die gute & die schlechte kuchen-nachricht

liebe kati,

von der veganen kuchenfront gibt es eine gute und eine schlechte nachricht.
welche willst du zuerst hören?

die schlechte, damit wir’s hinter uns haben?

na gut. also das happy cakes hinterm franzl-bahnhof sperrt zu, hat mir H.-P. geflüstert. du erinnerst sich, eröffnung war ja im juni 2013, und ich dabei. schließen tun sie nun leider schon per 31.10., aus persönlichen gründen, wie die café-inhaberinnen mutter & tochter aka susi & steffi via facebook bekannt gaben. das ist schade, weil ein rein veganes café mit kuchen, cupcakes, frühstücks, warmen speisen & co muss erst mal wer nachmachen! also noch schnell hin während der letzten 3 tage, und im november gibt’s dann flohmarkt:

Sämtliches Inventar kann beim Lokalflohmarkt von Do. 20.11. bis Sa. 22.11. jeweils von 15 bis 19 Uhr erworben werden.

schade, schade!

die gute nachricht jedoch:

immer mehr klassische cafés wollen auch den zuckerbedarf der pflanzenfresserchens decken und bieten die ein oder andere vegan-option an. so auch das kleine aber feine zuckero in meidling, gleich beim hinterausgang der philadelphiabrücke.

dort gibt’s veganen apfelkuchen, und der ist nicht von schlechten eltern – aber nicht wie bei uns in streuselform, sondern „gedeckt“ und liebevollst dekoriert:

apfelkuchen_zuckero_webaußerdem muss man dazusagen, dass sie eigentlich schon geschlossen hatten – aber das vitamin B. und ich haben anscheinend so arm aus der wäsche geschaut (finster! regen! montag!), und die chefin hatte noch eine runde test-kekse zu fabrizieren, deshalb hatten wir eine kleine exklusive kaffee & kuchen sessions. very nice!

so long,
hanna

tantenkochshow

liebe kati,

super dass ihr’s in der st.eiermark so fein hattet! und bloggen statt geschirrspüler ausräumen ist die beste prokrastinationsmethode ever ;-) ach ja, blogartikel im antifa-style passen super zu meinen verschwommenen handy fotos in early-2000er-digistragram anmutung…

jedenfalls, sitze gerade am boden meines badezimmers und warte bis nichtenkind S. in der hängematte einbüselt (vor- & nachteile einer 1-zimmer-wohnung). an die heizung gelehnt entspannen sich meine tanzgeschundenen rücken- & schultermuskeln ein wenig, und überhaupt bin ich bestens gelaunt, da meine bisher teilweise hinter den (selbst-)erwartungen zurückbleibenden veganen kochversuche heute durch zwei fulminante premieren abgelöst wurden… wobei mich die sanfte ahnung beschleicht, dass das nicht an meinen exponentiell steigenden fähigkeiten liegt, sondern an der tatkräftigen mithilfe und beratung durch deine famose tochter (ich bin zwar 3x so alt wie sie, aber das ist noch lang kein grund dass sie in der küche nicht kochlöffelschwingend ebenso einen bildungsauftrag erfüllen darf ;-)

also:

high-speed-lasagne

1/2 zwiebel, klein geschnitten
4 karotten, gewaschen + geschält + in scheiben
1 glas sugo basilico
1 pkg. lasagne blätter
gemüse nach lust & laune
etwas olivenöl
veganes bechamel

1. zwiebeln in etwas olivenöl anrösten, karotten mitrösten, sugo dazu
2. optionales gemüse waschen + schnippeln, zB zucchini, paprika, schwammerls. urgut: gebratene zucchini mit knoblauch
3. bechamel machen
4. auflaufform einfetten
5. schichten schichten: nudelblätter => tomatensauce => gemüse-allerlei => bechamel (ad infinitum), abschließen mit nudelblatt + sauce + bechamel

bei ca. 180° für 25-30 min. ins rohr

nachdem S. gemüse in der lasagne nicht so mag, haben wir die form 50/50 einmal nur mit nudelblättern + karottensugo und auf meiner seite mit gemüse-allerlei befüllt.

geht superschnell und schmeckt oberlecker, wie unser bruder sagen würde. S. hat sich nen ganzen ziegel reingestellt, und ich hab noch direkt aus der form weitergemampft, so gut war die.

lasagne steps

einzige optimierungsoption: karotten nicht klein schnippeln, sondern dünn raffeln (riffeln?). sie waren in unserer version noch eher bissfest, hat dem ganzen aber auch eine leiwande konsistenz verpasst wie ich finde.

bester schokokuchen a.k.a. „angry cake“

hier eine kombinierte version des auf vegane freude in kontinentaleuropäische maße umgerechneten „bester veganer schokokuchen“ rezepts mit dem original „i kid you not!“ rezept – ich finde nämlich je nach situation sowohl gramm-angaben als auch cup-größen praktisch… und so lässt’s sich auf einmal ausdrucken.

1 1/4 cups = 225 g mehl
1 cup = 200g zucker
1/3 cup = 60 g ungesüßtes kakaopulver
2 TL backpulver
1 prise salz
1 cup = 240ml warmes wasser
1/3 cup = 90ml pflanzliches öl
1 TL apfelessig

1. mehl + zucker + kakaopulver + backpulver + salz mit einer gabel direkt in einer backform mischen.
2. wasser + öl + essig dazu. sehr gut verrühren.

bei 175° ca. 30 min. ins backrohr.

schokokuchen

heißen dank nochmal für den link – geiles zeug! detto, ein superg’schwindes rezept, weil man nämlich alles schon in der form zusammenmanscht und sich rumgeschütte und rumgerühre spart. glasur war mir für heut abend auch schon zu mühsam, die dazugehörige anleitung plus pimp-optionen finden sich in obengenannten originallinks! die beste variante: gefüllt mit marillenmarmelade und übergossen mit reichlich heißer schokosauce (alsan plus schoko plus pflanzenmilch, optional mit sojasahne)

=> UPDATE: kati hat eine supergeniale gepimpte version des angry cake fabriziert, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen!

Lesterschweine_AngryCake_3_2013_web

angry cake – „wachauer edition“

225g Mehl
200g Zucker
60g ungesüßtes Kakaopulver
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
240ml warmes Wasser
90ml pflanzliches Öl
1 TL Apfelessig
200g Marillenmarmelade, zB von DonauGarten (http://marillenmarmelade.donaugarten.at)
200g Kochschokolade und 3 EL Alsan

Trockene Zutaten (Mehl, Zucker, Kakao, Backpulver, Salz) mit einer Gabel direkt in einer Backform mischen. Wasser, Öl und Essig unterrühren, alles sehr gut vermischen.

Bei 175° ca. 30 min. im Backrohr backen!

Den Kuchen mindestens 15 Minuten auskühlen lassen, mit einem Brotmesser in der Mitte durchschneiden und mit Marillenmarmelade füllen.

Für die Schokoladesauce in einem Wasserbad Alsan gemeinsam mit der Kochschokolade schmelzen und glattrühren.

also zurück zum text:

richtig cool auch dass man die zutaten in jedem zustand verkosten kann. du hattest diesen positiven vegan-nebeneffekt schon erwähnt, ist mir aber erst heute so wirklich bewusst geworden. der schokokuchen schmeckt laut S. in rohform sogar fast noch besser, daher wär meine idee den das nächste mal kürzer im rohr zu lassen und dann einen auf außen-knusprig-innen-flüssig zu machen ;-) #omnomnom

so, ich glaube S. schnarcht schon vor sich hin,
ich werd mich dann auch mal in die hapfe werfen, war heut noch den ganzen tag etwas retardiert dank deines bombenauftritts und der leiwanden tanzsause beim flüchtlingsball gestern :-)

winkewinke,
hanna

PS: apropos missratene kochversuche – die blöden bananenschokohaferriegeldingens von letztens hab ich versucht in hafermilch aufzukochen. hat nicht viel geholfen, die kleineren aufgeweichten stücke hab ich dann im mixer mit einer halben banane und noch mehr soja-reis-milch püriert. geschmacklich oke, aber summa summarum nicht so der burner.

PPS: meine contribution zum sexismus-debatten-dingens hat den status eines blogpost-entwurfs nicht verlassen. im endeffekt ist es nämlich so, dass die hauptmotivation für eine umfangreiche inhaltliche stellungnahme im grunde die „missionierung“ der handvoll leute war, die diesen unsäglich bescheuerten kath.net artikel sozialmedial unter’s volk gemischt haben. aber: wer sagt dass die überhaupt missioniert werden wollen (ich wage es zu bezweifeln). und eigentlich widme ich meine zeit und energie lieber anderen, positiveren dingen – wie unserem aufkeimenden CSA-projekt, meine social media workshops für NGO/NPOs, die bachelor-arbeit, und und und. werde allerdings die sache mit den friends und birgit kelle beim bevorstehenden netzfeministischen bier noch ansprechen…