schöner scheitern

liebe hanna,

wie du weißt bin ich seit unserem umstieg auf vegan auf der suche nach den perfekten erdnussbutterbrownies. einmal hab ich sogar schon vom erdnussbutterhimmel geschrieben. was das mafe betrifft, hell yeah! aber bezüglich süß und erdnuss war’s ein bisschen geschwindelt. mehr als ein paar schwindlige flugversuchen waren das nicht. online gibt’s natürlich einiges zu finden, aber die einen sind optisch gar nicht schön und die richtig schönen haben als basis schwarze bohnen. ich fürchte früher oder später muss ich das ausprobieren, aber noch bin ich nicht soweit. außerdem würde das ja heißen, dass ich am vortag die bohnen einweich und soweit im vorhinein kann ich bei so einem gericht nicht planen. wenn ich erdnussbutterbrownies will, dann will ich sie SOFORT. drum hatte ich gestern die super idee mein altes ganz und gar unveganes brownierezept nachzubauen, aber einfach die eier mit sojamilch und die butter mit alsan zu ersetzen, das geht ja sonst so gut. ich bin zu der erkenntnis gelangt, dass das bei rezepten, die aus einem teil zucker, zwei teilen fett und 8(!) eiern bestehen nicht funktioniert. ich hab es mir schon gedacht, als ich mit dem rühren der masse fertig war. aber ich war abgelenkt, weil ich beim kuchenform holen die rührschüssel umgehaut hab und die küche voller zucker und kakao war (sehr malerisch). und ich hab geistig schon am blogbeitrag gearbeitet. ich hab mich locker-flockig über küchenkathastrophen schreiben sehen und mich hinterher das ulimative brownierezept präsentieren. drum hab ich das offensichtliche ausgeblendet und die seltsame masse ins rohr geschoben. das ergebnis war so fett, da war unser fondant ein schaß dagegen. H.-P. hat tapfer gemeint dass man das schon essen kann und hinterher auch nur ein bisschen magenweh gehabt.

collage_brownies

wegwerfen wollt ich das ganze aber auch nicht, ist ja schade drum. also hab ich die komische sache aus der form gekratzt, mit reichlich bananen und schokolade versetzt, in blätterteig gewickelt und nochmal gebacken. siehe da, das ergebnis war durchaus lecker. ich bring dir heute ein stück in die maß-greisslerei mit. das ultimative brownierezept steht also noch aus. ich fürchte ich komm um die hülsenfrüchte nicht herum, das hat mit fräulein M. ja schon letzten juni vorgeschlagen. ich glaub ich taste mich über die kichererbsen an die bohnen heran.

burgertime

es gibt aber auch erfreuliches von der junkfront zu berichten. letztens hat mich die fleischeslust gepackt und ich hab im laden das wheaty-virginia-steak mitgenommen. zugegeben, konsistenzlich leicht schwammig, wie fleischersatz halt so ist, aber geschmacklich wirklich gut. gemeinsam mit homemade mayonnaise, ajvar und solidarischem wintergrün echt überzeugend.

DSC00638_burger

alles liebe und bis später,

dein lesterschwein

Ein Gedanke zu „schöner scheitern

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