Über hanna

isst oft thai curry und wandert durch das digi-tal, ist aber auch analog gern unterwegs.

öffis, what a pleasure!

liebes lesterschwein,

supergut, eure busfahrerlebnisse!! das mit den öffis in fremden ländern ist ja immer auch ein reinspringen in kulturelle gepflogenheiten, und die ellenbogen kann man getrost zuhause lassen (U3 > U1 stephansplatz, rush hour) – hab ich im überlaufenen aaaaasien genau auch so erlebt :-)

2017-04-26 07.20.02

im skytrain vom flughafen bangkok ins zentrum

alle erzählungen meiner thailand-reisererfahrenen bekannten, vor allem brüderlein W. und fotobucherzählerInnen R.+J., kreisten um mehr oder weniger abenteuerliche busfahrten, stets jedoch stunden- bis tagelange – fürchterbar abschreckend für mich alte busfahr-feindin. busse kreuz und quer durch’s land kann man jederzeit überall buchen. aber ich sag’s gleich – mein lieblingsverkehrsmittel ist:

der zug!

und siehe da, thailand ist auf der nord-süd-achse schienenmäßig wunderbar angeschlossen, alle infos mit detaillierten beschreibungen von strecken, zügen, kategorien & co gibt’s bei seat61. der bahnhof in bangkok ist sauber, relativ übersichtlich – die leute sitzen am boden und warten auf ihre verbindungen, es gibt einen food court und einen supermarkt, wo man um wenige cent eine instant noodle soup kriegt (sauscharf! saugut!) und sogar gleich vor ort mit heißem wasser auffüllen kann. ich hab mich überhaupt trotz 38°C viel von suppe und heißem curry ernährt, dann kommt einem alles rundherum nicht mehr so heiß vor ;-)

ich hatte zwei mal nachtzug im liegewagen 2. klasse, einmal klimatisiert (viel anziehen! mit schal und langer hose!) und einmal „nur“ mit deckenventilator (eher ausziehen…), war beides fein.

lesterschweine_thailand_zug_bangkok-kohtao

bangkok hauptbahnhof, wartehalle und bahnsteig, liegewägen vor nach dem einrichten der schlaf-kojen durch den schaffner. proviant: heiße nudelsuppe plus mangosaft!

die tickets haben wir auf 12go.asia gebucht, die muss man online bezahlen, dann checkt jemand vor ort die tickets, man erhält eine bestätigung und holt damit dann die tickets in bangkok in einem büro beim hauptbahnhof ab. wenn sie nicht verfügbar sind (wir wollten ursprünglich 1. klasse), erhält man eine email mit einem alternativen ticketangebot – oder geld zurück.

im zug selbst hat man fixe platznummern, bis sonnenuntergang sind es sitzplätze, dann geht der schaffner durch und baut sie zu liegeplätzen um – unten werden zwei sitze zusammengeschoben (= mit fenster), oben ein klappbett aufgeklappt (= kabuff ohne fenster). zum abtrennen gibt es vorhänge, die bettwäsche (kissen + leintuch) war frisch und sauber, jedes „abteil“ hat sein eigenes leselicht, und vor der eigenen station kommt der schaffner verlässlich ca. eine halbe stunde davor und weckt einen auf. super service!

und: dazwischen laufen natürlich ständig leute durch den zug, die kaffee, tee, essen, snacks und co anbieten – immer nett und unaufdringlich. frühstück kann man auch direkt beim zugpersonal buchen, ist aber entsprechend teurer.

wir hatten dann auch gleich den transfer mitgebucht, das war ein klimatisierter großer reisebus, der uns dann vom bahnhof in chumphon zum hafen bringt, und von dort mit dem katamaran nach koh tao.

mehr zum inselleben dann demnächst – ich begebe mich jetzt mal in den urlaub, YEAH, PLEASURE!! den start macht traditioneller weise wiesen (natürlich auch mit dem zug, jawoll!) – das out of the woods festival wartet mit einem spitzen-lineup auf, unter anderem dieser dame mit brandneuem album und dieser single:

urlaubsbedingt werd ich auch ein bisserl digital-abstinenzlern, und melde mich im blog ende august wieder zurück.

gehab dich wohl, und bis bald auf einen sundowner-drink bei dir oder mir ;-)

bussi,
dein schwesterlein

kaiserlich kacken & königlich beschissen werden

liebe kati,

jetzt bin ich aber doch verwundert: die erste geschichte aus marokko, dein marrakesch „hautnah“ (bruhaha), aber kein einziges wort über…

tee?!

weil, was man so hört, läuft ja keinerlei transaktion ohne rituellem heißgetränk (mit viel, sehr viel oder untrinkbar viel zucker) ab…

und nachdem bei uns auf der ökoparzelle gerade der absolute minz-wucher ausgebrochen ist hatte ich stark marokkanische gelüste. aufgrund der temperaturen wurde es dann jedoch kein heißer tee, sondern:

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homegrown, homemade minz-sirup (inszenierung ist alles!)

extrem fancy sirup.

supergut mit soda, sekt, spritzwein und überhaupt allem, was blubbert. das war aber nur ein zehntel der halben badewanne voll minze – was wiederum maximal ein prozentelchen der feld-minze darstellt – daher gab’s auch minz-trinkwasser, minze gehäckselt in kärntner kasnudeln, minze tiefgefroren, minze im kohlrabisalat, minze am butterbrot, oder auch minze im kühlschrank – riecht wenigstens nett. wenn jemand noch anderweitige minz-verwertungs-tipps hat, immer her damit!

tatsächlich minztee in der ursprünglichen form gab’s dieses wochenende bei einem marokko-standl beim wunderbaren aufwind-festival (fotos hier bei mir auf „insta„, wie dein wilde S. sagen würde). dieses magisch-illustre happening auf der wiener donauinsel wurde von tanz durch den tag gehosted und war ein sammelsurium aus tekkno, schlagerparty, beatboxern, heilkunst, hängematten, ayurveda, waldgeistern, akrobatinnen, schnaps und sehr viel glitzer – natürlich bio-degradable. weil: mutter natur!

aus ebenjenem grund gab’s für höchstpersönliche körperliche bedürfnisse auch nicht nur haufenweise (hoho!) dixi-klos, sondern ein eigenes area namens:

kaiserlich kacken.

nämlich: eine trocken-toilette! beim besuch bekam man einen becher späne und optional kaffee, setzte sich auf ein mit opulenten stoffen verkleidetes, stilles örtchen, tut dort, was man eben so tut, wirft benutztes toilettenpapier hinterher, streut späne nach – fertig! eine für festival-maßstäbe unglaublich geruchs-freundliche, liebevoll gestaltete und erfreuliche abwechslung – in ähnlicher form u.a. nachzulesen hier bei biorama.

und damit komme ich zum eigentlichen thema des heutigen reise-beitrags:

königlich beschissen werden.

diese ehre wurde nämlich K. und mir zuteil, und zwar an unserem zweiten tag in bangkok. nach der anreise wien-dubai-bangkok, superschnellem „airport rail link“ in die city, spätnächtlichen verhandlungstaktiken mit den taxlern, einchecken im sehr zentralen, extrem billigen, etwas lauten hostel namens „happio“ (danke für den tipp, facebook-friends!) gleich bei der touri-hauptmeile und akklimatisieren bei pad thai und warmen cocktails (der vorsatz, aus hygienischen gründen keine eiswürfel zu bestellen, wurde innerhalb von 2 drinks beerdigt) waren wir eigentlich sehr guter dinge: für uns beide das erste mal in thailand, das erste mal in asien überhaupt, das erste mal gemeinsam auf reisen – da sind wir doch prima unterwegs!

2017-04-05_bangkok_firstnight_khaosanroad

bangkok von oben (vom hotelzimmer aus, blick auf viele kabel) und von unten – standesgemäß mit pad thai, fruchtsaftlastigen cocktails und vielen schlapfentouris wie uns auf der khaosan road.

außerdem waren wir tippe-toppe informiert, hatten uns eingelesen und vorbereitet, und im lonely planet zu thailand aufmerksam alles zum thema „gängige abzock-methoden“ (s. 102) angestrichen:

Bei elegant gekleideten Herren, die fragen, woher man kommt, und wohin man will, ist äußerste Vorsicht geboten (…) Den Touristenbehörden zufolge ist dieses Verhalten für Thailänder absolut untypisch, und man sollte hier äußerst misstrauisch sein.

ha, wir kennen uns ur aus!

an unserem ersten morgen in bangkok also beschwingten schrittes los spaziert, quer über die straße gleich den ersten tempel entdeckt – ha! naturtalent! – und durch den „wat chana songkhram“ gestreunt.

2017-04-05_bangkok_wat_chana_songkhram

unser erster goldener buddha, eine zeremonie vor dem haupt-altar, ein plakat gegen buddha-deko und ein mönch mit schirm.

wunderbar, das macht gleich lust auf mehr tempelhupfen (ähem), also rein ins nächste tuktuk und weiter. vor dem tempel scheitern wir ein paar minuten lang daran, ein gefährt anzuhalten, und diesen kurzen moment nutzt ein netter herr (beware!) beim ausgang, uns höflich auf englisch anzusprechen: wohin wir denn wollten und ob wir wüssten, wie viel die fahrt dorthin kosten würde?

oh, unser erster einheimischer, hm, was tun, man will ja nicht unhöflich sein, äh…? also machen wir mit: hm, naja, so 200 baht (ca. 5€)? oh NEIN, er schlägt die hände über dem kopf zusammen, keinesfalls, maximal 40 baht (ca. 1€), und überhaupt, ob wir jemals schon in bangkok gewesen wären? äh, nein, erster tag, aber wir wissen eh wo wir hinwoll… und aus. ab da hatte er uns im sack, schickte jemanden um eine auf A4 s/w-kopierte straßenkarte, griffelte uns sofort eine route vor, schaut’s, da müsst’s ihr überall hin (pfeil-strich-ringel-deut), großer buddha, größter buddha, bester buddha, und dann noch hier, und da ist das „royal tourism office of thailand“, die können euch für die weiterreise was empfehlen, und am schluss noch eine bootsfahrt, und das alles um 40 baht, ja klar, ungelogen!

wir, verdattert (hab ich schon erwähnt, dass es 38°C und gefühlte 99% luftfeuchtigkeit hatte?), ja na gut, aber 40 baht, mehr zahlen wir nicht, gell? jaja, klar… und zack, war ein tuktuk vor uns, hastdunichtgesehen, scheucht er uns rein, gute fahrt, byebye, und wusch – sind wir durch die mittagshitze des großstädischen gewusels geflitzt.

wobei ich jetzt gleich mal sagen muss: ja, das mit den 40 baht hat gestimmt, und der fahrer hat uns auch gleich mal als ersten stop zum größten buddha chauffiert, dem „wat intharawihan„, 32m hoch & natürlich vergoldet, dazu vorbereitungen für irgendeine festivität, hm, was buddhistisches wohl, und viele räucherstäbchen.

2017-04-05_bangkok_stehenderbuddha

kleines tuktuk, sehr großer buddha.

noch eine kokosnuss to go, zurück zum fahrer und wohin geht’s jetzt? hm, er spricht kein englisch, aber wir haben ja die karte vom ersten mister, und da müsste jetzt das royal office kommen, mal sehen.

tatsächlich, ein ebenerdiges büro mit großen tourismus-sujets außen drauf und in silber groß „ROYAL TRAVEL AGENCY“, der fahrer schickt uns rein „yes, you, there!“, vollklimatisiert natürlich, und ein typ hinter einem der sechs tische springt auf „hello, you, welcome, yes, here!“ und so weiter. dieses ist eine zertifizierte royale buchungs-stelle, er freut uns sehr, uns behilflich sein zu dürfen, wohin wir denn wollen? naja, erstmal nach koh tao, ja, zugtickets hamma schon, nein, wir wissen noch nicht, wo wir wohnen: OH NO! und da bricht die hölle los – wie unverantwortlich, alles ausgebucht, thai-neujahr (ah! das fest!), fullmoon-party, die chinesen, alle kommen sie, alle wollen auf die inseln, und nichts ist mehr frei, gar nichts, ob wir leicht am strand schlafen wollen? das kann man doch nicht machen, no no no!

da ging uns dann tatsächlich die puste aus, oh shit, haben wir das alles übersehen? wie konnte das passieren? aber es ist doch nebensaison… hä?! „let me check“, sagt er, wedelt mit einem prospekt, ruft wo an, aufgebrachtes diskutieren, „sorry, everything is booked.“ – jessasmariaundjosef, wo sind wir da reingeraten. nein, am strand wollen wir natürlich nicht pennen, ob er sonst noch was hat? „hm, only this one…“ und zeigt uns wieder eine brochüre, diesmal ein tauch-ressort, nur mehr zimmer ohne klimaanlage, aber ist eh meer-seitig, also da weht ein lüftchen, das kühlt auch. special price (natürlich, eh klar, lalala), ob wir students sind? äh, ja, na gut – nur für euch, alles in allem: 7.210 baht.

das sind ca. 186 euro für 3 nächte, also 62 euro pro nacht, also 31 pro person. hm, na gut, was soll man machen? (NEIN SAGEN! RAUSGEHN! OIDA! möcht ich mir heute sehr eindringlich ins ohr flüstern, aber nachher ist man halt immer schlauer, vor allem als man selbst.)

long story shot: wir haben es gebucht, mit kreditkarte, haben dafür einen königlichen voucher bekommen, sind am übernächsten tag auf koh tao gelandet, das hotel wusste nichts von unserer buchung, dann noch zig telefonate mit dem typen in bangkok (immerhin hatten wir A) seine nummer und B) meine reisekumpanin K. eine stinkwut, die berge bewegt), schließlich wurde die buchung confirmed, und weil wir gar so aufgebracht waren haben sie uns kostenlos ein upgrade gegeben, mit klimanlage, uff.

fun fact: in genau diesem „buddha view dive resort“ kosten 4 nächte ca. 9.800 baht – aber MIT einem kompletten anfänger-tauchkurs samt zertifikat dabei. hahaha! aber mehr zu koh tao dann später. es war dort jedenfalls ziemlich nett, und wir wurden vom hafen im strömenden regen abgeholt, immerhin.

anyhow, wir sind dann in bangkok jedenfalls überrumpelt und verdattert wieder ins tuktuk, der hat uns dann zu einem bootsanleger gebracht und die wollten 900 baht pro nase für eine schifffahrt – an diesem punkt haben wir reißaus genommen, dem taxler 40 baht in die hand gedrückt und sind zu fuß weitermarschiert. und ja, wir hatten dann noch einen sehr schicken tag mit rooftop bar & co, mehr dazu beim nächsten mal.

ab diesem zeitpunkt haben wir und auch ich dann alleine nur mehr selbst über’s internet gebucht, und zwar mit folgenden apps:

  • booking.com: hotels – übersichtlich, viele filter, special rates
  • agoda: auch hotels – dasselbe in grün, aber manchmal sogar eine spur günstiger.
  • checkfelix: flugsuche, eh klar – ich hab meinen emirates-flug um 449€ dann separat bei flugladen.de gebucht, nach dem löschen aller cookies und des browserverlaufs war das echt die allergünstigste verbindung.
  • kiwi: ebenfalls flugsuche, und zeigt die günstigsten destinationen in der umgebung an

special tipp: wenn man spontan genug ist, nur wenige stunden vor der geplanten ankunft via app ein low-budget-zimmer buchen – manchmal werden die kontingente online nicht so rasch angeglichen, dann muss das hotel einen kostenlos upgraden, falls die gebuchte kategorie schon voll ist (tipp vom weltreisenden-pärchen G. aus estland & B. aus england).

die moral von der geschichte: traue höflichen älteren männern nicht, und royalen reisebüros schon gar nicht! und gelesenes wissen schützt auch nicht immer vor selbstgemachten erfahrungen #hüstel – womit ich mich ja hier gut an deiner henna-story anschließen kann, außerdem haben wir beide beides am eigentlich 1. reisetag erlebt, also vielleicht ist das auch einfach der schmäh, frisch eingetroffene mal anzutesten. treffer, versenkt ;-) aber immerhin war das „lehrgeld“ in beiden fällen weder existentiell, noch irgendeine form von gefahr im verzug, also: was soll’s!

shit happens ;-)

yours truly,
hanna

PS: zum scheißen gehört natürlich auch die entsprechende „heiße luft“, und um dieses thema schon im frühen kindesalter positiv zu besetzten hat der herr J. doch tatsächlich vor sage und schreibe zwei wochen ein furz-positives kinderbuch veröffentlicht. das darf natürlich in unserem blog und nach dieser geschichte hier nicht fehlen – please welcome: furzi fisch!

der mond ist aufgegangen

liebe kati,

ich sag’s dir, das mit dem schreiben und der erzähllust ist manchmal doch eine etwas vertrackte sache. letztes mal ich noch so: hach muss ich mich zügeln, so ein schwall, es sprudelt, oh wie mir geschieht, ei der daus! #luftzufächel

und diesmal:
nichts. nada. wüste, quasi.

mehrmals habe ich mich in den vergangenen tagen hingesetzt – aber ich hab weder anschluss noch einstieg noch roten faden oder sonst was zustande gebracht. erstens irgendwie zu wenig muße und alles ein bisserl dicht (familiensause! radiosendung! konzert besuchen! und noch eins! und selber eines singen! und hochzeitsvorbereitungsdingens! und deine zimtschnecken backen! und better call saul bingewatchen…), ganz was neues – wobei mich das früher auch nicht davon abgehalten hat, hier und da mal ein rezept rauszuhauen. aber irgendwie bin ich in die „das sollt was g’scheids werden!“ falle getappt, das sollt jetzt irgendwie sehr reflektiert und tiefgehend und spritzig-selbstironisch und natürlich äußerst service-orientiert sein und dann wird’s mühsam und ich schieb das ganze bis sonntag abend um 23:30h vor mir her. also nütze ich jetzt die müdigkeit als eh-wurscht-katalysator und steuere kurz in anknüpfung an deine reisevorbereitung bei, was mir einfach immer, immer hilft:

eine packliste.

egal ob jugend-sommerlager, festival, wanderung, thermen-ausflug, schnorchel-trip oder backpacking, ich lege liebend gerne listen an, adaptiere sie immer wieder in den tagen bis zur abreise, ergänze sie mit persönlichen tipps von landeskundigen oder blog-empfehlungen (zb hier die faszination südostasien backliste, sehr hilfreich als abgleich bevor man sich das erste mal gen osten bewegt), leg dann alles von der liste auf’s bett und hakel dann die sachen nacheinander ab. spart mir persönlich einfach unheimlich viel nerven, und führt in kombination mit dem rat aus dem famosen reisebuch von dir und HP zu ebenjenem ergebnis:

buch_packliste

vorteil ist nicht nur mehr platz und weniger schlepperei, ich bringe auch tatsächlich selten saubere wäsche unbenutzt wieder mit nach hause. und im falle von thailand war im rucksack auch am schluss noch genug platz für mitbringsel inklusive zwei hängematten. und die auf obiger liste ersichtlichen pois sind auch wieder mit nach hause gekommen…

hanna_pois_thailand

in dem zusammenhang würd mich ja auch sehr interessieren, wie habt ihr das mit dem packen gemacht? am fahrrad ist ja noch mehr limitation als nur mit rucksack, weil reparatur- und technik- und camping-kram ja auch noch mit muss – wie seid ihr das angegangen?

ich kenne das bislang nur richtig detailliert von C. & B., die ja 2014/15 ein jahr lang von wien nach malaysia geradelt sind – und ihre ganze ausrüstung als excel-file auf den (übrigens auch heute noch immens empfehlenswerten!) blog gestellt haben.

also, so der super-burner-pulitzer-blogpost war das jetzt zwar nicht, aber immerhin ist schon der mond aufgegangen (zum anhören hier traditionell-vokal und HIER von ALMA!) wie das der amerlingchor gestern so schön geträllert hat, und damit hau ich mich einfach mal in die heia.

gute nacht, schwesterlein!

wolken melken.

liebe lesterschwester,

ich freu mich auch wie ein happy buddha (achtung, spoiler alert) über unseren reanimierten blog!! ur, oida! und du und ich sind nicht die einzigen: heißesten dank an dieser stelle an HP. und A. und E. und S. und G. und alle famosen leserchens, die sich drüben auf facebook superduper mitgefreut haben:

„die lesterschweine are back! wie leiwand ist das denn????“
„Yeeeeees! Ich freu mich grad so“
„Wasss? Super!“
„Suuuuuper, endlich einmal was Erfreuliches!“

das hat meine letzten zweifel hinweggefegt, ob „man“ das darf – einen foodblog erst hochfliegen lassen, dann einstellen, zwei jahre nix und dann als temporären, noch dazu retrospektiven und zwei komplett verschiedene sachen beleuchtenden reiseblog wiederbleben. euer feedback zeigt: ja, man darf! und die lesterschwestern überhaupt ;-)

<3

der back-to-blog-modus ist auch hirnmäßig wieder voll angesprungen, und deshalb sind mir heut beim durch den wald spazieren sofort diverse blogbeitragseinstiege und text-bild-scheren und wien-bangkok-vergleichsansätze und klima-phlegma-korrelations-theorien und sonstige flausen durch die synapsen gesaust. ja, wald, weil: ich war über’s pfingstwochenende am land. also näheres land, die „wiener alpen“-region, rax-schneeberg-ehschowissen. dazwischen liegt payerbach, da kommt man erstens extrem komot mit dem zug hin – ohne umsteigen ab praterstern! – und von dort kann man dann wunderbar durch die landschaft wandern. euphemismus für: ausgiebig völlern und dazwischen verdauungsspaziergänge, halt mit steigung und ergo auch feiner aussicht zwischendurch. pfingsten, bäume blühen, nix bemüh’n (der hadern von christoph&lollo wird nie alt!), regenjacke hatte ich folglich einfach keine mit, wozu um eine ordentliche ausrüstung bemüh’n wenn schauer und gewitter angesagt weil – he! – wetter hält sicher aus, in wien isses ja eh sonnig. eh.

und der himmel über den alpenhügeln* so (14:26 uhr, bitteschön):

payerbach_gewitter_2017-06-04-14.26.33

drama-wolken hier (semmering)…

und das wiederum hat mich total erinnert an:

katamaran_kohtao_2017-04-07-08.13.45

… und – mit der extra-portion spannung – dort (golf von thailand).

das ist auf einem highspeed-katamaran von chumphon zur kleinen insel koh tao, also besser gesagt mitten in die dicke fette gewitterwolke hinein, die eher übellaunig genau dazwischen gesessen ist (wir singen im chor grad ein lied mit der zeile: „melt the clouds of (…) sadness“, das find ich total poetisch und schön, vergess aber dauernd den einstieg, und stattdessen drängt sich „melk the clouds“ auf, also wie melken, das kommt irgendwie leichter raus als schmelzen, hat vielleicht was mit der postveganität zu tun?) moment… wo war ich?

ja, ob mir auf meiner reise mal was gestunken hat, fragst du: also in diesem konkreten fall hätte da wohl nur der, äh, mageninhalt der turbulenzmäßig sensibleren mitreisenden entsprechende olfaktorische auswirkungen gehabt. aber ich bin davon zum glück weit weg gesessen. und war ausnahmsweise nicht bei denen, die die fische fleißig fütterten, weil: anscheinend ein bisserl abgehärtet vom segeltrip voriges jahr, und – kein frühstück (ab einem gewissen alter – also backpacken durch asien mit 30 statt mit 18 1/2 – kommt anscheinend doch endlich ein bisserl was von der „weisen vorausicht“, zumindest partiell).

das war ungefähr genau vor 2 monaten und so circa 8.735,86 km entfernt:

und DAS war hiermit, werte leserchen, die meteorologisch-geografisch-halbelegante überleitung zum einstieg in mein fernreisen-thema. nein, nicht kanada (da gab’s hier nen mini-blog), auch nicht panama (da gibt’s hier nachbericht und radiosendung), sondern eben:

thailand.

und warum ich überhaupt auf dem katamaran gelandet bin, erzähl ich dann beim nächsten mal ;-)

(uff, ich muss mich volle kanne zügeln nicht gleich einen unbewältigbaren schreibschwall hier rauszulassen. soll ja noch für ein paar beiträge reichen… #hüstel)

deshalb: bussi inzwischen & bis bald,
hanna

PS: * ja, ich wurde nass, ziemlich, aber knoblauchcremesuppe mit nachfolgender cremeschnitte im obernoblen looshaus und echt schöne sauna im payerbacherhof haben mich darüber hinweggerettet. und am nächsten tag haben wir sogar den ganzen auf- und abstieg zu jubiläumswarte und der (von schwestern bewirtschafteten!) waldburg-anger-hütte trocken geschafft. samt lecker linsensuppe und kongenialen „schöberln“, so germteig-wuzzerl, rausgebacken mit erdbeermarmelade. gibt’s angeblich nur dort und die sind angeblich seit 40 jahren exakt gleich (gut). empfehlung für den nächsten geschwister-wandertag! du siehst schon, ganz ohne fress-verweise wird auch unser REISEblog nicht auskommen ;-)

kinder, der tod ist gar nicht so schlimm.

liebe alle,

ja, wie wiederholen uns: den lesterschweinischen blog gibt’s schon seit jänner 2015 (!) nicht mehr, manchmal werden noch sehr sporadisch vereinzelte errungenschaften (ich sag nur: joghurttorte, nougattascherl, erdbeerverwertung) in den hidden secrets versteckt, vor allem damit mein nudelsieb-hirn nicht die dinge vergisst, die es ja erfahrungslerntechnisch eigentlich abspeichern hätte sollen.

ansonsten: that’s it.

aber ihr.
da draußen.

… kommt immer noch in digitalen scharen auf unseren blog! alleine heuer waren es schon wieder 7.000 aufrufe, das sind natürlich nicht die 70.000 aus dem jahr 2014, aber immerhin 10% (in 6 monaten)- und das in einem „toten“ blog. also ziemlich tot.

why?!

weil ihr zig-mal „kartoffelteig vegan“ und „one pot pasta“ googelt, aber auch „nachspeise eklig“ (ja bitte?), „sabberclub“ (sic!), „palmfett“ (böse), „regenhose festival einsauen“ (sic^2!), „haufenweise fleischrezepte“ (ohne worte), „geiler cocktail“, „scheiße vielleicht schon mal gegessen“ oder „one does not simply“ (…). weil ihr in der sieger-liste des food blog award stöbert (hüstel), bei frau jupiter und vegane freude und konsorten vorbeiklickt, weil ihr uns nach laktosefreien rezepten fragt (ALLE!) oder euch einfach der hoffnung hingebt, bei uns gäbe es, vielleicht, oder so, doch mal wieder was neues?

nein.

also jetzt nicht. wirklich nicht.

und das sagen wir jetzt nur so hart und in-your-face und dogmatisch-undogmatisch kompromisslos, weil das anscheinend irgendwie nicht so ganz klar rausgekommen ist, wie diese supernette email aus dem hause sonnleitner von neulich zeigt:

„hallo hanna,

du gehörst doch zu “schwesterlein lesterschwein”, oder? Wir finden euren blog toll und haben uns erlaubt ihn in unserem Newsletter weiterzuempfehlen. Auch wenn – wie ich auch nicht umhin konnte zu erwähnen :) – wir bei marillenknödeln unterschiedlicher meinung sind … aber das macht ja nix.

ich hab nicht ganz gecheckt, ob ihr den blog noch weitermacht?

auf jeden fall haben wir uns von euch schon mal inspiration für unser veganes onlineseminar geholt und dafür wollten wir uns jetzt mal öffentlich bedanken!

liebe Grüße,
Stefanie“

daher ich dann so:

„liebe sissy,

danke für deine total nette email, ja ich bin hanna von den lesterschweinen :-) ich freu mich natürlich dass du in unserem blog vegane inspiration gefunden hast und danke auch für die ankündigung in eurem newsletter!

leider allerdings haben mein schwesterlein kati und ich vor einiger zeit beschlossen den blog einzustellen – wir haben 2 jahre lang alles gesagt, gegessen und gekocht was uns rund um das thema interessant vorgekommen ist, und jetzt gibt’s nur noch sporadische einträge („fight of the marillenknödel“ ;-) und so. aber danke für dein feedback, dann werd ich das auf der startseite nochmal klarer hervorheben wie der blog-status ist.

viele grüße nach kärnten!
hanna“

ihr seht schon, wir sind wieder beim email-thema.

aber damit wäre dann jetzt wirklich alles gesagt. alles! (oder fast?)

eure
lesterschweine

 

 

undogmatisch dogmatisch

ahoi allerseits,

der nachfolgende erguss ist eine etwas ausufernde einleitung zur simplen aussage: schaut her, liebe menschen, unter hidden secrets gibt’s neue, fast (nicht ganz) geheime rezepte!

weil: die lesterschweine haben sich ja blogzeitlebens gerühmt, den undogmatismus hochzuhalten…

„wir haben uns ja von anfang an als undogmatisch geoutet.“
(kati, 24.01.2015)

“ach, kein stress, ich mach das undogmatisch.”
(hanna, 13.02.2013)

„ihr führt auf eurem blog einen diskurs, der intelligent ist, ausgewogen, authentisch und wunderbar undogmatisch.“
(foodblogaward-jurorin T., 21.10.2013)

kurz: wir essen vegan, aber auch mal käsefondue, werden foodblogqueens und konvertieren dann wieder zum omnivorismus (zumindest eine von uns), und beenden unser blogprojekt, sammeln aber dann auf der hidden hintertür trotzdem noch rezepte. weil’s geht. und eh wurscht.

aber!

bei marillenknödeln, da sind wir dogmatisch. und wie. familienbedingt. weil frühkindliche prägung, sie wissen. nur dass sie bei uns vier geschwistern diesbezüglich bis ins erwachsenenalter anhält. denn es scheiden sich ja die geister: erdäpfelteig, topfenteig oder gar brandteig? nur marillen aus der wachau oder gelten auch steirische, marchfelderte oder wienerische aus K.’s garten? soll die perfekte marille vollflächig orangefarben sein oder „mit rotem backerl und grünem popsch“?

lesterschweine_wachauer_marille_donaugarten

in der spegel-family ist eines klar: der erdäpfelteig muss es sein. schluss aus. keine diskussion. alles andere ist un!würdig! aber so was von. früher hätt ich wohl auch gesagt: und nur!die!wachauerischen!, von wegen herkunftsstolz, heimatverbundenheit, obstpatriotismus oder so. aber seit ich aus der foodcoop von unserem spargel-lieferanten auch marchfelder marillen bekomme, sind mir die zum verknödeln ebenso lieb.

das schöne an der erdäpfelteig-ummantelung ist dafür, dass der sehr dogmatische erdäpfelteig herrlich undogmatisch zuzubereiten ist. mehlige oder speckige erdäpfel? egal. den teig mit frisch gekochten, noch warmen erdäpfeln oder mit kalten zubereiten? wurscht. weißmehl, vollkornmehl, dinkelvollmehl? as you wish. halbe oder ganze marillen, und wenn ganze, dann marillen mit kern, entkernt oder gar mit einem stück würfelzucker? whatever. brösel mit kristallzucker, und auch mit geriebenen nüssen, oder pur? völlig. blunze.

und das geht so:

marillenknödel á la spegel family

und sonst noch neu: noch mehr marillen, und zwar geröste(r)t! dann: kroatisches muckalica, ein geiler paprikaeintopf den unser grrbrr aus dem urlaub importiert hat. frankophiles ratatouille á la muttern á la soizig, eine aromatisch-kunterbunte darreichungsform von frischem sommergemüse. und dann noch selbstgemachtes eis auf basis einer einzigen zutat, hier in der kombination stachelbeer-ribisel zu bewundern. ja, und ich hab mich auch an koresht karafs versucht, das legendäre persische grüne essen aus grauer vorzeit, und zwar auf basis von stangensellerie, petersü, minze und limetten. der erstversuch war nicht ganz daneben, aber aufgrund einer überdosierung getrockneter limetten ein bisserl rough – werde ich also nochmals versuchen und demnächst bei den hidden secrets das ergebnis festhalten.

so. und die gezeigten vorher-nacher-gemüses stammen größtenteils noch immer von der CSA und dann noch von unserer selbsternteparzelle vom biohof radl – unser diesjähriger ersatz für die städtische ökoparzelle der vorigen 3 jahre. weil DIY und selber anbauen und yeah – let it grow…

so long,
hanna