die manischen norveganerinnen

liebe kati,

vegan mania und norwegen, wie passt das zusammen? ungefähr so gut wie dein hippes tonic’n’espresso (uuuaaaah!!), oder unsere schwesterblögliche arbeitsaufteilung: du sportelst, radelst, schwimmst & schlürfst fruchtdrinks an der frischen luft, während ich mich bei 30°+ durch urbane messeveranstaltungen fresse und halbliterweise sommerspritzer inhaliere… zwecks dem re-hydriiieren, ehschowissen!

der heimat-urlaubende A. und ich sind nämlich kürzlich spontan bei der vegan mania reingestolpert, die voriges wochenende – aaaaalle jahre wiiiieder, wie zB 2013 – an der ecke mahü und mq über die bühne gegangen ist. wobei, was heißt da ecke: die gesamte ring-wendende längsseite des mq entlang haben sich die standl eng aneinandergereiht, von thermomix und tierrechtsaktivismus über kosmetik, öko-fashion, hanfzeug, seifen, holz-sonnenbrillen, planentaschen, schmuck und weiß der geier bis zu, natürlich, diverser fresserei. uff, überforderung!

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vegan is the (nicht mehr ganz neue) black! erdnussbutter- und schoko-cupcake, die fress-selektion am nachbarstisch, noch mehr schwarze tshirts und „rawito“ cashew-eis.

ich hab erstmal bei einem abverkaufs-standl von gary mash zwei schwarze, langärmlige (der nächste winter kommt bestimmt!) tshirts erstanden – aus modal, so buchenholz-fasern, echt smooth und leiwand. was aber natürlich nicht heißt, dass ich unserem T. vom guterstoff untreu werde, im gegenteil, am freitag werden die 10 jahre fairtrade-öko-dealerei SOWIE 70 jahre erklärung der menschenrechte gefeiert, aber jawollo, kommet alle herbei!! – denn T.’s bambus-shörts sind im sommer sowieso das einzig wahre… ja und dann hab ich noch ein schickes jackerl aus westafrikanischem wachsprint-stoff vom sympathisch-hippen label joadre geshoppt, einem ethischen kollektiv aus nigeria die sich gegen menschenhandel einsetzen. der hervorragende style-berater A. hat sich für das schwarz-weiße bolero eingesetzt, also muss es wohl gut sein!

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kommet und feiert eine gute party mit gutem stoff und guten menschenrechten!

dann haben wir von der shopping- in die gastro-meile gewechselt. eigentlich hätt ich ja mega-gern den jackfruit-burger ausprobiert, aber bei diesem hippen foodtruck gab’s eine mega-schlange, und für’s anstellen bin ich natürlich viel zu faul. für chili sin carne, frittiertes oder einen „samoserteller“ war’s mir zu heiß (nur ned mosern!), und tiefkühlkost am messestand ist auch irgendwie unsexy. dann sind mich sommerrollen angehupft, die haben wir gemeinsam mit gemüse-wan-tan teigtaschen probiert. leider beides nicht sehr frisch und ein bisschen pampig (deine DIY-sommerrollen sowie auch vor allem deine hoisin-bohnen-soße oder die super satay-sache ist da um welten besser, voll!). also bin ich schnurstracks zur dessert-verkostung übergegangen und hab mich durch die süßjank-variationen gekostet.

und auch hier gilt: tschechien rules! denn das raw-ice „rawito“, auf cashew-basis von ein paar tschechischen rawfood-freunden selber hergestellt, ist mit 3 EUR pro portion halbwegs leistbar und die erdnuss-variante im schokomantel echt sehr cremig. schaut übrigens aus wie ein nogger, siehe foto oben! UND der echt extrem hübsch dekorierte orange-schoko-muffin von „nebeské dortícky“, einer bäckerei in brno, hat überhaupt nur 2,50 EUR gekostet – der riesen-erdnuss-cupcake von der „easy going bakery“ in 1070 dafür gleich 5 EUR. geschmacklich hatten beide sehr fluffige grundteige, der wiener cupcake war sogar mit flüssigem karamell-kern ausgestattet, aber die creme war in beiden fällen zu schwer und viel zu zuckrig, so richtig mit zähneknirsch. schnell mit einem großen iced latte runtergespült, prost!

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samosern, etwas unspannende wan-tan und sommerrollen, frischer veganer himbeer-cheesecake und meine wenigkeit im neuen joadre-jackerl beim schoko-cupcake vernichten!

apropos tschechien… hier kommt noch der versprochene skandinavische hint: die liebe S. hat nämlich gestern beim spieleabend erzählt, dass sie sich ein buch bestellt hat namens „viva la vagina!“, das nach dem vorbild von „darm mit charme“ die weiblichen geschlechtsorgane beleuchtet. und wer hat’s geschrieben? norveganierinnen!! vor lauter v-wörtern sind S. nämlich die w’s durcheinandergepurzelt ;-) als bloggendes oder sonst wie publizierendes volk macht man sich gerne unbeliebt, indem man zu jedem versprecher, patzer oder sonstiger situationskomik „hahahahaha… haha! äh… und darf ich das für den nächsten blog verwenden?!“ ruft. also, S., hiermit wären deine norveganvaginalen autorinnen vervurstet!

auch sonst war noch ur viel los, vom fantastischen 5khd-konzert im unklimatisierten porgy (shaken! schwitzen! noch mehr sommerspritzer!) über den jetzt schon legendären österreich-rundtrip mit meinen kanadischen buddies bis zu diversen wilden möbellogistischen geschichten aus meidling, oida oder krassen eiskrapfen… aber das ist jetzt vurst, ich erzähl dir das lieber am freitag bei der gutenparty, und blogge wenn es wieder was norveganes zu erzählen gibt ;-)

bussi,
dein lesterschwein

feierei & völlerei

liebe kati,

arme einarmige banditin, du! hoffe, du hast trotz invalidität gestern gut gefeiert & gevöllert und ihr hattet einen entspannten abend.

das ist übrigens, liebe leserchens, der grund, warum es seit einer woche gar so ruhig ist bei den lesterschweinen: neben der bekannter maßen ungemein besinnlich-adventlichen alljährlichen vanillekipferl-idylle hat katis ich-brauch-eigentlich-die-nächsten-3-wochen-eh-nur-1-arm-verunfallung gepaart mit meiner durchgehenden völlerei, dank der sämtliche energien für verdauungsvorgänge aufgespart werden mussten, zu einer immanenten schreib-blockade geführt.

bei mir ging’s nämlich mit der festen fest-fresserei gleich am 22.12. los, bei einem vleisch-völler-ausflug mit V. zu xu’s cooking. ich sag nur:

„Spezial-Hühnerfleisch – schmeckt verboten gut“
(aus xu’s Speisekarte)

geiler scheiß, vor allem die wirklich leckeren gedämpften dim sum und das aromatische crispy chicken mit thai basilikum. irgendwann hat aber dann beim vernichten der finalen vleisch-berge mein magen rebelliert, und das A.&O. ist bei meiner ankunft zuhause dank meines subtilen knoblauch-odeurs (deshalb schmeckt’s schließlich so verboten gut) halb in ohnmacht gefallen. pardauz!

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pflanzenhuhn, wem huhn gebührt! „Crispy Chicken leicht gebraten mit Basilikum in der heißen Pfanne“ und das verboten gute spezial-hühnervleisch.

daraufhin wurde am 23.12. wie jedes jahr bei dir, liebes lesterschwein, samt family plus unserem grrbrr samt family plus dem brüderchen mit S. und meiner wenigkeit samt dem A.&O. ordentlich gefeiert – heuer haben wir einander wieder tüchtig paniert, und zwar in form von gebackenen karotten, schwammerln, sellerüs & co (jaja, die normative kraft der panier)! der abendhimmel hat sich noch einen der dieser tage fulminanten rosa-orangefarbenen technicolor-sonnenuntergänge gegeben, der baum hat kurz darauf schön gebrannt und alles war… weird… gut ;-) wir du letztes jahr so schön resümmiert hast:

nachdem wir ja als schlaue patchworker schon seit jahren am 23.12. weihnachten feiern ist mir heute klar geworden, dass für das jungkind und auch für mich der 23. mittlerweile ein ganz regulärer erster weihnachtfeiertag ist. die normative kraft des faktischen beeindruckt mich immer wieder.

ich bin tags darauf wie immer in die hohen berge ausgewandert, und habe ebenda am 24.12. sogar trotz strahlendem frühlingswetter etwas schnee gefunden! heute zuckert’s sogar leise vor sich hin, das geht fast schon als weiße weihnacht durch ;-) in C.’s foto-fundus habe ich dann auch ein lesterschweinisches archiv-bild von unserem allerersten schwestern-kalender anno 2006 (??) oder so ntdeckt, und das passt hervorragend zur jahreszeit wie ich finde!

xmas_2014in diesem sinne noch entspannte feiertage allerseits, einen geruhsamen jahresausklang, einen heiteren rutsch, einen guten start gen 2015 und auf ein baldiges wiederlesen in 2-3 wochen!

bussi,
hanna
i.V. die lesterschweine

schöner scheitern

liebe hanna,

wie du weißt bin ich seit unserem umstieg auf vegan auf der suche nach den perfekten erdnussbutterbrownies. einmal hab ich sogar schon vom erdnussbutterhimmel geschrieben. was das mafe betrifft, hell yeah! aber bezüglich süß und erdnuss war’s ein bisschen geschwindelt. mehr als ein paar schwindlige flugversuchen waren das nicht. online gibt’s natürlich einiges zu finden, aber die einen sind optisch gar nicht schön und die richtig schönen haben als basis schwarze bohnen. ich fürchte früher oder später muss ich das ausprobieren, aber noch bin ich nicht soweit. außerdem würde das ja heißen, dass ich am vortag die bohnen einweich und soweit im vorhinein kann ich bei so einem gericht nicht planen. wenn ich erdnussbutterbrownies will, dann will ich sie SOFORT. drum hatte ich gestern die super idee mein altes ganz und gar unveganes brownierezept nachzubauen, aber einfach die eier mit sojamilch und die butter mit alsan zu ersetzen, das geht ja sonst so gut. ich bin zu der erkenntnis gelangt, dass das bei rezepten, die aus einem teil zucker, zwei teilen fett und 8(!) eiern bestehen nicht funktioniert. ich hab es mir schon gedacht, als ich mit dem rühren der masse fertig war. aber ich war abgelenkt, weil ich beim kuchenform holen die rührschüssel umgehaut hab und die küche voller zucker und kakao war (sehr malerisch). und ich hab geistig schon am blogbeitrag gearbeitet. ich hab mich locker-flockig über küchenkathastrophen schreiben sehen und mich hinterher das ulimative brownierezept präsentieren. drum hab ich das offensichtliche ausgeblendet und die seltsame masse ins rohr geschoben. das ergebnis war so fett, da war unser fondant ein schaß dagegen. H.-P. hat tapfer gemeint dass man das schon essen kann und hinterher auch nur ein bisschen magenweh gehabt.

collage_brownies

wegwerfen wollt ich das ganze aber auch nicht, ist ja schade drum. also hab ich die komische sache aus der form gekratzt, mit reichlich bananen und schokolade versetzt, in blätterteig gewickelt und nochmal gebacken. siehe da, das ergebnis war durchaus lecker. ich bring dir heute ein stück in die maß-greisslerei mit. das ultimative brownierezept steht also noch aus. ich fürchte ich komm um die hülsenfrüchte nicht herum, das hat mit fräulein M. ja schon letzten juni vorgeschlagen. ich glaub ich taste mich über die kichererbsen an die bohnen heran.

burgertime

es gibt aber auch erfreuliches von der junkfront zu berichten. letztens hat mich die fleischeslust gepackt und ich hab im laden das wheaty-virginia-steak mitgenommen. zugegeben, konsistenzlich leicht schwammig, wie fleischersatz halt so ist, aber geschmacklich wirklich gut. gemeinsam mit homemade mayonnaise, ajvar und solidarischem wintergrün echt überzeugend.

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alles liebe und bis später,

dein lesterschwein

hilfe, mein [kind/nichte/freund] isst keine tiere!

liebe kati!

feiertage sind ja klassischer weise familienzeit, weihnachten sowieso. teil dessen sind umfangreiche fress- und festgelage. nur: für uns bzw. mich ist es ja ganz normal, mit meinen ernährungsgewohnheiten im umfeld nach bestem wissen und gewissen unterstützt zu werden. das ist super und erfreulich, und vor allem bei weitem keine selbstverständlichkeit, wie mir kürzlich bewusst wurde.

als ich im alter von 14 jahren unserer mutter eröffne, vegetarisch essen zu wollen, ist sie sofort feuer und flamme – und kocht ab diesem zeitpunkt bei fast jeder mahlzeit doppelt: einmal vegetarisch für sich und mich, und einmal mit fleisch für vater und bruder. auch großtante C. in den hohen bergen stellt bei sämtlichen besuchen die ohnehin stark gemüselastige kost auf fleisch-frei um.

selbst im januar 2013, als ich den von dir inspirierten veganen selbstversuch starte, ziehen alle mit – bei euch im ohnehin veganen haushalt gibt es immer leckeres, herr A&O hat als vegetarier stets auch pflanzenmilch & -joghurt sowie pflanzliche aufstriche & konsorten im kühlschrank, bei grrbrr’s familie steht seit beginn des vegan-umstiegs pflanzenmilch bereit, beim kürzlichen adventsonntagsfrühstück sind sogar alsan, soja-joghurt & co am frühstückstisch präsent:

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alles- & pflanzenfresser friedvoll vereint am adventsonntäglichen frühstückstisch – wo butter & margarine, kuh- & soja-joghurt sowie tier- & pflanzenmilch co-existieren dürfen.

und auch wenn C. anfangs mit der nicht nur fleischfreien, sondern rein pflanzlichen kost nicht all zu viel anfangen konnte (eier und buttermilch und sachen sind schon super…), gibt es mittlerweile zB zum traditionellen weihnachtsschmaus mit erdäpfeln und sauerkraut statt der vegetarischen wurst (!) eine vegane wurst (!!), und der reich bestückte frühstückstisch sieht so aus:

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frühstücksplatte auf 1.274m seehöhe: aufstrichvariation, vurst, gemüse und avocado. für den kaffee gibt’s hafermilch.

dementsprechend stellt sich also die frage:

was tun, wenn kinder / enkelkinder / verwandte / partnerInnen auf besuch sind, die sich fleischfrei oder gar pflanzlich ernähren?

hier mal die top 3 aus eigener erfahrung – bin sehr gespannt was du dazu sagst bzw. was deine top-tipps für familienangehörige der omnivoren fraktion sind, die ihre herbivoren gäste beim familienessen inkludieren wollen!

  1. keep it simple: es braucht weder funky fleischersatz noch fancy exotik-food, um pflanzliche kostgänger einige tage über die runden zu bringen. mit ein paar basics wie gutem brot, aufstrichen, marmelade, gemüse & co kann schon mal ein großteil der mahlzeiten abgedeckt werden (siehe jausne jausnen) sowie für den kaffee & co 1-2l pflanzenmilch – heutzutage bei fast jedem super- oder drogeriemarkt erhältlich.
    bonus: pflanzenmargarine (zB alsan) statt butter, muss aber bei undogmatischen vegetariern & flexiganern auch nicht unbedingt sein.
  2. gemüse rulez: frisch- und tiefkühlgemüse aller art ist nie falsch – ob als ofengemüse/ofenkürbis oder diverse eintöpfe wie chili sin carne & ragout oder suppen (bitte wenn’s leicht geht mit gemüsebrühe statt goldaugen). auch erdäpfel in allen variationen – von bratkartoffeln über erdäpfelteig für gnocchi bis rösti und gulasch – sind easy und gerne gesehen.
    bonus: hülsenfrüchte wie linsen (für gemüselinsen) und kichererbsen (für hummus oder curry) sind eine super ergänzung, und in der vorgekochten variante aus der dose vollkommen unkompliziert und ewig haltbar. auch getreide wie couscous ist einfach zuzubereiten und vielfältig aufbereitbar. und natürlich: nudeln.
  3. jause jausnen: pflanzlich lässt es sich hervorragend jausnen – mit gutem schwarzbrot und einer variation von aufstrichen sowie etwas knabber-gemüse sind schon alle happy. brotbelag ist mittler weile bei allen großen supermarktketten erhältlich – viele davon sind auch mit dem gelb-grünen vegan-siegel bzw. als vegetarisch oder vegan gekennzeichnet.
    bonus: aaaaaaavocados! ♥
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das gelbe vegan-siegel mit dem grünen „V“ weist rein pflanzliche produkte aus – von aufstrichen über bratlinge und fertiggerichte bis fleischersatz.

und… natürlich kann man auch das neueste und bereits im supermarkt erhältliche frisch gekocht magazin für januar/feber 2014 hernehmen, wo derzeit nicht nur eine vegane rezeptreihe läuft (frühjahrsausgabe: hausmannskost!), sondern auch auf seite 90/91 die… #räusper… besten blogs vorgestellt werden ;-)

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le lesterschweine im frisch gekocht magazin, ausgabe 01+02/2014

… der hochauflösende scan, wo man dann auch tatsächlich etwas lesen kann, wird noch nachgereicht.

so long,
hanna

schokolade ist gottes antwort auf broccoli

liebe lesterschwester,

so steht es auf einer chocolaterie namens „sünde“ (ho, ho) im berliner x-berg geschrieben, und die müssen es von berufswegen her ja schließlich wissen:

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süßjunk war ja schon immer eines meiner lieblingsthemen, dementsprechend habe ich mich kürzlich mit tatkräftigem support von A. & E. durch die pflanzenschokoladen der stadt gestöbert – zur besseren übersicht in ein handliches ranking verpackt:

  1. vego whole hazelnut chocolate bar: heftig-heftiger-hazelnut! zartschmelzend mit knackigen nüssen, und zwar in form eines riesen-riegels. die bestmögliche schoko-ersatz-dröhnung für nocciolone-fans wie mich! gesehen zB bei gewusst wie „zum eisbären“.
  2. schakalode: leichter und weniger „befriedigend“ als der vego-riegel, aber dafür tatsächlich schokolade und kein nougat-verschnitt. kommt erstaunlich nah an das tierische „original“. vergleichbar mit den moo-free sultana bars (schon im mai getestet & verbloggt). gesehen zB im maranvegan.
  3. zotter mitzi blue chinese taste machine: knackige weiße soja-schoko mit einer kleinen dunklen schoko-scheibe on top sowie cranberries und goji-beeren – die bei mir allerdings auf grund eines staubig-roughen nebengeschmacks nicht punkten konnte. A. war hingegen recht begeistert, daher ein ehrenvoller platz im mittelfeld im sinne der geschmacklichen meinungsvielfalt. gesehen zB bei denn’s.
  4. alnatura feine-bitter-orange: knackig und zartschmelzend, hinterlässt allerdings eine gewisse pelzigness am gaumen. bin allerdings auch keine dezidierte bitterschokoladen-fanin. pluspunkt: sympathisch kurze zutatenliste ohne trash, bestehend aus genau 4 ingredienzien – „Kakaomasse*, Rohrohrzucker*, Kakaobutter*, Orangenöl* (0,1%)“. gesehen zB bei dm.
  5. bonvita reismilchschokolade traube-nuss: sehr hart, eher karg im geschmack und mit bis zur unkenntlichkeit zerkleinerten trauben- und nuss-bestandteilen. mut zu mehr substanz, bonvita! gesehen zB bei denn’s.

honorable mention: rittersport hat ein eigenes forum mit ihren veganen sorten eingerichtet. danke. der nächste step ist dann die DIY-schoki, kakaobutter lagert bereits im küchenkastl, und hildmann hat dazu auch ein paar baupläne veröffentlicht.

übrigens auch sehr super: die vegane keks-auswahl von „sommer„. tests beweisen – die vollkorn-dinkel-schoko-cookies überzeugen auch nicht-vegane kollegInnen. und die dinkel-ingwer-kekse mit schokochips bringt das blut in wallungen!

und jetzt noch der saisonale hinweis des tages #drumroll – vegane lebkuchenherzen! großes #freu #hoppel #hüpf #jubel heute bei denn’s. während nämlich die klassischen, heißgeliebten elisenlebkuchen mit hühnereiweiß versetzt sind, kommen die gefüllten lebkuchenherzen mit zartbitterschokolade von rosengarten rein pflanzlich daher – sind auch auf deren website als vegan gelistet, ebenso wie zartbitter-weihnachtsmänner und nikolo-lollies. und lecker sind sie obendrein:

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so, genug zuckerschock. hat noch jemand da draußen heiße schoko-tipps und favourite pflanzen-kram?

merci & lg,
hanna

der grillsupperclub – ein bildbericht

liebe kati,

ein bild sagt mehr als 1.000 grillschwammerl, und nachdem’s gerade ohnehin eine terminbedingte supper– bzw. sabberclub-nachberichts-dichte gibt wie nie zuvor, hier mal eine foodlove-fotostory zur 7. ausgabe des vegan supper club, diesmal in der outdoor-edition á la donauinsel-grillerei:

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der grillplatz n° 9 auf der donauinsel wird ordentlich befeuert, und das sind die geschwisterlichen grillmasterz in aktion: burn, schwammerl, burn!

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champignons, zucchini, melanzani, kürbis & co landen auf dem feuer… das bei klassischen grillagen eher stiefmütterlich behandelte gemüse (wir erinnern uns: platz- & machtkämpfe mit der fraktion spareribs & co) hat heute die hauptrolle über den kohlen!

als beigaben gibt’s wunderbares aller art: tabouleh (couscous mit cocktailtomaten & frischer dille), guacamole, hummus, lobio (fancy bohnenpüree), vegane mayo sowie schnittlauchsauce, HP bbq-sauce, ketchup & senf.

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ebenfalls mit am start: grill-vleisch aus dem hause V. in co-produktion mit meiner wenigkeit. fazit einer fake-fleisch verfechterin: chicken & filets waren ziemlich nice, die steaks haben auch mit der nachwürzung von W. noch nicht so ganz gerockt. details dazu im bevorstehenden DIY-seitan-nachbericht und im dazugehörigen seitan-workshop im november… stay tuned ;-)

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die illustre runde trotzt mampft und völlert – nicht im bild: dessert á la S. mit spekulations- und melonenkuchen. und selbst die carnivore fraktion macht einen sidestep richtung omnivore und verputzt ratzfatz einen grillzucchini.

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ein strahlender herbsttag (nicht im bild: südostwind mit 60km/h), die hängematte wird ausgepackt und verlockt ninja-chiller W. zu einem verdauungs-schläfchen…

danke dir für speis & trank – den nächsten supper club verpasse ich ja leider berlin-bedingt, freu mich aber schon sehr auf die november-ausgabe mit asiafreuden! habe gesehen es gibt auch schon frühjahrs-termine… inkl. valentintags-edition ;-)

entspannten sonntag dir!
hanna

gruß aus dem hochgebirgs-gemüsegarten

liebe lesterschwester,

bye-bye blog-pause & einen verspäteten (aber dafür umfangreichen) sommerfrischlings-gruß aus den hohen bergen!

während die große supper club sause auf standard.at über sämtliche kommunikationskanäle kreuz und quer durch unser soziotop fegt, versetze ich mich nochmal zurück in das ad hoc eingerichtete alpin-bureau und die ruh‘ über den wipfeln:

hohentauern_2013_alpin-bureau

berge, seen & ruh‘ sind nämlich nicht nur per se super, sondern auch die vegan-kompatibilität der traditionellen familien-erholungsdependance des hauses C. – trotz (oder gerade wegen?) undogmatischer ernährungsgewohnheiten („über 1.000m esse ich auch knödel!“): da gab’s neuerdings nämlich hafermilch & pflanzliche aufstrichvariationen („ich habe alles genommen von dem ich mir vorstellen könnte dass es mir auch schmeckt!“ – „… so mach ich’s auch ;-)“) – und beim frühstück eine liebevolle selektion von avocados über steirische zwetschken bis frisch gepflückte himbeeren.

ein weiterer faktor für veganisierbare sommerfreuden – prächtigstes frischgemüse! C. pflegt nämlich schon seit jahrzehnten ihren untriebigen kleingarten auf fast 1.300 höhenmetern, in dem trotz alpiner umstände mit 1.20m schnee ende märz, zart sprießenden schneeglöckchen ende april und neuerlichen schnee-einfällen ende mai allerlei gedeiht: von erdäpfeln, kohlrabi, porree, rhababer, sellerie, zucchini, sporadischen tomaten – je nach wetter(un)gemach – und einem ersten sprießenden kürbis über bunte salat-sorten & essbare blüten bis zur erklecklichen kräuterauswahl – salbei, thymian, rosmarin, ysop, wollige & braune melisse, minze, schnittlauch, liebstöckel, oregan-oh! (macht quasi schon unserer ökoparzelle konkurrenz):

hohentauern_2013_garten

der vom-beet-auf-den-teller gartensalat mit unmengen an frischen kräutern wurde mit einem grünkernlaibchen gepimpt – der veggie-selektion von spar kann man gegenüberstehen wie man will, aber für nicht-veganerInnen mit kulinarischem kompatibilitäts-ehrgeiz ist die deutliche kennzeichnung samt „vegan“-siegel in jedem fall sehr hilfreich. grünkern beispielsweise hätte ich mir wohl selbst nicht eingebrockt, aber – surprise! – die beiden laibchen sind erstaunlich fein gewürzt und auch ziemlich saftig, selbst omnivore C. war positiv überrascht ;-)

das salat-dressing aus bio-apfelessig, steirischem kürbiskernöl, kremser senf und kräutersalz süßt C. übrigens neuerdings mit agavendicksaft – ihre apothekerin hat ihr empfohlen von kandisin flüssig auf die naturnahe alternative umzusteigen, die sei besser verträglich für die verdauung. hört, hört!

aber zurück zum frischgemüse – erwähnte prachtzucchini wurden dann auch prompt in einem herzhaften gulasch vervurstet:

zucchini_gulasch

zucchini-gulasch

2 mittelgrosse zucchini (ca. 1kg)
2 zwiebeln
3 zehen knoblauch
1 tomate
2 el öl
2 tl zucker
3 tl suppenpulver
3 tl paprikapulver
1 el tomatenmark
eine prise pfeffer
optional prise chili + schuss ketchup

zwiebel und knoblauch würfeln, zucchini würfeln (wenn die schale sehr dick ist, eher schälen) 2 el öl erhitzen (zb maiskaimöl), 2 tl zucker leicht karamellisieren lassen, zwiebeln und knoblauch glasig anrösten, zucchini dazu bei geschlossenem deckel etwas dünsten lassen bis bissfest, dann gewürfelte tomate dazu aufgiessen mit 3 tl suppenpulver in 1 tasse wasser, 3 tl paprikapulver (rot, süß) dazu, bei bedarf auch eine prise chilipulver, plus eine schuss pfeffer, 1 el tomatenmark unterrühren, optional auch ein spritzer ketchup

dazu passen reis, couscous oder auch kräuter-kartoffeln

dank ebenjener gulasch-festspiele und der deutlich erhöhten verköstigungs-frequenz (5 mahlzeiten täglich. mindestens!) hatte ich jede menge energie um mich von der haustür weg (1.274m) auf den familiär-legendären großen hengst (2.159m) zu schwingen:

hohentauern_2013… samt rituellem belohnungs-stamperl hinterher – frei nach der dahlkeschen anti-ernährungsempfehlung („sie könnten kiloweise weissmehlprodukte essen und dazu nichts als wodka trinken, das ist auch vegan.“). mit wodka hab ich’s ja nicht so, aber von zirbenschnaps & schwarzbrot könnte ich mich sehr wohl geraume zeit ernähren… aber das ist eine andere geschichte.

also, adieu eine meiner wahl-heimaten (heimats? heimata?) und hallo wien!

alles feine,
deine lesterschweinin