balkonbericht aus graz

liebe lesterschwester,

winkewinke aus dem familien-kurzurlaubs-domizil graz! während sich C. neben mir von unseren ausgiebigen nachmittagsspaziergang quer durch maria trost und gefilde erholt, nutze ich die sonntagsruhe für ein kleines balkonblogupdate und dem verzehr eines formidablen vegan-brownie aus der ginko-backstube (mehr dazu unten!):

die veganisierte familien-völlerei

eigentlich hatte ich mich ja auf ein gewisses vegan-brechen eingestellt, um nicht die seit jahrzehnten gepflegte genuss-zelebration mit unserer großtante zu unterbuttern. aber mitnichten – bei der gemeinsamen wochenend-einkaufstour konnten wir beiderlei bedürfnisse befriedigen: der sonntags-brunch hatte sowohl butter, griechischen schafkäse und zwiebelleberstreichwurst zu bieten – ABER auch steirische erdbeeren, avocado, hummus mit pomodori secchi, tomaten-oliven-streich, ein veganes schoko-haselnuss-küchlein (ebenfals ginko!) & co. für den obligatorischen kardamom-kaffee hatte ich einfach eine packung hafermilch mit am start. dazu ein stifterl bellini – herz, was willst du mehr!

der mittägliche einkehrschwung während unserem sonntagsspaziergang im supertraditionellen häuserl im wald dann ebenfalls kein problem: während sich C. äußerst appetitliche melanzani-cordonbleus mit spargel genehmigte, war meine reichhaltige portion vogerlsalat mit käferbohnen und erdäpfeln in einer alles außer sparsamen kernölmarinade auch ohne speck möglich, kam dafür mit ein wenig hartem ei daher – what shalls.

graz_brunchundlunch

höchste eiszeit

auch für gruppengeschichten ist graz äußerst vegan-kompatibel: bei der samstäglichen altstadt-flaniererei mit A. sind wir vor der steirischen außenstelle des geschätzten eis-greiszler justament in mein verehrtes vitamin B. (balkon-brunch-queen!) samt anhang F. gelaufen – die hatten gerade eine ganze box eis ausgefasst, mit 4 von 6 sorten vegan! also ab in den stadtpark und großer jubel ob einem ausgezeichneten zotter-schokoeis auf basis der joya-sojamilch sowie marillensorbet, pistazien-traum und brombeer-freude. neben den spezialsorten hat die grazer dependance noch einen entscheidenden vorteil: keine meterlange schlange wie in der rotenturmstraße…

eisgreiszler_graz

we love ginko!

natürlich durfte auch ein abstecher in das ebenfalls schon in die familien-tradition eingegangene ginko nicht fehlen. und obwohl mir das komplett vegetarische buffet in liebevollster atmosphäre schon immer höchst sympathisch war, ist mir jetzt erst aufgefallen dass eigentlich 80% des gesamten angebots vegan ist – und auch entsprechend ausgeschildert: so gut wie immer anzutreffen ist eine umfangreiche indische fraktion mit curry aller art und basmati-reis mit rosinen und nelken, dazu gab’s gestern karottencremesuppe, bohneneintopf, rösti, kartoffelwedges, asia-gemüse, falafel und die stets frische und variantenreiche salatbar. den dessert-bereich mit diversen veganen cremen und puddings habe ich zugunsten der kuchenvitrine diesmal ausgelassen…

ginko_graz

ebenjene vitrine samt großartiger auswahl aus der hauseigenen backstube war für mich eine besondere überraschung – ein konditorei-traum wird wahr! aida go home ;-) die qual der wahl wurde mir von C. freundlichst abgenommen indem sie nach unserer dessert-runde auch noch auf einer mitnehm-box insistierte: somit konnte ich nicht nur die grandiose vegane schaumrolle und den traum von einer mango-kokos-schnitte testen (schokoladig-flaumiger kuchenboden mit luftiger kokoskreme und fruchtigem mangospiegel – bam!), sondern auch das nussige schoko-küchlein, den kräftig-schokoladigen brownie sowie eine solide rumkugel. C. hat die (nicht ganz vegane) himbeerschnitte verspeist und war ebenfalls begeistert, ebenso vom heute verfrühstückten rhabarber-streusel-kuchen.

fazit: dem facebook-seitennamen we love ginko schließe ich mich zu 100% an – also bitte ein ginko-lieferservice nach wien! asapst!! die großartigen tortenkreationen kann man zwar schon jetzt online bestellen, aber naheliegender weise mit abholung im lokal der grazbachgasse…

so, jetzt muss ich langsam wieder aufhören, denn gleich gibt’s – wie könnte es anders sein – abendessen. morgen werde ich mich dann wieder zum zug rollen, und vielleicht komme ich ja beim nächsten graz-trip dazu die eigentlich geplante lokaltestrunde á la happycow anzustarten… zwei tage sind halt mal wieder zu wenig! (wie schon prag bewiesen hat…)

alles feine & bis bald,
die fressschwester

willkommen happycakes

liebe kati,

heute – vor 4 stunden! – hat das neue vegan-café happycakes neben dem franz-josefs-bahnhof eröffnet. begrüßt wurde ich gleich mal folgender maßen:

hallo, bist du die schwester von der hanna?

… und zwar aus dem mund der top-veggie-connecterin C. von veggie-treffen.at – die ja unseren blog sowie die supper clubs seit anbeginn an allerfreundlichster weise auf ihrer seite featured. nachdem wir uns seit wohl mehr als 10 jahren nicht mehr persönlich gesehen hatten bin ich ihr auf den ersten blick eher als kati vorgekommen ;-) diese ad-hoc-reunion wurde dann gleich mit sekt-orange, zotter-trinkschoko, makava, veganem käse-schinken-stangerl & muffin zelebriert:

happycakes_eroeffnung

das happycakes nämlich wird von einem sympathischen mutter-tochter-duo aus gerasdorf geführt. auslöser für die ganze idee war eine vegane hochzeitstorte, die auch ohne eier so gut funktioniert hat, dass sie sich mehr für das backen ohne tier zu interessieren begannen. das hat mir „ja, ich bin die mama!“-susi probst geflüstert, nachdem ich mich mit einem „sind sie die…?“ angepirscht hatte… mehr dazu ist auch auf der sympathischen website im über uns nachzulesen – auch warum die beiden vegan geworden sind. das interieur ist klassisch-kaffeehausstyle, mit cremefarbenen möbeln plus wanddeko von pinken blumendetails bis landschaftsansichten und viel freundlich-hellem licht (danke für das innen-foto an C.!):

happycakes_indoor_carina
H. ist dann auch noch dazugestoßen, auch M. von der foodkoop möhrengasse wurde am nebentisch gesichtet. die fotografin im bild war fleißig am knipsen, da wird es wohl noch auf der dazugehörigen facebook seite in den nächsten tagen entsprechende eröffnungs-pics zu sehen geben.

apropos neue vegane lokale: ich freu mich schon sehr darauf kommendes wochenende in graz mit C. die ein oder andere vegankompatible neuentdeckung auszuchecken – abgesehen von unserem all-time-stammlokal, dem ginko. im internationalen restaurantverzeichnis happycow sind ein paar zu finden von denen ich bis dato noch nichts wusste, bin schon gespannt! und eine eis-greiszler außenstelle in der sporgasse gibt’s ja auch bereits…

vielleicht hast du oder jemand aus unserer leserInnenschaft noch lokaltipps für graz oder heiße neueröffnungs-insidertipps für wien parat?

es dankt & grüßt,
hanna (schwester von kati :-)

das war das (v)eekend: veganmania, vegan döner, veganista

ahoi schwesterlein,

klingt ja nach keinem besonderen geschmackserlebnis, euer lokaltest aus dem soy creative! das trifft sich allerdings auch in etwa mit meinem eindruck der messe-verköstigung vom stand des loving hut favoriten, den ich bei der veganmania mit M. & L. ausgiebig getestet habe.

unser „fehler“ bestand wohl darin, möglichst viele kleinigkeiten auszuprobieren, statt in ein großes, richtiges gericht zu investieren. daher also 1x veggie burger, 1 x bbq spieße, 1 x sommerrolle, 1 x chicken nuggets, 1 x spicy cha cha (= pseudoshrimps):

veganmania_food_3

alles in allem seltsame vleisch-versuche von zweifelhafter konsistenz und lieblosester zubereitung. kann auch am messestress liegen, aber nächstes mal dann entweder einen der stände von rupp’s bis landia anpeilen, oder gleich wieder der formidable vegan-döner von makam. die waren auch vor ort, und sind über den sommer fix am donaukanal anzutreffen – gleich beim adria wien. freitag abend bin ich nämlich mit heißhunger am donaukanaltreiben eingetrudelt, da war die kombi aus (vollkorn?)-flade, superg’schmackigem döner-geschnetzeltem, tomate & vegan-mayo samt viel scharf genau richtig (im dunkeln ist gut dönern…):

vegandoener_donaukanal

aber zurück zur veganmania. gleich mal überrascht haben mich die massen an leuten. wenn vegan ein trend ist, dann geht er um. auch die standvielfalt war beachtlich – von gastro (landia, rupp’s, loving hut, etc.) über basisbedarf wie gewürze, essenutensilien & co (vegan maran et al.) über bücher und infomaterial (VGT, animal.fair) bis zu klamotten (muso koroni) und kosmetik (ringana) – und vieles mehr. nachdem H.-P., M. & ich gleich darauf mit dem grrbrr im alten akh verabredet waren, hatten wir gar keine zeit, alles im detail anzuschauen. außerdem zu viele leute… also der tipp für’s nächste jahr: mehr zeit nehmen, und vielleicht einen azyklischen messbesuch anpeilen (und nicht im samstagnachmittäglichen mariahilferstraßenwahnsinn).

ganz, ganz großes highlight jedenfalls: der mobile eis-stand des kürzlich eröffneten veganista. wir sind ganz grrrlie-like zu viert hingestürmt und haben uns quer durch die kombinationen getestet, hier zu sehen erdbeer-haselnuss und cookie-basilikum. wirk-lich genialstens! konsistenz, süße, aroma, cremigkeit, stanitzl, alles. wir sehen uns asapst in der neustiftgasse…

veganista_veganmaniadas war also das vegan weekend!

bis bald,
hanna

vleisch ist mein gemüse?

liebe hanna,

in der tat war ein haufen los letzte woche, und nach ausführlicher fortgeher- und tanzerei zieht es mich jetzt wieder eher zu ausgedehnten spaziergängen und rollerblade sessions auf die donauinsel.

ich war letzte woche mit der allerliebsten denise aka die fee kocht im yamm, einerseits zwecks besprechung der gastro-prüfung, andererseits – natürlich – zum essen. mein eindruck war gleich wie schon beim ersten yamm besuch. das essen ist recht lecker, aber wenn man satt werden will muss man schon halbwegs tief in die tasche greifen. vielleicht liegt es auch an den großen tellern, aber ich war doch auch dieses mal überrascht, dass ich für ein paar winzige kostproben insgesamt fast 9 euro abgelegt hab.besonders überraschend war der sehr gelungene hackbraten, aber auch die salate waren wirklich lecker.

DSC00250

wobei natürlich grundsätzlich gilt, lieber gut und ein bissel teurer, als billig und ein verhau. am abend war ich dann mit hp nach einem besuch im tröpferlbad penzing im soy creative auf der hütteldorfer staße. das ist ein asiate, der abgesehen vom übliche programm auch eine sojavleischschiene, ähnlich wie das vegetasia, führt. animiert vom hackbraten zu mittag hab ich mich für ein huhn mit teeblatt entschieden. ganz! schlechte! idee! hat mich stark an meine übelsten seitan-experimente erinnert, und auch der gemüse-vleisch-topf von hp hat mich wenig überzeugt. nächstes mal also doch lieber gleich ein gemüsegericht. grundsätzlich muss man allerdings wahrscheinlich dankbar sein, dass man überhaupt in dieser gegend ein lokal mit breiter auswahl an veganan gerichten findet, und laut vegan.at-forum gibts dort auch gute gerichte – also mal schauen.

collage_soy_crea

ich bin schon sehr gespannt auf deinen veganmania nachbericht. schade, dass ich es dort nicht hingeschafft hab. aber nächstes jahr steht dem hoffentlich keine „große chance“ im weg. ich hoffe ja ehrlich gesagt auch sehr, dass dieses experiment wieder zu ende ist, denn mir erschließt sich noch immer nicht der sinn davon hunderte kilometer zu fahren und stunden an aufwand zu betreiben um dann 3 minuten vor einer desintessierten jury zu spielen. dann doch lieber gleich ein nabum-konzert mit motiviertem publikum, wie auch am schulschluss- freitag in der sargfabrik!

alles liebe, dein lesterschwein

baba ghanoush á la E.

fairehrtes lesterschwein,

da war ja wieder jede menge los die letzten tage – was sich in unserer rapide eingeknickten blogpost-frequenz niederschlägt: von der veganmania samt veganista-ersttest sowie allerlei (v)leisch-experimenten über meine vegan-döner-premiere bis zu einem nächtliches vegan-pizza-erlebnis. und das nur in sachen völlerei, daneben gab’s ja noch deine große chance und südwind-fest und soli-sause im alten akh. aber nachdem ich hier und dort noch auf dokumentationsmaterial warte, muss die nachberichterstattung noch ein wenig warten – inzwischen gibt’s ein rezept der simplen sorte für retardiert-entspannte katersonntage wie heute:

melanzanigatsch a.k.a. auberginenpüree

kürzlich bin ich über 2 prachtexemplare frischer melanzani gestolpert, einmal lila-marmoriert, einmal klassisch-vollviolett. nach der gestrigen großfamiliären soli-sause im alten akh war mir heute nicht nach großer gourmet-kocherei, sonst hätte ich mich vielleicht an deine grandiosen melanzani-rollen gewagt. stattdessen habe ich in meinem handgeschriebenen rezeptsammelsurium eine uralt-notiz von E. entdeckt, und zwar für schlichtweg „melanzanigatsch“. mittler weile weiß ich, dass diese form von aufstrich/dip/appetizer auch aus der orientalischen küche bekannt ist, und zwar unter dem namen baba ghanoush (siehe wikipedia). nachdem aber E.’s rezept so zwingend einfach ist, und es im grunde ohnehin immer um gebratene melanzani mit viel olivenöl geht, hier ihre version:

baba ghanoush á la E.

1 melanzani
olivenöl
knoblauch
frisches basilikum grün und/oder rot
salz

melanzani waschen und in grobe würfel schneiden, mit knoblauch und dem olivenöl in einer feuerfesten form für 30-40 min. bei 180° im rohr braten. danach mit der gabel zerdrücken oder pürieren inkl. dem frischen basilikum, mit salz abschmecken. fertig!
## UPDATE ##
schneller-leckerer-besserer: melanzani statt in würfel in nicht zu dünne scheiben schneiden (ca. 1 cm), mit öl bestreichen, im backrohr auf backpapier ca. 20 min. braten > nehmen das olivenöl besser auf, werden innen herrlich cremig und die knusprigen parts sind superaromatisch!

baba_ghanoush_2ndtry

klassischer weise für flade oder pita gedacht, schmeckt aber auch auf simplem vollkornbrot hervorragend – oder überhaupt gleich löffelweise ohne brot, deshalb ist von meiner portion auch fast nichts mehr übrig, ein letzter klecks hat’s noch zu dokumentationszwecken in eine espressotasse geschafft:

baba_ghanoush_edit_web

jedenfalls eine unkomplizierte ergänzung zu hummus & co!

schönen abend & bis bald,
hanna

spitzbuben auf besuch

liebe hanna,

hochwasserbedingt sind ja grad die spitzbuben bei uns auf besuch, während schwägerin E. und unser grrbrr die stellung halten. während die hortfreundInnen von S. sich mittlerweile daran gewöhnt haben, dass hier vegan gekocht wird, ist das für die spitzbuben doch noch eher ungewöhnlich (trotzveganer tanten und vegetarischen papa). mittags, spaghetti mit tomatensauce, war natürlich gar kein thema, alles bestens. abends, das püree mit den veganen cevapcici fanden sie dann doch reichlich schräg. speziell E. (der neffe, nicht die schwägerin) ist der meinung, dass „ja, natürlich“ fertig-püree mit soja-reis-milch und seltsames pflanzenzeug mehr eine zumutung als sonst was ist. einziger lichblick des kulinarischen abends: N. fand die erste ration püree mit soja-reis-milch besser, als die zweite mit kuhmilch. ich selbst konnte mit den veganen „hundstrimmerl“ (vgl. travnicek) auch nur bedingt was anfangen, aber das kartoffelpuree ist okay wenn es wirklich schnell gehen soll, die zubereitungsdauer sind ca. 20 sekunden, und in dem pulver sind wirklich nur kartoffeln und rosmarien und keine „E“s. trotz mal wieder, gerade bei den kids die erfahrung, hände weg vom fleischersatz. eine wagenladung popcorn machts aber wieder gut. die sind von haus aus vegan, und s. kann sie selber machen.

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Heute mittag gibts aber wieder richtiges essen, und zwar Ofenkartoffeln. die sind ganz ähnlich wie deine simply bratkartoffeln, aber noch simpler. in eine kasserolle kommen die geschnippelten kartoffeln (mit schale), ein hand voll geschälte knoblauchzehen, salz, viel rosmarien und olivenöl. alles mit den händen durchmischen und bei großer hitze 220 grad oder so 30-40 minuten im backrohr braten. hat den vorteil, dass man nicht dabeistehen muss, aber das zahlt sich halt erst ab einer gewissen menge essern aus, ansonsten ist die pfannenvariante wahrscheinlich sinnvoller.

ich hab schon noch ein paar sehr nette kartoffelrezepte auf lager, die sind aber erstens aufwendig, und zweitens mit kartoffelteig, wo man also mehlige erdäpfel braucht und nicht die speckige csa variante. falls du darauf mal zurückkommen magst, natürlich sehr gern.

alles liebe, dein schwesterlein

simply bratkartoffeln

liebe lesterschwester,

die 2,5kg solidarische (baby-)erdäpfel aus unserer CSA bringt ein singlehaushalt wie der meinige nur peu à peu weg – daher stand nach ofenkartoffeln, rösti a.k.a. kartoffelpuffern sowie DIY-püree mit sojamilch heute noch ein weiteres traditional am plan:

bratkartoffeln_deluxesimply bratkartoffeln

0,5 kg kartoffeln vorgekocht
öl (zB sonnenblumenöl)
3 jungzwiebeln (oder andere zwiebeln)
1 msp chili
1 msp muskat
salz & pfeffer
rosmarin nach bedarf

kartoffeln schälen, in scheiben schneiden
zwiebeln in öl rösten, kartoffelscheiben & gewürze dazu
bis zur gewünschten intensität anbraten, voilá!

that’s it! fehlt nur mehr das erdäpfelgulasch. sonst noch ideen zur verwertung des „royal vegetable“? (… deren königliche vermarktung zu zeiten friedrich des großen rory sutherland in seinem humorigen TED talk erzählt – bis hin zu einer „massive underground potato-growing operation“. groß!)

yours truly,
hannathehanna

eis, lieblinge & kuchen: wien’s vegan news

liebe lesterschwester,

der frische vegane wind pfeift durch wien’s gassen – hier die drei top news der woche:

*) seit 28.5.: jubelrufe allerortens – seit der eröffnung des veganista ice cream ladens in der neustiftgasse. die beiden schwestern dürften mit den eiskreationen ziemlich rocken. und schwestern finden wir bekannter maßen super! deshalb hatten wir schon im märz berichtet, auch diverse vegan-blogs sowie derstandard.at, krone, wienerin & co stimmen in den jubel ein. updates auf facebook, danke für das krone-clipping an die VGÖ!

veganista_krone_edit

*) ab morgen, 3.6.: vegane mittagsmenü-optionen im hübschen liebling in der zollergasse (siehe frühstücks-review) – details auf facebook, danke für den hinweis an vegan vienna! dora’s vegan cannelloni klingen sehr nice, und die handgeschriebene karte verströmt fast schon mehr bobo-flair als ein hippes grafikdesign. handwritten is the new helvetica!

liebling_wochenkarte

*) am montag, 10. 6.: eröffnung des vegan-café happycakes nähe franz-josephs-bahnhof – info auf happycakes.at, updates auf facebook:

fb_happycakes

… und nachdem sich schlecht aus facebook heraus verlinken lässt hoffe ich die betreffenden menschen nehmen’s mir nicht übel wenn ich die flyer bei uns präsentiere. es scheint sich ohnehin kaum mehr jemand die mühe zu machen eine website up-to-date zu halten, in allen 3 genannten fällen ist entweder A) die website nur mit den basis-infos befüllt oder B) leitet automatisch auf facebook weiter oder C) existiert gleich gar nicht. klar ist das anlegen und befüllen einer facebook unternehmensseite unkomplizierter – man braucht sich weder um hosting noch content management system noch technischen firlefanz zu kümmern -, aber gewisse user-gruppen werden ausgeschlossen – wie beispielsweise du, liebe lesterschwester, aus den 49% weltweiten internetnutzerInnen die nicht auf facebook sind. und wenn mark zuckerberg von heute auf morgen die gratis unternehmensseiten einstellt oder überhaupt alles zudreht – sind community, content & reichweite weg… aber eigentlich ist heute ja sonntag, und ich sollte all die arbeitsthemen mal wieder bis morgen ruhen lassen. da wird es mit dem 1. arbeitstag im neuen team ohnehin besonders spannend ;-) hauptsache ich komme bald dazu, eis & kuchen & vegan-menüs zu testen!

in diesem sinne ein entspanntes wochenende noch allerseits,
hanna

na prague!

ahoj,

das war also prag. 48 stunden in der tschechischen (vegan) hauptstadt – zumindest wenn man von der lokaldichte mit vegan-option schließt. in jedem fall aber mit regen, rosen und einer ankündigung für die veggie-parade:

coll_na_prague

und: der 1. städtetrip bei dem ich – wait for it! – abgenommen habe. das vegane reisen bedingt nämlich einen drastischen rückgang der on-the-go-degustationen (oh, ein baumkuchen! wie wär’s mit noch einem kleinen kaffeetschal? ein schokocroissant! ah, lunchtime!). zwar hatte ich mich beim ersten besuch eines kleinen feinen bio-ladens mit allerlei veganem süßkram von der rohen kokos-lifebar bis zu kanadischen taste of nature riegeln (nova scotia blueberry fields!) eingedeckt – aber die machen das kraut dann auch nicht fett. beziehungsweise mich.

allein die suche nach einem café das auch soja- oder pflanzenmilch führt gestaltete sich als eher schwierig, wenn man nicht justament bei starbucks vorbeikrachen will. daher große empfehlung: einer der 6 standorte des mama coffee! alle kaffeesorten fairtrade, sehr gechillte atmosphäre, der cafe latte in kinderbadewannenmaßen, und wie gesagt mehrere standorte über die stadt verteilt – hier in der londýnská:

coll_mamacoffeef_prague

um gleich bei den highlights zu bleiben: ebenfalls kaffee mit sojamilch, und einen wirklich großartigen wochenende-brunch inklusive mehreren (!) veganen optionen gibt’s im radost FX. eine schräge kombination aus club + lounge + restaurant, das mit einer riesigen, sehr hipsterig getexteten speisekarte glänzt – und unbewältigbaren portionen.

im bild: virgin mojito, sleepless beauty (prosecco erdbeer) und *drumroll* huevos-less rancheros = maistortilla mit bohnen, knackig-knusprigen tofustreifen, salsa, frischer guacamole und erdäpfelsterz samt 2 scheiben brot. bam!!coll_radostfx_prague

leider hat’s nach diesem großartigen wahnsinn platzmäßig im bauch nicht mehr für den „elvis on a pita“ gereicht – ein pitablot mit erdnussbutter, bananen, fruchtcocktail und ahornsirup. nächstes mal, for sure!

ansonsten ist noch das loving hut mit ebenfalls mehreren standorten zu erwähnen – im gegensatz zu wien im buffet-modus. gewohnter weise mit reichhaltiger kost, breiter auswahl und wirklich gutem preis-leistungs-verhältnis (untenstehender teller um 70 CZK, das sind nicht mal 3 EUR). hervorzuheben sind die „black aubergines“ sowie eine tofu-rührerei mit frischem koriander. passabel!coll_lovinghut_praguedas war’s dann auch schon wieder mit den großen gourmet-entdeckungen, denn leider haben wir viele der von mir geplanten hot spots in der kurzen zeit mit beinahe durchgehend strömendem regen schlichtweg nicht geschafft. das berühmt-berüchtigte country life (ausführlich dokumentiert bei vegan backpackers) hat leider nur eher lieblosen buffet-gatsch mit asia-einerlei und tomaten-nudel-dingens zu bieten, das foto taugt nicht mal in schlechter auflösung zur dokumentation – sieht einfach nicht nach essen aus. wir waren dann noch am zweiten standort in der innenstadt, dort gab’s auch eine nette salat-bar und ein breiteres angebot. wir haben nur das dessert getestet – hat leider ebenfalls nicht gerockt, eine sehr dichte nuss-trockenfrucht-masse mit draufgepapptem rosa wabbel-zeug. uargh! da sind deine schrägen brownie-experimente schon hohe patisserie-kunst dagegen.

hier also die liste der beim nächsten (strikt menü-terminisierten) prag-trip ausszutestenden vegan-lokalitäten:

  • maitrea & schwesterlokal lehka hlava: vegetarisches fusion food im stadtzentrum
  • moment: vegane desserts, eis & mehr im bezirk flora
  • secret of raw: fancy raw food lokal nähe hauptbahnhof
  • … und überhaupt das meiste von der nicht enden wollenden prag-veggie-liste auf happy cow!

48 stunden sind einfach zu wenig für alles. und unser airbnb-appartment zu gemütlich um sich bei einem derartigen wetterungemach all zu viel vor die türe zu wagen… wobei, einen positiven aspekt gab’s: meine veganen outdoor-schuhe haben die probe auf’s exempel bestanden – wasserfest in allen lebenslagen selbst beim (dank tschechischen abenteuer-straßen) auch mal fast knöcheltiefen lackenwaten…

dafür hier noch zwei touri-proll-pics der prager burg aus dem kurzen sonnenloch:

coll_prague_sunalso: prag, da geht noch was!

bis bald & feinen samstag,
hanna

süsse sachen

liebe hanna,

die moo-free schokolade von der du berichtest klingt ja äußerst interessant, vor allem auch weil meine jüngsten süsskram-herstell-sessions nur bedingt erfolgreich waren. erdnussbutterjunkie der ich bin konnt ich einfach nicht glauben, dass das brownie-rezept aus dem neuen kochbuch „sweet vegan“ von emily mainquist nicht klappt und hab noch einen zweiten versuch gewagt. ganz ohne krankenhaus-dröhnung und voll konzentriert. das ergebnis war nur wenig überzeugender als beim ersten mal. die eine hälft der bröseligen masse hab ich gleich zu konfekt weiterverarbeitet. die andere hälfte hat sich nach dem abkühlen dann doch halbwegs brownie-mäßig verhalten, die optik war aber doch noch immer sehr weit weg von der abbildung im buch. und das liegt nicht nur daran, dass meine fotos extrem unschaft sind!

nichts destotrotz hinterlass ich hier das rezept, vielleicht schafft ja irgendwer es erfolgreich abzuwandeln oder umzusetzen.

collage_brownies

erdnussbutter-brownies

260g mehl
340 g (rohrohr)zucker (das ist so unpackbar viel, das hab ich um ein drittel reduziert)
80 g kakaopulver (80g??? hab ich 30 genommen, ist noch immer viel schwärzer als am bild)
1 tl backpulver
1 tl salz
240 ml öl
240 ml wasser
vanillezucker
60g ungesüßte erdnussbutter
100 g schoko

trockene nzutaten mischen, mit nassen zutaten (außer erdnussbutter) verrühren, alles in ein 4-eckige form (mit backpapier ausgelegt) füllen, ernussbutter darauf verteilen und mit der gabel durch den teig ziehen bis ein marmormuster entsteht. bei 180 grad 20-25 minuten backen, dann stürzen und das paper abziehen und in stücke schneiden. schoko schmelzen (wasserbad!) und die brownies damit beträufeln.

super ist dafür die linzertorte gestern geworden, nur blieb mir ein teil vom teig übrig. denn hab ich dann in eine kleine form gedrückt und mit reichlich marillenmarmelade bestrichen gebacken. hinterher hab ich über die noch heiße tarte bitterschoko gerieben – das ist der geile scheiß – sehr nah an der wachauerpalatschinke!

ich hab übrigens eine extrem super nachspeise für den nächsten supper club gefunden – verrat ich aber noch nicht :-)

…and now to something komplettly different

ich war ja mit unserem grrbrr in kroation am lighthousefstival und hab damit gerechnet, dass dort schon eine vegetarische ernährung schwer zu bewerkstelligen sein wird, geschweige denn eine vegane.

insofern war ich ehrlich überrascht beim standl neben der progressiv stage (wummer wummer sound mit lustiger goa-deko dirket am meer – sehr nice!)  tofu-spießchen und currygemüse angeboten zu bekommen. die machart, speziell des currygemüses (reis, gemüse, currypulver drüber – fertig) war zwar nicht umwerfend, aber allein dass es überhaupt ein angebot gab fand ich schon echt super.

collage_kroation

trotzdem war kroation vegan-brechen für mich und ich hab dreimal täglich käse verdrückt, womit jetzt in wien natürlich wieder schluss ist. ich hab mal wieder festgestellt, wenn man einmal anfängt mit dem käse, dann ist es vorbei mit der zurückhaltung und leider ist mir zurück in wien auch wieder das käseregal im supermarkt aufgefallen, dass ich davor schon überhaupt nicht mehr wahrgenommen hatte. ich hab mich dann aber gleich mit der perspektive auf ein leckeres thai-curry zu hause getröstet, und das hat auch super geklappt. das green curry war unglaublich lecker, wenn auch super scharf. ich hab mich ja kürzlich gefragt, ob nur bei mir das red bzw. green curry so extrem scharf gerät. jetzt hab ich aber auf eine website ein massaman thai curry rezept gefunden unter dem titel:

das thai curry für weicheier

weil eben weniger scharf. urlecker übrigens auch – danke für die currypaste und den tipp mit der erdnussbutter. sämtliche fehlenden curryrezepte im detail folgen dann nach dem supperclub.

gestern hab ich nach langer zeit endlich mal wieder mit D. telefoniert, und sie meint, dass das mit dem dauernden nachhaltigkeitsgedanken manchmal ganz schön anstrengend sein kann (stimm ich ihr zu), überhaupt beim einkaufen (find ich gar nicht!). nachdem kroatien ja geplantes vegan-brechen war, hab ich mit gedacht ich nehm einen ganz normalen süßjunk vom diskonter um die ecke mit. ich bin zum ersten mal seit langen wieder völlig überfordert vor einem supermarktregel gestanden und wußte ob des überangebots absolut nicht was ich nehmen soll. im endeffekt hab ich überlegt was unser grrbrr jetzt nehmen würde und dem entsprechend ausgewählt. ich bin also ganz froh wieder in der (mittlerweile) gewohnten veganen ernährungsweise gelandet zu sein.

ich bin ja schon sehr gespannt was du von der prager vegan-rowfood-szene zu berichten hast und werd mich jetzt nach draußen begeben, um ein paar der dieser tage so seltenen sonnenstrahlen zu erhaschen.

allerliebste grüß,

dein lesterschwein