der power-smoothie zum wochenstart (und für alle lebenslagen)

liebe kati,

du hast ja in deinem allerallerersten blogpost (hach!) einige smoothie-kombinationen versammelt. mit den fruchtigen freunden von apfel bis orange bin ich nie so recht warm geworden – zu säuerlich und wässrig, vor allem in der früh eine für mich persönlich geschmacklich nur wenig verlockende alternative zu marmeladenbrot & co.

aber seit einigen wochen bin ich in anlehnung an den hildmannschen „firestarter„-smoothie (aus dem „vegan for fit“, s. 64) in simplifizierter, enteister, entsüßter form auf meine absolute lieblings-kombi gestoßen, die ich nun in allen lebenslagen zu schätzen weiß. 1x täglich steht der smoothie am speiseplan, je nach schedule und tagesverfassung zu beliebiger uhrzeit – meist nach dem aufstehen als frühstücks-ersatz, aber auch als reiseproviant für einen tagesausflug oder als energie-kick am nachmittag während eines 7-stündigen strategie-workshops. optional werfe ich auch noch etwas matcha-pulver oder einen schuss kalten espresso (falls vom vortag übrig) dazu – die basis-version ist frei ausbau- und adaptierbar.

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how to smoothie. nicht im bild: pflanzenmilch – je nach persönlicher präferenz einfach reis-, soja-, reissoja-, dinkel-, mandel- oder anderweitige variante verwenden!

die zubereitung ist selbst für anti-morgenmenschen wie meineeine bewältigbar, die mengen werfe ich mithilfe eines 50ml-cups (ich nenne ihn der einfachheit halber „mini-cup“) in den pürier-becher. und die absolute geheim-power-ingredienz: frische minze. gibt dem ganzen einen – nanonanet – frischen twist, kokettiert mit den nüssen, setzt einen kontrapunkt zur banane und flirtet verschmitzt mit dem kakao ;-)

power-smoothie für alle lebenslagen

1/2 banane
20g haferflocken (1 mini-cup)
10g gepoppter amaranth (1 mini-cup)
7g walnuss oder mandel (1/2 mini-cup)
7g haselnuss (1/2 mini-cup)
1/2 EL geschrotete leinsamen
1 TL kakao
200ml pflanzenmilch (4 mini-cups)
1 TL matcha oder ein schuss espresso (optional)
ein paar blätter frische minze!

alles pürieren. fertig.

fazit: süß-input ohne zucker für leute wie mich, die morgens gerne süß statt herzhaft frühstücken – oder auch in situationen wo einfach energiezufuhr notwendig ist. plus: selbstgemacht, keine konservierungsstoffe, vieles an gerade für veganomics brauchbaren nährstoffen (zB das omega3 aus den walnüssen – mir sind die nur gerade ausgegangen, daher muss die mandel herhalten, oder auch der kalziumreiche amaranth), und der leinsamen-schrot bringt die verdauung in schwung. so etwas darf jemand, der schon mal mit einem darm-blog zu zweifelhaftem ruhm gelangt ist, ruhig mal anmerken ;-)

bis bald & bussi,
hanna

nastrovje!

liebste schwester,

weg ist er, mein post. da will ich ganz unschuldig ein paar fotos einfügen und zack, weg der ganze text. eh wurscht.

auslöser für hp und mich vegan zu werden war ja ein vortrag von rüdiger dahlke über sein buch peace-food in gänserndorf letzten oktober. ich denk grad über eine aussage von ihm nach, wo er da meinte: „vegan ist noch nicht gleich gesund“ (was ja auch für vegetarierinnen gilt wie du schreibst), „sie könnten kiloweise weissmehlprodukte essen und dazu nichts als wodka trinken, das ist auch vegan.“ was mich zu den fragen bringt:

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1. warum nochmal hab ich gestern soviel nussschnaps getrunken?

2. was hat mich dabei geritten zwei kilo (!) käseersatz zu bestellen?

auf käse zu verzichten find ich ja nicht ganz einfach, aber einerseits vegan sein und andererseits jede menge stärke-fett mischungen mit haufenweise stabilisatoren zu sich zu nehmen kanns ja dann auch nicht sein. also bin ich jetzt hochmotiviert den direkten vergleich zum selbstgemachten käseersatz auszuprobieren. am besten nächsten dienstag, da gibts moussaka. im famosen veggimania-kochbuch ist ja ein hefeschmelzrezept, hast du erzählt, und ich wollte außerdem schon längstens vegangelas homemade vegan cheese ausprobieren, dafür ist es jetzt dann auch an der zeit. heute gibts aber nichts mit käs, sondern bami goreng, weil das der kinder liebstes veganrezept ist.

bami goreng

100g nudeln kochen

10g mu-err-pilze einweichen

1 zwiebel

1 zehe knoblauch

3 gemüse (karotten, zucchini, paprika, oder ähnliches)

in dieser reihenfolge kleingeschnippelt kurz anrösten,

pilze dazu

2 handvoll sojaschprossen dazu

mit sojasauce, koriandersamenpulver und agavendicksaft (oder zucker) würzen

und zum schluss die nudeln dazu.

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die pilze schauen im trockenen zustand echt nicht wie ein lebensmittel aus, aber kaum weicht man sie ein werden tatsächlich schwammerl draus. auf deutsch heißen sie laut asialadenverkäuferin übrigens wolkenohrenpilze.

alles gute für deinen workshop heute!

dein lesterschwein