hipster news

liebes schwesterlein,

ohne dich wär es mir gar nicht aufgefallen, das zweistern, dabei geh ich fix mehrfach die woche daran vorbei. es liegt nämlich unmittelbar neben meinem lieblings-asialaden. neulich wollen wir uns treffen und ich schlag vor cafe else, weil halt sehr nah, angeblich auch sehr nett, und ich war da ja noch nie. und du:

nix cafe else, das ist total voll. das zweistern ist der neue heiße scheiß.

tatsächlich kommt das zweistern angenehm unprätentiös daher, angenehme athmosphäre,  freundlicher service, spitzenmäßiger spritzer. essen will man natürlich auch was. die karte ist recht überschaubar und kommt auf den ersten blick nicht weiß gott wie vegan daher. aber ich bin, wie du weißt, ja eine freundin reduzierter auswahl und besuch gern lokale mit nur einem, aber dafür einem guten veganen gericht (ich sag nur avocadosalat in der schönen perle). tatsächlich gibt es eine rote linsensuppe die so sämig und lecker rüberkommt, dass sie eigentlich sehr nah am dahl anzusiedeln ist. nix genial neues, aber solide und eine runde g’schicht. die menschen sind eine bunte mischung und, zumindest am nachmittag, in ihrer anzahl ebenso überschaubar wie die karte, für unsereins also sehr angenehm. drinnen ist das zweistern raucher, eh klar, ich krieg alles in allem ein kleines cafe frame-gefühl, nostalgie pur also für mich, als brigittenau-emigrantin.

collage_zweistern

neben dem zweistern ist wie gesagt der rana store. dort gibt es alles, was weder regional, noch fair, sondern einfach nur so super ist. die frischen kräuter und chilis sind ein hit, mit der immer gleichen verkäuferin ist es interessant rezepte auszutauschen und so ein erdnussmus kriegt man sonst auch nirgends, höchstens im prosi. auch hier, bunte mischung, was offenbar aber nicht jeder schätzt. neulich wurde ich ebendort nämlich von einem jungen mann angeschnauzt:

all this fucking hipsters and white people are now coming here.

tja, so lernt man dazu. war ich noch vor einem jahr ziemlich vor den kopf gestoßen in der bobo-schublade gelandet zu sein, wundert es mich heute weit weniger, wenn ich diesmal hipster bin. vielleicht lag es auch daran, dass ich noch den pyjama anhatte.

wobei, ich erinnere mich gut, unser grrbrr hat schenkelklopfend tränen gelacht, als ich im am karmelitermarkt sitzend, mit dem soja-latte in der hand und dem csa gemüse in der fahrradtasche im brustton der überzeugung erklärt hab, „ich kann kein bobo sein, dafür bin ich zu pleite.“ was soll’s, eh wurscht, oder, wie der große sagen würde, scheiß drauf!

so, liebe lesterschwester, das waren die hipster news aus der bobo-ecke des pratersterns.

alles liebe,

deine kati

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