rindszunge, vegan: österliche völlereien

liebe kati,

was hat das vegan-kochbuch mit der rindszunge zu tun?

vegan_meets_zunge

friede, freude, kontraste: osterhäsin legt vegan-kochbuch ins imaginäre körbchen, kurz bevor sie für die jausensause die rindszunge zersäbelt. uuuaaaarrrgh! aber solange ich nur den kren reiben muss…

A.&O. und meine wenigkeit waren nämlich im süden, um bei der schwiegerfamilie die östervöllerei zu zelebrieren. osterhäsin R. legt mir überraschend das neue „vegan kochen“ von toni rodriguez ins imaginäre körbchen (ur! nice!), bevor sie die bereits vorgekochte rindszunge zersäbelt. kontraste, oida! oder frei nach G.: „wat makt de kuh jetd ohne tunge?“ aber immerhin ein deutlicher praxis-test der undogmatischen ernährungsweisen.

undogmatisch hin oder her, trotzdem werden natürlich die jeweiligen präferenzen auch mal auf’s korn genommen, spätestens wenn zu tisch mal wieder der alte vegetarier-schmäh fällt („du isst meinem essen das essen weg…“). justament lassen wir es uns nicht nehmen, nicht nur grünzeug, sondern auch noch bäume essfertig aufzubereiten: beim walk auf einen nahegelegenen berg nehmen wir am rückweg einige so genannte „maiwipferl“ mit – immer ein paar frühlingshaft sprießende baumspitzen pro jungfichte – die sich laut sonnentor und auch oma-insiderwissen zu formidablem kutzkutz-sirup verarbeiten lassen.

maiwipferl

fette beute beim waldmarsch für die kutz-kutz-sirup-premiere…

schwester C. googelt die wipferl-gebrauchsanweisung, und wenig später schichten wir dank hademar bankohofer wipferl und kristallzucker in kleine gläschen:

Man füllt in ein Einmachglas eine Schicht von den Wipferln, darauf Zucker, dann wieder Maiwipferln und so weiter, bis das Glas voll ist: „Wichtig ist, dass jede Wipfelschicht doppelt so dick ist wie die Zuckerschicht. Die oberste Schicht muss unbedingt Zucker sein.“

jetzt für 2 (oder laut anderen rezepten auch 4) wochen verschlossen an einen sonnigen platz stellen, dann abseihen und abfüllen – fertig! schon an tag 1 färben sich die wipferl langsam bräunlich, und der zucker zeigt erste anzeichen der verflüssigung…

ach ja, eigentlicher anlass war das legendary-brauchtümliche osterfeuer der freiwilligen feuerwehr. burning hell, da kann das fegefeuer dagegen nur ein lärcherl sein!

osterfeuer_2014

burning hell bei den pyromantischen feuerwehrmenschen

tags darauf nicht nur ostersonntägliche wiederauferstehung, sondern auch ein raubzug durch die selbstgebauten elterlichen hochbeete. kohlrabi & co sprießen schon fleißigst vor sich hin, wir haben salat geköpft und büschelweise wunderkräuter von salbei über krauseminze bis petersü ausgefasst.

hochbeet

hochbeet statt hochbett: frühlingsgrün darf bereits gesäbelt werden! der salbei wandert gleich mal mit reichlich olivenöl und vollkorn-pasta in die pfanne…

nudeln mit salbei“butter“ gab’s ja auch bei uns daheim desöfteren, daher hier die schnello-variante:

pasta mit salbei

1-2 portionen pasta, frisch gekocht (form egal, nur lasagneblätter sind eher unpraktisch…)
1 handvoll salbeiblätter, frisch
1-2 EL olivenöl
salz & pfeffer

olivenöl in einer pfanne erhitzen, salbeiblätter im ganzen (oder auch in streifen geschnitten) anbräunen, dann die pasta dazu und kräftig mitrösten, mit salz & gemahlenem buntem pfeffer abschmecken und frisch servieren!

optional kann man das ganze auch mit frisch gepresstem knoblauch, etwas chili oder auch gerösteten pinienkerne pimpen.

… und heute werd ich noch einen frisch-kräuterigen saucen-versuch in kombination mit deinen DIY-gnocchi anstarten! einige kräuter sind übrigens einfach re-growable, also nachwachsbar. werde ich mal antesten, die anleitung für einige erneuerbare gemüses & kräuter gibt’s im englischsprachigen gesundheits-blog von lisa. auch büschelweise liebstöckel wartet in meiner kuchl auf verarbeitung – any tipps, lesterschwester?

sodalla, also ein wipferl-update gibt’s dann pünktlich zur abfüllung, jetzt werd ich mich mal mental auf die finale oster-völlerei mit euch heute vorbereiten ;-)

alles feine,
hanna (mit zunge)

Ein Gedanke zu „rindszunge, vegan: österliche völlereien

  1. Pingback: hurra, der spargel ist da! | von schwesterlein an lesterschwein

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