pad thai, aber hallo!

liebe schwester,

wenn man nach einer dichten woche und einem eher halbleiwanden volkshochschul-kurs eines freitags um halb neun uhr abends nach hause kommt, und das hier am tisch steht, ist die welt wieder so was von in ordnung:

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das, bitteschön, ist veganes pad thai, in einer leicht adaptierten version vom wunderhübschen foodblog eat this (danke N.!!). nach deinem bye bye, pad thai erlebnis, damals kurz nach unserem blog-start 2013, hat sich ja niemand mehr so recht an das ganze rangetraut (obwohl du ja die queen der thai-cuisine von curry über suppe und rollen bis salat bist). denn wir erinnern uns:

ein teil der nudeln klammerte sich panisch aneinander und bildete grausige würste, der rest ließ sich zwar noch abseihen, hat im wok dann aber dem nudeldasein abgeschworen und sich in püree verwandelt. gar nicht schön.

das A.&O. traute sich zum glück schon, weil unseren blog nicht lesend und daher pad thai katastrophen-unbedarft ;-) und es ist der geile scheiß, und relativ easy noch dazu. ganz wichtig neben ordentlichen reisbandnudeln: fischsoßen-ersatz, und zwar chinesische pilz-sauce auf soja-basis! die mit dem kleinen buben drauf…

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pad thai

ca. 250g reisbandnudeln
ein halber ziegel räuchertofu
4 knoblauchzehen
2-3 frühlingszwiebeln
1 karotte
1 zucchini
2-3 kräuterseitlinge
eine handvoll frische sojasprossen
pomodori secchi
2 EL rohrzucker
1 chili (zB piri-piri schote)
erdnüsse
walnüsse
5 EL „mushroom-sauce“
erdnussöl
1 stück ingwer, ca. daumenbreit
1/2 zitrone
1/2 avocado
1 tasse wasser

reisnudeln 5-10 min. in heißem wasser einweichen. gemüse waschen und klein schneiden. knoblauch und chili hacken. tofu klein schneiden.

öl in einer großen (wok-)pfanne erhitzen, knoblauch anbraten, tofu dazu und mitbraten. gemüse und pilzsauce plus chili und zucker dazu. alles aufkochen bis das gemüse bissfest durch ist. dann frühlingszwiebeln dazu, dann nudeln plus wasser plus zitronensaft hinein. kurz erhitzen, nicht mehr aufkochen (sonst – gatsch). erdnüsse – ganz oder auf wunsch auch gehackt – und zerkleinerte walnüsse dazu. am teller mit einigen avocado-stücken bestreuen und auf wunsch mit extra zitrone nachwürzen.

olé!

das ganze war übrigens „ramien-inspiriert“, wie mir das A.&O. den plötzlichen ansporn zur asia-cuisine erklärte. wir wollten nämlich anfang der woche mit musikfreund T. nach dem kino dort hin – aber montag ruhetag. daher zwei häuser weiter in einen neu eröffneten japaner und eine runde bento-boxen. ebenfalls nicht von schlechten eltern – vor allem der gruß aus der küche, avocado-maki mit hasel(!)nuss. echt ein netter twist!

bentoboxden namen hab ich jetzt ums ver**cken nicht mehr rausgefunden, aber es ist einfach ein neueröffneter japaner auf der gumpendorfer straße, direkt gegenüber vom top kino, da wo die rahl- und theobaldgasse aufeinanderstoßen.

in diesem sinne: aber hallo, und entspanntes weekend dir! :-)

deine
hanna

sauna-salz & singende erdäpfel

liebe kati!

das wochenende war so ein super-superes, das muss ich dir erzählen, auch wenn’s nur am rande mit essen zu tun hat – aber nachdem wir ohnehin gerne über sauna-erfahrungen, festivals und wochenend-trips berichten, nehm ich das mal in unseren themen-kanon von a wie allesfresser bis z wie zwetschkenröster hinein. ich hab dafür eine super überleitung zu einem neuen alles-zusammen-in-die-pfanne-schmeiß-rezept, mit dem ich sogar thematisch die kurve krieg, also pass auf ;-)

gut schwitz!

zuersteinmal ging’s samstags in den hohen norden gen gmünd, weil dort super sole-felsen-bad, und spätestens seit dem wackelsteinfestival in amaliendorf hab ich das waldviertel wieder für mich entdeckt. zu fuß ging’s vom bahnhof durch den november-nebel einen see mit bunten bäumen entlang zur therme:

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der weg am aßgang-teich entlang durch das herbstlaub zum umzäunten sauna-area. ein ahornblatt hat’s dann bis in die weitraer fleischgasse geschafft…

dort nette menschen, mohnzelten-goodies und eine echt schöne saunalandschaft. fotografieren darf man innerhalb des FKK-bereichs natürlich nicht, na da gäb’s einen aufstand, frage nicht – schon die belagerung der liegestühle war grund für umfangreiche diskussionen. daher foto durch den zaun von außen!

jedenfalls das highlight: salzaufguss! zwischen 2x aufgießen bekommt man salz mit öl und etwas wasser gemischt zum einreiben. die haut wird davon dermaßen oberg’schmeidig – babypopo hilfsausdruck! ob du es glaubst, oder nicht… ;-)

süßer mond meets süße mohnzelten

tags darauf sind wir weitergetingelt zu einer waldviertler event-reihe namens „salon ditta„. ja, wie der erdapfel! die machen sonntags-nachmittags-konzerte mit indie-bands im akustik-umfeld, am liebsten nach möglichkeit unplugged und im familiären rahmen, dazu regionale selbstgemachte köstlichkeiten wie mohnzelten und pikante muffins (leider nicht ganz so vegan wie deine feger, aber immerhin ein nice try). diesmal im schloss weitra samt oh-so-baroque!-theater.

das A.&O. hatte diesen salon am sonntag auserwählt, weil er die dort auftretende band „sweet sweet moon“ unbedingt mal live sehen wollte. und mich hat’s dann auch gleich richtig vom hocker geblasen: stehen auf der bühne in diesem illlustren mini-barocktheater zwei typen auf der bühne – 1x violine, 1x cello – fiedeln vor sich hin, was das zeug hält, und dazu singt/grölt/performt/betet/schreit/jauchzt der schmale geigenspieler, das einem die spucke weg bleibt:

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salon ditta lädt ins schloss weitra, genauer gesagt in das barocke schlosstheater. dort gibt’s süße klänge und wilde schreie!

alleine das räudige beirut-cover mit final fantasy grandiosität und patrick wolf wahnsinn sagt schon alles. große, große empfehlung! und überhaupt total entzückende leute, die salonistInnen. wer im wald4tel verkehrt – hinschauen lohnt sich!

der schwitzende erdapfel

so, und jetzt kommt die große überleitung: wieder daheim hat der salon ditta mit dem kühlschrankinhalt gefunkt, und die logische folge davon – gröstl! da waren nämlich noch unabsichtlich halbrohe petersilerdäpfel, ein viertel ziegel räuchertofu, ein halbertes fertig-grünkernlaibchen vom hofer und so sachen. die alle mit viel zwiebel in artischocken-öl angeröstet und mit tüchtig salz, pfeffer, majoran, muskat & knoblauch gepimpt, aber hallo! dazu HP-sauce und ein sellerü-salat, was willst du mehr. super dazu sind in meiner kindheitserinnerung (grenadiermarsch, that is…) auch alte knödel, nudeln-restln, und was eben sonst noch so herumkugelt.

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mit HP soße ist sowieso alles gut, aber die grünkern-laberl sind auch nicht von schlechten eltern. in kombi mit halbrohen und hernach kräftig angebratenen erdäpfeln g’schmackig-zünftig-super.

so war das also am wochenende!
power-chillen hilfsausdruck ;-)

deine hanna

PS: wem vielleicht schon aufgefallen ist, habe ich zwischen schwitzen und salonieren am wochenende innerhalb von 36 stunden den neuen brenner-roman ausgelesen. auch der super, nämlich!

das rosa einhorn im landgasthof

liebe kati!

diese woche war ich wieder beim e-campaigning forum europe, und dieser ableger der original-konferenz in oxford fand wieder im wunderbarst herbstlichen payerbach statt. im dortigen payerbacherhof gibt’s nicht nur angenehme konferenzräume, einen schönen wellness-bereich und einen raiffeisen-turm vorm fenster, sondern auch alljährlich ein rein veganes menü für die #ecf2014-crowd – wie schon vor 1 jahr hier berichtet.

heuer war die kulinarische seite des forums vom look her nochmal deutlich raffinierter, wie kollegin M. bei den polenta-ecken auf kürbis-ragout mit dille-deko wie folgt kommentierte:

„fehlt nur mehr die physalis, dann wär’s DO & CO!“

die vier mahlzeiten sahen dann so aus:

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welcome lunch: minestrone, hübsches salat-buffet und asia-gemüse mit naturtofu.

nach den vormittäglichen vorträgen ging’s dann über in mehrere sessions im open space format – will heißen: alle anwesenden können themen zur diskussion vorschlagen, die dann in die schedule zu je 45 min. slots eingeteilt werden – zwischen den sessions kann auch jederzeit gewechselt werden. das highlight: „your campaign is boring as f*** – and how to fix it“. hell yeah.

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abends eine super-g’schmackige frittensuppe, erwähntes kürbis-ragout mit polenta und ein sehr dicht geratener mandel-schoko-kuchen

zwischen dem vielen hirngestürme und strategie-gewälze gibt’s auch fix in der schedule eingeplante „reflection walks“, diesmal bei angenehmen temperaturen durch die wundervoll in herbstfarben getauchten hügel mit wald und weiden. frische luft ist schließlich gut fürs hirn!

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frühstück is my favourite meal: veganer apfel-bananen-brei, pflanzen-margerine für’s vollkornbrot, sojamilch und verschiedenste flocken/nüsse/trockenfrüchte.

im letzten konferenz-block gab es dann noch insights von web-kollegInnen anderer organisationen, besonders famos die paradoxe intervention von S. über 10 dinge, die man bei der umsetzung politischer kampagnen auf EU-level unbedingt bedenken sollte – „never! have! clear! responsibilities!“. großes kino und kein wunder, dass sich meine liebe L. mit diesem ihrem kooperations-kollegen in sachen atomwaffen-abrüstung so gut versteht ;-)

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abschieds-lunch: gemüsesuppe, spaghetti mit soja-bolognese und ein etwas beängstigender pudding.

davor, dazwischen und danach wurden die hochseriösen pläne für’s digitale gutmenschen-business abends auch mal durch den kakao – respektive das bierglas gezogen: wie der in finanzierung und umsetzung detailliert diskutierte plan eines cupcake-drohnen-schwarms, begleitet von folgendem soundtrack…

also: alles pink, flauschig und wohlgelaunt soweit im onliner-land! ;-)

rosarote wochenend-grüße von
deiner hanna

die gute & die schlechte kuchen-nachricht

liebe kati,

von der veganen kuchenfront gibt es eine gute und eine schlechte nachricht.
welche willst du zuerst hören?

die schlechte, damit wir’s hinter uns haben?

na gut. also das happy cakes hinterm franzl-bahnhof sperrt zu, hat mir H.-P. geflüstert. du erinnerst sich, eröffnung war ja im juni 2013, und ich dabei. schließen tun sie nun leider schon per 31.10., aus persönlichen gründen, wie die café-inhaberinnen mutter & tochter aka susi & steffi via facebook bekannt gaben. das ist schade, weil ein rein veganes café mit kuchen, cupcakes, frühstücks, warmen speisen & co muss erst mal wer nachmachen! also noch schnell hin während der letzten 3 tage, und im november gibt’s dann flohmarkt:

Sämtliches Inventar kann beim Lokalflohmarkt von Do. 20.11. bis Sa. 22.11. jeweils von 15 bis 19 Uhr erworben werden.

schade, schade!

die gute nachricht jedoch:

immer mehr klassische cafés wollen auch den zuckerbedarf der pflanzenfresserchens decken und bieten die ein oder andere vegan-option an. so auch das kleine aber feine zuckero in meidling, gleich beim hinterausgang der philadelphiabrücke.

dort gibt’s veganen apfelkuchen, und der ist nicht von schlechten eltern – aber nicht wie bei uns in streuselform, sondern „gedeckt“ und liebevollst dekoriert:

apfelkuchen_zuckero_webaußerdem muss man dazusagen, dass sie eigentlich schon geschlossen hatten – aber das vitamin B. und ich haben anscheinend so arm aus der wäsche geschaut (finster! regen! montag!), und die chefin hatte noch eine runde test-kekse zu fabrizieren, deshalb hatten wir eine kleine exklusive kaffee & kuchen sessions. very nice!

so long,
hanna

ein panda beim heurigen

liebe kati!

ich glaube, einer meiner ururur-vorfahren war ein koala. oder ein panda. nicht nur, weil das auch pflanzenfresser sind, sondern eher weil der koala bis zu 20 stunden pro tag schläft (das würde einiges an meiner work-life-sleep-balance erklären). wobei, noch näher dran ist eben der panda, wie ich neulich bei einem ausflug mit kollegInnen im rahmen einer führung zum thema „fleischfresser, pflanzenfresser, allesfresser“ im tiergarten schönbrunn feststellen konnte: der verbringt 55% seiner lebenszeit mit fressen, 41% mit ruhen und 4% mit sonstigem (bloggen natürlich)…

panda_alltag

bei der erfüllung dieses täglichen fress-pensums half der anschließende abstecher zu einer illustren lokalität in far away liesing: dem heurigen steinklammer. wiener heurigen sind ja für uns niederösterreicherinnen immer ein bisschen eine sonderbare sache – self-service am buffet, warme speisen, g’schmalzene preise & co. aber der hier war eine außerordentlich erquickliche ausnahme, denn siehe da: voll-ur-total vegan-kompatibel!!

mit: hokkaido aus dem ofen mit orange & balsamico, gegrillten zucchini und melanzani, reichem salat-buffet und in der hauptspeisen-abteilung sogar mit couscous gefüllte spitzpaprika in tomatensauce. no sh*it! auch wirklich lecker und alles, für veggies gab’s dazu noch gebackenen sellerie und spinatstrudel. plus supernettes service und g’miadliche atmosphäre im ausgebauten dach-stüberl inklusive.

steinklammer_vegan

also: empfehlung! ich weiß aber nicht, ob die tollen gemüse-sachen nur auf vorreservierung parat sind, also im zweifelsfall am besten vorab anrufen bzw. bei der resevierung entsprechende wünsche bekannt geben…

den rest des sonntags werde ich dann wieder eher koala-mäßig verbringen ;-)

dir auch gutes chillen & bis bald,
hanna

voyage viennese & oriental – plus berlinesque

liebe kati,

das waren dichte wochen anfang oktober mit viel herumgerase zwischen neuem zuhause, alter wohnung, büro, agentur, temporärer ausstellung, abschiedsfeiern für frischgebackene travel-bloggerinnen, film festivals, anderweitiger freizeitgestaltung & co.

dementsprechend hat die sonstige DIY-verköstigungsmethode mit zuhause kochen und untwegs aufwärmen nur streckenweise funktioniert, die folge: viel außer-haus essen.

aber wo?

einerseits schau ich ja eigentlich tatsächlich hauptsächlich bei uns im lokalkolorit nach, wo was günstig liegt oder wo ich länger nicht war. aber so klassische curry-buden, die eine kombination aus feiner küche mit ausreichend energiezufuhr in entspannter atmosphäre mit gutem preis-/leistungs-verhältnis zum besten geben, sind noch nicht reich gesät. also müssen frische tests her!

hier also die neuesten vier favourites:

currytests

lunchtime! im uhrzeigersinn: kürbis-curry im stewart, süßkartoffel-curry im neu deli, british curry mit tobacco onions im elefant&castle, green thai curry im salon wichtig

  • stewart in 1020 wien: der arbeit nahegelegen, daher spot n°1. und die wochen-curries sind wirklich immer sehr nice, meistens mit süßkartoffel-karotte oder kürbis-karotte oder erdäpfel-karotte. nicht ganz abwechslungsreich, aber immer gut – normale portion um EUR 6,–, mini um EUR 5,– (von der man auch wirklich gut satt wird). manchmal gibt’s dann auch ein mungobohnen-dal, und das ist echt der burner. also: regelmäßig menü im web checken!
  • neu deli in 1010 wien: eigentlich wollte ich ja in die hidden kitchen, aber da gab’s nach 15 uhr nur mehr suppe. auch das köstlich gegenüber war vegan-technisch bereits leergefressen. daher ins neu deli auf der wipplinger straße – und sie da: ein sehr fruchtiges indisches curry mit süßkartoffeln und viel mango-chutney, dazu reis und salat (daneben statt drauf) in kombi um EUR 6,80. solide!
  • elefant & castle (ja, mit f!) in 1070 wien: auf grund der agenturnähe gleich eingefallen, und zwar auf eine „voyage orientale“ – ein ingwer-minzecurry mit süßkartoffeln, kichererbsen, erdäpfeln & karotten. in der veganen variante eben ohne feta-chilli-topping. die kleine portion kommt wohlfeil um EUR 4,90 daher, die minz-komponente sorgt für überraschende frische im klassischen curry-pasten-dasein. dazu fluffigen basmati. dann war da noch ein britisches curry (?!?) mit ordentlich viel „tobacco onions“. auch leiwand! suppen sind übrigens so gut wie immer vegan, ein pflanzliches sandwich gibt’s für weißbrot-liebhaberInnen auch.
  • salon wichtig in 1040 wien: altbewährtes green thaicurry, allerdings in bis dato unbekannter anordnung – ganz unten reis, von saftigem curry durchsogen, obenauf das curry-gemüse, darüber dann grüner salat und erdnüsse sowie röstzwiebeln. sieht auf den ersten blick etwas seltsam aus (was macht da der ganze salat auf meinem curry?) – doch: frische roh-knackigkeit in kombination mit heiß & scharf, lecker!

das „aber wo?“ haben sich übrigens auch ein paar leute von etwas namens housetrip gedacht, und einen neuen veggie & vegan gourmet-führer für berlin / paris / london ins netz gehievt – mit expliziten vegan-tipps, einem interview mit attila hildmann & co. das nette daran: persönliche empfehlungen aus der blogosphäre, oho ;-) auch die lesterschweine haben ihren senf abgegeben…

Kati und Hanna
Auf ihrem Blog veröffentlichen Kati und Hanna ihre E-Mails, in denen sie miteinander den veganen Lifestyle, Rezepte und andere Sachen diskutieren.

… nachdem unser lokalkolorit ja längst nicht mehr nur wien-spezifisch, sondern auch über den tellerrand hinaus andere von uns angesteuerte destinationen von cesky krumlov bis eben berlin beinhaltet. und ein paar davon sind jetzt eben online – von café morgenrot (siehe blogbericht!) bis zu vielen weiteren spots, die beim nächsten berlin-trip zu frl. E. getestet werden sollten ;-)

housetrip_reisefuehrer_morgenrot

die lesterschweine empfehlen die sonntags-brunch-völlerei im café morgenrot!

housetrip_reisefuehrer_liste

… und haben noch viele weitere tests vor sich ;-)

also: vielleicht gibt’s ja davon auch mal eine fancy wien-variation – als ergänzung zum eh schon sehr umfangreichen und praktischen (weil übersichtliche listenform plus filtermöglichkeit) animal.fair guide?

so long,
das lauflesterschwein

mehr muße statt müssen

liebe kati,

das war also das finale des diesjährigen food blog award… wir durften ja heuer nicht einreichen, sondern waren mal zur abwechslung jurorinnen. daher durften wir uns dann gemeinsam mit der restlichen jury, den diesjährigen gewinnerchens und dem #afba14-team letztes wochenende in der illustren stadtflucht bergmühle versammeln zu siegerehrung und festgemampfe.

weil mir aber der ganze herrliche rosé frizz die memorierten uhrzeiten etwas durcheinandergewirbelt hat, gibt’s hier einfach einen schlichten foto-nachbericht. und: keine collagen sind das, bitteschön – sondern alle fotos mittels draufklicken als diashow in voller größe zu bestaunen. wordpress ist halt das neue flickr, oder so.

11:08 uhr – abfahrt am wiener praterstern gen wolkersdorf und start der lustigen landpartie mit einer traktorfahrt zur bergmühle. nasskalt und feuchtfröhlich, quasi. dann gleich mal knackige siegerehrung (ich sag nur: kitchen stories! 100 sympathiepunkte an die kreateurin der pink panther pasta und gratulation an jurorin T. für die formidable wahl!) und genetzwerke, wo man sich an netten goodies wie der DIY-seife von soap.kitchen.style und dem pfiffigen kochbuch (ohne mengenangaben!) von lea marie inspirationen holen kann. ja, foto-/video-/dokumentiert wurde natürlich auch viel. we are the media! und so.

12:26 uhr – ein teller supergute erdäpfel-chips macht sich gut als zweites frühstück, natürlich alles bio und raritäten und so, ehschowissen. das kilo zu knapp vier euro vor ort erhältlich, man gönnt sich ja sonst nix. „blue salad“ machen sich jedenfalls geschmacklich und optisch gut an „rotaugerl“ & co.

13:17 uhr – hurra, der startschuss für die völlerei fällt mit einer tomatensuppe, ab dann gilt immer das glockenbimmel aus der küche als signal für den abholbereiten nächsten gang. ein eingebauter verdauungsspaziergang, quasi.

15:27 uhr – uff, eine größere verdauungsrunde muss her, die kurzen wege zwischen festtafel und küche zur essensnachholung reichen doch nicht mehr aus. zum glück ist die bergmühle ein kleines prachtstück im wien nahegelegenen weinviertel (ca. 20 min. s-bahnfahrt und eine kurze shuttlel-strecke), da macht das flanieren auch bei nieselregen spaß. landlord M. hat sich hier mit und für members ein kleines eck für „kochen und muße im grünen“ (sic!) geschaffen, wie der vereins-subtext ausweist – und besser könnte man die bergmühle wohl gar nicht in 5 wörtern zusammenfassen.

16:42 uhr – der landlord schupft uns punktgenau zur nachmittäglichen s-bahn zurück zum bahnhof, so endet ein entspannt-angenehmer nachmittag. und: pläne für lesterschweinische publikationen, potentielle 2015er food blog award einreichungen und den nächstbesten party-anlass zur bespielung der bergmühle werden bereits geschmiedet ;-)

schönen sonntag noch & bis demnächst,
hanna

bohnen und schnitzel… äh, salat.

liebe kati,

der altweibersommer ist heuer mit hochgeschwindigkeit um die ecke gebogen, die etwas schmale gänsehäufel-saison wurde übergangslos von fliegenden spinnweben abgeklatscht. höchste zeit also, die goldigen september-nachmittage noch für den ein oder anderen ausritt gen ökoparzelle zu nutzen. dort warten nicht nur jede menge kürbisse, kohlrabi, kräuter & ko auf den erntedank, sondern auch käferbohnen und konsorten (k-k-kawumm!)

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kräuter, kohlrabis, kürbisse und… jause! (tofuspeis mit böhze spicy thai tofu #burn)

erstmals heuer: käferbohnen, selbst gezogen und in die freie wildbahn entlassen von gärtnerfreund R.!

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da fühlen sie sich wohl, die bohnen…

aber achtung: zu früh geerntet weisen die böhnchen nicht die wohlbekannte violette sprenkelung auf (raubtiermuster, yeah!), sondern kommen in ganz prinzessinnen-haft pink daher… und schrumpeln beim trocknen unschön ein.

besser: warten bis die schoten noch an der stange braun werden, und pralle violett-schwarz-gesprenkelte käferbohnen aussekiefeln, wie der kärntner sagt!

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frühbohne vs. spätbohne

verkochungsexperimente gibt’s dann in bälde!

and now for something completely different:

sellerü!

auf der parzelle waren nämlich noch ein paar prächtige knollen zu finden, die wir gleich samt und sonders inklusive grünem gestänge mitgenommen haben. und auch wenn die geschwisterliche meinung in sachen sellerie-verwertung zu 50% richtung schnitzel!!! tendiert, kann ich neue inspirationen seitens A.&O. bzw. eigentlich J.&O. geltend machen: nämlich ein knackig-g’schmackiger salat á la jamie’s kitchen – das buch ist jedoch herzlich unvegetarisch, daher hier in veganisierter form:

selleriesalat

raspel, schnippel, rühr… fertisch!

selleriesalat mit kapern & gurkerl

1 sellerieknolle
2 EL kapernbeeren (nicht blüten)
einige essiggurkerl
1-2 EL senf (am besten kremser, natürlich)
weißer balsamico-essig
olivenöl
1 EL mangochutney (geheimtipp!)
etwas petersilie
salz, pfeffer

sellerie waschen, schälen, vierteln, weiche bzw. schwammige innenteile entfernen. stücke in feine scheiben hobeln oder schneiden (J.&O. sagt, man soll den sellerie mit einem sparschäler rundherum schälen, um lange dünne bänder zu bekommen. ist aber wurscht, tät ich sagen).
petersilie waschen und fein hacken. alles in einer schüssel mit übrigen zutaten vermischen, fertig!
(laut jamie gehören einerseits noch sardellen rein und man kann das ganze auch mit räucherlachs „pimpen“, aber schwöre – auch ohne fisch-zeux oberlecker! q.e.d.)

mindestens ebenso ur super ist natürlich nachbarschaftliche fahrrad-diebstahl-prävention (geht ihnen am besten eine rolle gaffer für’s nächste mal! ;-) – und wenn du die karamellen von muma testest, will ich unbedingt dabei sein! vielleicht ein schwesterliches lesterkochen sometime?

und: der imperialistische konjunktiv hat mich gleich in eine zeitmaschine katapultiert – denn die räume, über die sich da der mensch schreiberisch im rahmen einer thurnherschen vorlesung auslässt, sind ja schließlich genau die, in denen ich bis vor 3 monaten mein studentisches dasein gefristet habe. da fühlt man sich mitunter in die pädagogische unterwelt entführt, von blutleeren frontalvorträgen über prähistorische erklärungsversuche für entwicklungen im und um teh internet (aber.. shitstorm!!1!!1!) bis zu streckenweise mindestens so lustlosen referats-dauerschleifen. aber hey, war ja nur ein kommunikationsstrudium… however, trotz aufblitzenden lichtblicken könnte es vielleicht nicht schaden, manche der vortragenden mal zum vergangene woche in wien premiere feiernden experimental fun festival for innovative education zu schicken…? ;-)

ach ja, und wenn wir schon bei beloved blogs sind: clo & betty von zwei träume, zwei räder, eine welt sind schon in china, bitteschön!! die beiden sind ja vor 1/2 jahr in wien gestartet und radeln seitdem um den globus. große, herzliche leseempfehlung!

in diesem sinne: ein hoch auf die selbst- & querreferentielle blogosphäre,
und während ich mich mal wieder richtung karlsplatz werfe, dir einen entspannten wochenausklang!

bussi,
hanna

ente paniert und mango püriert

liebe kati,

heut war ich mit V. im vegetasia vegane ente futtern, was für ein fest für fake-fleisch-fetischistInnen wie unsereiner. und dann gab’s sogar noch flambiertes eis, oho!!

vegetasia

dabei haben wir ganz nebenbei diverse blattgemüse-verkochungs-varianten diskutiert (indisch! persisch! mit molekularküchenreifen pomodori secchi! oder überhaupt!), weil V. ist nämlich jetzt auch CSA-ernteanteilsinhaber, pardauz!

neben mangold, chicoree und zuckerhüten tingeln uns da derzeit auch kürbis, karotte, rote rübe (totally herbstgemüse… wächst des sommers auch nicht auf der ökoparzelle, neinnein!) & konsorten munter in die töpfe. mir war dann ob dem ganzen wurzelkram etwas unkreativ zu mute, aber das gute an wohnungszusammenlegungen sind ja unter anderem die völlig neue bestückung des kochbuchregals. im test also diesmal: „pappardelle mit roter bete“, unserem fall schlichtweg „herbstpasta“. der besondere wow-effekt dabei ist das intensive aroma von herbes de provence, das gleich eine intensive „coq au vin“-assoziation aufkommen lässt… ich sehe den römertopf von muttern quasi vor mir!

herbstpastaherbstpasta

4 karotten
3 kleine rote rüben oder 1/2 sehr große rübe
1-2 handvoll zwiebeln (schalotten oder rote zwiebeln, zB)
thymian (frisch oder getrocknet)
zucker
weißwein
gemüsebrühe (ca. 100ml, sagt das rezept)
nudeln
olivenöl
salz
frisch gemahlener pfeffer

karotten und rote rüben schälen und schräg in schmale streifen, spalten oder stifte säbeln. einen topf mit salzwasser zum kochen bringen, karotten darin ca. 2 min. blanchieren. karotten rausschöpfen, im wasser rote rüben ca. 12-15 min. kochen, dann abgießen.

zwiebeln schälen und in spalten schneiden, in etwas olivenöl in der pfanne anbraten. karotten und rüben dazu, mitrösten. thymian dazu, dann mit zucker leicht karamellisieren und mit wein ablöschen. suppenbrühe dazu und etwas schmoren.

inzwischen nudeln kochen, dann unter das gemüse mischen und mit salz & pfeffer abschmecken.

geheimtipp: 1-2 EL soja-joghurt oder pflanzliches creme fraiche direkt am teller drunter rühren, oh la la!

 

ebenfalls sehr herbstlich sind die diversen suppengelüste vom A.&O., einen besonders leiwanden möchte ich dir & der wohlgewogenen leserInnenschaft nicht vorenthalten: feurig, fruchtig, sättigend, oberlecker!

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polentasuppe mit mango

1 zwiebel
1 mango
3-4 EL polenta
zitronengras (frische stängel oder pulver)
currypulver
etwas weißwein
1/2 liter (oder etwas mehr) gemüsebrühe
olivenöl
salz

zwiebel schälen und würfeln. in etwas olivenöl andünsten, mit currypulver bestäuben und wein ablöschen. brühe dazugießen und aufkochen lassen.

mango schälen, fruchtfleisch vom stein schneiden. mangostücke und zitronengras in die suppe geben. polenta unter rühren einstreuen, etwas kochen lassen, bis sie zu quellen beginnt. suppe vom herd nehmen und ein paar minuten zugedeckt ruhen lassen. nochmals aufkochen, etwaige zitronengras-stangel entfernen (falls pulver: wurscht), suppe pürieren.

 

so long,
die lesterschwester

 

ahoi in linz

ahoi schwesterherz!

was haben wien, graz, krems, berlin, cesky krumlov und prag gemeinsam? aus all diesen städten haben wir bereits vegan-kompatible gastro-tipps in unserem lokalkolorit versammelt. und was fehlt? eindeutig: linz!

nachdem auch das A.&O. auf seiner reisekarte die oberösterreichische hauptstadt in seinem bisherigen jungen leben ausgelassen hat, haben wir das vergangene wochenende gleich für einen entspannten urlaubs-ausklang und ein gebührendes finale der diesjährigen festival-saison genutzt samt WG-surfing bei S.: und zwar in form eines ausflugs zur ars eletronica inklusive erster erkundungen der vegetarisch-veganen gastronomie zwischen hauptbahnhof und ars electronica center.

jetzt schon ein highlight: ein schwimmender wohlfühlort am urfahrschen donauufer, das salonschiff fräulein florentine (zu finden auf facebook oder auch bei den frühstückerinnen).

salonschiff_linz

famoses frühstück bei fräulein florentine!

nichts für schwer verkaterte landratten, denn wenn ein größeres motorboot vorbeicruist, kann das deck schon mal zu schwanken beginnen. zum glück waren wir nach der OK night (mit unter anderem einem leiwanden live-set des von unserem bruderherz geschätzten wandl) nur leicht verkatert – also haben wir uns gleich mal durch die frühstückskarte gemampft.

laut menü gibt’s auf wunsch vegane modifikationen der arrangements, die vom frühmorgendlichen zungenbrecher „skorbut-prophylaxe“ mit bio-müsli und frischen früchten – in deluxe-version mit vollkornbrot und aufstrich – bis zur „tagelage“ reichen: einer orientalisch angehauchten, liebevoll angerichteten platte mit hummus, baba ghanoush, curry-gemüseaufstrich, schwarzen oliven, knackigem rohgemüse und obst, dazu mohnflesserl & semmerl. der café latte mit sojamilch ist bei den EUR 8,50 für diese kombi inkludiert, und kommt in ästhetischer vollendung mit prima schaumhauberl an deck.

leider nicht ganz so prickelnd waren die kulinarischen erkundungen im gelben krokodil – die umfangreiche vegetarische karte lockt zwar mit allerlei leckereien, darunter immerhin 2 vegan gekennzeichnete hauptgerichte: thai curry und bohnen-eintopf. letzterer kam allerdings leider recht lieblos in langweiliger tomatensauce daher. schade!

gelbes_kokrodil_hoehenrausch

im untergeschoß lauert das gelbe krokodil, dazwischen lungert das OK „offene kulturhaus“ und obenauf der höhenrausch!

zum trost ging’s dann mit linz-lady C. 5 stockwerke hinauf durch das im selben gebäude befindliche OK – offenes kulturhaus, auf dessen dach der alljährliche höhenrausch mit weitblick und erfrischungen lockt! wen treffen wir dort: grätzelnachbarin G. ;-) denn der parcour über den dächern von linz ist immer wieder einen ausflug wert – unter anderem dank schwingenden schaukeln durch elektronische wasservorhänge, hölzernem ohne-sorgen-turm in luftigen höhen und kühlen drinks im hopfenzelt.

also, vielleicht ab nächstem jahr mal zur abwechlslung ein legeps in linz statt graz? :-)

alles feine,
hanna