küchenschlacht mit pflanzenblut

liebe kati,

kuchkurs olé!! :-) gratuliere zur lesterschweinischen expansion – vielleicht sollte ich auch mal einen deiner kurse besuchen – denn wenn man mit seinem gemüse auf du und du is(s)t, wie im fall unserer solidarischen ernteanteile, kann einem das schön auf den schädel fallen: nämlich dann, wenn man vor lauter alltagsgeschwurbel fast 2 wochen nicht zum kochen kommt, und der kühlschrank vor lauter verkochungs-utensilien überquillt. und dann: was tun?

daher habe ich am vergangenen wochenende für mich vollkommen unübliche (für dich professionsbedingt eher die regel) 5 stunden in der küche verbracht, um all die wurzeln und knollen und wintergemüses in eine genießbare form zu bringen. ich gehe da meist in großmengendenke vor, um dann entsprechend portionierte happen für arbeit & co parat zu haben. dafür musste ein sack zwetschken die wohlige tiefkühlkammer verlassen, um platz für neues zu machen.

der plan lautete daher mit jede menge offenen lester-rezept-browserfenstern:

das resultat:

kuechenschlacht_2014-03

lecker rösti trotz anfänglicher matsch-konsistenz, hübsche wenn auch gewürzlich etwas fade krautstrudelschnecken und superlecker zwetschkenstrudel. nicht im bild: erdäpfelsupperl.

die rösti durfte ich gemeinsam mit deinem jungkind in die pfanne werfen – leider haben wir die erdäpfel vorab zu lang gekocht, wodurch die hobel-konsistenz eher in teigmatsch übergegangen ist. aber wurscht, mit ordentlich hitze und reichlich pflanzenöl knusprig angebraten hat selbst das jungkind 4 davon verdrückt – wie sie mit einer küchenweisheit festgestellt hat: „was bringt einem ein essen, das gut ausschaut und eine super konsistenz hat, aber nicht schmeckt? mir ist es ungekehrt lieber!“

die restliche masse mit viel zwiebel & musikat wurde dann mit einem kopf weißkraut und noch mehr kümmel in strudelform gebracht. leider war das geschmacklich nicht so der burner, werde daher die hälfte dieser neuen masse noch mit balsamico & räuchertofu versetzen und demnächst nochmals verstrudelschnecken. ich sollte mich deutlich mehr an dein kochmotto halten:

wilde würz und gefährlich!

äh… moment. nein das war:

würze wild und gefährlich!

der zwetschkenstrudel mit dem tiefgefrorenen rest unserer commons-ausbeute wurde in bewährter form mit ordentlich fett & bröseln, dafür ohne zucker ins rohr geschoben. oh ja! dafür hab ich das topinamburcremedingens nicht mehr auf die reihe gekriegt – so be it.

aber ja natürlich alles blog- & rezept-technisch schon kalter kaffee, wie das aufmerksame leserchen vielleicht feststellen wird. daher hier die eigentliche freudige neuentdeckung:

risotte_rote_ruebe

multitasking in the kitchen: während das kraut brutzelt, die zwiebel rösten und die erdäpfel auf versuppung warten, färbt der rübensaft messer und the very red risotto blutfarben ;-)

rote rüben risotto

1 große rote rübe
1 pastinake, optional
1 zwiebel
3-4 zehen knoblauch
1/2 bis 1 tasse risottoreis
öl zum anrösten
weißwein zum ablöschen
0,5 bis 1 liter gemüsebrühe
viel frische petersilie

rübe sehr klein würfeln oder überhaupt reiben, die optionale pastinake reiben (als partieller reis-ersatz, inspiriert durch deine pastinaken-maki!). die zwiebel fein hacken und in öl glasig rösten, gepressten knoblauch dazu. reis ebenfalls mitrösten, dann die roten rüben würfel dazu und alles schön anbraten. mit weißwein ablöschen und etwas suppe aufgießen – je nach geduldigkeits-grad immer wieder kleine mengen suppe nachgießen oder weniger oft etwas größere mengen, klappt beides wie ich finde. sobald flüssigkeit aufgesogen und reis sowie rüben durch sind, vom herd nehmen und reichlich gehackte petersilie unterrühren, mit salz & pfeffer sowie zitrone oder weißem balsamico abschmecken.

dazu passt veganer sauerrahm!

das ganze ist nicht nur watscheneinfach, sehr lecker und farblich echt oho!, sondern lässt sich auch hervorragend portionieren, einfrieren, mitnehmen oder kalt essen.

so long & noch einen sunny saturday,
die küchenfee

3 Gedanken zu „küchenschlacht mit pflanzenblut

  1. liebe hanna küchenfee.

    darf ich als alte rösti fanin einen kleinen tipp geben.
    die erdäpfel roh mit der reibe zerkleinern und dann ca centimeter hoch in die pfanne. wenn unten alles goldbraun leger wenden. ich sth mirs auf einen hcuh von kümmel drauf.
    und glaube mir das wird das beste rösti ever ever ever.

    mahlzeit und so. angie

    • oho, liebe angie – das ist einen versuch wert! dachte immer halb vorgekocht müssen die erdäpfel sein zwecks der durch-igkeit, aber wenn’s so auch klappt ist es mir sowieso lieber… ein step weniger ;-)

      dir einen entspannten sonntach noch!
      hanna

  2. eben, ein step weniger… ;-)
    kannst du dich ans rösti in der perle erinnern – so schmeckt das
    happy sonntag!

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