o.m.k., o.k.? oder: eine ode an das oben.

liebsteste kati!

endlich nach dem ganzen weihnachtstrubel mal wieder 5-tägige arbeitswoche #hüstel – und damit eine neue gelegenheit für bürohengste & -stuten, sich über das werktägliche mittagsmenü gedanken zu machen. um hier die auswahl im ohnehin kulinarisch wohlversorgten 2. bezirk zu erweitern, hat der sushi-laden mochi auf der praterstraße justament gegenüber eine take-away bude eröffnet: das o.m.k. – seit heute 13.1. punkt 11 uhr wieder aus der winterpause erwacht. das bedeutet übrigens laut website „omochikaeri“, was so viel heißt wie take away, bzw. eigentlich „I’m taking it home with me!“, sagt das internet.

ich hab das ganze mit kollegin V. noch im dezember mal unter die lupe genommen und mir eine udon-nudelsuppe genehmigt. erstens das einzige vegane auf der karte (für veggies gibt’s auch curry) und zweitens steh ich schon immer auf die dicken reisnudeln in reichlich wohlschmeckender suppe. kam auch sehr appetitlich daher mit ordentlich gemüse von knackigen erbsenschoten über pak choi bis zu frischem koriander samt tofu-würfeln:

omk_udonsuppe

dicke nudeln, ok?

dort waren alle sehr nett, der kassa-mann wollte gleich mit V. posen, sobald ich das handy (vermeintlich unauffällig) foto-bereit gezückt hatte. die suppe selbst wurde dann im büro verspeist, kam trotz transport noch halbwegs heiß auf den tisch und war – nett. also eh lecker und viel einlage und gute nudeln, aber das war’s auch schon wieder.

ganz im gegentum dazu hat mich vergangene woche ein kurz-ausflug über die dächer von wien spontan vom hocker gerissen – ein kleines dinner im oben, dem restaurant auf dem dach der hauptbücherei am gürtel. die sind ja bekannter maßen gut mit veganen sachen, vor allem mit seitan (wir erinnern uns: seitan-sandwich mit konfierten zwiebeln), und haben das mit einem schlichtweg grandiosen seitan-ragout einmal mehr bewiesen – kommt daher mit wurzeljus, gin-cranberries, mini-erdäpfenknöderln und vleisch, das von einer zartheit und g’schmackigkeit ist, dass ich kurz davor stand, vor dem teller auf die knie zu fallen und ein stoßgebet gen küchenchef(in?) abzuschicken:

oben_dinner_2015-01

linsen-curry und the-one-and-only seitan-ragout from heaven.

wir wollten ja eigentlich ins loving hat, das aber geschlossen war, und haben im oben nur einen drink angepeilt, bevor wir weiter zum brunnenmarkt wollten. doch glücklicher weise sind wir geblieben – und die anfangs etwas mulmig in kauf genommenen 12 EUR für das gericht sind somit mehr als gerechtfertigt.

das A.&O. hatte ein linsen-kürbis-curry mit kunstvoll gefaltetem papadam und basmati-reis mit nelken, auch sehr nett, aber keine solche offenbarung wie das ragout, wenn ich mal so sagen darf ;-) das ganze hat natürlich system – denn das oben ist ein „friendly food“ restaurant:

Lokale, die mit friendly food gekennzeichnet sind, setzen sich bewusst mit der hochwertigen vegetarischen Küche auseinander und bieten ihren Gästen täglich mindestens drei frischgekochte hochwertige vegetarische oder vegane Gerichte an.

und das ist gut so! schade nur, dass der urban-loritz-platz vom zweiten bezirk gar so weit weg ist. mittagsmenüs werde ich daher leider eher selten erwischen, aber so ein gediegenes dinner mit blick über die nächtliche stadt – immer wieder eine reise wert!

bussi,
hanna

all-you-can-eat-donnerstag

hi nochmal,

beim finalisieren des bikekitchen-workshop-nachberichts ist mir in der fotodoku aufgefallen dass ich danach ja gleich noch einen lokaltest angehängt hatte! weil der geschätzte loving hut nämlich MO-DO erst um 16:30h aufsperrt, bin ich 1 querstraße weiter zu xu’s cooking in die kaiserstraße gehoppelt. dort war früher ein vegetasia, jetzt gibt’s weiterhin asiatisches veggie- & vegan-zeug, nur unter anderem namen. großer bonuspunkt: outdoor-sitzgelegenheit zwischen spriessendem bambus und blühenden forsythien auf der zweistufig angelegten terrasse!

„leider“ bin ich genau zur mittagszeit reingekracht, und da gibt’s immer all-you-can-eat-buffet, und zwar um preiskämpferische EUR 6,90 – von 11:30 bis 15:00 uhr. schlecht für mich, weil ich mich unter solchen rahmenbedingungen nicht zurückhalten kann, und mich quer durch alle warmhalteplatten mampfe. so auch diesmal:

1. runde: fry me baby one more time!

auf nachfrage bei einer servicedame wurden mir große teile des angebotenen buffets als vegan freigegeben, von der veggie-abordnung gab’s eierreis & konsorten. ich hatte das mit der abteilung warm auch gleich mal falsch verstanden, nämlich dass alles eierreis sei, und mich daher für’s erste nur auf einer buffetseite quer durch die abteilung frittiertes & paniertes getestet. neben dem alibi-gurkensalat wurde der 1. teller dementsprechend begraben unter freunden der deftigen sorte: von gebackenem tofu über panierten fischersatz und rosa wannabe-leberkäse bis bällchen undefinierten inhalts mit einer eingebackenen cashew. dazu mini-frühlingsrollen und rote soße süß-sauer. ich weiß dass du, liebe lesterschwester, auf die fleischersatzabteilung fröhlich verzichten kannst, mir hat’s getaugt. allerdings kam dann die böse überraschung…

2. runde: ma-ma-mango-huhn

die andere seite des buffets war nämlich mitnichten veggie-sperrzone, sondern ganz im gegentum mit der gesamten vegan-kompatiblen warm-abteilung gefüllt: für die gebratenen nudeln sowie tofu mit gemüsestreifen hat der platz weder am teller noch in meinem magen gereicht. dafür mango-huhn, glasierte bohnenschoten mit schwarzen bohnen (TBC – die mädels am nebentisch stuften die schwarzen teile als miso ein), tofu-bällchen süß sauer.

2013-04-18_xu_mango_web

überhaupt witzige geschichte, die tischnachbarinnen dürften gerade die rückkehr eines der drei teenager-mädels gemeinsam mit ihrer mutter zelebriert haben. das unfreiwillig mitbekommene aber sehr nette geplauder drehte sich viel um kulturunterschiede good old europe vs. the U. S. of A., highschool-abenteuer, klamottenkauf und flugverspätungen. am meisten beeindruckt hat die austauschschülerin anscheinend der inflationäre einsatz des wörtchens „love“: „dort sagen das alle ständig – und jeder zu jedem!! i love your shirt, i love that song, i love…“ – und das hat mich wiederum sehr an meine kanada-zeit erinnert. konstatierte nordamerikanische oberflächlichkeit hin und her, der allgegenwärtige alltags-smalltalk samt unumgänglichem kompliment-geplänkel hat mir das einleben in neuer umgebung von supermarkt über uni-cafetteria bis IT-helpdesk definitiv erleichtert.

3. runde: banane in der birne

ach ja, der lokaltest: zum abschluss gab’s noch 2 eingebackene bananen mit zuckersirup, so als leichte draufgabe zum vorhergehenden geschlemme.

fazit: klassisch-solide asia-bespielung, breite auswahl für vleischtiger, sehr günstiges buffet-paket, äußerst aufmerksames service, schöne terrasse. i’ll be back!

die 4. bis X-te runde war dann beim anschließenden geburtstagspicknick von R. im alten AKH dran, inklusive hammer walnuss-brownie by vegan guerilla von E.:

ich hab etwas weniger schokolade, etwas mehr mehl und statt ahornsirup honig und zucker genommen.

2013-04-18_brownie_web

keine ahnung wann ich diese unmengen nahrungszufuhr eigentlich verdaut habe… wahrscheinlich beim abendlichen rumgehüpfe im flex mit L., E. & T. bei meinen verehrten vancouverians brasstronaut. aber das ist eine andere geschichte.

so, jetzt genug gebloggt, back to datenschutz & urheberrecht! ich sollte nicht gleich 2 prüfungen in 1 woche versäumen…

schönen sonntag & freu mich auf deinen supperclub-nachbericht!
hanna