gib dem affen datteln!

liebe kati,

news aus nachbau-hausen: dein pralinen-bauplan in kombination mit den dattel-pralinen von vervegan.de funktioniert spitzenmäßig!

dattelpralinen

 

den dattel-schmäh hat mir M. in klagenfurt geflüstert, seine freundin L. ist nämlich rohkost-veganerin und die machen allerlei trockenfruchtmashups. die datteln geben nämlich sowohl eine gute basis-konsistenz als auch die nötige süße; den agavendicksaft kann man somit weglassen. einfach in den mixer und etwas durchpürieren – und ab dann kann man alles munter druntermischen: gepoppter amaranth, gemahlene haselnüsse, kokosflocken, oder auch in heißem wasser aufgeweichte beerenkugeln (in reinform leider unessbar).

der vervegan-blog ist übrigens anscheinend zeitgleich mit unserem lesterblog gestartet, M. dokumentiert ihre eher unfreiwillige veganisierung und allerlei rezepttricks (leinsamen als ei-ersatz). und auch sie stellt fest: nicht-vegane menschen von lecker vegan-mampf zu überzeugen klappt am besten wenn man VORHER kosten lässt und erst DANACH erwähnt dass es sich um was veganes handelt ;-) wie hier am beispiel der verveganen kuchengeschenke

apropos kuchen: in wien gibt’s einen neuen cupcake-laden, und zwar den brass monkey in der gumpendorferstraße (derzeit nur auf facebook). sieht von den fotos und berichten sehr sympathisch aus, ausnahmsweise kein pink-overkill wie bei anderen kuchenläden – das griechische geschäftsführer-pärchen setzt eher auf design und entspanntes flair. neben den – auch veganen! – cupcakes gibt’s auch das milchfreie booja booja eis aus U.K. mit den basisbestandteilen wasser, agavensirup und cashews (bzw. kokosmilch). wird bald getestet – hunky punky chocolate here we go!

ich hupf mal meinen solidarischen ernteanteil holen, und werd dann wohl nochmal deine famose lauch-quiche mit pomodori secchi nachbasteln…

alles feine,
hanna

ihr nennt es kraut und rüben…

                … wir nennen es flexibilität!

liebe kati,

so wie die herren folksmilch bei ihrem live-auftritt vorgestern ihr musikalisches repertoire beschreiben, so ist es ja auch ein bisschen mit unserem blog. viel über veganes essen, aber auch mal dichtness, oder donauinsel-happenings, oder konzertnachberichte, und so. aber:

„a blog without focus is just a fancy diary.“

sagt zumindest fräulein E. in ihrer prezi „how to make an (artist) blog“, über die ich kürzlich auf twitter gestolpert bin. daher versuche ich den folgenden festivalnachbericht im sinne des focus (jawoll!) rund um unser kernthema veganes essen aufzubauen – dann klappt’s auch mit der thematischen klammer. den musikalischen nachbericht überlasse ich H.-P. ;-)

die festivalsaison ist eröffnet!

… und wir daher am freitag mit fahrrad, campingausrüstung & guter laune unterwegs gen regenfront. genauer gesagt zum zoa festival im idyllischen mostviertel – jazz & volksmusik-crossover zwischen sanften hügeln, obstbäumen und summenden stromleitungen. nicht ganz so idyllisch: strömender regen und temperaturen von ca. 10°C. also regenjacke ins gepäck – und jede menge proviant. denn wer weiß ob es uns sonst im mini-örtchen namens stift ardagger im tiefen NÖ ergeht wie veggie-propheten jonathan safran foer im ukrainischen rural: „how can you not eat meat?“ – „i just don’t.“ – „… what is wrong with you?“

unser speiseplan:

  • chili sin carne (das beste zelt-essen bei sintflutartigen regenfällen)
  • chana masala kichererbsencurry mit reis (famoses festival-warmup an tag 2)
  • spaghetti mit sugo
  • roggenbrot & aufstrichvariation gemüsepastete, paprika-cashew & curry-ananasrote-rüben-salat, solidarische radieschen, soja-spacebar
  • früchtemüsli mit heißer hafermilch & apfel

coll_ZOA_food

die in-zelt-dinners wurden dann noch mit einem formidablen birnencider vom wastlbauer aufgepeppt, erhältlich in der festivallocation, dem mostbirnhaus. die ebenfalls eingepackte quiche und die nudeln haben wir dann am menüplan gar nicht mehr untergebracht – schlechtes feintuning… apropos mostbirnhaus: superliebe leute, extrem freundlich und hilfsbereit – inkl. spezial-cappuccino mit der mitgebrachten hafermilch.

most-haves

das festival per se war musikalisch von ausgesucht hoher qualität (ganz, ganz groß – mein persönliches festival-highlight: catch-pop string strong! zwei ladies rocken mit cello & bratsche den mostbirnstadl), und die verschiedenen truppen dermaßen packend dass wir uns am 1. konzertabend nicht überwinden konnten vom konzertraum ins zelt hinterm stadl zu hoppeln um was von unseren vorräten zu vernichten. außerdem roch es schon den ganzen abend verdammt gut aus der festivalküche. also habe ich mich zwischen eingangs erwähnten folksmilch (mit kabarett-schlagseite, ich sag nur: EAV-cover) und dem mal traditionell-volkstümlich, mal romantisch-verträumten herbert pixner trio ans buffett gepirscht:

„hätten sie vielleicht auch was ohne tier?“ –

„i hob ma scho dacht dass ana von eich kummt!“

„eich“ ist in dem fall ihr vegetarisch/veganen menschen, und der „i“ ein motivierter mostviertler am spezialitäten-buffet – der damit der ukrainischen wirtshauskultur bereits einiges voraus hat. er sichert uns zu dass die krautfleckerl garantiert ohne tier sind, konkret auch ohne schmalz. gesagt, getan: 2 portionen später müssen wir gestehen, das regionale catering zwischen mostgeschnetzeltem und speckbrot unterschätzt zu haben!

am zweiten festivalabend haben wir uns dann zwischen den beschwingten dobrek bistro (mit den besten bühnenansagen von dancing stars bis „einunduchtziger“) und dem highspeed-jazz-wahnwitz von breinschmied/gansch das curry genehmigt – eine wärmende unterlage für den frostigen abend und das finale mit den 7 jungs der von mir spätestens seit on the road to lisdoonvarna geschätzten federspiel (neuer lieblings-tune: morsen!).

fazit: zoa festival 2014, wir kommen! allerdings mit einem extra-paar wollsocken und etwas weniger jause ;-)

schönen sonntag & bis morgen,
hanna

balkonbrunch á la B.

liebe fleissige lesterschwester,

während du dich mit eiserner disziplin durch die 1.000 seiten lernstoff beißt übe ich mich zur abwechslung mal wieder in der dichtness reduktion. zum beispiel indem ich an manchen tage versuche fixe kalendertermine zu vermeiden und wieder mehr spontane sachen zu machen.

gestern war so ein tag, an dem fixtermine & spontan-style perfekt harmoniert haben: ein (für flexibel nach dem aufwachen vereinbarter) brunchtermin mit meinem geschätzten vitamin B. hat zu einem bunten tag samt spontanem blumenerde-auf-fahrrad-transportaction, tomatenpflanz-session, yoga, dachterrassen-chillout, feuershow und outdoor-übernachtung über den dächern wiens geführt.

B. ist ja schon seit dem atelier-frühstück samt „B.’s bio brunch“ als vegan-kompatible gourmet-hosterin berühmt – unter anderem dank stets formidabler gemüseauswahl aus ihrer food-koop, dem bio-paradeis. gestern gab’s am balkon auf augenhöhe mit einem blühenden kastanienbaum folgende kombi an schmausereien:

coll_bellabrunch

  • gebratene pilze mit frischem thymian & ananas-salbei (vom bio-hof ochsenherz) plus rucola, tomaten, gurken & co
  • tomaten-streich & ready-made lemon-coriander-hummus (von green heart, einer bio-schiene von wojnar’s) mit frisch gehacktem koriander samt jede menge vollkorngebäck
  • whollees „born to be green“ supersmoothie (superlecker!)
  • espresso mit reis-kokos-milch (very nice!)
  • homemade quittengelee

pappsatt und happy haben wir dann mit den vormittags aus einem benachbarten bezirk mit 3 fahrrädern angekarrter blumenerde (die ursprünglichen besitzerInnen gehen nämlich für 2 jahre in die U.S.A., wo sie u.a. bei eco-village samt CSA wohnen werden – vielleicht ja auch mal eine speisereise wert?) tomatenplanzen umgetopft und am balkon gewerkt, ich hab 3 selbst gezogene physalis-pflänzchen abgestaubt… ;-)

ui, aber jetzt rennt mir schon wieder die zeit davon – H.-P. steht bald vor der tür und wir werfen uns samt prall gefüllter satteltaschen gen most4tel zum zoa festival, vegane selbstversorgung #ftw – und nochmal: ur schade dass du nicht mit am start bist, aber nach deinem prüfungswahnsinn gibt’s dann wieder gemeinsame sause!

toitoitoi für’s lernen liebe lesterschwester & zwischendurch auch viel entspannung!
hanna

namaste, oida!

liebe lesterschwester,

nach meinen gruppendynamischen abenteuern und vor dem rasanten wochenstart mit deinen geburtstagsfestivitäten, blaulicht & co gab’s eine sonntägliche massen-entspannungsaction, nämlich die yoga convention im augarten – unsere hood! G. & sind vorbeigekracht, und auch wenn sie die hippie-ness des menschenauflaufs samt chanting-einlage seitens bühne mit einem zwischenzeitlichen „ja, eh – namaste, oida!“ kommentierte, war’s doch eine recht nette geschichte.

das ganze war fett gesponsort von einer österreichischen soyaproduktefirma, die sich mit gratis yoga-matten gleich mal die gunst der ersten 1.000 besucherchens sichern wollte. werbeeffekt samt publikumsandrang sind geglückt, superlange schlange unter der kastanienallee, und die matten kurz vor 11h gleich wieder aus.

coll_yogaconvention

dazu gab’s jede menge verkostungsmöglichkeiten von pflanzenmilch, soja-jogurt (waldbeer kommt ziemlich fruchtig daher), –schokoshake (very schokoladig indeed) & co. leider haben die meisten produkte einen haken in form von extra zugesetztem zucker – sogar der reis-mandel-drink, der ja per se schon recht süß ist. zumindest beim tiermilch-ersatz werde ich daher bei soja-reis-milch und hafermilch ohne extra zuckerzusatz bleiben (derzeit meistens von alnatura bei dm), nur im akut-anlassfall eines niedrigen blutzuckerspiegels kann ich mir so eine süß-dröhnung vorstellen. however, geschmacklich sind die dinge recht nah an den originalvorgaben (soweit ich mich anno prä-vegan erinnern kann, ho ho) – und nicht mehr die bittrig-staubigen versuche diverser soy-brands, ein pseudomilchiges dessertjoghurt nachzubauen.

was den eingangs erwähntenentspannungseffekt betrifft, ist die eigentliche meditative konzentration bei einem großhappening natürlich eher mau, aber so ein zu hunderst synchron ausgeführter halbmond hat auch seinen reiz. oder auch der sonnengruß in der – sic! – sonne und zwischen vorbeifliegenden riesenseifenblasen (fotos vom augarten auf fb). außerdem konnte man noch aerial yoga und andere späße ausprobieren. summa summarum eine nette geschichte, G. und ich hatten unseren spaß, und sind dann noch bei der gegenveranstaltung vorbeigekracht, wo unser lieber T. mit seiner samba gruppe den benefiz-laufmenschen ordentlich gas gegeben hat. maracatu, maracatu, maracatu!

nach der convention war ich dann richtig motiviert mal wieder beim bikram vorbeizuschauen, und hat nach all dem aufwärmgehample auch richtig gut geklappt ;-)

dir einen entspannten abend noch!

alles feine,
hanna

gruppendynamische grüße

liebe lesterschwester,

hurra, zurück in wien! ich verreise ja wirklich gerne und bin auch mal für ein paar monate in far away, aber auch nach hause kommen ist wirklich super. besonders wenn die geplante wochenration zur veganen selbstversorgung dank multipler spontan-appartment-lunchbesuche bis genau freitag mittag vorgehalten hat. die zwei superlahmen e-platten waren so ziemlich unter dauerverwendung, und wenn dann 5 leute ein DIY-mittagsmampf wollen, muss das veganisierte chicken kashmir etwas beschleunigt werden: sojaschnetzel goes filtermaschine!

coll_app

 

zum glück musste ich aber auch nach freitag mittag nicht hungern, das sonnenhotel am hafnersee war bei der nachfrage ob veganer dinneroptionen äußerst kooperativ und hat mir eine g’schmackige gemüsepfanne (á la kursalon-gröstl) serviert, noch dazu um ebenso kooperative EUR 6,50. me likes!

weiteres erfolgserlebnis: nach dem mehrmaligen nachfragen in sachen soja-milch für die dringlich benötigten zwischen-sitzungs-cafelattes gab’s nach 2 tagen vertröstung am tag 3 tatsächlich zwei packungen alpro soja! die erste service-dame war sich allerdings nicht sicher ob man die pseudo-milch überhaupt aufschäumen kann, und hätte mir beinahe den espresso mit 1/4l kalter sojamilch aufgefüllt. nach einem eher unsauberen versuch mit dem vollautomaten (noch rest-tier-milch im automaten-schlauch, aber egal) gab’s dann am tag 4 schon ein eigenes pflanzenmilchschäumkännchen. kärntner servicequalität! und nicht nur service super, sondern natürlich auch see super – wie hier am 1. mai:

hafnersee

die schmutzigen selbsterfahrungs- und gruppendynamik-details dann gerne in baldigster bälde bei einem schwesterlichem t-gruppen erfahrungsaustausch, ich werd jetzt noch mal kiloweise notizen auspacken und mich mental auf die morgige yoga convention im augarten einstimmen (siehe fb). grätzelkumpanin G. ist trotz temporärem auswärtsaufenthalt nämlich über’s wochenende in der stadt, und bei ebenjener convention gibt’s nicht nur yogamatten für die ersten besucherleins, sondern auch diverse sojaprodukte zum testen. ausreichend gründe für mich, also!

alles feine & freu mich schon auf’s wiedersehen!
hanna