pfingsten, 2. etappe

liebes schwesterlein,

die zweite etappe unseres ausflugs führt uns an den nové mlýny-stausee. morgens sind wir noch in die lacke gegenüber vom campingplatz gehüpft, die wir am vortag so formidabel umrundet hatten und haben uns den apollo-tempel aus der nähe angesehen, der aus der ferne deutlich besser aussieht. danach haben wir hurtig unser zeug gepackt, denn der nächste caravan, der genau auf dem stückchen wiese parken wollte wo unser zelt stand war schon in der warteschleife. nachdem wir weg waren, waren’s um die hälfte weniger zelte. trotzdem eine empfehlung. hübsches plätzchen dort, obwohl direkt neben der bundesstraße, vor allem an einem wochenende ohne weinfest und caravanclub-veranstaltung schätze ich.

also, aufi aufs radel und los geht’s. kaum ist man raus aus brezlav wird es recht ländlich, wir sind also einigermaßen in der pampa unterwegs. dem entsprechend kann man sich unsere überraschung vorstellen, wie vor uns auf einmal ein boboschuppen erster güte auftaucht inklusive cafe latte, espresso tonic und jungem hipster-publikum. das haben sich hp und ich natürlich nicht entgehen lassen und das espresso tonic dingens war nicht so grauslich, wie ich es mir vorgestellt hab. drum hab ich es zu hause gleich nachgebaut. da hab ich festgestllt, dass das zeug schäumt wie sau, wenn man erst den kaffee und dann das tonic einfüllt. außerdem sieht es dann aus wie guinness, was mir persönlich nicht so viel rausreißt. und es macht auf eine ziemlich flashige art und weise munter. muss man mögen. normalerweise handelt man sich in tschechien am land, ähnlich wie bei uns, böse blicke ein, wenn man cafe latte oder cappuccino bestellt. das äquivalent zum häferlcafe im landwirsthaus ist in tschechien der turecká káva oder, in der modernen variante, der instant káva. der turecká káva macht auf kompromisslose weise munter und führt zu dynamischem geradel, zumindest für die folgende stunde. und für touristen gibt es launige erklärungen zum produkt „coffee with grind“. was soll ich sagen. kaffee mit grind find ich erstaunlicherweise besser als kaffee mit tonic. und er kostet um drei viertel weniger.

kaffee

der nächste campinglatz den wir anvisiert haben, hatte parzellierte stellplätze und war auf derjenigen seite des sees angesiedelt, wo man hervorragend fischen und überhaupt nicht baden kann. für uns also nix, also gleich weiter richtung kemp mars und das benachbarte unikemp. das war gleich in mehrfacher hinsicht lehrreich. wir haben zum beispiel herausgefunden, warum manche campingplätze auf der radkarte grün eingeringelt und als fahrradfreundlich markiert sind und andere eben nicht. denn bei diesen beiden campingplätzen hat man uns gleich wieder weggeschickt. radl und zelt? sicher nicht! auf ersterem durften wir zumindest eine runde drehen und uns die tschechische variante des dauercampings zu gemüte führen. es kommt ein ganz kleines bisschen sympatischer rüber als das österreichische pendant, weil es nicht gar so getrimmt daherkommt und nicht derart konsequent eingezäunt ist. aber alles in allem trotzdem nix für mich.

dauercamping

beim zweiten campingplatz konnten wir nicht mal auf das gelände vordringen. das stammpublikum hatte gerade ein spanferkel in der reißen und fand unser auftauchen ungefähr so prickelnd wie einen stein am schädel. zum glück gab es ein paar kilometer weiter doch noch einen campingplatz für uns. der war zwar auch nicht am wasser, dafür mit reichlich schwalben gesegnet, die ein schönes abendkonzert für uns veranstaltet haben. und die betreiber*innen haben sich auch eine ziemlich praktikable lösung überlegt, damit einem kein vögelchen auf den kopf scheißt während man seine pommes verdrückt.

campingplatz mit schwalben

am nächsten tag haben wir weiter den see umrundet. umrundungen waren das grundthema dieser ganzen fahrradveranstaltung. urplötzlich standen wir vor einem riesigen ding mit namen aqualand. diesmal waren wir nicht drin, aber ich hab es zwei wochen später mit dem jungkind erkundet. hardcore rutschen und alkoholfreie cocktails an der wasserbar. i like! adrenalinrausch garantiert. in diesem fall sind aber einfach daran vorbeigeradelt und haben uns den campingplatz merkur angesehen. das highlight für uns war der fkk strand. sehr chillig und angenehm, ideal für ein päuschen. hier werden wir wahrscheinlich im nächsten sommer mit den kids herkommen. adrenalin für sie und nackerte für uns, was will man mehr.

wir hätten natürlich beim kemp merkur bleiben können. aber irgendwie waren wir gerade so in radellaune, und unsere nagelneue radkarte aus 2017 hat uns versichert, dass es in einigen der ortschaften in der nähe campingplätze gäbe. radelfreundliche campingplätze.

wie die geschichte weitergeht erzähl ich dir das nächste mal. spoiler-alert: wir sind ziemlich viel geradelt an dem tag.

bussi und bis bald,

dein lesterschwein

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