vegan supper club: review und preview

 

jetzt kommt endlich der supper club rezepte nachbericht.

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mir hat der erste termin auch sehr großen spaß gemacht und ich freu mich schon auf die folgetermine am 18.5. und am 22.6.! es ist eine total witzige erfahrung leute, die man überhaupt nicht kennt in die eigenen vier wände einzuladen. auf jeden fall eine tolle möglichkeit neue leute kennenzulernen, mit denen mich auf anhieb etwas zentrales verbindet: die liebe zum guten essen. aber ich bin mit dieser idee nicht allein auf weiter flur, am 28.4. testen hp und ich den brunch von „die fee kocht„. bin schon total neugierig was uns in der hannovergasse erwartet!

persische reistafel am 18.5.

nächstes mal wird es bei mir eine persische reistafel mit georgischem einschlag geben, also badridschani und lubio zur vorspeise, gefolgt von ghormesabsi, badendjan und vegetarischem khorechte-fesendjan. sagt dir alles gar nichts? dann lass dich überraschen! ich verrat nur soviel: melanzani, walnüsse und granatapfel spielen eine zentrale rolle, es wird also allerfeinst getafelt!

auch diesmal wieder: pay-as-you-wish, meine empfehlung sind 18 euro inklusive aller speisen und getränke. anmeldung über lesterschwein (at) gmx (dot) net – falls ihr am 18.5. keine zeit habt, aber interesse an folgeterminen, dann schreibt mir ebenfalls ein mail.

so, jetzt kommen aber wie versprochen die rezepte vom indischen abend: alle rezepte sind einerseits nachbauten von eigenen indisch-essen-erfahrungen und andererseits angelehnt an chefkoch.de-rezepte.

linsensuppe

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350 g     linsen, rote
4              tomate(n)
1 daumengroßes stück ingwer
1 l           gemüsebrühe
1 tl          kurkuma
1 tl          kreuzkümmel
1 tl          garam masala
1 chilischote
etwas weißwein
salz
öl

außerdem:

2 zwiebeln, in halbe Ringe geschnitten
2 tl kreuzkümmel
mehl

ingwer schälen und fein reiben. tomaten in Würfel schneiden. in einem großen topf etwas öl erhitzen und gewürze kurz andünsten, dann die linsen hinzugeben und kurz mitdünsten. die tomaten hinzugeben und alles mit wein und gemüsebrühe ablöschen. die suppe etwa 25-30 Min. bei mittlerer hitze köcheln lassen, bis die linsen weich sind. Erst zum schluss salzen

für die einlage die zwiebeln mit mehl und kreuzkümmel mischen, überschüssiges mehl mit einem sieb entfernen und dann die zwiebeln in öl goldbraun anbraten.

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shahi paneer

 

3             zwiebel(n), klein geschnittene
1 dose  tomate(n), passierte oder geschnitten
3 Zehe/n knoblauch, klein geschnittener
1 el         frischer ingwer
2 el         kreuzkümmel, gemahlener
1 el         koriander
1 el         garam masala
3/4 Tasse cashewnüsse oder mandeln
1 tasse  pflanzenmilch
wasser nach belieben
1 el         zucker
3 el         Öl
etwas  Chili

1 tasse pflanzenmilch auf die mandeln schütten (zum einweichen). das öl in die pfanne geben  und die klein geschnittenen zwiebeln darin anbraten. knoblauch und gewürze ein paar minuten mitbraten, mit dem zucker karamellisieren, die tomaten hinzugeben. nun die mandeln und die pflanzenmilch mit einem pürierstab gut mixen und hinzufügen.nach belieben mit wasser auffüllen und salzen. die konsistenz soll noch sehr dickflüssig sein

 

palak paneer

4 el öl
2 zwiebel(n), fein geschnitten
1 tl kreuzkümmel, gemahlen
4 tomate(n), fein gehackt
1 chilischote
1 tl kurkuma
salz
350 g spinat, fein gehackt
1 tl Korianderpulver
1 tl garam masala
2 cm ingwer, frischer, in streifen geschnitten

öl in einer großen pfanne erhitzen, zwiebeln und kreuzkümmel zugeben und goldbraun anbraten. tomaten zufügen, umrühren und zugedeckt ca. 5 min. kochen, dabei ab und zu umrühren. mit chili, kurkuma und Salz würzen. spinat zugeben, vorsichtig umrühren, zugedeckt bei geringer Hitze ca. 10 – 15 min. köcheln lassen. zum schluss koriander, garam masala und ingwerstreifen zugeben und einige minuten weiterköcheln lassen.

 

chana masala

300 g kicherebsen, eingeweicht oder eine dose
1 zwiebel, geschnitten
1 el garam masala
1 el kreuzkümmel
1 el koriander
1 el ingwer oder 1 tl zimt
1 tl kurkuma
1 chilischote
1 packung kokospaste oder 1 dose kokosmilch
ev. 1 kartoffel
salz

zwiebel anbraten, gewürze kurz mitbraten, dann die kichererbsen hinzufügen und mit wasser aufgießen bis sie bedeckt sind. köcheln bis die kichererbsen weich sind und zum schluss kokos und salz dazugeben. wenn das ganze zu flüssig ist hilft eine fein geriebene kartoffel um es zu binden.

das mousse au chocolat-rezept findet ihr hier!

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so, jetzt mach ich mich wieder ans lernen für die gastgewerbeberechtigungsprüfung (tolles wort – oder?)!

bis morgen, kati

p.s. die sellerieschnitzel sind mir auch schon mal angebrannt. es hilft richtig viel öl (nachher auf küchenkrepp abtropfen lassen), wirklich dünne scheiben und nur mittlere hitze (aber das hast du dir wahrscheinlich eh schon selber gedacht). superlecker dazu schmeckt übrigens bärlauchpesto. hp hat da ein ganz famoses welches fabriziert, ich muss ihn noch nach dem rezept fragen!

simply the best

liebes schwesterlein,

es haben sich schon ein paar leute für den supper club gefunden…jipi! allerdings heute mittag hatte ich weder lust zu kochen noch lust einkaufen zu gehen. da hat mich die sellerieknolle vom csa kistl angehupft. manchmal sind die einfachsten dinge die genialsten.

sellerie naturschnitzel

sellerie schälen, in 5 mm dicke scheiben schneiden, von beiden seiten in reichlich öl goldbraun anbraten, auf küchenkrepp abtropfen lassen. salzen, pfeffern, fertig.

dazu gabs mayo, gepimpt mit schnittlauch (auch von der csa mogg!), sojajoghurt und ganz wenig knoblauch und außerdem preiselbeermarmelade. salat wär wahrscheinlich auch kein schaden, aber ohne gehts auch.

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hp und ich essen ja jetzt echt schon eine weile vegan (ich mit kleinen ausreißern, hp voll konsequent, trotzdem ist der erste furz noch immer nicht vorbei. you say vegans can be fatties too, i say and sometimes they really stink. aber, letzte woche hab ich das vegane szegediner gulasch zu bereitet und rechnete mit dem schlimmsten (ich sag nur sauerkraut) und zack, aus und vorbei die böenartigen winde. da kenn sich einer aus. whatever, hier kommt das rezept:

szegediner gulasch (chefkoch.de)

1 pkg räuchertofu
500 g sauerkraut
2 tassen gemüsebrühe
1 zwiebel(n)
1 knoblauchzehe(n)
2el tomatenmark
2el kümmel, gemahlen
1el paprikapulver
150ml soja cuisine (optional)
1 prise zucker oder agavendicksaft
75 ml weißwein (optional)
öl, salz, pfeffer

räuchertofu in würfel schneiden, bei mittlerer hitze in reichlich öl knusprig anbraten. die Zwiebel schälen, in Halbringe schneiden, zu den Sojawürfeln geben und glasig anschwitzen. zucker und tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten. Das Sauerkraut dazugeben und mit 2 tassen gemüsebrühe und, falls gewünscht, dem weißwein ablöschen. die knoblauchzehe dazupressen, kümmel und paprikapulver dazugeben. bei geringer hitze 30 – 40 Minuten köcheln lassen.
dann die sojacuisine unterrühren, mit salz und pfeffer abschmecken und noch 5 minuten ziehen lassen. dazu passen gekochte kartoffeln oder brot.

rupp’s 

ja und dann wär da natürlich noch der ausflug ins rupp’s. hp und ich haben uns dort mit P. und J. getroffen und uns natürlich mal wieder ganz viel über ernährung unterhalten. ich hab absichtlich keine fotos gemacht, denn das ambiente das rupp’s mit den hunderten bier und whiskyflaschen, den dunklen wänden voller plakate und büchern und den zusammengewürfelten tischen und bänken muss man einfach selbst gesehen haben. auch die burger sind so famos, dass kein bild dem gerecht… nein, ist natürlich bullshit. ich habs mal wieder nicht auf die reihe gekriegt fotos zu machen, und ich kann ja nicht dauernd leere teller posten. gemütlich war es allemal. und ich hab mich auch echt wohl gefühlt, obwohl irish pubs eigentlich nicht so mein ding sind. aber in diesem fall hat es einen recht deutlichen französisches-studentInnenlokal-einschlag. der burger war sehr solide, ich konnte mich nicht entscheiden und hab von der netten frau am nebentisch den speziel doppeldecker empfohlen bekommen. das reisvleisch und das chili waren ebenfalls echt okay. auch das schmalzbrot war lecker, J. und P. wollten aber nicht kosten, weil sie gehärtete fette im schmalz vermuteten. tja, mit dem vegan sein allein ist es halt gesundheitstechnisch nicht getan.

so, liebe lesterschwester, jetzt werd ich mal zum denns hoppeln, und den direkten preisvergleich csa vs. bio-supermarkt machen.

alles liebe,

deine kati

guerilla cooking

liebe hanna,

die lieferküchen-idee nimmt langsam form an, und es schaut ganz danach aus, dass das systematische kochen für andere ab nächsten herbst gestalt annimmt. im zuge der recherchen übers kochen zu hause bin ich über diverse guerilla cooking modelle gestolpert, darunter der supper club. coole sache das, denk ich mir, das mach ich auch. zumal es in wien zwar einige sehr sympathische geschichten gibt, wie z.b. die drei schwestern(!) von der guerilla bakery, aber vegan war da in wien nichts zu finden. supper club scheint ein relativ altes konzept zu sein, dass in den letzten jahren wieder populär geworden ist. grundidee ist, dass jemand zu hause für andere kocht, also sozusagen das öffentliche im privaten. aufgefallen ist mir allerdings, das einiges, das ich diesbezüglich im deutschsprachigen raum gefunden hab, für meinen geschmack ein bisschen abgehoben aussieht. vielleicht sind das aber auch nur meine vorurteile, als besitzerin zerkratzter teller und zusammengewürfelten bestecks. außerdem bin ich eben auch nicht so die freundin der kleinen kunstwerke auf großen tellern, sondern eher der großen töpfe. grundsätzlich gibts es aber viel verschiedene angebote, die stadtspionin hat hier einige zusammengetragen. alles in allem schwingen von bolivien bis wien foodmaniacs für andere den kochlöffel.

kati’s vegan supper club

das will ich auch! also würd ich gern dich, liebe lesterschwester, und bis zu sechs andere personen am 20.4. im rahmen eines supper club versuchs nach dem pay-as-you-wish-prinzip bekochen. anmeldung, liebe leutchen da draußen, über lesterschwein (at) gmx (dot) net! falls ihr am 20.4. keine zeit habt, aber interesse an folgeterminen, dann schreibt mir ebenfalls ein mail.

geben wirds diesmal eine indische reistafel mit lauter netten schweinerein, wie z.b. kichererbsen curry, palak paneer, shahi paneer (jeweils ohne paneer, sprich käse, natürlich) und diversem anderen zubehör. das shahi ist sowieso immer der partyburner, wie auch bei unserer letzten geschwisterlichen LEGEPS-sause. drum hier endlich das rezept:

shahi paneer vegan (adaptiert aus chefkoch.de)

2 zwiebeln, geschnippelt
3el öl
1 dose tomaten
3 zehen knoblauch, geschnippelt
1el frischer ingwer, gehackt
1el kreuzkümmel
1el korianderpulver
1el garam masala
1el agavendicksaft oder zucker
1/2-1 tasse mandeln (oder andere nüsse)
1 tasse pflanzendrink
wasser nach bedarf
ev. 1-2 chilischoten

die mandeln in der pflanzenmilch einweichen, zwiebeln im öl gold anbraten, alle gewürze dazugeben und ca. 2 minuten mitrösten, den knoblauch dazu und nochmal 2 minuten rösten, agavendicksaft dazu umrühren und dann die tomaten beifügen und mit ca. einer halben tasse wasser aufgießen. mandeln mit der pflanzenmilch pürrieren und beifügen, mit salz abschmecken und falls das ganze noch sehr dick ist nochmal etwas wasser beifügen. es sollte aber auf jeden fall eine breiige und keine suppige konsistenz haben.

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alle anderen indischen rezepte werden bei gelegenheit auch noch folgen.

vorfreudig!

deine kati

p.s. das mousse au chocolatrezept hier aber auch noch schnell

mousse au chocolat

200ml schlagbare sojaschlagsahne mit sahnefest aufschlagen
140g dunkle schoko über dem wasserbad schmelzen, 15 min auskühlen lassen und unter die sajasahne ziehen. über nacht kalt stellen.

 

gefunden hab ich das rezept so ähnlich in „vegan für genießer“ von jean-christian jury. was mich bei diesem buch ein bisschen stört ist, das gar so viele fleischersatz-rezepte drin sind, aber das eine oder andere werd ich sicher noch ausprobieren.

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