von 39° auf -15°: eiskaffee & DIY-sorbet

liebe kati,

heute hat es ja bescheidene 29°C in wien und der näheren welt, die radwendende rückreise aus der weidlinger idylle nach einem äußerst erquicklichen seitan-grillgelage (nachbericht folgt!) daher auch im post-poolparty-modus bewältigbar. aber was tun bei hitzerekord und anhaltenden 39°C wie in der vergangenen woche des wüstenwindes?

entweder, 1., man kocht für 12 personen und hostet einen schweißtreibenden supper club ;-)

oder, 2., man erfreut sich ausnahmsweise einer der vorteile von bescheidenen 1,59m körperhöhe und stellt sich in deinen nigelnagelneuen profi-kühlschrank:

kuehlschrank_lesterschweine_h_2013-07-25

oder! 3., man erkundet neben eisvariationen & frozen sojamilch weitere spielarten der tiefgefrorenen fraktion:

stark & süß – that’s how we like our eiskaffee…

als langjährige freundin der espresso-vanilleeis-schlobers-kombination war es mir ein besonderes volksfest, in meinem quasi schon stammlokal harvest am karmeliterplatz auf eine handgeschriebene tafel mit der anpreisung des hauseigenen eiskaffee zu stoßen:

Eis-Kaffee: Veganes Vanilleeis, starker Kaffee & Soyaobers

die überaus appetitliche kombination mit einer zimt-kardamom-bestreuung überzeugt selbst den eingeschworenen omnivor & eiskaffee-kumpanen anno 2011, D.:

harvest_eiskaffee_web

besonders überraschend ist das cremig-flaumig-süße obers, auf nachfrage erfahren wir dass es sich um ein spezielles topping aus israel handelt. hört, hört! absolut gerechtfertigte EUR 4,40 jedenfalls.

das ebenfalls geschätzte liebling in der zollergasse kommt im gegensatz dazu mit einer eher unglamourösen interpretation des eis-klassikers daher: der dortige eiskaffee ist schlichtweg kaffee mit pflanzenmilch plus honig und etwas vanille, wenn ich mich richtig erinnere, das ganze mit zerstoßenen eiswürfel gemixt. dafür gibt’s das ganze auch um unaufgeregte EUR 3,10. nur, ob man nicht vom etwas umstrittenen honig (vegan oder nicht?) auf agavendicksaft umstellen könnte? mein dahingehendes kommentar wurde vom kellner nur mit einem achselzucken bedacht. aber man muss ja auch nicht justament unter einem blühenden oleanderbaum eine grundsatzdiskussion vom schanigartenzaun brechen, also was soll’s.

DIY-eis

die liebling-variante bekomme ich auch im eigenbau zusammen, dahingehend gab’s auch eine erfrischende email-konversation mit B., die mir ihre sorbet-geheimnisse anvertraut hat:

reismilch-zitronensorbet á la B.

liebe genießerin,
las heute deinen eisblog, das war deshalb witzig, weil ich mir gestern abend, bei 28° in der wohnung, ein reismilch-zitronensorbet gebastelt hab und dann ein kokosmilch – kardamom -sorbet. es war sowas von lecker!

sojareismilch, zitronensaft, etwas rohzucker,fein gemahlen
ab in den tiefkuehler,
alle 30 minuten umruehren, also 2 mal, dann noch 15 minuten, und fertig ist der spaß.

kokosmilch, kardamompulver, etwas ingwer, gehackte rosinen, frieren wie oben, echt ueberraschend fein.

die erste testrunde war leider nicht so berauschend, ich hatte den ganzen tegel nach 2x rühren im tiefkühler vergessen, das ergebnis war zuerst steinhart gefroren und nach einem optimal-timeslot von ca. 30 sek. flüssig – zu hoher wasseranteil? weitere testberichte folgen an dieser stelle.

fehlt nur mehr das wagnis oreo-eiscreme aus dem hause veganerkeks, die mir bereits heiße will-haben!-träume beschert hat…

so long, schönen sonntag dir noch & bis morgen bei der zwetschkensause!

eisgekühlt,
die hannaschwester

lokalkolorit 2.1

liebe kati,

schön dass ihr wieder im lande seid! in der zwischenzeit habe ich mich mit 9 fingern hinter unseren lokalkolorit geklemmt, und für uns und die gewogene leserInnenschaft alle bereits getesteten vegankompatiblen lokalitäten in einer gepimpten google map zusammengefasst – inkl. links zu unseren blogposts und dazugehöriger foto-doku.

*drumroll* voilá, der lesterschweinische lokalkolorit:

außerdem gibt’s noch 2 lokalnachberichte – allerdings beide ohne foto, da meine wankelmütige sd-karte anscheinend in einem slot von 3 tagen alle bilder „vergessen“ hat… -.-

erstens durfte ich mit mademoiselle R. das mittagsmenü im liebling austesten – seit kurzem gibt’s im bobo-laden in der zollergasse nämlich täglich je 1 vegane und 1 omnivore menüoption, jeweils vorab handgezeichnet auf facebook zu finden. die vegane frühstücksvariation namens „taube“ hat sich ja laut testbericht schon bewährt, und auch mittags kann man sich im sommerlichen schanigarten getrost niederlassen. gereicht wurden eine kalte mandelcremesuppe sowie ein solides red curry. sympatisch, praktisch, gut. der erfolg gibt dem liebling recht – kürzlich hat die 2. dependance in der schadekgasse 12 eröffnet. zweittest folgt!

tags darauf gab’s einen abstecher mit J. in den 1. bezirk zum traditionellen vegetarierInnen-nobelkochsalon wrenkh. nobel nicht nur auf grund der lage, sondern auch in bezug auf die portionsgrößen – die curry-pilz-quinoa überzeugt zwar geschmacklich, taugt der menge nach aber maximal als gutgemeintes hors d’heuvre. als hauptspeise um knapp EUR 8,50 – hm… bei nachfrage ob der in der karte ganzseitig ausgewiesenen veganen dessertfreuden aus der pflanzlichen privatpatisserie g’sunde sünd wurde darauf verwiesen dass die dame derzeit für 3 wochen auf urlaub sei – daher ersatzlos keine veganen nachspeisen. well… jahrzehnte an veggie-pionierarbeit in ehren, ich bin nicht ganz überzeugt.

übrigens hatte ich zwecks lokalwahl vorab auch eine vegan-anfrage an das fancy-vegetarische tian gestellt, mit folgender antwort:

(…) Auf unserer Speisekarte befinden sich Speisen die wir auch gerne vegan zubereiten können.
Unsere aktuelle Speisekarte können sie unserer Homepage entnehmen.
Derzeit haben wir auf unserer Mittagskarte folgende Speisen im Angebot deren Zubereitung auch vegan möglich ist:
Exotischer Caesar Salat , Velouté vom Zuckermais, Feldsstechen, Tetris vom Kohlrabi und eine Götterspeise.

Wir hoffen Ihnen damit ein wenig geholfen zu haben und freuen uns auf Ihren Besuch
Freundliche Grüße
Restaurant Tian Vienna

das „tetris vom kohlrabi“ hat mir einen spontanen lachanfall beschert und wäre auch unter umständen in der näheren auswahl gelandet, wenn J. nicht schon vorab abgewunken hätte – er war schon mal dort, das preis-/leistungsverhältnis hätte ihn nicht überzeugt. das ganze erinnert mich ziemlich an deine yamm!-geschichte mit der unbefriedigenden buffet-preis-policy. vielleicht sollte man zum schutz des geldbörsels den 1. bezirk doch eher auslassen – oder vorher einen entsprechenden sponsor organisieren…

apropos tetris – da fallen mir wieder die durchgeknallten jungs von thousand monkeys ein, die den gaming-classic im django style schrammeln. die hätten auch gut zum famosen wackelsteinfestival vergangenes wochenende gepasst! mehr dazu morgen ;-)

so long,
hanna