authentisch ist das neue seriös

liebe lesterschwester,

wie du schon bemerkt hast bin ich in den letzten drei wochen unter die faulen säue, sprich (lester)schweine gegangen und hab gar nix gepostet.

ich hatte aber richtig gute gründe dafür. mehrere mehrtägige aufenthalte in w-lan freien sphären (jajaja, digitales fasten!) zum beispiel. und außerdem: fortgeschrittener mindfuck, mündend in einer nicht besonders tollen psychischen verfassung, auf grund der in riesenschritten herannahenden selbstständigkeit.
natürlich versichert meinereiner rundherum freudestrahlend wie TOTAL ich mich darauf freue ganz mein eigenes ding durchzuziehen und volle innovativ, volle ökig und überhaupt super zu kochen, mit dem mampf durch die gegend zu radeln und so weiter. stimmt ja auch. zum teil.

der andere teil ist sorge bis hin zu panik: wird sich das alles ausgehen? hab ich dann genug arbeit? oder zuviel arbeit? kommt genug kohle rein? wird mich das finanzamt fressen? oder die sva? oder beide?

nachdem auch ein blick aufs bankkonto im moment in keiner weise dazu angetan ist die stimmung zu heben, hab ich mich entschlossen da zu sparen, wo ich eigentlich gar nicht sparen wollte. nämlich bei den fotos.

als moderne lieferküche von heute (man beachte bitte die ausgeprägte identifikation:
ich = lieferküche) will man sich ja auch bildsprachenmäßig ins rechte licht rücken. dementsprechend bin ich auch wirklich happy mit den schönen foodfotos die truc phan für mich gemacht hat. bei den portraits hab  ich mir gedacht, was solls, das kriegen wir schon selber hin. H.P. und ich hatten eine weile ziemlich spaß auf unserem hausdach. aber ich glaub wir müssen noch ein bisschen an der…hm…seriosität arbeiten.

collage_portraits

ob all dieser überlegungen drängt sich dann natürlich die frage auf, warum man sich das alles eigentlich antut, und nicht einfach im gelernten beruf bleibt. aber erstens: neue dinge (kennen)lernen, immer super. und zweitens, wie du mir erklärt hast, AFOG. du hast mir ja kürzlich von einem buch erzählt, in dem der diverse wahnsinn, der einem so in form von menschen, herausforderungen und selbstgewählten drama begegent als „another fucking opportunity for growth“ gedeutet wird. dem kann ich durchaus was abgewinnen. immer schön in diesem zusammenhang auch – die kinderleins.

des jungkinds vater hat gestern beim österlichen picknick mit gruseln festgestellt, dass das jungkind, wenn ihm eine laus über die leber gelaufen ist, mit derartiger konsequenz dicke luft und schwarze stimmung um sich verbreiten kann, das einem angst und bange wird. „die ist ja“, so vater S., „die ist ja wie ich.“ ja, ja, eine der super seiten an der elternschaft: man braucht sich selbst nicht den spiegel vorzuhalten, das erledigen die lieben kleinen.
der große hat übrigens fast die ganzen osterferien im faule-sau-modus, serien-glotzend vor dem bildschirm zugebracht. also das würd mir ja im traum nicht….

so, und damit ich hier nicht völlig den fokus verlier, wie gesagt, gestern osterpicknick, du warst ja dabei, und da gab’s haufenweise leckeres vegan-festtags-mampf. taboule, zum beispiel, außerdem grillgemüse, rote rüben carpaccio und fladenbrot. baba ghanoush gab’s nicht, das hab ich nämlich im backrohr vergessen und heute aufgemampf. was es noch nicht gab, war zigarren börek. das war nämlich so lecker, dass H.P. und ich es auf der stelle aufgefressen haben. nicht mal ein foto gibt es, dafür aber das rezept.

sigarabörek

teigblätter (vom türkischen supermarkt, oder strudelblätter, dreieckig zugeschnitten)
1-2 zwiebeln
200g bärlauch, spinat oder sonstiges blattgemüse
2 el mandelmus (am besten grobes, selbst gemacht)
1 el tahina
1 el zitronensaft
salz, pfeffer
bratöl

die zwiebeln fein hacken, glasig andünsten, das geschnittene blattgemüse zugeben, zusammenfallen lassen. das mandelmus mit etwas wasser und der tahina glattrühren und in die pfanne geben. mit zitronensaft, salz und pfeffer  abschmecken, auskühlen lassen.

auf ein teigblatt am unteren ende etwas ausgekühlte masse geben, die seiten einschlegen, und zum spitzen eck hin aufrollen, sodass zigarrenförmige rollen entstehen. das ende mit wasser festkleben. dann in bratöl von allen seiten goldbraun frittieren und auf küchenkrepp abtropfen lassen. göttlich!

in diesem sinne, alles liebe,

dein faulesterschwein

 

 

red’s ned so deppert

liebe hanna,

nachdem ich wie berichtet kameramäßig gerade am trockenen sitze, nutze ich die gelegenheit, um mal meinem meta-ebenen-unmut luft zu lassen und einen blogpost im stil der beginnzeit (du erinnerst dich – 90er-jahre-antifaflugblatt) zu schreiben.

wir lesterschweine sind ja nun wirklich bekannt dafür einen undogmatischen zugang in sachen vegan zu pflegen. manchmal uns selbst gegenüber (ja, ja, silvester) und immer anderen gegenüber. jede und jeder soll selber entscheiden, was sie oder er isst. ohne jegliches gestänkere lassen wir uns an tischen (und picknickdecken) nieder auf denen fleisch und wurst serviert wird und wir halten auch niemandem vorträge über geschredderte küken, während er oder sie gerade das frühstücksei verdrückt. nein, wir nicht.

umsomehr stört es mich, wenn man mich nicht in ruhe läßt, sondern mein nervenkostüm mit komischen ansagen strapaziert. ich würd mich wirklich freuen, wenn man mir folgende sätze in zukunft ersparte.

soja essen ist aber schon ein bissel unverantwortlich. da wird doch voll viel regenwald dafür abgeholzt.

das genmanipulierte regenwaldsoja, liebe leute, landet mitnichten in meinem magen. damit werden in erster linie tiere gefüttert, die dann auf den tellern von omnivoren landen. die sojabohnen von meiner sojamilch und meiner sojasahne stammen aus österreich, ich kauf das nämlich von der firma joya. die sojabohnen von den vantastic-foods medallions sind zwar nicht ganz so regional, aber auch zu 100% aus der EU. nix also, mit regenwald.
quelle: http://niemblog.de/der-soja-irrtum/

fleischersatz, das ist doch pervers.

wie ich meine pflanzen zubereite und würze ist bitteschön meine sache. wer glaubt, das gulasch sei so lecker wegen des rindfleischs, der irrt. die vielen zwiebeln, der majoran, der lorbeer, der paprika – die machen den geschmack. aber nachdem in unseren breitengraden noch immer das fleischessen als das normale gilt, werden dann pflanzenprodukte angeboten die „wie rind“ oder „wie ente“ schmecken. ich wünsch mir, irgendwann in einer welt zu leben, wo es nur ein paar wenige lokale gibt, die fleischgeriche anbieten. und dann wird man sagen: das essen da mit der toten kuh drin, das schmeckt wie erdäpfelgulasch. aber ein bissel pervers ist es schon.

weißt eh, du musst schon aufpassen wegen mangelerscheinungen.

ich hatte zeiten in meinem leben, da hab ich mich praktisch von energydrinks und milchschnitten ernährt. und ich hatte andere zeiten, da war es schinken-käse-tost. und ganz am anfang, als ich nach wien gekommen bin, war es leberwurstbrot und schokokekse. ich hab tatsächlich wochenlang nichts anderes gegessen. nie ist irgendwer auf die idee gekommen, mich vor mangelerscheinungen zu warnen, nicht mal in meinen schwangerschaften. aber kaum ess ich kiloweise gemüse und hülsenfrüchte und koch jeden tag was frisches regnet es besorgte kommentare, ob das wohl gesund sei. drum nochmal, langsam und zum mitlesen – ich war nie gesünder, es ging mir nie besser.

so, das musste mal gesagt werden. und ein bissel rumschimpfen ist gut für die psychohygiene. da fühl ich mich gleich entspannter.

und um das ganze abzurunden hier noch das ulimativ geile gulaschrezept. dazu hab ich sogar ein foto von der famosen fotographin T.

gulasch mit semmelknödeln

gulasch_21_klein_blog

(c) truc phan

 

1 kg zwiebeln, geschnippelt
öl zum anbraten
1/2-1l gemüsebrühe
2 el tomatenmark
1 el paprikapulver
1/8 rotwein
2 el sojasauce
1 el majoran
2 lorbeerblätter
3 wacholderbeeren
2 el gurkerlsud
salz, pfeffer

100g sojamedallions
1/2 l gemüsebrühe
1 el paprikapulver
1 el sojasauce
ev. etwas grillgewürz
öl zum anbraten

250g knödelbrot
1 zwiebel
1/2 bund petersilie, gehackt
ca. 200 ml sojamilch
reichlich muskatnuss
salz, pfeffer

für das gulasch wedren die zwiebeln in öl kräftig angebraten, dann kommt das tomatenmark dazu und wird einige minuten mitgeröstet. den paprikazugeben, gut durchrühren, mit sojasauce und rotwein löschen, mir der brühe aufgießen, dass alles gut bedeckt ist. alle anderen gewürze zugeben und mindestens eine stunde bei geschlössenem deckel köcheln lassen. je länger, je besser, dann braucht aber auch etwas mehr flüssigkeit. zum schluss mit gurkerlsud, salz und pfeffer abschmecken.

die sojamedallions mit der kochenden brühe und den gewürzen mindestens 15 minuten einweichen, danach gut auspressen und im öl hellbraun anbrutzeln. zum gulasch dazugeben und mindestens 15 minuten mitköcheln lassen. natürlich kann man stattdessen auch von anfang an geschälte geschnippelte kartoffeln mitkochen. wenn man will, kann man am ende zwei esslöffel joya-cremesse einrühren, dann hat wird es ein rahmgulasch.

für die knödel alles zutaten vermischen und den teig 10 minuten rasten lassen. er sollte feucht, aber nicht nass sein. mit feuchten händen kleine knödel formen und in wallendem salzwasser je nach größe 10-15 minuten ziehen lassen. wenn die knödel „tanzen“ sind sie fertig. wenn man die knödel mit ordentlich händedruck verarbeitet braucht es keine bindemittel wie sojamehl.

 

ich geh jetzt bärlauch pflücken. der schmeckt in den knödeln wahrscheinlich auch nicht schlecht. freu mich wenn ich dich am abend seh!

alles liebe,

dein lesterschwein

liebster schwester!

fräulein M. von vegold.wordpress.com hat uns für den liebster-award nominiert. da freuen wir uns sehr und machen auch gleich mit:

liebsteraward ich hab ja bis dato noch nix davon gehört gehabt, aber die sache ist recht schnell erklärt – Fräulein M. schreibt:

Ziel dieses Awards ist, neue Blogs kennen zu lernen und sich besser zu vernetzen. Es gibt dazu auch folgende kleine “Spielregeln”:

  1. Verlinke die Person, die Dich/Euch verlinkt hat
  2. Beantworte die unten stehenden 11 Fragen
  3. Finde weitere 11 Blogger, die jeweils unter 200 Follower haben und nominiere sie
  4. Denke dir 11 neue Fragen für diese Blogger aus

als ich das gelesen hab ist mir gleich ganz romantisch geworden, denn das ganze erinnert mich fatal an die pyramidenspiele meiner kindheit. die gingen so nach dem motto: hier hast du fünf namen mit adressen,
punkt 1: schick der obersten person eine tafel schokolade
punkt 2: schick 5 personen die anderen adressen und schreib deine unten dran. dann kriegt du irgendwann gaaanz viel schokolade.
also bei mir ist ja nie schokolade angekommen, aber das lag wahrscheinlich daran, dass ein nicht unwesentlicher teil der teilnehmerInnen punkt 1 übersprungen hat und gleich mit punkt 2 gestartet hat. gab es das zu deiner zeit auch noch?

wie auch immer, der liebster-award ist da natürlich anders und wir werden auch fast alle regeln befolgen. nur blogs mit weniger als 200 follower werden es nicht werden. ein paar von denen sind echt super, es hat einen grund warum die so viele follower haben. ich muss da aber zu meiner entschuldigung sagen: wie ich blogs gesucht habe war ich ausschließlich im food-bereich unterwegs, weil ich der irrigen annahme war es handelt sich hier wieder um eine food-blogger geschichte.

mitnichten! nur vier clicks von vegold entfernt findet man sich schon mitten im totalen mütter-blog-wahnsinn wieder. aber damit hat der award seinen zweck auch schon erfüllt, denn ich habe definitiv blogs kennengelernt, auf die ich sonst nie gekommen wäre. und wieder einmal bin ich von tiefer dankbarkeit erfüllt, dass sich mir die fragen „wann abstillen?“ oder „was zufüttern?“ nicht mehr stellen. außerdem ist es schön zu sehen, dass eltern (aber ganz ehrlich, ich hab nur mütter gefunden) in der internierungssituation säuglingskind heutzutage zumindest mit dem computer den kontakt zur außenwelt aufrechterhalten können. das ist der psychischen gesundheit in zeiten von permanentem schlafentzug und fortwährendem angebrüllt werden sicher zuträglich.

hui, was für ein backflash. nein, mum-blog-leserin werd ich nicht.

drum bleiben wir, liebe schwester, bitte schön in unserem schubladel, nominieren ausschließlich foodblogs und stellen lauter fress-fragen. erst aber kommen unsere antworten auf die fragen von Fräulein M.

***

Was hat Dich heute glücklich gemacht?

hanna: eine freundin hat mir heute einen scan der aktuellen ausgabe des magazins biorama mit einem artikel über die CSA mogg geschickt – sie hat auf einem foto meine nichte erkannt! das bild von ihr mit einem solidarischen sellerie in der hand hatte ich bei der 1. ernteanteils-verteilung unserer CSA vor unserer food-koop gemacht. ich habe mich total über den beitrag gefreut, und dass mein foto im magazin abgedruckt wurde :-)

kati: ich bin in der früh aufgewacht und der kaffee war schon fertig. jipi!

biorama_2014-03_scan_web

hanna freut sich über foto-fame mit einer abbildung von katis jungkind in der märz-ausgabe des biorama-magazins (scan by polly tu)

Welches Kochbuch empfiehlst Du?

hanna: mein allererstes kochbuch war „vegetarisch kochen“ vom wunderbaren packpapier-verlag, handgeschrieben mit vielen zeichnungen. super sind auch auch die ox-kochbücher mit dem motto „kochen ohne knochen“, wo es zu jedem der unkomplizierten rezept die passende hörempfehlung gibt.

kati: genussvoll vegetarisch“ von ottolenghi hat leckere rezept und ist auch wirklich schön. „la veganista“ von nicole just ist allein schon wegen dem gulasch-rezept eine empfehlung.

Welches andere Buch muss ich unbedingt lesen?

hanna: tegetthoff’s „kräutermärchen„. dieses buch meiner kindheit habe ich dank meiner nichte wiederentdeckt – wir lesen uns immer gegenseitig die geschichten vor wenn sie bei mir in der hängematte übernachtet. zu jedem märchen gibt es detaillierte infos zu herkunft und verwendung jedes krautes – eine tolle inspiration, die unter anderem dazu führt, dass man beim kochen plötzlich schmunzelnd an die ein oder andere geschichte denkt…

kati: jetzt bin ich wirklich lang vor meinem bücherregal gestanden. ich muss ja gestehen, ich konsumiere bücher wie junkfood und bei der belletristik mache ich kaum lifechanging erfahrungen, denn ich schätze vor allem bücher bei denen ich mich zerkugeln kann. dabei ist slupetzky einer meiner liebesten autoren. wirklich etwas verändert für mich hat vor über zehn jahren das buch „der weg des künstlers“ von julia cameron.

Süß oder salzig?

hanna: je nach laune, aber am besten abwechselnd.

kati: im zweifelsfall salzig.

Lieblingsrestaurant?

hanna: ui das ist schwierig… es gibt in wien so viele supere restaurants! auf grund der nachbarschaft gehört auf jedenfall das harvest zu meinen favourites, wo ich immer schon von weitem mit einem „haaaalllo, lesterschwein!“ begrüßt werde ;-)

kati: das hathi am freiheitsplatz in graz. der beste inder den ich kenne.

Wohin geht Deine nächste Reise?

hanna: in den festivalsommer!

kati: campieren in tschechien.

Wieso bloggst Du?

hanna: weil mir das schreiben, fotografieren & co sowie das schwesterliche ping-pong großen spaß macht.

kati: in erster linie wegen dem spaß und der freude am kreativen ausdruck und dem tun gemeinsam mit hanna. für mich, als social media-verweigererin und online-skeptikerin aber auch ein spannender selbstversuch an der schnittstelle zwischen dem öffentlichen und dem privaten.

Welches ist dein liebstes Möbelstück?

hanna: mein palettenbett, bei dessen bau mir freunde und kati geholfen haben.

kati: auch bei mir: das bett. da bin einfach am liebsten.

Wie sieht dein perfekter Tag aus?

hanna: lang schlafen, ausgiebig brunchen, dann zu fuß oder mit dem fahrrad raus an die frische luft, lesen / vorlesen / vorgelesen bekommen, an einem blogpost basteln, „herumschildkröten“ (frei nach gerhard polt)… und abends einen sprung zu kati und ihrer familie – am besten auch mit ausgiebigem essen ;-)

kati: ein tag an dem ich koche und bekocht werde. ein tag an dem ich gar nichts muss. ein tag an dem ich ein wagnis eingegangen bin und etwas neues probiert hab. ein tag mit viel schlaf. oder mit wenig schlaf. kontraste, oida!

Welches ist Dein Lieblingsland und warum?

hanna: kanada, weil ich dort während des auslandssemesters spannende menschen und auch mich selber von einer neuen seite kennen gelernt habe. und weil aus dem damaligen reise-blog der heutige schwestern-blog entstanden ist.

kati: tschechien – wegen der hervorragenden veganen küche! nein, natürlich nicht. ich mag tschechien weil sich mir da wenige stunden von wien entfernt immer wieder eine neue welt eröffnet. ostschick, freundliche menschen, viele provisorien und ich versteh kein wort – super!

Welche Tageszeitung liest Du?

hanna: derstandard.at

kati: ich les keine tageszeitung. das brand1 magazin find ich interessant (empfehlung von hanna, eh klar :-) und das ist monate später noch immer aktuell.

***

das sind die schwesterlichen blog-nominierungen:

ziemlichschoen.wordpress.com => liebster-nominee-antworten!
ziiikocht.at
fraujupiter.blogspot.co.at
onceuponacream.at
kochtrotz.de
carokochtvegan.com
veganerkeks.wordpress.com
rotebeteblog.wordpress.com => liebster-nominee-antworten!
poetzblog.de
veggi.es
chestnutandsage.de

und hier kommen auch schon die lesterschweinischen fragen:

1. was ist gerade in deinem kühlschrank?
2. was kochst (oder isst) du heute?
3. worauf kannst du in der küche auf keinen fall verzichten?
4. was war dein lieblingsgericht als kind?
5. was ist dein lieblingsgericht heute?
6. welches lied gehört für dich zu diesem gericht?
7. woher beziehst du deine lebensmittel?
8. was war für dich im letzten jahr die größte kulinarische entdeckung?
9. was bringt dich zum lachen?
10. was findest du spannend?
11. welche frage würdest du noch gern beantworten?

wir freuen uns auf eure antworten!

liebe hanna, urgeil schauen die aus, dein bürritos, das werd ich heute abend gleich mit solidarischen „grün im schnee“ nachbauen. ich hab dafür kürzlich ein wahnsinnig geiles rahmgulasch mit semmelknödel fabriziert, mindestens so gut wie das vom harvest, da werd ich dir hier demnächst das rezept zukommen lassen. zur inspiration würd ich hier ja gern schon mal ein schönes foto reinstellen. hab ich aber keines. vielleicht kommst du nächste woche einfach zu mir zum gulasch essen? ich koch, du fotographierst. das wär doch was, oder?

alles liebe,
deine kati

p.s. der wordpress und ich, wir sind heute nicht so gute freunde. er nimmt meine absätze nicht und ich schwöre, ich werd nieniewieder etwas aus ein mail herauscopypasten.

p.p.s. liebe kati, hab das wilde html-quelltext-ungemach etwas entwirrt, jetzt klappt’s vielleicht auch mit den absätzen ;-)

schöner scheitern

liebe hanna,

wie du weißt bin ich seit unserem umstieg auf vegan auf der suche nach den perfekten erdnussbutterbrownies. einmal hab ich sogar schon vom erdnussbutterhimmel geschrieben. was das mafe betrifft, hell yeah! aber bezüglich süß und erdnuss war’s ein bisschen geschwindelt. mehr als ein paar schwindlige flugversuchen waren das nicht. online gibt’s natürlich einiges zu finden, aber die einen sind optisch gar nicht schön und die richtig schönen haben als basis schwarze bohnen. ich fürchte früher oder später muss ich das ausprobieren, aber noch bin ich nicht soweit. außerdem würde das ja heißen, dass ich am vortag die bohnen einweich und soweit im vorhinein kann ich bei so einem gericht nicht planen. wenn ich erdnussbutterbrownies will, dann will ich sie SOFORT. drum hatte ich gestern die super idee mein altes ganz und gar unveganes brownierezept nachzubauen, aber einfach die eier mit sojamilch und die butter mit alsan zu ersetzen, das geht ja sonst so gut. ich bin zu der erkenntnis gelangt, dass das bei rezepten, die aus einem teil zucker, zwei teilen fett und 8(!) eiern bestehen nicht funktioniert. ich hab es mir schon gedacht, als ich mit dem rühren der masse fertig war. aber ich war abgelenkt, weil ich beim kuchenform holen die rührschüssel umgehaut hab und die küche voller zucker und kakao war (sehr malerisch). und ich hab geistig schon am blogbeitrag gearbeitet. ich hab mich locker-flockig über küchenkathastrophen schreiben sehen und mich hinterher das ulimative brownierezept präsentieren. drum hab ich das offensichtliche ausgeblendet und die seltsame masse ins rohr geschoben. das ergebnis war so fett, da war unser fondant ein schaß dagegen. H.-P. hat tapfer gemeint dass man das schon essen kann und hinterher auch nur ein bisschen magenweh gehabt.

collage_brownies

wegwerfen wollt ich das ganze aber auch nicht, ist ja schade drum. also hab ich die komische sache aus der form gekratzt, mit reichlich bananen und schokolade versetzt, in blätterteig gewickelt und nochmal gebacken. siehe da, das ergebnis war durchaus lecker. ich bring dir heute ein stück in die maß-greisslerei mit. das ultimative brownierezept steht also noch aus. ich fürchte ich komm um die hülsenfrüchte nicht herum, das hat mit fräulein M. ja schon letzten juni vorgeschlagen. ich glaub ich taste mich über die kichererbsen an die bohnen heran.

burgertime

es gibt aber auch erfreuliches von der junkfront zu berichten. letztens hat mich die fleischeslust gepackt und ich hab im laden das wheaty-virginia-steak mitgenommen. zugegeben, konsistenzlich leicht schwammig, wie fleischersatz halt so ist, aber geschmacklich wirklich gut. gemeinsam mit homemade mayonnaise, ajvar und solidarischem wintergrün echt überzeugend.

DSC00638_burger

alles liebe und bis später,

dein lesterschwein

das maß ist voll

liebe schwester,

es ist doch immer wieder schön, wenn sich kreise schließen. genau wie du hab ich bisher immer mit einem innerlichen #fürcht reagiert, wenn mal wieder grünkohl beim solidarischen gemüse dabei war. sowas wie grünkohl, hab ich mir gedacht, sowas kann echt nur dem mogg einfallen. der immer, mit seinen raritäten. umso überraschter war ich, als ich festgestellt hab, dass unsere nördlichen nachbarn das als weitverbreitete ergänzung zu kartoffelrösti und würstl (jaja, das ist mal wieder typisch) kennen. ich hatte aber keine lust irgend so eine beilagensache zu machen, und ansonsten hat mir die suchmaschine tausende rezepte für kale-chips ausgespuckt, weil grünkohl ist ja total low-carb und außerdem voll hollywood. nein danke, nicht mit mir.

das brot ist voll

beim weiteren herumsurfen bin ich unter dem titel das brot ist voll über ein rezept auf dem anonyme-köche-blog gestolpert, das mich sehr angesprochen hat. nachdem ich ohnehin keine broccoletti zur hand hatte, hab ich das ganze mit grünkohl probiert, und das war so geil, dass ich das am abend nochmal und am nächsten tag nochmal gegessen hab. cooler blog, hab ich mir gedacht und ein bisschen weitergelesen. da hab ich dann erstens festgestellt, dass der werte koch bei den kommentaren unter anderem grünkohl als ersatzgrünzeug anregt (na, bitte!) und des weitern hab ich auf die kategorie gegessen geklickt. und was find ich dort? eine post mit dem schönen titel: vegan in wien? des geht si scho aus. da schreibt er über seinen besuch im tian mit der esskulturellen K. weil ja diese veganer selbstversuch und alles. zack, kreis geschlossen.

jetzt magst du wahrscheinlich wissen was für ein grenzgeniales rezept das ist. bitteschön.

abruzzisches abendbrot

collage_grünkohl

wie du siehst hab ich von den 4 chilis grad mal ein spitzerl verwendet beim ersten mal. beim zweiten mal war’s dann doch eine ganze.

in einer pfanne olivenöl vorsichtig erhitzen, knoblauch und chili dazugeben und wenn alles gut riecht den geschnippelten grünkohl unterrühren und mit wasser bedecken. in dem fall gute 5 minuten köcheln lassen. altes brot (weiß oder schwarz) in die pfanne drücken bis es vollgesoffen ist und dann alles in einen teller kippen. reichlich olivenöl drüber und salz. fertig.

ersetzen kann man den grünkohl durch mehr oder weniger alles, was grün ist, die kochzeit muss halt entsprechend angepasst werden. und das beste daran: endlich eine richtig simple verwertung für altes brot.

gekommen bin ich auf das rezept, weil ich das brot ist voll gegoogelt hat. das war ein slogan der grünen im wahlkampf 1990, ich nehm mal an du erinnerst dich nicht :-). auf dem plakat war damals ein leberkässemmerl, aber hey, es waren die 90er. und gegoogelt hab ich das, weil ich ja eigentlich einen blogpost über brot schreiben wollte. ich hab nämlich herausgefunden, dass es einen veganen bäcker gibt, der macht leckeres brot und geile backwaren. die marke heißt bernds welt und der liebe bernd war, so wie ich, im unternehmensgründungsprogramm, so bin ich auch über seine firma gestolpert. einziger wermutstropfen: in wien muss man in den supermarkt um an seine produkte zu kommen, und da gehen wir ja bekanntlich nicht gern hin. das war jetzt die überleitung zu den breaking news:

lunzers maß-greisslerei

collage_lunzers

fenchelsalz, ohlala!

genau zwischen deiner und meiner wohnung hat ein neuer laden aufgemacht. in lunzers maß-greisslerei gibt es alles unverpackt und die idee ist, dass man mit seinen eigenen behältnissen kommt und sich getreide, gewürze und gemüse, aber auch öle abfüllt bzw. abfüllen läßt. super find ich das. endlich etwas, das man allen leuten empfehlen kann, die sagen, ich will nicht im supermarkt verpacktes gemüse kaufen, aber ich hab keine zeit/lust/ambition mich in einer foodkoop oder csa zu engagieren. ich war schon dort und hab die sehr sympathische betreiberin kennengelernt. ich find wir könnten uns da mal auf eine kaffee treffen und ein bisschen shoppen. und last, but not least. mir wurde geflüstert da gibt’s auch veganen wein. prost mahlzeit!

alles liebe,

dein lesterschwein

ein schnitzelfreund erzählt

liebe kati,

mädchen tut es. gourmet-bloggerin K. von esskultur tut es. und: ein schnitzelfreund tut es. die rede ist von veganen selbsttest-reihen, sei es die „veggie-challenge“ (1 monat) oder „wie schmeckt vegan“ (21 tage) inklusive „wie schmeckt nach vegan„. oder auch der kleine selbstversuch meines kollegen M.:

ein schnitzelfreund erzählt

ebenjener äußerst geschätzter studienkollege M. – charmanter misanthrop mit schmäh & stil – is(s)t… wait for it… vegan. im sommer waren es einige wochen – erfahren habe ich den spaß, wie könnte es anders sein, via facebook. damals sommerferienbedingt, sonst wäre mir zwischen den vorlesungen mit sicherheit aufgefallen wenn kollegin K.’s heißgeliebter schnitzelfreund bei der gemeinschaftlichen stürmung der studi-gastronomie plötzlich mit einem veggie-burger um die ecke biegt!

markus_3wochenvegan

schnitzelfreund is(s)t vegan (c) M. 2013, ex-schnitzelfreund

sein dazugehöriger bildtext:

Eine kleine Anregung: vegan essen heißt nicht verzichten, sondern vielmehr sich aktiv mit seinen Ernährungsgewohnheiten auseinanderzusetzen.

da bin ich mehr als d’accord! inspiriert hat M. der um sich greifende vegan-trend sowie eine schmöker-tour durch die vegane kochbuchselektion bei einem großbuchhändler (A. hätte ihre helle freude!). daraufhin der entschluss es mal zu probieren, auch M.’s frau B. ist mit am start, und selbst bei der familiären geburtstagsgrillerei wird nach kleinen verführungsversuchen nicht weiter herumgestichelt. nice! für den selbstversuch gab’s keine fixe deadline – ähnlich wie bei uns lesterschweinen – aber der ausflug in die pflanzenkost hat M. & family sichtlich getaugt.

M. ist mittler weile undogmatisch vegetarisch mit vegan-schlagseite, so es die lebensumstände eines vollzeit-berufstätigen, frisch gebackenen vaters inmitten des studien-endspurts eben halbwegs unkompliziert erlauben…

jetzt hatte ich herrn M. mehrmals um einen zarten rezept-input gebeten, zum beispiel für die auf der collage sichtbare lasagne. aber der ist wie eben erwähnt so furchtbar busy – hilft alles nichts! ;-) also habe ich mich selbst aufgeschwungen, und gleich mit einem abenteuer aus dem dieswöchigen CSA-ernteanteil verbunden: grünkohl!

gruenkohl_bechamel

lebe liebe gefährlich: solidarischer grünkohl (#fürcht) und fertig-bechamel (#wtf)

und zwar wollte ich eine bewährte high-speed lasagne bauen, aber mir sind die nudelblätter ausgegangen. also schnell C. angepingt, die im rahmen ihrer low-carb-ernährungsumstellungen von dörr-sellerie statt lasagneblättern erzählt hat – noch ein abenteuer. und um dem ganzen noch das i-tüpfelchen aufzusetzen habe ich die seit wochen im küchenkastel lagernde fertig-bechamel auf sojabasis verwendet, die ich um ein schweinegeld in einem anfall geistiger umnachtung (oder faulheit) im reformhaus erstanden hatte.

also: here we go…

lasagna senza pasta

1 sellerie
1 pastinake
1 karotte
1 zucchini
1 handvoll grünkohl
1 tomatensauce selfmade oder fertig mit kräutern
bechamel selfmade oder fertig-bechamel (hua!)
optional etwas gemüsebrühe

sellerie und pastinake schälen und in 0,5cm dünne scheiben schneiden, auf backpapier bei ca. 180°C ca. 20 min. ins backrohr und zwischendurch wenden damit sie auf beiden seiten trocken werden.

karotte schälen und raffeln, zucchini in dünne scheiben schnippeln, grünkohl 2 min. in salzwasser blanchieren und strünke entfernen.

lasagneform mit bechamel ausstreichen, getrocknete sellerie- & pastinakenscheiben darauf, mit tomatensauce plus bechamel auffüllen, grünkohl und karottenraffel darüber, wieder tomatensauce plus bechamel, zucchini scheiben drauf, abschließen mit flüssigkeit (zB restliche tomatensauce im glas mit etwas gemüsebrühe ausspülen und drüberleeren).

bei 180° in den ofen bis laut gabeltest alle gemüses bissfest bis durch sind!

low-carb-lasagne

gefährlich, aber gar nicht übel: sellerü schwitzt im ofen, zucchini toppen die lasagne –  man könnte auch „gemüsestapel mit tomatensauce“ sagen.

übrigens: danke fürs kamera borgen – bei den fotos war ich heute nämlich so richtig entspannt (eh wurscht), seit ich via K. auf die grandiose vorspeisenplatte der kaltmamsell und ihr bildbetrachtungsgemotze gestoßen bin, einem rant auf fancy foodfotos (ich sag nur: blumen). sic!

omnivore erkenntnisse

aber um nochmal auf ebenjene K. zurückzukommen: die bekennende omnivorin, ochsenherz-CSA anteilsinhaberin und autorin von „österreich vegetarisch“  war am letzten tag ihres selbsttests bei einem rein pflanzlichen dinner von was der boden hergibt, wo auch du, liebe schwester, schon dinniert und draüber gebloggt hast. nach den 21 pflanzlichen tagen – mit unter anderem äußerst appetitlichem mousse au chocolat mit orange im gegensatz zu deiner chili-version und waldviertler mohnstrudel – hat K. nun nicht nur ihre omnivoren erkenntnisse zusammengefasst…

ich werde mich bei den regelmäßig gekauften produkten noch genauer über tierhaltung und -standards informieren, als ich es ohnehin schon tue.

… sondern es gibt auch ein vegan-fazit aus kulinarischer sicht von K. – inklusive von einer kleinen veganisierungs-allgergie – allerdings erst in der märz-ausgabe der maxima nachzulesen. etwas schade (neugier!), aber ein kleiner cliffhanger mit verweis auf good ol‘ print sei ihnen vergönnt, den erwerbstätigen vertreterInnen der digital & analog schreibenden zunft. wer die neugier nicht im griff hat kann ja die 21 einzel-fazits (und das projekt-finale) nachschmökern.

dafür gibt’s eine liste der dinge die sie während der veganen tage schmerzlich vermisst hat – ich kann mich da nur bei parmesan (oh ja) und flaumig-buttrigem naan (oh jaaa) anschließen, ich war ohnehin keine verehrerin von speckbrot, zunge und konsorten. und was die süßen verlockungen betrifft – buchteln, palatschinken und geile kuchen (auch mit marillen- oder pomeranzenmarmelade) & torten gehen auch ohne tier, liebe K. ;-) aber wie immer gilt: jeder das ihre…

in diesem sinne: mahlzeit den pflanzen- & low-/no-carb- & allesfressenden!

alles feine,
hanna

hilfe, mein [kind/nichte/freund] isst keine pflanzen!

liebe hanna,

sehr sinnvoll, dein hilfsprogramm für allesesserInnen, die uns pflanzenfresser beherbergen und bewirten. jetzt hab ich mir gedacht, ich werf mal wieder ein augerl auf den umgekehrten fall. kind kommt heim und alles, was grün ist oder nach blättern aussieht geht gar nicht. und in letzter zeit gab es für die kids verdächtig oft nudeln mit tomatensauce, obwohl ich mich ja konsequent quer durch alle gemüsebeete koche. schon längst hab ich mir gedacht, ich mach mir mal eine liste aller veganen gerichte, die unsere kinder, oder zumindest manche von ihnen essen. und just zu diesem zeitpunkt hatte ich ein sehr erfreuliches erlebnis mit semmelknödel und champignonsauce. das jundkind hat kräftig kochen geholfen, aber gleich von vorherein klar gemacht, dass es die sauce sicher nicht isst. irgendwie hat sie dann aber so gut gerochen, also wurde doch ein schwammerl probiert. „aber nur die schwammerl, die sauce schaut irgendwie seltsam aus.“ ja, danke, du mich auch. der große hatte „keinen hunger“ und wollte nur eine ganz kleine kostprobe. im endeffekt hat das jungkind sauce in sich hineingeschaufelt wie ein bergwerksarbeiter und der große und H.-P. haben die letzten reste gemampft, so schnell konnte ich gar nicht schauen. drum sieht das bild zum rezept auch mal wieder so aus:

DSC01132champignonsauce

abgesehen von der champignonsauce gab es auch linsen (nein, die haben die kinder nicht gegessen), aber die waren auch richtig super. drum hier alle drei rezepte.

champignonsauce

400g champignons
2 el öl
1 el kräuter der provance
1/8 weißwein
1 packung sojasahne
etwas gemüsebrühe (ca. 1/8 l)
salz, pfeffer

die champignons waschen, putzen und in scheiben schneiden und scharf anbraten bis sie etwas farbe angenommen haben (nicht zuviel rühren), gewürze beifügen, mit weißwein ablöschen und mit sojasahne aufgießen. mit brühe verdünnen bis die sauce die richtige konsistenz hat.

backrohrsemmelknödel

DSC01134_knödel

500g knödelbrot
1 zwiebel
1 el öl
50 g alsan
ca. 500 ml sojamilch
ev. gehackte frische petersilie
geriebene muskatnuss
salz, pfeffer
alsan und semmelbrösel für die form

die zwiebel fein hacken und in dem öl braun anrösten, alsan in die pfanne dazugeben und schmelzen. das knödelbrot in eine große schüssel geben und mit den zwiebeln, dem fett und der petersilie vermischen. die hälfte der sojamilch darübergießen, salz, pfeffern und muskatnuss dazugeben und kräftig durchkneten. langsam die restliche milch dazugeben und durchkneten (achtung, manchmal braucht es weniger milch. der teig soll feucht, aber nicht gatschig sein). das backrohr auf 180 grad vorheizen und eine kastenform mit alsan fetten und mit semmelbrösel stauben. die knödelmasse in die form drücken und auf der untersten schiene mindestens eine stunde backen. auf ein brett stürzen und aufschneiden. wenn der knödel nach dem stürzen zu blass aussieht, dann kann man ihn einfach nochmal in die form geben und weiter backen.

traditionelle linsen

DSC01138_linsen

200g linsen
1/2 l gemüsebrühe
2 el öl
1 zwiebel
2 el senf
1 el essig
1 kartoffel
4 zweige frischer thymian (oder 2 tl getrockneter)
salz, pfeffer
optional: 50 g räuchertofu

die linsen über nacht einweichen, waschen und beiseite stellen. in einem topf die geschnittene zwiebel im öl ordentlich anbraten, den senf dazugeben und mitbraten, die linsen kurz mitrösten und mit der brühe aufgießen. die kartoffel schälen und reiben und auch dazugeben, genauso den thymian. kochen bis die linsen weich sind, zum schluss mit salz, pfeffer und essig ablöschen. auch super: gewürfelter, angebratener räuchertofu drüber

a propos linsen: unsere lieblingsnachbarin P. hat uns gestern mal wieder ganz formidabel mit einem linsenrezept aus dem zeitmagazin bekocht. das werd ich auf jeden fall nachmachen:

linsensuppe aus der zeit

DSC00595_linsensuppe

1 el olivenöl
1 zweibel, gehackt
1 knoblauchzehe, gehackt
1 stück ingwer (walnussgroß)
pul biber (oder eine gehackte chilischote)
1 lorbeerblatt
piment
1 zimtstange
250g rote linsen
1l heiße gemüsebrühe
salz, pfeffer
saft von 1 zitrone
optional 3 el sojajoghurt
minze, koriander, petersilie, grob gehackt

im öl zwiebel, knoblauch und alle gewürze anrösten, die linsen dazugeben und mit der brühe löschen. nach 20 min ist die suppe fertig. mit salz, pfeffer und zirone abschmecken. vor dem servieren mit dem joghurt anrichen und mit den kräutern bestreuen.
das rezept stand übrigens unter dem titel „linsen statt kebab“ in der zeit. na bitte!

so jetzt bin ich aber ordentlich abgeschwiffen. eigentlich wollt ich ja eine liste von blätterfeindtauglichen, kinderkompatiblen veganrezepten machen. here we go:

1. knödel mit champignonsauce (siehe oben)

2. lasagne – mit gebratenen zucchini ist sie schon wirklich super. aber die prustische form, die dann wirklich alle essen ist nur mit tomatensauce und karotten)

3. nudeln mit sugo – unfasslich, dass das noch immer geht

4. shahi paneer – das „fleischigste“ unter den indischen currys, mittlerweile eines der lieblingsgerichte des großen.

5. chana masala, aka kichererbsenköri – all time favorite des jungkinds

6. ofenkartoffeln – simple as fuck

7. rösti – dazu geht sogar grüner salat, auf jeden fall besser als spinat.

8. erstäpfinidai – gehört der vollständigkeit halber in die liste, das isst nämlich jeder, außer meinen kindern.

9. buchteln – ja, genau. ha, ha.

10. gnocci mit tomatensauce.

falls du jetzt der meinung bist, dass das einigermaßen unausgewogen ist, und außer kohlehydraten eigentlich nur fett und noch ein paar kohlehydrate enthält, dann muss ich sagen, du liegst ganz richtig. aber nachdem es mir fern liegt, jemandem ein essen aufs aug zu drücken, dass er oder sie nicht will kriegen die kinder und alle anderen blätterverweigerer kohlehydrate bis zum st. nimmerleinstag. denn unterm strich, wenn alle um den tisch sitzen und jedem schmeckt’s – schon schön.

alles liebe, dein lesterschwein

doch plemplem.

liebes lesterschwein,

voll motiviert bin ich zum maranvegan losgestartet. aufi aufs fahrrad und losgeshoppt. hab auch ganz nach plan den analogkäs nauch hause geschippert und vorschriftsmäßig im kühlschrank gelagert. und ich war auch gutmenschenmäßig ganz im flow, weil ja palmölfrei und alles. naja, und dann kam silvester. und ich hab mir gedacht, schau ma doch nochmal genau was da alles drin ist.

vegourmet jezzo monti

wasser, pflanzliche öle, stärke, modifizierte stärke, meersalz, emulgator: natriumpolyphosphat, natriumcitrt, zitronensäureestre von mono- und diglyceriden, mono- und diglyceride von speisefettsäuren aus pflanzlichen quellen, vegane aromen, raucharoma; konservierungsmittel: sorbinsäure, farbe: b-carotin

jaja, man ahnt es schon, nix ist es geworden mit dem analogkäsefondue. ich konnte das latente grausgefühl nicht überwinden und so wurde es das traditionelle käsefondue. nun könnte man argumentieren milchwirtschaft und so ist durchaus auch dazu angetan ein latentes grausgefühl hervorzurufen. stimmt absolut. funktioniert bei mir beim fleisch auch tadellos, nicht so beim käse. und überhaupt, altes problem, denk ich mir, so, dieses gefühl wär jetzt angebracht, und was kommt? ganz anderes gefühl.

guter zeitpunkt also um den kopf zwischenzuschalten. weil, vor lauter undogmatisch in den weihnachtsfeiertagen, und zwar nicht den anderen, sondern mir selbst gegenüber, kann ich ja kaum noch die veganerin in mir erkennen. das geht gar nicht, weil das will ich nicht und macht überhaupt ein ganz blödes gefühl. drum kehr ich fragestellungen wie käse oder analog-käse jetzt wieder den rücken und kehr zurück zu dem mampf das weder chemo noch tier ist, sondern einfach lecker und super. ich geh nur mehr in kaffeehäuser mit sojamilch im angebot oder trink tee, ich steck wieder die alsan ein, wenn ich wo auf besuch geh, denn „ich bin nur vegan wenn’s leicht geht“, das kann’s ja auch nicht gewesen sein.
lecker mampf also.

wir wissen ja schon seit längerem, dass sowohl die kombi avocado-kernöl, als auch die kombi avocado-rote rübe sehr super ist. drum hab ich gestern alle drei kombiniert und heraus kam ein gericht zum niederknien.

avocadosalat am rote rüben bett

Lesterschweine_AvocadoRuebe_AFBA14

1 avocado
3 rote rüben
1 frühlingszwiebel
2 el apfelbalsam (ersatzweise balsamico)
2 el kürbiskernöl
salz, pfeffer
optional frischer koriander

die roten rüben kochen bis sie weich sind, unter fließendem kalten wasser schälen, dünn aufschneiden und auf zwei tellern anrichten. die avocado halbieren, eine hälfte mit der gabel zerdrücken, die andere hälfte klein schneiden. die frühlingszweibel fein hacken und mit der avocado vermischen. mit apfelbalsam, salz und pfeffer abschmecken.
die roten rüben mit apfelbalsam beträufeln, salzen, pfeffern, avocadosalat in der mitte anrichten und alles mit dem kernöl beträufeln. koriander drüberstreuen wenn gewünscht.

so, jetzt aber schnell ins harvest auf einen soja-latte.

motiviert!

dein lesterschwein

p.s. auch wenn er für mich nix ist, der analogkäse, versteh ich doch alle argumente dafür. ich find also niemanden plemplem, der ihn gern isst. drum, falls sich jemand findet der mir gern 600g jezzo-kas abnehmen möchte, bitteschön melden!

mehr sunny side up, weniger house of pain

liebe lesterschwester und liebe frau angi,

melde mich zurück aus der versenkung, obwohl, ich tor, noch immer so schlau als wie zuvor. ich grübel nämlich schon seit tagen (oder wochen) wie denn jetzt mein nächster blogpost ausschauen soll, weil ich natürlich schon etwas dazu sagen will, dass es jetzt keine supper clubs mehr gibt.
aber wenn ich schreib, dass immer alles total super war, dann stellt sich die frage, warum ich keine mehr mach.
wenn ich schreib, dass mir das ganze unterm strich zu anstrengend geworden ist, dann klingt dass, als hätte es mir keinen spaß gemacht, was aber nicht stimmt.
und nach deinem letzten supper club nachbericht könnte natürlich der eindruck entstehen, dass ich keine supper clubs mehr mache, weil ich ein problem damit hab, dass sich die leute an meinem tisch beflegeln anstatt andächtig dem essen zu frönen. dem ist aber auch nicht so, denn einerseits hab ich die hitzige fahrraddiskussion als gar nicht so schlimm empfunden und andererseits ist bei uns ja oftmals ein etwas rauherer umgangston ganz normal, durchaus gepaart mit einverständnis und guter laune. du hast dich ja erst gestern nur ein bissel über die kartenspieldialoge vom jundkind und mir gewundert.

j: ich nehm das packel!
ich: echt? du bist ein arschibarschi!
j: opfer!
ich: selber opfer!

j: geh scheißen!
ich: geh selber scheißen!

ich find das gut für die psychohygiene sich zumindest im vertrauten rahmen kein blatt vor den mund zu nehmen und so dem anstau von negativen vibes vorzubeugen. und im jungkind hab ich da meine meisterin gefunden. wie auch immer: supper club also.

unterm strich hat sich der supper club für mich voll ausgezahlt. ich hab viel gelernt übers kochen, übers bewirten, ganz viele liebe, interessante, lustige, schräge neue leute kennengelernt und wurde absolut bestärkt darin, den weg richtung selbständige köchin zu gehen, und da bin ich ja jetzt auch dran. ich hab auch einiges gelernt über aufmerksamkeit, medien und „unterm radar fliegen“. sosehr ich mich gefreut hab mit dem supper club im standard zu sein und so sympathisch und super die jounalistin E. auch war, im endeffekt hat all diese aufmerksamkeit dem supper club nicht gut getan. auf monate hinaus ausgebucht zu sein war für alle beteiligten mühsam und ich muss zugeben, außerdem ist ein kleiner grant ist bei mir zurückgeblieben. trotz aller auseinandersetzung hat es mich zeitweise gewurmt, dass ich mich stundenlang aus reinem engagement, und um etwas neues auszuprobieren in die küche stell, und dann kann ich mich im standard-forum von von hundertschaften beflegeln lassen, dass ich mich bereichere, gegen gesetzte verstoße und sonstigen schwachsinn. will man eine underground restaurant machen sollte man auch im underground bleiben, soviel hab ich auf jeden fall gelernt.
alles in allem war der supper club eine urspannende erfahrung, viel spaß, viel spannung, viele katasrophen und genausoviele rettungen. ich bedanke mich von herzen bei allen, die dieses stück weg mit mir gegangen sind, danke an die family für die hilfe, an die leute fürs kommen, essen und diskutieren, und überhaupt an alle, dafür dass sie ihre zeit und ihre geschichten mit mir geteilt haben. zum abschluss jetzt noch das rezept für die aufwärmsuppe, das bin ich bis jetzt schuldig geblieben. alle anderen rezepte des letzten supper clubs finden sich im nachbericht vom supper club vol.3 beziwhungsweise für die nachspeise hier.

aufwärmsuppe (tom kha gai – vegan)

collage_suppe

60g galgant, geschält
3 stangen zitronengras
600ml gemüsebrühe
3 kaffirlimettenblätter
1 bund koriander
300g champignons
300g zuckererbsenschoten
2 tomaten
2 el sojasauce
1 tl zucker
1 tl salz
2 el limettensaft
400ml kokosmilch
1-2 frische chilis

galgant und zitronengras grob schneiden und mit den limettenblättern und ein paar stängel koriander in der brühe langsam aufkochen. 5 minuten kochen lassen und abseihen. alle zutaten bis auf chili und kokosmilch dazugeben und 3 minuten kochen. zum schluss kokosmilch und chili beifügen und fast zum sieden bringen, nochmal mit sojasauce und zucker abschmecken.

das war der supper club – er war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!

wie das so ist, wenn man einmal mit dem grübeln anfängt kommt man oft ja nicht so leicht wieder heraus. und wenn das jahr zuende geht packt mich oft ein gewisser rückblickfimmel. das hat mich dieses jahr in eine etwas seltsame stimmung versetzt. vor gut einem jahr standen wir ganz am anfang von der veganen lebensweise. das hat viele neue, spannende sachen in mein leben gebracht. hunderte neue rezepte, zig neue menschen, den lesterblog, den plan mit der selbständigkeit, csa, foodkoop und bewußtes einkaufen. das ist alles echt super. volle! und alles geschichten, menschen, sache und pläne für die ich mich gern engagiere. trotzdem hat es mich kurz gepackt und ich hab mir gedacht, ich will wieder in einen supermarkt gehen, mir einen sack ovomaltine kaufen und mir nichts dabei denken. ich will einfach essen, ohne mich mit fragen der moral, des richtig oder falsch und des kleingedruckten zu befassen. „mein leben“, hab ich gejammert, „war mal viel einfacher!“ „das glaubst ja wohl selber nicht!“ hat H.-P. geantwortet, und da hat er leider recht. ich kann nicht behaupten, dass in den jahren davor weniger los gewesen wäre, ich mich für nichts engagiert hätte und nicht immer wieder über meine eigenen belastungsgrenzen gegangen wäre. und ich kann mich genau an eine situation vor drei jahren im herbst erinnern, da hat gerade alles gepasst. die patchworkfamilie hatte sich eingegroovt, im job alles bestens, bisschen musik daneben, bisschen sport. und ich hab mir gedacht, genauso soll es sein, das muss ich jetzt genießen. und ich hab mir gedacht, scheiße ist das langweilig.
also nix da mit jammer, jammer. ABER: wenn mir alles latent am socken geht ist das sehr wohl ein zeichen dafür, dass es es grad mal wieder ein bisserl viel ist. und was hilft da? kekse backen natürlich!

vegane keksrezepte gibt’s ja wie sand am meer, aber der witz an weihnachtskeksen ist natürlich, dass so schmecken sollen wie damals. drum hab ich nach langer recherche doch wieder auf die alten rezepte in mutters kochbuch zurückgegriffen und einfach butter mit margarine und ei mit soja- oder kichererbsen mehl ersetzt. funktioniert super, schmeckt genau wie es soll.

mürbteigkeks

collage_keks

250g mehl
200g margarine
100g staubzucker
2 el soja- oder kichererbsenmehl
2 el wasser
etwas zitronenschale

alle zutaten verkneten, eine stunde im kühlschrank rasten lassen, 2mm dünn ausrollen, ausstechen und bei 200 grad 8 bis 10 minuten backen. die ränder sollen leicht braun sein. am besten mit ribiselmarmelade füllen und in schoko tunken. aber bei der ersten ladung geht sich das nie aus, die verschwinden immer gleich so.

ich bin jetzt voll motiviert richtung vanillekipferl! hanna, wie schaut’s bei dir am freitag mit einer backsession aus?

alles liebe, dein schwesterlein

heut‘ ist dein tag

liebes schwesterlein,

heute ist, so scheint’s, einer dieser tage. nachdem der herr sohn und ich morgens beide verschlafen, verteil ich, mit der intention freundin H. eine leckeres essen vorbei zu schupfen, kaum eine stunde später gute zwei liter shahi paneer gleichmäßig in der fahrradtasche. doch das reicht noch nicht, nein, denn noch bevor das jungkind vom hort heimkommt, lass ich mich von zwei zuvorkommenden autofahrern belehren ich möge doch bitte nicht so rowdymäßig mit dem fahrrad am gehsteig entlangrollern, sondern solle mich gefälligst auf die dreispurige rossauer lände verzupfen. sicher, gerne, da kann ich mich dann vorschriftsmäßig zusammenführen lassen, oder was? nachdem endlich, endlich der gehweg auf der lände zwischen ring und berggasse zum geh- und fahrradweg umgewidmet wurde, kann ich mich zwischen günetorgasse und berggasse noch immer anmotzen lassen. na super. daheim hab ich dann schließlich die wahl zwischen schwitzen in der küche (heizung geht) und hintern abfrieren am schreibtisch (heizung kaputt).

soviel grmpf an einem tag ist grundsätzlich nicht dazu angetan meine laune zu heben, aber nachdem ich ja erholt, wie selten nach einem grazausflug bin, steck ich das heute locker weg. ich muss sagen, ich fand es gar nicht übel, dass in graz die gehsteige hochgeklappt waren und statt dem üblichen partygehopse, sambacanasta und kino gehen angesagt war. alphabet hat mich sehr darin bestätigt, meine kinder zu bestärken die schule mit dem geringstmöglichen aufwand zu bewerkstelligen. hab dazu auch positives feedback vom großen bekommen. ich find’s super, sagt er, dass ihr nicht von mir erwartet lauter tolle noten zu schreiben, nur weil’s geht. find ich auch super. weil nämlich, so dozier ich, wenn man weiß wofür man lernt, und es selbst gewählt hat, dann lernt man nämlich total gern. in der theorie zumindest. praktisch schreib ich blogbeiträge und koch herum, anstatt mich für die total selbstgewählte gastro-befähigungsprüfung vorzubereiten.

a propos kochen. wie kürzlich geschrieben hab ich das ulimativ leinwande jambalaya gekocht und im vorbeigehen auch ein foto geschossen.

DSC00455_jambalaya

wahrscheinlich hätte ich doch lieber im stehenbleiben sollen. ich kann mal wieder guten gewissens sagen, es schmeckt nicht, wie es aussieht. in wirklichkeit schaut es nicht einmal aus, wie es aussieht. es schmeckt eher, wie es klingt:

der song ist zwar nicht vegan, aber das rezept ist es.

jambalaya a la kati

zwiebeln
tomatenmark
knoblauch
rotwein
geschälte tomaten
lorbeer
cumin
piment
chili
thymian
oregano
petersilie
muskat
paprikapulver
gemüse nach wahl (in meinem fall wurzelgemüse, erdäpfel und romanesco)
gemüsebrühe
öl
salz, pfeffer

zwiebeln klein schnippeln und in öl anrösten, dann das tomatenmark mitrösten bis es braun ist, das geschnittene gemüse dazugeben und kurz mitrösten, den knoblauch dazupressen, noch ein paar mal umrühren, mit rotwein ablöschen und dann mit geschälten tomaten und brühe aufgießen bis alles gut bedeckt ist. alle gewürze dazugeben. falls petersilie, oregano und thymian frisch vorhanden sind, dann alles fein hacken und dazugeben. mindestens so lange köcheln lassen. bis das gemüse weich ist. besser schmeckt es noch, wie die meisten eintöpfe, aufgewärmt. diesmal hab ich mir keine mengenangaben aus den fingern gesaugt, ich glaub auch, dass es ziemlich powidl ist. ich mag’s gern mit viel zwiebeln und auch bei den gewürzen macht es sinn eher großzügig zu sein.

so, genug für heute. ich hab voll bock auf den gemeinsamen musikgenuss am donnerstag in der zukunft!

bis dann, dein lesterschwein

p.s. von wegen musik: ich hab ein kleiners scherzerl im blogpost versteckt. bin neugierig ob du’s findest :-)