das rosa einhorn im landgasthof

liebe kati!

diese woche war ich wieder beim e-campaigning forum europe, und dieser ableger der original-konferenz in oxford fand wieder im wunderbarst herbstlichen payerbach statt. im dortigen payerbacherhof gibt’s nicht nur angenehme konferenzräume, einen schönen wellness-bereich und einen raiffeisen-turm vorm fenster, sondern auch alljährlich ein rein veganes menü für die #ecf2014-crowd – wie schon vor 1 jahr hier berichtet.

heuer war die kulinarische seite des forums vom look her nochmal deutlich raffinierter, wie kollegin M. bei den polenta-ecken auf kürbis-ragout mit dille-deko wie folgt kommentierte:

„fehlt nur mehr die physalis, dann wär’s DO & CO!“

die vier mahlzeiten sahen dann so aus:

payerbacher_lunch_MI_web

welcome lunch: minestrone, hübsches salat-buffet und asia-gemüse mit naturtofu.

nach den vormittäglichen vorträgen ging’s dann über in mehrere sessions im open space format – will heißen: alle anwesenden können themen zur diskussion vorschlagen, die dann in die schedule zu je 45 min. slots eingeteilt werden – zwischen den sessions kann auch jederzeit gewechselt werden. das highlight: „your campaign is boring as f*** – and how to fix it“. hell yeah.

payerbachrhof_dinner

abends eine super-g’schmackige frittensuppe, erwähntes kürbis-ragout mit polenta und ein sehr dicht geratener mandel-schoko-kuchen

zwischen dem vielen hirngestürme und strategie-gewälze gibt’s auch fix in der schedule eingeplante „reflection walks“, diesmal bei angenehmen temperaturen durch die wundervoll in herbstfarben getauchten hügel mit wald und weiden. frische luft ist schließlich gut fürs hirn!

payerbacherhof_breakfast_web

frühstück is my favourite meal: veganer apfel-bananen-brei, pflanzen-margerine für’s vollkornbrot, sojamilch und verschiedenste flocken/nüsse/trockenfrüchte.

im letzten konferenz-block gab es dann noch insights von web-kollegInnen anderer organisationen, besonders famos die paradoxe intervention von S. über 10 dinge, die man bei der umsetzung politischer kampagnen auf EU-level unbedingt bedenken sollte – „never! have! clear! responsibilities!“. großes kino und kein wunder, dass sich meine liebe L. mit diesem ihrem kooperations-kollegen in sachen atomwaffen-abrüstung so gut versteht ;-)

payerbacherhof_lunch_DO

abschieds-lunch: gemüsesuppe, spaghetti mit soja-bolognese und ein etwas beängstigender pudding.

davor, dazwischen und danach wurden die hochseriösen pläne für’s digitale gutmenschen-business abends auch mal durch den kakao – respektive das bierglas gezogen: wie der in finanzierung und umsetzung detailliert diskutierte plan eines cupcake-drohnen-schwarms, begleitet von folgendem soundtrack…

also: alles pink, flauschig und wohlgelaunt soweit im onliner-land! ;-)

rosarote wochenend-grüße von
deiner hanna

vegan waschen…es geht ja doch

liebe hanna,

wie berichtet jagt in unserem haushalt seit jahren ein kastanien-wasch-desaster das nächste, aber, wie es so schön heißt, durchs reden kommen die leut zam, und manchmal auch durchs bloggen. die donaugärtnerin hat mir postwendend auf den blogpost eine sms geschickt, dass die spitzkinder nicht nur in wien gesammt haben und sie kiloweise nicht vergammelte, fein getrocknete, also geradezu perfekte kastanien für mich hat.

super, super, vielen dank! die werden jetzt verwaschen. ich nehm das aber zum anlass, um doch noch ein bissel näher auf die verarbeitung einzugehen, denn, zumindest für mich ist convenience da doch eine wichtige sache. die geschätzte purpur bete hat den desaster-blogpost nämlich wie folgt kommentiert:

Ich hab neulich auch gesammelt. Und dann eines sonnigen Tages auf den Balkon alle Kastanien geachtelt. Da ich eh grad was im Ofen hatte, hab ich sie nach dem Backen in die Restwärme gegeben. Nun trocknen sie auf der Fensterbank weiter.

Meine ESGE-Mühle kriegt die Achtel nicht klein, so dass ich immer 20 – 25 Achtel einweiche. Dann verwende ich die Lauge und weiche nochmal ein, beim zweiten Mal wird püriert und im Sieb abgegossen. Reste in den Kompost, Lauge in die WaMa.

Ich hab jetzt die ersten 6 bis 8 Wäschen gewaschen und find das Ergebnis gut.

Danke für die Mottenwarnung, ich werde sie also luftdicht aufbewahren. Ihr könntet sie gegen die Motten luftdicht verpacken, einfrieren und unbedingt luftdicht auftauen lassen (sonst ziegen sie Wasser).

 

hut ab vor so viel engagement und danke für den hinweis mit dem luftdicht verpacken. aber einweichen und pürieren und sieben, bei einem waschaufkommen von insgesamt fünf personen und die meisten davon recht sportlich, das würd mich schlicht nicht g’freuen. aber es stimmt, ein leistungsstarker mixer muss es schon sein, damit man die kastanien so zerkleinern kann.

DSC00983_krups

ich hab meinen von willhaben, der hat 20 euro gekostet und ist ausschließlich für die kastanien im einsatz. das hat auch den vorteil, dass man ihn zwischendurch nicht reinigen muss. zugegeben, es ist schon der zweite. den ersten hat H.-P. geschrottet, als er versucht hat 30 kastanien auf einmal zu mahlen. eher keine gute idee. aber fünf auf einmal sind gar kein problem, das kastanienmehl dann ab ins schoffsackerl und fertig ist die geschichte. in der schritt-für-schritt-bildanleitung schaut das dann so aus.

collage_kastanienwaschen

mit der hauptallee hab ich mich auch wieder versöhnt. nach dem ständigen kastanien-supergaus hab ich mich dann schon tendenziell gefrotzelt gefühlt und der anblick hunderter kastanienbäume hat mich zeitweise eher grantig als froh gestimmt.

aber ich geh ja gar nicht selten im grünen prater laufen und nachdem mein musikwiedergabegerät seinen geist aufgegeben hat verwend ich jetzt das vom jungkind. das ist natürlich für meine ohren eine ziemlich wilde mischung, und eine der wenigen gelegenheiten Ö3 hits der letzten jahre, shakira oder lmfao zu hören. wenn ich also mit derartigem gewummere in den ohren in den frühen morgenstunden neben H.-P. hertrabe und dann kommt auf einmal völlig unverhofft dieser song,

 

das ist dann so ein glück, da ist dann alles andere wirklich scheißegal.

für mich gibts noch eine wienerisches pendant zu diesem song, auf keiner cd erhältlich und garantiert nie und nimmer auf des jungkinds musikwiedergabegerät. nichts desto trotz auch einer der sehr wenigen lieder, die mir die tränen in die augen treiben.

 

rührig,

dein lesterschwein