gruß aus dem hochgebirgs-gemüsegarten

liebe lesterschwester,

bye-bye blog-pause & einen verspäteten (aber dafür umfangreichen) sommerfrischlings-gruß aus den hohen bergen!

während die große supper club sause auf standard.at über sämtliche kommunikationskanäle kreuz und quer durch unser soziotop fegt, versetze ich mich nochmal zurück in das ad hoc eingerichtete alpin-bureau und die ruh‘ über den wipfeln:

hohentauern_2013_alpin-bureau

berge, seen & ruh‘ sind nämlich nicht nur per se super, sondern auch die vegan-kompatibilität der traditionellen familien-erholungsdependance des hauses C. – trotz (oder gerade wegen?) undogmatischer ernährungsgewohnheiten („über 1.000m esse ich auch knödel!“): da gab’s neuerdings nämlich hafermilch & pflanzliche aufstrichvariationen („ich habe alles genommen von dem ich mir vorstellen könnte dass es mir auch schmeckt!“ – „… so mach ich’s auch ;-)“) – und beim frühstück eine liebevolle selektion von avocados über steirische zwetschken bis frisch gepflückte himbeeren.

ein weiterer faktor für veganisierbare sommerfreuden – prächtigstes frischgemüse! C. pflegt nämlich schon seit jahrzehnten ihren untriebigen kleingarten auf fast 1.300 höhenmetern, in dem trotz alpiner umstände mit 1.20m schnee ende märz, zart sprießenden schneeglöckchen ende april und neuerlichen schnee-einfällen ende mai allerlei gedeiht: von erdäpfeln, kohlrabi, porree, rhababer, sellerie, zucchini, sporadischen tomaten – je nach wetter(un)gemach – und einem ersten sprießenden kürbis über bunte salat-sorten & essbare blüten bis zur erklecklichen kräuterauswahl – salbei, thymian, rosmarin, ysop, wollige & braune melisse, minze, schnittlauch, liebstöckel, oregan-oh! (macht quasi schon unserer ökoparzelle konkurrenz):

hohentauern_2013_garten

der vom-beet-auf-den-teller gartensalat mit unmengen an frischen kräutern wurde mit einem grünkernlaibchen gepimpt – der veggie-selektion von spar kann man gegenüberstehen wie man will, aber für nicht-veganerInnen mit kulinarischem kompatibilitäts-ehrgeiz ist die deutliche kennzeichnung samt „vegan“-siegel in jedem fall sehr hilfreich. grünkern beispielsweise hätte ich mir wohl selbst nicht eingebrockt, aber – surprise! – die beiden laibchen sind erstaunlich fein gewürzt und auch ziemlich saftig, selbst omnivore C. war positiv überrascht ;-)

das salat-dressing aus bio-apfelessig, steirischem kürbiskernöl, kremser senf und kräutersalz süßt C. übrigens neuerdings mit agavendicksaft – ihre apothekerin hat ihr empfohlen von kandisin flüssig auf die naturnahe alternative umzusteigen, die sei besser verträglich für die verdauung. hört, hört!

aber zurück zum frischgemüse – erwähnte prachtzucchini wurden dann auch prompt in einem herzhaften gulasch vervurstet:

zucchini_gulasch

zucchini-gulasch

2 mittelgrosse zucchini (ca. 1kg)
2 zwiebeln
3 zehen knoblauch
1 tomate
2 el öl
2 tl zucker
3 tl suppenpulver
3 tl paprikapulver
1 el tomatenmark
eine prise pfeffer
optional prise chili + schuss ketchup

zwiebel und knoblauch würfeln, zucchini würfeln (wenn die schale sehr dick ist, eher schälen) 2 el öl erhitzen (zb maiskaimöl), 2 tl zucker leicht karamellisieren lassen, zwiebeln und knoblauch glasig anrösten, zucchini dazu bei geschlossenem deckel etwas dünsten lassen bis bissfest, dann gewürfelte tomate dazu aufgiessen mit 3 tl suppenpulver in 1 tasse wasser, 3 tl paprikapulver (rot, süß) dazu, bei bedarf auch eine prise chilipulver, plus eine schuss pfeffer, 1 el tomatenmark unterrühren, optional auch ein spritzer ketchup

dazu passen reis, couscous oder auch kräuter-kartoffeln

dank ebenjener gulasch-festspiele und der deutlich erhöhten verköstigungs-frequenz (5 mahlzeiten täglich. mindestens!) hatte ich jede menge energie um mich von der haustür weg (1.274m) auf den familiär-legendären großen hengst (2.159m) zu schwingen:

hohentauern_2013… samt rituellem belohnungs-stamperl hinterher – frei nach der dahlkeschen anti-ernährungsempfehlung („sie könnten kiloweise weissmehlprodukte essen und dazu nichts als wodka trinken, das ist auch vegan.“). mit wodka hab ich’s ja nicht so, aber von zirbenschnaps & schwarzbrot könnte ich mich sehr wohl geraume zeit ernähren… aber das ist eine andere geschichte.

also, adieu eine meiner wahl-heimaten (heimats? heimata?) und hallo wien!

alles feine,
deine lesterschweinin

2 Gedanken zu „gruß aus dem hochgebirgs-gemüsegarten

  1. Pingback: wie aus der commons-zwetschke röster & powidl (echt!) wird | von schwesterlein an lesterschwein

  2. Pingback: yesterday was dramatic, but today is okay | von schwesterlein an lesterschwein

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