von hummeln und samen

liebe schwester of ökoparzellen-fame,

nach einer äußerst umtriebigen woche hab ich endlich wieder einen allein-daheim-nachmittag und die entsprechende zeit um mein konzept für die bachelor-arbeit zwei zu finalisieren… nein, natürlich nicht. also endlich zeit zum blogeintrag schreiben.

hm… moment mal. irgendwie kommt mir das bekannt vor ;-)

nach einer äußerst umtriebigen außer-haus-woche hab ich endlich wieder einen allein-daheim-vormittag und die entsprechende zeit für die gastro-prüfung teil zwei zu lernen… nein, natürlich nicht. also endlich zeit zum blogbeitrag schreiben, kochen und backen.

wir lesterschwestern sind es ja gewohnt alle möglichen sachen gleichzeitig anzureißen, was auch meistens eh irgendwie klappt, trotz aller du-spinnst-ja und dumdum-geschoß-attribute der näheren und ferneren umgebung. wir machen uns nun mal wie die hummel:

“Die Hummel hat 0,7 cm² Flügelfläche und wiegt 1,2 Gramm. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen.
Die Hummel weiß das nicht und fliegt einfach.”

wo sich hummeln jedenfalls sehr wohl fühlen sind einerseits festivals, wie man in diesem blog schon mehrmals mitverfolgen konnte, wie zum beispiel das dieses wochenende steigende rummel hummel kunst-DIY-dings-festival (sic!) am bakalofts gelände in einer ehemaligen fabrik, wo J. mal wieder guerilla-knitted und H. endlich seine superen street-art-fotos ausstellt und A. ein bisschen aerial-silk-yoga macht und sonst jede menge sachen die wache hummeln machen:

Rummel Hummel @ Bakalofts

rat mal wo die ganzen hummel-analogien herkommen… ;-) wie auch immer, damit ich hier noch die kurve kratze – also weiters sehr wohl fühlen sich hummeln auf wald, wiese & natur – während wir in wien immer wieder auf der ökoparzelle herumhoppeln hatte ich kürzlich die gelegenheit, einen hardcore-profi-garten zu bestaunen: die schaugärten der arche noah in schiltern nämlich.

noah und die 6.000 samen

dieser schaugarten bietet eine unfassbare vielfalt an gemüsen & gewächsen, dass es das vegan-herz höher schlagen und die geschmacksknospen frohlocken lässt. im arche sortenarchiv lagern mittler weile ganze 6.000 verschiedene sorten, in gründungszeiten waren es noch ca. 250 – darunter ca. 200 kartoffelsorten, 200 paprika & chili, 700 bohnen, 500 tomaten und einiges mehr. im garten werden die sorten aus dem archiv basierend auf einer genauen listung nach und nach wiederaufgefrischt, da samen nicht unendlich lange halten.

Arche_Noah_by_Andre_Hoeschele_2013

sonnenblumen mit kern-auffang-verhüterli, rotkohl-köpfe, verschiedene maissorten mit anti-bestäubungs-verhüterli und das barocke gartenhäuschen.

Fotos: Copyright André Höschele/PANLUX

Arche_Noah_by_Andre_Hoeschele_Hanna_Spegel_2013

von den kärtner gebirgskräutalan über moschuserdbeeren bis zur ukrainischen stachelgurke. beware!

wir sind ja CSA-technisch schon an gelbe zucchini, violette karotten & co gewöhnt, und das nicht von ungefähr – unser biohof-mogg tauscht nämlich fleißig mit der arche noah jungpflanzen aus um an der erhaltung alter sortenraritäten mitzuwirken. wegen der nachbaufähigkeit nämlich, damit die robusten und trotzdem schmackhaften sorten nicht vor lauter hybrid- und einwegsaatgut verloren gehen.

apropos CSA: auf derstandard.at ist diese woche ein artikel erschienen zur grünen revolution, da heißt es…

Und auch gemeinschaftlich organisierte Lebensmittelnetzwerke sprießen in Österreich: 2011 begann der Gärtnerhof Ochsenherz die Endverbraucher als Unternehmenspartner miteinzubeziehen und ihnen gegen einen Mitgliedsbeitrag Ernteanteile, etwa in Form von Gemüsekisten zu überschreiben. Das Modell, in den USA und Japan seit den 1960ern bekannt als Community-supported Agriculture (CSA), wird mittlerweile von einer Handvoll weiterer Initiativen gepflegt.

das erinnert mich daran dass noch der nachbericht zu H.-P.’s parcademy vortrag in sachen ernährungssouveränität im entwürfe-ordner schlummert… however, ich habe für mein revitalisiertes fensterbrettbeet jedenfalls in der arche ordentlich zugeschlagen, außerdem gab’s eine eigene samenbestellung zwecks export niederösterreichischer raritäten in einen untriebigen heimgarten im kärntnerland:

Arche_Noah_Samen_Toepfe_2013

samenvielfalt aus dem hause reinsaat sowie von den CSA-kollegen ochsenherz, in natura gibt’s zB ananas-salbei (links) und krauseminze (rechts).

so, ich schwing mich mal samt wollsocken & fleece-hoodie auf’s radl und werd dann mal mit K. & konsorten rumhummeln beim rummel hummel!

bis morgen beim supper club (freu!) & bussi,
die hannahummel

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