wurst, wurst oder wurst?

liebe kati,

während du mit HP die un-tiefen der campingplatz-seele erradelt hast, war ich mit dem gospelchor kreuz und quer durch OÖ unterwegs. eine mini-tournee, quasi… witzig, aufregend, anstrengend! freitag linz, samstag braunau – anfang april waren wir ja schon in wien & strasshof. einerseits sehr intensiv weil natürlich umfassende logistik, strenger zeitplan (check-check-soundcheck), lange abende (unser aktuelles repertoire mit 5 künstler-portraits, solos, duos, trios, dem kinder-sing-projekt oder auch mal einem gast-chor dauert so ca. 3 stunden mit pause), auf-/ab-/umschminken, last-minute-bügel-sessions sowie büroklammer-reißverschluss-hacks & co, dazwischen palavern mit konzertgästen wie der linz-crew S. & R., dann noch technik-abbau, mit dem bus durch die nacht und irgendwo in ein bett fallen – dafür tags darauf mitten in der herrlichsten landschaft aufwachen! ich weiß zwar noch immer nicht wo genau wir da waren, aber ich war am freien vormittag zwei stunden auf wald & wiese unterwegs, hab blühende bäume und wiesen instagrammisiert und mich der sommersonne erfreut. also, land und so – an solchen tagen versteh ich das dann schon warum es einen in die einöde zieht, spießig hin oder her, schee is scho!

chor_tour_ooe

irgendwo in OÖ: grüne wiesen, blühende bäume, prächtigstes wetter sowie ein päuschen in aschach an der donau.

dann ging’s mit basssänger W. gen westen, unterwegs lunch-stopp im herrlichen aschach an der donau (very spitz-mäßig!), wieder tollste frühlings-landschaft, nach dem soundcheck im VAZ braunau ein abstecher zu fuß über den inn nach deutschland (ja, das geht, war mir gar nicht bewusst wie grenznah das liegt) und sogar noch ein eis.

auch kulinarisch ist so eine tour nämlich ein spannendes erlebnis, ich bin ja meist basis-selbstversorgt mit einer handvoll müsliriegeln und obst, in linz hatten wir vor dem konzert eine runde pasta, und guad is. in braunau dann gab’s eine jause mit wurstsemmerl, gefolgt vom abendmenü: suppe mit wurst, danach wurstalat oder nudelsalat mit wurst! hahahaha… ich hab echt tränen gelacht. die frau, die uns das vorbereitet hat, war total nett und alle irrsinnig bemüht und der kuchen danach war bombe, aber pflanzen essen ist anscheinend dort noch nicht so das ding. wozu gemüse, wenn man wurst haben kann? ich hab mich dann mit mais-chips und dem gemüseaufstrich vom penny neben dem VAZ über den abend gerettet, auch nicht tragisch. bei der nächsten tour vielleicht doch als backup ein glaserl tofuspeis, von dir inspiriert.

auf der gemüsefront hat heute A., der grad auf heimatbesuch ist, sich vom vegan-for-fit schinken inspirieren lassen und an gefülltem probiert. wurde ein feiner erstversuch, wenn auch etwas zu gut gemeint mit dem mandelmus ;-) außerdem doppelte portion weil am segelschiff standardmäßig für 13 leute gekocht wird, daher sind die portionen in den ersten tagen der heimatlichen küche oft ziemlich überdimensioniert für 2 personen… ;-) jedenfalls hier das rezept dazu, freestyle vom herrn O.:

lesterschweine_vegan_zucchinigefuellt

gefüllte zucchini & melanzani, mit richtig viel mandelmus getoppt.

gefüllte zucchini und/oder melanzani

2 zucchini
1 melanzani
anderes gemüse zB 1 karotte, 1 fenchel, 1 frühlingszwiebel oä
1 kl. zwiebel, 2 zehen knoblauch
1/2-1 tasse cous cous
1/2l tomaten passiert
1-2 EL tomatenmark
1 schuss weisswein
rosmarin, salbei, italienische kräuter
salz, pfeffer

  • zucchini und/oder melanzani halbieren und aushöhlen, fruchtfleisch klein schneiden, zwiebel & knoblauch schälen und fein hacken. karotten und fenchel auch fein schneiden. couscous in heißer gemüsebrühe aufquellen lassen.
  • zwiebel in olivenöl anrösten, gemüse dazu, knoblauch kurz mitrösten. tomatenmark darunter rühren, kurz anbraten, mit weißwein ablöschen.
  • gemüse mit couscous vermischen, in die ausgehöhlten hälften füllen. passierte tomaten mit knoblauch und gewürzen vermischen und in eine feuerfeste form gebe, die gefüllten hälften reinlegen. ein bisschen mandelmus darauf verteilen.
  • alles für ca. 30-45 min. im backrohr bei 180°C garen.

ach ja, und um die konzertgeschichten abzuschließen: eine polizeikontrolle gab’s dann auch noch, so kurz nach der abfahrt aus braunau um ca. 23h – die junge frau cop wollte erst wissen, wohin wir fahren („wien!“ – „wos woit’sn do??“) und ob wir echt ein chor sind?! die haben wir dann dermaßen niedergegrölt dass sie uns freiwillig gleich weiterfahren gelassen hat ;-) (applaus gab’s auch.)

hallelu!

bis bald,
dein hannalein

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