neu in wien: veganes frozen yogurt

liebe kati!

35°C im schatten. hitzewarnung für wien. die stadt ist wie ausgestorben – jeder halbwegs mobile und nicht vollkommen badescheue mensch begibt sich in wassernähe.

und was machen wir? lesterschweinisches chill-out mit thaisalat im gänsehäufel?

mitnichten.

du stehst im schweiße deines angesichts vor herd & töpfen, um für den heutigen – mal wieder ausgebuchten – vegan supper club eine formidable indische reistafel aus der hüfte zu schupfen (die vorfreude ist groß!). und ich? darf dank einbandagiertem finger und spezialverband sowieso nicht ins kühle nass springen, und der gestrige versuch sich im style einer einarmigen banditin in die fluten der alten donau zu werfen war schlichtweg frustrierend. ein alternativprogramm muss her!

soya-froyo #ftw – manessi macht’s möglich

wie gut, dass fräulein L. vor jahren von einem ihrer zahlreichen london-trips einen kleinen frozen yogurt fetish importiert hat. vom snog in UK über das pinkberry in NYC – alle welt genehmigt sich geeiste milchprodukte mit frucht-, cerealien-, süßkram- & saucen-topping. in wien haben sich die lokalitäten kurt (1010) und foxy (1040) an den globalen post-cupcake-trend angehängt, und seit 3 wochen gibt es eine weitere bastion der weißen freude: das im juli neu eröffnete manessi in 1030. auf meinem radar aufgepoppt ist der neue laden dank einem facebook posting der VGÖ, denn es ist nicht irgendein weiterer froyo-schuppen, sondern viel besser: es gibt nämlich veganes frozen yogurt! oder besser gesagt, frozen sojamilch. das sieht dann so aus:

frozen_yogurt_manessi_coll

das neue manessi frozen yogurt auf der landstraßer hauptstraße – mit dem klassischen topping-sortiment für die vegane froyo-version.

der besitzer vermittelt dank italophilem akzent ein gewisses urlaubsflair (kann auch an der hitze liegen), der laden ist ganz in türkis-weiß gehalten mit fancy pop art comics als wanddekoration. L. & ich ziehen neben den 50er-jahre barhockern die – natürlich ebenfalls türkis-weiße – parkbank am gehsteig vor, und widmen uns den beiden becherchen: einmal medio mit heidel- & erdbeer, und einmal picolo mit kiwi, pfirsich und müsli. der erste geschmackliche eindruck ist sehr soja-lastig, und die klassische froyo-säure aus der joghurt-basis fehlt, da die vegane version aus sojamilch produziert wird – die aus österreich kommt. dafür laut o-ton „kaum“ zugesetzter zucker, und nach einer kurzen gewöhnungsphase stört auch die soja-note nicht mehr so sehr (… die ich nicht mehr gewohnt bin seit ich hauptsächlich reismilch verwende) – ganz im gegentum: die geeiste cremigkeit ist eine angenehm unaufdringliche basis für die kombination mit frucht & co, und beschert einem im gegensatz zum guten alten eis nicht einen halben zuckerschock… das ist im fall der gelato-schlemmerei zawr legitim und auch der deal, aber zur abwechslung mal frozen sojamilch kann auch was.

um EUR 2,60 bekommt man 1x froyo im format picolo, um EUR 3,60 gibt’s einen medio-becher, jedes topping dazu 40 cent. 1 liter in der kühlbox kommt auf EUR 14,-. zum aus sizilien importierten kaffee sind sowohl kuh- als auch soja-milch erhältlich. also: alla prossima!

bis später & happy schwitz,
die invalidenschwester