das war das (v)eekend: veganmania, vegan döner, veganista

ahoi schwesterlein,

klingt ja nach keinem besonderen geschmackserlebnis, euer lokaltest aus dem soy creative! das trifft sich allerdings auch in etwa mit meinem eindruck der messe-verköstigung vom stand des loving hut favoriten, den ich bei der veganmania mit M. & L. ausgiebig getestet habe.

unser „fehler“ bestand wohl darin, möglichst viele kleinigkeiten auszuprobieren, statt in ein großes, richtiges gericht zu investieren. daher also 1x veggie burger, 1 x bbq spieße, 1 x sommerrolle, 1 x chicken nuggets, 1 x spicy cha cha (= pseudoshrimps):

veganmania_food_3

alles in allem seltsame vleisch-versuche von zweifelhafter konsistenz und lieblosester zubereitung. kann auch am messestress liegen, aber nächstes mal dann entweder einen der stände von rupp’s bis landia anpeilen, oder gleich wieder der formidable vegan-döner von makam. die waren auch vor ort, und sind über den sommer fix am donaukanal anzutreffen – gleich beim adria wien. freitag abend bin ich nämlich mit heißhunger am donaukanaltreiben eingetrudelt, da war die kombi aus (vollkorn?)-flade, superg’schmackigem döner-geschnetzeltem, tomate & vegan-mayo samt viel scharf genau richtig (im dunkeln ist gut dönern…):

vegandoener_donaukanal

aber zurück zur veganmania. gleich mal überrascht haben mich die massen an leuten. wenn vegan ein trend ist, dann geht er um. auch die standvielfalt war beachtlich – von gastro (landia, rupp’s, loving hut, etc.) über basisbedarf wie gewürze, essenutensilien & co (vegan maran et al.) über bücher und infomaterial (VGT, animal.fair) bis zu klamotten (muso koroni) und kosmetik (ringana) – und vieles mehr. nachdem H.-P., M. & ich gleich darauf mit dem grrbrr im alten akh verabredet waren, hatten wir gar keine zeit, alles im detail anzuschauen. außerdem zu viele leute… also der tipp für’s nächste jahr: mehr zeit nehmen, und vielleicht einen azyklischen messbesuch anpeilen (und nicht im samstagnachmittäglichen mariahilferstraßenwahnsinn).

ganz, ganz großes highlight jedenfalls: der mobile eis-stand des kürzlich eröffneten veganista. wir sind ganz grrrlie-like zu viert hingestürmt und haben uns quer durch die kombinationen getestet, hier zu sehen erdbeer-haselnuss und cookie-basilikum. wirk-lich genialstens! konsistenz, süße, aroma, cremigkeit, stanitzl, alles. wir sehen uns asapst in der neustiftgasse…

veganista_veganmaniadas war also das vegan weekend!

bis bald,
hanna

na prague!

ahoj,

das war also prag. 48 stunden in der tschechischen (vegan) hauptstadt – zumindest wenn man von der lokaldichte mit vegan-option schließt. in jedem fall aber mit regen, rosen und einer ankündigung für die veggie-parade:

coll_na_prague

und: der 1. städtetrip bei dem ich – wait for it! – abgenommen habe. das vegane reisen bedingt nämlich einen drastischen rückgang der on-the-go-degustationen (oh, ein baumkuchen! wie wär’s mit noch einem kleinen kaffeetschal? ein schokocroissant! ah, lunchtime!). zwar hatte ich mich beim ersten besuch eines kleinen feinen bio-ladens mit allerlei veganem süßkram von der rohen kokos-lifebar bis zu kanadischen taste of nature riegeln (nova scotia blueberry fields!) eingedeckt – aber die machen das kraut dann auch nicht fett. beziehungsweise mich.

allein die suche nach einem café das auch soja- oder pflanzenmilch führt gestaltete sich als eher schwierig, wenn man nicht justament bei starbucks vorbeikrachen will. daher große empfehlung: einer der 6 standorte des mama coffee! alle kaffeesorten fairtrade, sehr gechillte atmosphäre, der cafe latte in kinderbadewannenmaßen, und wie gesagt mehrere standorte über die stadt verteilt – hier in der londýnská:

coll_mamacoffeef_prague

um gleich bei den highlights zu bleiben: ebenfalls kaffee mit sojamilch, und einen wirklich großartigen wochenende-brunch inklusive mehreren (!) veganen optionen gibt’s im radost FX. eine schräge kombination aus club + lounge + restaurant, das mit einer riesigen, sehr hipsterig getexteten speisekarte glänzt – und unbewältigbaren portionen.

im bild: virgin mojito, sleepless beauty (prosecco erdbeer) und *drumroll* huevos-less rancheros = maistortilla mit bohnen, knackig-knusprigen tofustreifen, salsa, frischer guacamole und erdäpfelsterz samt 2 scheiben brot. bam!!coll_radostfx_prague

leider hat’s nach diesem großartigen wahnsinn platzmäßig im bauch nicht mehr für den „elvis on a pita“ gereicht – ein pitablot mit erdnussbutter, bananen, fruchtcocktail und ahornsirup. nächstes mal, for sure!

ansonsten ist noch das loving hut mit ebenfalls mehreren standorten zu erwähnen – im gegensatz zu wien im buffet-modus. gewohnter weise mit reichhaltiger kost, breiter auswahl und wirklich gutem preis-leistungs-verhältnis (untenstehender teller um 70 CZK, das sind nicht mal 3 EUR). hervorzuheben sind die „black aubergines“ sowie eine tofu-rührerei mit frischem koriander. passabel!coll_lovinghut_praguedas war’s dann auch schon wieder mit den großen gourmet-entdeckungen, denn leider haben wir viele der von mir geplanten hot spots in der kurzen zeit mit beinahe durchgehend strömendem regen schlichtweg nicht geschafft. das berühmt-berüchtigte country life (ausführlich dokumentiert bei vegan backpackers) hat leider nur eher lieblosen buffet-gatsch mit asia-einerlei und tomaten-nudel-dingens zu bieten, das foto taugt nicht mal in schlechter auflösung zur dokumentation – sieht einfach nicht nach essen aus. wir waren dann noch am zweiten standort in der innenstadt, dort gab’s auch eine nette salat-bar und ein breiteres angebot. wir haben nur das dessert getestet – hat leider ebenfalls nicht gerockt, eine sehr dichte nuss-trockenfrucht-masse mit draufgepapptem rosa wabbel-zeug. uargh! da sind deine schrägen brownie-experimente schon hohe patisserie-kunst dagegen.

hier also die liste der beim nächsten (strikt menü-terminisierten) prag-trip ausszutestenden vegan-lokalitäten:

  • maitrea & schwesterlokal lehka hlava: vegetarisches fusion food im stadtzentrum
  • moment: vegane desserts, eis & mehr im bezirk flora
  • secret of raw: fancy raw food lokal nähe hauptbahnhof
  • … und überhaupt das meiste von der nicht enden wollenden prag-veggie-liste auf happy cow!

48 stunden sind einfach zu wenig für alles. und unser airbnb-appartment zu gemütlich um sich bei einem derartigen wetterungemach all zu viel vor die türe zu wagen… wobei, einen positiven aspekt gab’s: meine veganen outdoor-schuhe haben die probe auf’s exempel bestanden – wasserfest in allen lebenslagen selbst beim (dank tschechischen abenteuer-straßen) auch mal fast knöcheltiefen lackenwaten…

dafür hier noch zwei touri-proll-pics der prager burg aus dem kurzen sonnenloch:

coll_prague_sunalso: prag, da geht noch was!

bis bald & feinen samstag,
hanna