one does not simply…

liebe lesterschwester,

[insert random mordor meme here]. aber nachdem ich in meinem personal mordor nur imaginäre orks bekämpfe, hab ich mir unterstützung in eso-hausen geholt. nach einer montagabendlichen g’nackwatschen nämlich hat mich gestern mittag she-ra, meine princess of persia, im sapa ordentlich aufgepäppelt: buddha-rollen, totally unveganer schoko-himbeer-wahnsinn und jede menge gute worte. danach bin ich in der lindengasse impulsartig in einen hippie-laden (siehe fb) reingeschneit, um die good vibes zu festigen und mir ein bisschen energie zu holen. der ladenmensch hat auch total nett mit mir geplaudert, mir alle möglichen sachen gezeigt von mischungen und trockenkräutern bis räucherpapier, und mir dann zur gewählten portion versöhnung sogar noch ein goodie dazugeschenkt.

raeucherwerk

die versöhnung hab ich dann zur verschwesterung mit mir selbst ungemünzt (selbstsabotage is oh so yesterhour), und nach dem abfackeln ebenjener – nach den vergangenen durchwälzten nächten – wieder geschlafen wie ein stein.

überhaupt hab ich jetzt einige gute quellen beisammen um mein anti-werbefuzzi-esotanten-hippie-ich zu versorgen. ich war nämlich letzte woche für B. auf einem neubaugassentrip um ihr ein räucherbasisset zusammenzustellen, und war von den mischungen im 1. stock des dancing shiva sehr angetan – eine echt breite auswahl, auch sämtliche basis-komponenten sind dort erhältlich. die dazugehörigen utensilien hab ich dann nach 2 fehlversuchen im kirman ausfindig gemacht – die kohle-geschichte ist anscheinend nicht mehr so state of the art, stattdessen ist es ein messing-teil geworden wo man nur ein teelicht unter einem metallgittter aufstellt, wo dann das räucherwerk draufkommt. klappt laut B. auch sehr gut.

ich bleib inzwischen noch bei meiner feuerschale mit muschelsand und – je nach intensität des durchgangs – großer oder kleiner kohle…

räucherwerk 2

räuchern rulez. danke auch in diesem fall an dich für’s näherbringen. kann mich noch erinnern wie du vor jahren mit weißem salbei durch die wohnung in der D.-straße getigert bist… und ich mir so gedacht hab: woah, auch coole leute dürfen ein bisschen eso sein! ;-)

bis später!
die
orkschwester

re: morgensport

liebe kati,

das mit der leistungsdefinition ist ein wirklich spannender punkt. das du bist was du tust dogma aus familiärer wertewelt, (leistungs-?)gesellschaftlichem kontext und persönlicher prägung ist immer wieder schlicht und ergreifend ein schuss ins knie. das wurde mir beispielsweise mitte jänner mal wieder bewusst, als ich trotz offiziellem ferienstatus und meiner relativ minimalen agenturbeschäftigung – also alles entspannt, sollte man meinen – zwischen website-launch, workshop-buchungen, vortrags-vorbereitungen, moderations-jobs, projekt-anbahnungen, hobby-beschäftigungen und dann noch dem ganzen post-kanada-sozialisierungs-stress in die absolute unrundness geschlittert bin. lächerlich, eigentlich!

aber was frau p. mit alles darf, nichts muss sein auf den punkt bringt, ist mir beim letzten räuchern begegnet…

raeucherwerk_2013-01-13_web

der begleittext zur loslassen-mischung hält nämlich folgenden glaubenssatz bereit: ich entscheide mich für das, was mir im leben dient, und entlasse alles andere in liebe.

jaaa, klingt zwar schon ziemlich eso-mäßig. und sonst hab ich’s ja nicht so mit dem pathetischen zeug. aber bei all dem krampf und der überforderung hat mich dann vor allem das loslassen in liebe bzw. im guten beschäftigt. weil ich mich so wahnsinnig oft über all die dinge ärgere, die ich eben nicht machen kann.

aber vielleicht geht’s ja eben auch gar nicht primär um’s sachen machen…

anyways, das räuchern jedenfalls ist einfach leiwand – hat eine wirklich meditative qualität. wenn man schlau genug ist danach ausführlich zu lüften #hust

so,
ich werd mal noch ein bisschen sachen machen ;-)

hanna