darf’s ein bisserl junk sein?

liebe kati,

hurra, es regnet! endlich kein hitzeflimmern und keine kreischenden teenies am spielplatz vor meinem fenster mehr. es blitzt, es donnert – und die festival-montur rotiert in der waschmaschine. nachdem ich mir also eine große portion spinat-couscous-salat – gepimpt mit chili-tofu – genehmigt habe, ist es endlich zeit für einen festivaltechnischen zwischenbericht, denn:

„ich mag fladen, weil das ist gutes essen, und fühlt sich trotzdem an wie junk food“

welch wahres wort!, das du kürzlich bei einer der mittlerweile quasi legendären fladen-sausen von dir gabst. die kunst ist ja, junk-feeling mit hochwertigen zutaten zu generieren. und prädestiniert für junkfood sind natürlich festivals – ungesundes essen ahoi? mitnichten: mittler weile spricht sich auch das pflanzen-essen herum… ;-)

fladen sind ja überhaupt festival-kompatibel, wie wir spätestens seit dem geschwisterlichen lighthouse-trip in kroatien wissen. auch beim zoa-festival gibt’s, wie schon letztes jahr berichtet, untierische krautfleckerl (“hätten sie vielleicht auch was ohne tier?” – “i hob ma scho dacht dass ana von eich kummt!”). beim wackelstein wiederum mitten in den waldviertler heidelbeerwäldern gab’s dieses wochenende – oha! – sojamilch, vegane aufstrichbrote und sogar veganen apfelkuchen um kurz nach 9h am sonntag morgen!

wackelstein

„natürlich haben wir soja-milch, wir sind schließlich ein alternatives festival!“ – sprach’s an der kaffee-theke und reichte mir die alpro…

das frühstück im ortsansässigen tennisstüberl war, naja… semi-vegan – aber die wirtsfamilie heißt doch tatsächlich polt, da konnten wir nicht vorbeigehen!

bei der altehrwürdigen ur-location im burgenländischen wiesen wiederum trumpft gleich ein ganzer stand mit schnitzel-semmel und chilli-burger auf. super! das seitan-schnitzel fand ich super, war dem A.&O. aber zu trocken. der burger hingegen war zwar eigentlich „nur“ ein semmerl mit salat, tomate und tofu-scheibe (kbA aus österreich!), aber dafür saftig und g’schmackig. und das beste: bei einer ausverkauften location gab’s über stunden an jeder ecke endlose schlangen – nur bei der tofu-company sojvita konnte man sich schnell was leckeres holen. also: noch schnell hin so lange es ein geheimtipp ist!

wiesen-tofucompany

veggies in wiesen: schnitzelsemmel & tofuburger – und manu chao war auch super!

apropos burger: auch in trauter urbaner umgebung darf’s mal die bewährte fett-kohlehydrat-kombi sein (das dazugehörige festival wäre dann das pop-fest ab 24.7. am karlsplatz!), wie zB im neu eröffneten i ♥ veggie-burger auf der margaretenstraße in 1050. der cheese-burger hat allerdings nicht ganz überzeugt, trotz eröffnungskombi mit sweet potato wedges (oh, kanadische sehnsucht macht sich ob des dortigen pub-dauerbrenners breit!) und welcome-drink.

fluffiges weißbrot, üppige befüllung, gar nicht mal schlechtes gemüse-laibchen. aber der käse war wahnsinnig… vegan, man hat ihm die analoge zusammensetzung aus stärke, fett, farbstoffen und geschmacksverstärkern förmlich angesehen. zwar gute schmelz-eigenschaft, aber geschmacklich künstlich und daher für mich persönlich und test-kollege A.&O. irgendwie daneben. bei der nachfrage, um welchen käse es sich denn handelt, kam zuerst ein „äh… veganer käse eben.“ – dann trat ein burger-herr zu uns an den tisch und meinte, es sei „ein ganz normaler veganer käse“. etwas später kam dann heraus, er sei von hiel – spannend, denn auf deren website finde ich keinerlei info über ein angebliches pflanzenkäse-sortiment. die sorte war ebenfalls nicht zu eruieren, auf der veggie-burger website gibt’s überhaupt keine info über die bezugsquellen ihrer produkte. schade! aber ich werde nicht aufgeben und nächstes mal die seitan-variante, jedoch ohne käse!, verkosten. testbericht folgt…

veggieburger_wien

veggies bei veggie-burger: die idee ist gut, die zutaten sind es jedoch noch nicht ganz – zumindest in punkto transparenz. über geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten…

pflanzenessendes festival-volk ist also schon lange nicht mehr der qual der wahl zwischen selbstversorgung oder hungertod ausgesetzt (auch wenn man dann vielleicht aus pragmatischen gründen doch mal bei den liebevollst händisch in der scheibtruhe gefertigten kaspressknödeln zulangt – eine nahrhafte unterlage ist schließlich die halbe festival-miete…).

jedoch: es bleibt weiterhin spannend, was das bevorstehende und heiß erwartete acoustic lakeside festival im sonnigen kärnten sowie das hiesige&dosige mit dir und gstanzl-kumpane H.-P. in wieselburg zu bieten haben! der tramper-rucksack sowie zelt, schlafsack und unterlagsmatte werden jedenfalls gar nicht mehr ausgepackt,… ;-)

dir inzwischen eine spannende sommer-socializing-woche!
die lesterschwester

Ein Gedanke zu „darf’s ein bisserl junk sein?

  1. Pingback: ein hartes brot | von schwesterlein an lesterschwein

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