niemals!

liebes lesterschwein,

ich hab unseren vorgestrigen nächtlichen ausflug in die arena sehr genossen und es war mal wieder typisch, dass es mich, wenn ich endlich mal die wohnung für mich habe, aus dem haus treibt. tage-, wenn nicht wochenlang freu ich mich darauf, einen abend allein in der leeren wohnung zu verbringen, und kaum sind alle weg fühlt sich das irgendwie seltsam an, und weiß nichts so recht mit mir anzufangen. ich hatte dieses klare bild von mir, wie ich entspannt in meinem polstersessel sitze und ungestört ein buch lese. stattdessen finde ich mich rastlos pendelnd zwischen buch, computer und küche wieder und wundere mich über mich selbst. und wie so oft sind die ungeplanten, wilden tanznächte eben die besten.

aber eigentlich gibt es nichts zu wundern, denn wenn ich etwas gut kann, dann mich selbst zu überraschen. manchmal scheint mir, wenn ich von irgendwas behaupte, es niemals zu tun, ist es praktisch ein garant dafür, dass ich es irgendwann erst recht ausprobier. früher war ich sicher, dass ich nie kinder bekomme, und heiraten kam sowieso nicht in frage. ich wollte in wien niemals fahrrad fahren, nie in erwägung ziehen, eine firma zu gründen und auf gar keinen fall jemals auf fleisch verzichten. ach ja, und in meinem letzten blogbeitrag hab ich behauptet, dass marmelade kochen nicht mein ding ist, und ich das hp überlasse. was hab ich also am freitag getan? marmelade eingekocht. wie langweilig wär doch mein leben ohne all die gelebten amivalenzen.

unsere liebe nachbarin p. hat hp ein super schönes einkochbuch mit reichlich abgefahrenen rezepte geliehen und nachdem ich kiloweise karotten aus der ökoparzelle hatte, hab ich mich entschlossen ein interessant klingendes rezept auszuprobieren.

engelshaar

1,5 kg geschälte, geraspelte karotten
1,5 kg zucker
5 unbehandelte zitronen, saft und schale in feinen streifen
15 kardamonkapseln, aufgebrochen

alle zutaten unter rühren in einem großen topf aufkochen, 10 minuten blubbernd kochen lassen, heiß in twist-off-gläser abfüllen. sinnvoll ist es den deckel mit alkohol (z.b. rum) auszuwischen. nicht sinnvoll ist es die gläser zu stürzen, denn dann gibts lufteinschlüsse.

collage_marmelade

das ergebnis ist auf alle fälle interessant, irgendwie britisch in einem positiven sinne. als marmelade würd ich das allerdings nicht bezeichnen. eher als dessert. und nächstes mal kommen auf alle fälle mehr zitronen und kardamon dazu, dafür weniger zucker.

so, liebe lesterschwester, jetzt werd ich’s nochmal mit dem süssen müßiggang probieren bevor ich mich in die küche begebe und für heute abend ein paar gemüsessachen zusammenbastel. während du schnitzel jagst (als veganerin, hihi) ist bei uns nämlich wieder einmal ein ökoparzellen-mampf unter freunden angesagt. ich werde dir berichten!

alles liebe, deine kati

6 Gedanken zu „niemals!

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