august eröffnet. kanntest du den?

sehr cool zb: vegane schuhe. aktuell haben sie 4 paar schwarze stiefel, da werd ich mir auf jeden fall welche checken sobald meine kanadischen 3$-heilsarmee-treter das zeitliche segnen. und perfekte umsetzung des prinzips der eingeschränkten auswahl!

ich hab dort auch gleich mal nachgefragt wo ich denn meine einheitsklamotten in fair-bio-co2neutral-öko herbekommen könnte, am liebsten bambus (wie ich das ja laut meiner post-BA-liste vorhatte zu recherchieren). und die ladenfrau so: bambus eigentlich eher böse, weil die meisten dieser fabrikate aus chemisch behandelter bambus-viskose sind, und somit überhaupt nicht mehr öko. sie haben da nur 1 shirt im online-shop, aber das gab’s im laden grad nicht (höhö, online gibt’s auch ein hanna shirt, muahaha).

sie hat mir hingegen etwas aus eukalyptus-faser empfohlen (fühlt sich gut an, aber die schnitte waren alle viel zu weit), nur hab ich den hersteller vergessen -.- muss ich nochmal recherchieren.

jedenfalls hab ich mir dort gleich ein weiteres kochbuch gecheckt, und das auch nur, weil so ein superes tiramisu-rezept drinnen ist:

vegan lecker lecker kochbuch

das andere ist übrigens mein aktueller lesestapel – E.’s ethical slut, dann ein großartiges buch über wahnsinn, geborgt vom gestrigen unerwartet großartigen lektor (es gibt sie, die ausnahmen!), sowie von einer anderen E. ein paar feministische theorien, weil ich seit berlin (wiederum mit E. nummero 1) und dem dortigen queer-feministischen body-workshop und dem darauffolgenden netzfeministischen bier in wien und den regelmäßigen skype-calls mit meinem kanadischen geek-feminist-grrrl A. mich nach langer pause wieder mehr mit dem kram auseinandersetze.

apropos kram, ein/e unbekannte/r nachbar/in hat anscheinend ordentlich das bücherregal aussortiert und unten im hauseingang die altlasten deponiert, ich hab mir da gleich jede menge unter den nagel gerissen. falls was dabei ist was auch dich interessiert, let me know!

nachbarschaftslesestoff

so, und jetzt mach ich mich mal fertig für den sonntäglichen transatlantischen skype-call mit A., hurrah!

sonntäglich,
die lesteschwester

PS: du hast ja erwähnt dass du jedes 2. wochenende an 1 tag nichts in den kalender einträgst, und ich werd das auch mal versuchen. hab mir bis zu den osterferien 1 tag pro woche im google calendar markiert wo ich nicht in der gegend rumhotte und maximal hausbesuche empfange. witziger weise hat mir M. das schon letzten sommer gesagt dass er das so macht und auch so braucht, und ich fand das damals noch irgendwie schräg… und jetzt: anti-dichtness-versuch.

PPS: A. hat – wie immer – zu jedem thema die passende quote… ;-)

liebe, protest und rollbalken

liebe lesterschwester,

gratuliere zur BA abgabe, coole sache das! tatsächlich urschade, dass ich nicht mit war am protestsongkontest, hätte das alles gern selber gesehen, aber nächstes jahr sicher wieder. andererseits aber gar nicht so schlimm, denn für den protest brauch ich gar nicht das haus verlassen, das hab ich live zu hause:

gestern haben unsere kids begonnen die kinderzimmer untereinander neu aufzuteilen, was mit einer unfassbaren materialverschiebung einher ging. eigentlich dachte ich ja, dass unsere kinder im mitteleuropäischen schnitt eh wenig zeug haben. irgendwie gabs trotzdem kistenweise kram zum tauschen. nostalgisch wurde in fotoalben geblättert und alte cds hervorgekramt, und n. hat den kleinen haufenweise spiele und musik vererbt, worüber sich die beiden gefreut haben wie schneekönigin und schneekönig. macht jetzt auch eine interessante geräuschkulisse in der wohnung, wenn uns nicht mehr nur n. über seinen subwoover beschallt, sondern zusätzlich s. lady gaga und n. falco beisteuert. abends dachten hp und ich wir sind jetzt besonders schlau und machen einfach pizza, das geht schnell und alle freuen sich. denkste. s. befand es sei zu viel käse drauf und n. wollte sie gar nicht essen. hp und ich empfinden es ja schon als entgegenkommen unsererseits den kindern gegenüber, dass wir extra für sie vegetarisch kochen. hallo, mit echtem(!) käse(!!). gerade n. empfindet es aber grad wieder als totalen affront, dass wir noch immer(!) kein fleisch(!!) zur verfügung stellen. offenbar hatte er die hoffnung, dass wir zeitnah wieder von unserem komischen trip runterkommen. leider nein, lieber n., und so gibts protest bis zum abwinken.

ich find es echt schwierig, den kindern zu vermitteln dass vegan leiwand ist ohne ihnen super drastische geschichten zu erzählen bzw. filme zu zeigen. aber angstmache und schuldgefühle impfen ist bei kindern für mich absolut gar nicht drin. ich hoffe es sickert früher oder später was durch, aber zeitweise find ichs ordentlich anstrengend. andererseits – erfolg, erfolg! – ist s. jetzt aus eigenem antrieb auf vegetarisches schulessen umgestiegen. trotzdem hätt ich mir gestern abend dringend einen rollbalken zum dagegenlaufen gewünscht. manchmal, schauts aus, muss liebe eben ein bisschen weh tun.

heute wird aber alles anders. erstens sind die zimmer jetzt endlich fertig und zweitens mach ich waffeln, denn die mögen wirklich alle. und zwar vegan (ha!) und vollkorn (doppelha!) .

aus der familiendröhnung,

das lesterschwein

PROTEST! aber nicht in echt.

liebe kati,

uff, prüfung überstanden, BA dem prof geschickt! jetzt darf ich mich wieder anderen dingen widmen – beispielsweise zur abwechslung (hoho) ein bisschen bloggen. prokrasti… was?

ur schade jedenfalls dass du & H.-P. nicht beim 10. protestsongcontest vergangene woche dabei sein konntet. ich hab im kalender nachgeschaut – seit 2009 ist das bei uns schon schwesterlich-schwägerliche tradition! glück ist vogel, ehschowissen. also damit ihr nicht ein loch in eurem PSC-gedächtnis hab, hier ein paar impressionen:

gleich vorweg: virtuell-künstliches synthieoperettengedudel über die „armen märkte“ (startnummer 6) hat sich in letzter instanz eines unfassbar spannenden kopf-an-kopf-rennens zwischen anstaltsnahem wahnwitz (startnummer 9) und realem echtzeit-protest der refugees aus der votivkirche (startnummer 10) als siegerin durchgesetzt. was das mit moralischer geiselnahme und virtuellem vs. analogem protest zu tun hat kommt später noch. alle finalistInnen kann man jedenfalls auch bei effemmvier in bewegtbild bestaunen.

PSC 2013 Juryentscheidung

aber mal von vorne: ca. 20:30h, spannungsgeladen-protestlaunige atmosphäre im ausverkauften rabenhof mit M. & N. – für M. sogar PSC-premiere…

psc_publikum… der in alter tradition mit dem famosen arbeitersängerbund eröffnet wird, das jährliche (eigentliche) highlight:

psc arbeitersängerbund

danach als 1. band des abends die m.E. schwerst unterschätzten matata und ihr song über fruit companies – mangos, ananas und papayas. fetter sound, psc-ungewohnte musikalische qualität, soulige sängerin und zwei tighte rapper, bläserfraktion, multilinguale textbausteine, gutes thema, uncheesy auf den punkt gebracht. leider in der endwertung mit dem 5. platz absolut unterbewertet – kann ich nur darauf zurückführen dass sie A) nicht kontrovers genug waren und/oder B) auf grund des hochemotionalen finale des finales schlichtweg untergangen sind.

danach ein paar mittelmäßige acts sowie eine spaß-partie mit aufklebe-moustaches und einer kampfansage an die „donaudampfschiffwohlstandsgesellschaftskapitänskahipster“. textzeile hier zu sehen samt 50% der jury –  u.a. inkl. der nach 10 jahren jurorinnen-tätigkeit zum letzten mal punkte vergebenden doris knecht sowie dem alten aufklärer peter paul skrepek plus nina weissensteiner vom derstandard.at innenressort (nicht im bild: martin blumenau, mirjam unger und skero von texta).

psc jury

eine vollbesetzte bühne mit fargo aus linz (stermann: „westwien!“), musikalisch abwechslungsreich aber leider textlich eher mau…

psc fargo

… und zu guter letzt die letzte beiden acts, die die wogen hochgehen lassen – nummer 9, die schweißtreibend á la tasmanischer teufel quer über die bühne rotierenden anstaltskinda (2 trinkpausen während einer 3-min bühnenshow!) und mit der startnummer 10: refugees of the vienna refugee camp.

psc refugees

sprechchöre, plakate, pfeifkonzert, und brodeln im publikum. bei der finalen jurybewertung allerdings kippt die stimmung – erst als der von mir als musiker geschätzte skero hat sich leider vollkommen ins abseits katapultiert mit dem jenseitigen schmäh, er hätte sich musikalisch von den refugees mehr erwartet, die hätten ja schließlich auch genug zeit zum proben gehabt (während der besetzung der votivkirche, anm.). zynismus seitens jury schon ok und sachen, aber… so nicht. blumenau hat das auch dazugehörige backstage-nachspiel zitiert:

Nachher kam Saladin, der Lead-Sänger/Sprecher der Refugees und entschuldigte sich bei Skero für seine schwache Performance. Weißt du, ich bin nicht im Vollbesitz meiner Kräfte, ich bin nämlich immer noch im Hungerstreik, sagte er.

Das war für mich der beschämendste Moment der gesamten Protestsongcontest-Geschichte. Ein Aktivist, dessen Existenz auf dem Spiel steht, dessen life on the line ist, entschuldigt sich bei einem Juror für seine weniger gute Auftritts-Leistung. Die seiner misslichen Lage, gegen die er anspielt, geschuldet ist. Weil die Jury – in Teilen – die akademische Fertigkeit über die Bedeutung der Musik gestellt hat.

und dann: skrepek. der alte musikergildenfuzzi, der sich jahr für jahr damit rühmt allen musikerInnen des PSC pro kopf und nase heiße 12,50EUR zu ermöglichen, die vom rabenhof noch verdoppelt werden, schießt den vogel ab. als letzter juror des 10. PSC finales stellt er sich mit seiner von blumenau konstatierten musikschullehrermentalität endgültig ins eck – er verwehre sich der moralischen geiselnahme! o-ton zusammengefasst von dani:

Er bezieht sich dabei (in der Wertung, Anm.) auf folgende Aussage der refugees: „Wir danken allen, die uns helfen, aber wir erlauben niemanden, uns zu benutzen“ und gibt seine neun Punkte an Benedikta Manzano. Null Punkte von Peter Paul Skrepek für die refugees sind ein hartes Urteil.

damit verbleiben startnummer 9 und 10 ex aequo auf dem 2. platz, die refugees verlassen das auditorium, die erneut anhebenden sprechchöre verstummen wieder. und die publikumsreaktion?

PROTEST

… möchte man meinen. aber für die bühnenstürmung reicht’s trotz einiger nummern zuvor niedergerissenem absperrbandl nicht, und benedikta darf ihr siegerinnenlied nochmals zum besten geben.

PSC finale sind immer wieder mit emotionalen wogen verbunden – wir erinnern uns schaurig an die ehrenvollen gewinner des EWHO, die mit dem ohmschen widerstand seitens publikum schlichtweg ausgebuht wurden. die moralische arschkarte hatte diesmal allerdings definitiv die jury, und hat sie leider genau verkehrt ausgespielt. virtuelle märkte overrulen echtzeit-protest. was will uns das sagen…

nächstes jahr gehört jedenfalls wieder eine ordentliche portion lesterschweiniges raumpensaugejohle an den start!

nachtinachti vom
nachteulenschwein

PS: nicht nur knecht dankt ab, angeblich wird auch stermann den hut ziehen und ab nächstem jahr nicht mehr moderieren. sagt zumindest ein post auf vegan-forum.de

loving neubaugürtel

liebes lesterschwein,

ich kann von einem neuen lokaltest aus der umfangreichen csv liste berichten: nämlich das sagenumwobene loving hut neubau mit B.! nachdem diese der beiden filialen in 10-min gehweite des ateliers liegt haben wir uns durch den schneematsch und quer über den gürtel gekämpft, um die umfangreiche rein vegane karte zu studieren und uns durch ein paar vor- & hauptspeisen zu kosten:

loving hut

tagessuppe (EUR 3,-): eine süß-saure thailändische suppe mit reisnudeln, sojasprossen und tofu. gelungen!

sommerrolle (EUR 3,50): frischer salat & gemüses mit kräutern (minze!) in einer reispapierrolle, dazu erdnusssoße und ein saurer dip (reisessig?). superlecker!

goldenes zeitalter (EUR 7,50): reisnudeln mit erdnusssoße und ein bisschen gemüse sowie vereinzelten sojasprossen (könnte mehr sein), dazu m.E. ziemlich leckeres veganes huhn, B. fand’s zu trocken. könnte im großen und ganzen gemüsig-frischer sein, das nudel-erdnuss-gedöns ist ziemlich dicht.

curry (EUR ?): gelbes curry mit kartoffel-broccoli-sojasprossen-gemüsemischung, dazu salat und reis und papadam. sehr mild, könnte mehr schärfe vertragen.

kooookoooooskuuuchen (EUR 3,-): sehr fluffig-lockere kuchenmasse mit einer sehr süßen kokoskreme plus jede menge kokosstreusel. nur auf 2x oder zu 2t bewältigbar ;-)

am weg nach hause habe ich noch ein bisschen süßjunk für die heutige 5-std-vorlesung und die morgige 7-std-vorlesung (samstag ist überbewertet, oida!) gecheckt: vegane schoko-reiswaffeln (gilt nur für die zartbitter variante), einen multifrucht-cashew-riegel (gibt nur ein paar wenige dieser energiespenderdinger ohne honig) plus geschälte karotten. von wegen g’sunde jause und so ;-)

winkewinke aus dem elfenbeinturm,
die loving schwester (ohne hut)