oh so oriental: tajine!

hi lesterschwester!

nachdem ich mich gestern ausschließlich (!) von schmalzbrot ernährt habe, musste heute eine ordentliche reparatur-mahlzeit her. viel gemüse, g’schmackig, und am besten in einer so großen menge dass ich einen teil davon einfrieren kann für nächste woche.

meine wahl: tajine!

Moroccan Tajine

CC BY-NC-ND 2.0 von mallix

superlecker marokkanische gemüsepfanne mit rosinen & cashews – traditioneller weise gegart in einem spitz zulaufenden keramiktopf. das erste mal bin ich über sowas vor mehr als 5 jahren in paris gestolpert.

nachdem ich beim nachbauen mehrmals die dazugehörige würzmischung verwendet hatte (vgl. chicken kashmir), bin ich aus kostengründen und weil man geschmacklich flexibler ist auf’s selber würzen umgestiegen:

tajine

tajine marokko

1. geschnippeltes gemüse nach wahl: zB zucchini, karotten, kürbis, paprika, auberginen, süßkartoffeln, kichererbsen
2. zwiebel anbraten, gewürze dazu: koriander, kreuzkümmel, ingwer, zimt, knoblauch, salz, pfeffer nach gefühl, sowie je 1 messerspitze curcuma & chili und 1-2 lorbeerblätter
3. gemüse mitbraten, cashews dazu (tipp: cashew-bruch ist günstiger als ganze cashews, und für diesen zweck völlig ausreichend)
4. mit suppe aufgießen, rosinen dazu
5. ca. 10 min. mit geschlossenem deckel köcheln bis gemüse bissfest

dazu couscous!

und jetzt werf ich mich in die schöne wachau.
bis morgen!

hanna

#nomnom von nam nam

liebe lesterschwester,

uijegale, ich hoff bei deinem fahrrädlichen tiefflug gestern hast dir nicht alle knochen beleidigt! mein bike ist heute frostfrust-bedingt stehen geblieben… aber nach ostern geht’s dann hoffentlich temperatürlich steil bergauf!

um den heutigen frost mit wärmendem mittagsmampf zu bekämpfen haben wir in der agentur zu fünft das neue nam nam deli in 1050 getestet. auf der karte wird nämlich nicht nur mit bunten buttons „vegan“ & „bio“ ausgewiesen, sondern sogar nochmal extra erwähnt:

Auch Vegan:
Alle unsere vegetarischen Gerichte können auf Wunsch auch vegan zubereitet werden.

gesagt, getan – in meinem fall heute das veggie-menü „aloo baingen“ mit erdäpfeln & melanzani zum mittags-kampfpreis von EUR 6,50. die take away version kommt in recycling-kartontellern inkl. reis und naan brot, und die portion war mal wieder so groß dass ich mir die hälfte für nen nachmittagssnack aufheben konnte. das während der wartezeit im lokal angebotene mangolassi musste ich leider ablehnen, ist natürlich mit joghurt. wie sich summa summarum der preis bei der menge und bio-material ausgeht ist mir noch ein rätsel, aber selbst während der ca. 5 minuten die ich im mini-laden mit offener küche und ein paar barhockern war sind 3 andere mittagsgäste reingeschneit (ho, ho) um säckeweise menüs abzuholen. vielleicht macht’s ja die menge?

aber beim genaueren lesen ist mir dann auch aufgefallen dass „bio“ folgender maßen ausgeführt wird:

Wir Denken Bio:
Unsere Takeaway & Delivery Verpackungen bestehen daher vorrangig aus Zuckerrohrfaser oder aus recyceltem PET Kunststoff, das wiederum zu 100% recyclebar ist.

hm… ob das gemüse & anders material per se bio ist wird eigentlich nicht erläutert. werd ich beim nächsten mal noch nachfragen – geschmeckt hat’s nämlich sehr, ein paar der melanzani-stücke waren noch eine spur gummiartig, aber in sachen würze & schärfe sehr leiwi. #nomnom!

und die nam nam namensgebung hat bei mir gleich den peter seller’s trigger gelöst, und ich durfte die herren kollegen mit folgendem videosnippet annerven… bööördie nam nam!

satt & jetzt ein bisschen unarbeitswillig,
die testerschwester

PS: muahaha ich muss da noch einen blöden twitter-schmäh anbringen… totally unvegan, of course ;-)

the art of sonntag

hi nochmal lesterschwester,

die burning man option hat mich total motiviert und fast alle tasks für heute sind erledigt (inklusive spannungsgeladenen action-points wie wäsche waschen…). nur hab ich 1. unseren CSA-blogpost über FR nicht zustande gebracht, vielleicht wollen wir uns dem am MI gemeinsam widmen mit den ganzen textgeschichten? und 2. ist mir der tiramisu-versuch großartigst in die hose gegangen: komische creme, viel zu fettig, zwieback ist nicht weich geworden, meh.

dafür hab ich mir für den morgigen 12-stunden-tag (agentur, prüfung, vorlesung) ein easy-cheesy dal gebaut, geht echt g’schwind und ist einfach lecker:

DSC00069

linsen dal

250g linsen
knoblauch (1 zehe oder pulver)
1 lorbeerblatt
chili (1 schote oder 1 messerspitze pulver)
1 TL ingwer, gemahlen
1 messerspitze kurkuma
1 TL kreuzkümmel, gemahlen
1 TL koriander, gemahlen
salz

optional:
zwiebel
kokoscreme
zitronensaft

linsen in einen topf, mit wasser ca. 1 cm bedecken, alle gewürze dazu (manche rezepte sagen, man soll kreuzkümmel + koriander erst nach der kochzeit dazugeben, aber ich finde das ist egal), und auf wunsch auch eine halbe geschnippelte zwiebel. bei halber hitze ca. 15-20 min. kochen, immer wieder umrühren damit die linsen nicht am topfboden festpicken.

sobald mischung halbwegs cremig, lorbeerblatt wieder herausfischen und optionale kokoscreme plus zitronensaft dazu.

dazu passt reis und auch das supere mango chutney!

***

das wär’s von mir soweit, ich werd mir jetzt noch den großartigen TED talk von amanda palmer über „the art of asking“ reinziehen (von dem H.-P. auch schon erzählt hat), und dann bald ins bett fallen…

bis spätestens mittwoch! schwesternkochsause hurra :-)

die
müdeschwester

„django muddy“: mango chutney á la R.

liebe kati,

guess what: gestern hab ich in der agentur ein post-post-weihnachtsgeschenk bekommen, und zwar von R. & R.! das war eine große freude, denn ihr „django muddy“ mango chutney hat wie die faust auf’s aug zu deinem superleckeren shahi paneer curry gepasst.

django muddy mango chutney

R. hat mir sogar freundlicher weise ihr geheimrezept geflüstert, und hurra: das ding ist nicht nur saugut, sondern auch noch vegan!

So das Rezept: Ich sag’s gleich, Mengenangeben gibt’s nicht, mach ich nach Gefühl!

***

Mango
Limettensaft
Erdnussöl
Zwiebel
Knoblauch
Chillis
schwarze Senfsamen
Koriandersamen
Essig (Kräuteressig)
Salz
Ingwer
Agar Agar

***

Mango mit Limettensaft vermischen. Öl erhitzen und Zwiebel, Koblauch-Ingwer (zuvor im Mörser zerstampft) und Chilli andünsten. Senfsamen und Koriandersamen dazugeben und mitrühren. Mango/Limettensaft, Essig, Salz und Agar Agar dazugeben und einkochen bis alles schön klebrig wird und dann ins Glas füllen!

… wird auch mal angetestet, ich hab nämlich schon das halbe von R.’s glaserl zusammengemampft. und überhaupt mit dem richtigen soundtrack samt mengenangaben geht das in kombination sicher super ;-)

bussi & bis heut abend beim traditionellen protestsongcontest-finale! kann’s kaum erwarten wieder den eröffnungs-tune des famosen arbeiterInnenchors einzustimmen… ;-)

So flieg, du flammende, du rote Fahne,
voran dem Wege, den wir ziehn.
Wir sind der Zukunft getreue Kämpfer,
wir sind die Arbeiter von Wien!

glück ist vogel!
deine hanna