draußen sein

liebe schwester,

man trifft immer wieder leute die gewaltig unter den diversen witterungen und temperaturen im außenbereich leiden. im winter linst man grantig unter der haube hervor, weil es arschkalt ist, im frühling ist es feucht und noch immer nicht so richtig warm, dafür ist es im sommer sauheiß – unerträglich! – und im herbst windig und schiach. drum schätz ich mich wirklich glücklich, dass ich alle jahreszeiten mag, vor allem auch die wechsel. unvorstellbar mir, in einer gegend zu wohnen wo es immer wohltemperierte 25-28 grad hat. wie fad ist das denn. aber jede jahreszeit ist für mich mit gewissen erwartungen verbunden. drum bin ich freudig überrascht von einem winter mit friktionsfreiem geradl und sonnenbeschienenen wanderausflügen mit jausen in der wiesen.

friktionsfreies geradl

wie du weißt hab ich den plan ab april hungriges bürovolk mit selbstgekochtem, leckerem biomampf zu beliefern. jetzt stellt sich natürlich die frage, wie das feine kochwerk mit dem radl von a nach b kommt. lastenfahrrad versus anhänger ist hier das thema. wunderbarerweise stellt das lastenradkollektiv gegen freie spende lastenfahrräder zur verfügung und so stand dem testlauf nichts mehr im weg. beladen wurden der mcs-truck, von dem es ab frühjahr 2014 eine neuauflage geben soll und das ausrangierte kindertransportdingens vom grrbrr, jeweils mit 20 kg. H.-P. und ich sind damit fröhlich über den ring und durch die hauptallee gegurkt.

lastenrad

fazit ist: für solches gewicht zahlt sich das lastenrad noch nicht aus. es fährt sich sehr angenehm, viel leichter als erwartet und schaut natürlich auch super aus, aber es sollten wohl schon 40 oder 50kg plus sein, die regelmäßig zu transportieren sind, damit diese investition sinn macht.
übrigens: nach dem testlauf waren wir noch in der luftburg auf einen kaffee. löblicher weise gibte es dort „natürlich“, so der kellner, kaffee mit sojamilch und der ist auch ausgesprochen lecker. das setting allerdings – ich sitz da mit meinem sojalatte und vor mir wird eine stelzen nach der anderen vorbeigetragen – ist gelinde gesagt schräg.

sonnenbeschienene wanderausflüge

wandern

was ist das schönste am wandern? sonne? falsch. bewegung an der frischen luft? auch falsch. mal raus kommen aus wien? ganz falsch. das schönste ist die jausen. nachdem in der ersten woche des jahres keine kinder da waren und auch sonst nicht viel zu tun, hatte ich mal wieder muse ein paar neue sachen auszuprobieren. darunter: die neue jausen. ich bin ja nach wie vor angetan von bergschnecken, sauerkrautmuffins und co, aber nach den feiertagsgelagen – ufta – durfts auch mal was leichteres sein. drum gab es diesmal cracker à la hildmann mit tofuaufstrich und avocado, dazu knabbersoja und datteln. auch kletterfreund K. war angetan.

cracker

cracker

130g sonnenblumenkerne
250g leinsamen
1 tl salz
100g tomatenmark
1 msp curkuma
3 getrocknete chilischoten

sonnenblumenkerne passieren oder mahlen, mit den anderen zutaten verkneten und ca. 3mm dick auf einem backblech mit backpapier ausrollen (oben auch ein backpapier) oder flachdrücken. angeblich soll es bei 80 grad nach 45 minuten fertig sein, bei mir dauert es aber doppelt so lang. aber das mit den temperaturen ist ja auch recht relativ in meinem rohr.

knabbersoja

knabbersoja

sojabohnen über nacht einweichen, abseihen und mit gewürzen mischen, salz auf jeden fall und curkuma, oder curry, oder paprika oder sonst was nach geschmack. 30 minuten bei 200 grad auf einem blech mit backpapier oder einem beschichteten blech rösten.

tofuaufstrich
tofuaufstrich

weichen tofu pürrieren (der vom hofer eignet sich hervorragend) und nach belieben würzen. zitrone, frischer kren, salz und pfeffer sind super. oder auch frische kräuter wie z.B. petersilie. knoblauch ist auch gut. das ist echt eine super basis, sicher auch für die melanzanirollen und deutlich weniger aufwand als die frischkäsebereitung.

a propos hildmann. ich hab noch was von ihm ausprobiert. es gibt da nämlich ein rezept für pastinaken-maki. klingt absurd, und ich wär auch nicht auf die idee gekommen es auszuprobieren. aber erstens ist pastinakenzeit, und zweitens hat eine supperclubbesucherin mir dieses rezept wärmstens ans herz gelegt. und ich muss sagen: urgut! mach ich auf alle fälle wieder. echt aufwändig, aber es zahlt sich aus.

pastinakenmaki (fast wie hildmann)

maki

100g fester tofu
3 el öl
2 el ml sojasauce
1,5 el agavendicksaft
2 el tahina
250 g pastinaken
4 el (reis)essig
2 el mandelmus
1 el sesamöl (optional)
salz
1 avocado
1 karotte
1 frühlingszwiebel
4 noriblätter

den tofu in streifen schneiden, im öl ordentlich anbruzeln, tahina dazugeben, kurz mitbraten, 1 el agavendicksaft dazu, ein paar sekunden karamellisiern, mit der sojasauce ablöschen und auf küchenrolle abtropfen lassen. die pastinaken, schälen, raspeln und hacken. mit essig, 1/2 el agavendicksaft, mandelmus, salz und sesamöl mischen. die karotte reiben, die frühlingszweibel längs halbieren. die avocado schälen, entkernen und in streifen schneiden

auf einem bambusmatte ein noriplatt auflegen, ein drittel mit den pastnaken belegen, karotten, tofu und frühlingszwiebel darauf, einrollen und das ende des blatts anfreuchten, damit die rollen nicht wieder aufgeht. 3 mal wiederholen und dann alle rollen in 6 gleichmäßige stücke schneiden. serviert wird das mit sojasauce, wasabipaste und eingelegtem ingwer.

trotz aller frühlingshaftigkeit da draußen schätze ich schon ein warmes essen um diese jahreszeit. drum gab es vor den makis die neue 3-minuten-suppe. ich liebe tomaten, aber jetzt ist wirklich nicht die jahreszeit dafür. aber so hin und wieder aus der dose, das kann schon was.

3-minuten-tomatensuppe
tomatensuppe

3 el olivenöl
1 dose tomaten
2 zehen knoblauch
salz, pfeffer

in einem topf vorsichtig 2 el olivenöl erhitzen, knoblauch geschnitten oder gepresst dazugeben, kurz anrösten, die tomaten dazugeben, aufkochen, passieren und mit salz und pfeffer würzen. am suppenteller nochmal einen ordentlichen schuss olivenöl drüber. diese einfache gericht lebt natürlich von der qualität der zutaten. es zahlt sich also aus, nicht die allerbilligsten dosentomaten und ein gescheites olivenöl zu verwenden.

das war’s mit den news aus der küche und von draußen. auf bald!

dein lesterschwein

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