authentizität durch minimalismus, quasi

liebe kati,

nach unserer foodblog der woche-sache hat ex-studienkollege M. auf facebook gefragt, warum wir eigentlich noch immer als wordpress-subdomain firmieren – und nicht eine richtige, ordentliche, professionelle URL wie „lesterschweine.com“, „lesterschweine.org“, „lesterschweine.at“ oder so haben. meine antwort darauf:

gute frage… hm… eine mischung aus faulheit und „eh wurscht“, tät ich sagen. wir sind ja kein super-gepimpter, magazin-fotos produzierender high-end-blog, sondern immer noch einfach ein bisschen email-geplauder zwischen schwestern. da reicht das basic-setup, ein „lesterschweine.com“ wär fast schon zu professionell, quasi

und er darauf:

authentizität durch minimalismus, quasi ;-)

und ich finde, das trifft die sache richtig gut!

auch minimalistisch ist ja dein kongeniales schoko-kokos-pudding-rezept, das ich kürzlich nachgebaut habe. kokosmilch mit etwas maizena aufkochen und geschmolzene lindt-schoko (ich sag nur: intense orange noir!) einrühren, das schaff sogar ich…

einziger schönheitsmakel war die mangelnde standfestigkeit nach dem stürzen aus den oh-so-romantique herzförmchen, aber egal, halt ein pudding-creme-haufen. gepimpt mit DIY-zwetschkenröster und frisch gezaubertem, noch warmen apfel-birnen-kompott. oh la la! auch die neuerdings erschlossene #vegan-crowd auf instagram hat ihr wohlwollen mit kleinen ♥-chen kundgetan:

schokopudding

schoko-kokos-pudding mit orangennote an homemade apfel-/zwetschkenkompott. an der deko wird noch gearbeitet… #vegan #undallesoyeah

das apfelkompott, nämlich, stammte aus der brüderlichen lieferung der letzten ernte aus dem fernen kärnten. nicht nur in roh, sondern auch in form 2er 20l-kanister frisch gepressten, naturtrüben apfelsaft!

apfelsachen

ja, und da kann man dann prima kompott draus machen:

apfelkompott

äpfel, birnen, etc. in spalten
300 ml apfelsaft
1 EL honig
1 schuss weißwein zum ablöschen
wasser nach bedarf
zimt
nelken
rosinen
mandelsplitter

honig in einen topf und erhitzen, birnen-/apfelspalten und rosinen darin karamellisieren, zimt dazu, mit weißwein (retsina!) ablöschen. mandelsplitter dazu und mit apfelsaft und je nach bedarf wasser dazu, alles sollte bedeckt sein. kurz aufkochen. fertisch!

so, und fertisch bin ich jetzt selber, nachdem musikfreund T. mit seiner samba-gruppe bei der gründungs-party der umwelt-NGO oceans’14 das tüwi zerlegt hat ;-)

bis bald also, liebstes lesterschwein!

dein hannalein

neu in wien: veganes frozen yogurt

liebe kati!

35°C im schatten. hitzewarnung für wien. die stadt ist wie ausgestorben – jeder halbwegs mobile und nicht vollkommen badescheue mensch begibt sich in wassernähe.

und was machen wir? lesterschweinisches chill-out mit thaisalat im gänsehäufel?

mitnichten.

du stehst im schweiße deines angesichts vor herd & töpfen, um für den heutigen – mal wieder ausgebuchten – vegan supper club eine formidable indische reistafel aus der hüfte zu schupfen (die vorfreude ist groß!). und ich? darf dank einbandagiertem finger und spezialverband sowieso nicht ins kühle nass springen, und der gestrige versuch sich im style einer einarmigen banditin in die fluten der alten donau zu werfen war schlichtweg frustrierend. ein alternativprogramm muss her!

soya-froyo #ftw – manessi macht’s möglich

wie gut, dass fräulein L. vor jahren von einem ihrer zahlreichen london-trips einen kleinen frozen yogurt fetish importiert hat. vom snog in UK über das pinkberry in NYC – alle welt genehmigt sich geeiste milchprodukte mit frucht-, cerealien-, süßkram- & saucen-topping. in wien haben sich die lokalitäten kurt (1010) und foxy (1040) an den globalen post-cupcake-trend angehängt, und seit 3 wochen gibt es eine weitere bastion der weißen freude: das im juli neu eröffnete manessi in 1030. auf meinem radar aufgepoppt ist der neue laden dank einem facebook posting der VGÖ, denn es ist nicht irgendein weiterer froyo-schuppen, sondern viel besser: es gibt nämlich veganes frozen yogurt! oder besser gesagt, frozen sojamilch. das sieht dann so aus:

frozen_yogurt_manessi_coll

das neue manessi frozen yogurt auf der landstraßer hauptstraße – mit dem klassischen topping-sortiment für die vegane froyo-version.

der besitzer vermittelt dank italophilem akzent ein gewisses urlaubsflair (kann auch an der hitze liegen), der laden ist ganz in türkis-weiß gehalten mit fancy pop art comics als wanddekoration. L. & ich ziehen neben den 50er-jahre barhockern die – natürlich ebenfalls türkis-weiße – parkbank am gehsteig vor, und widmen uns den beiden becherchen: einmal medio mit heidel- & erdbeer, und einmal picolo mit kiwi, pfirsich und müsli. der erste geschmackliche eindruck ist sehr soja-lastig, und die klassische froyo-säure aus der joghurt-basis fehlt, da die vegane version aus sojamilch produziert wird – die aus österreich kommt. dafür laut o-ton „kaum“ zugesetzter zucker, und nach einer kurzen gewöhnungsphase stört auch die soja-note nicht mehr so sehr (… die ich nicht mehr gewohnt bin seit ich hauptsächlich reismilch verwende) – ganz im gegentum: die geeiste cremigkeit ist eine angenehm unaufdringliche basis für die kombination mit frucht & co, und beschert einem im gegensatz zum guten alten eis nicht einen halben zuckerschock… das ist im fall der gelato-schlemmerei zawr legitim und auch der deal, aber zur abwechslung mal frozen sojamilch kann auch was.

um EUR 2,60 bekommt man 1x froyo im format picolo, um EUR 3,60 gibt’s einen medio-becher, jedes topping dazu 40 cent. 1 liter in der kühlbox kommt auf EUR 14,-. zum aus sizilien importierten kaffee sind sowohl kuh- als auch soja-milch erhältlich. also: alla prossima!

bis später & happy schwitz,
die invalidenschwester