wir sind…

liebste lesterschwester,

muhahahahahahahaha!!! das foto von sh. ist echt der burner. also, eigentlich ein anti-burner, weil skibrille zur vermeidung verschärfter zwiebeltränenattacken – äußerst schlaue idee!

dichtness indeed dieser tage, und auch für’s konzis-fokussiert-durchdachte bloggen fehlt mir gerade ein bisschen der nerv, daher mal wieder ein kraut & rüben post („ihr nennt es kraut und rüben – wir nennen es flexibilität!“)

wir sind da wo oben ist.

… mit geborgter voller windel ist nämlich gut stinken, in meinem fall eine interims-dachterasse zur freien fairverfügung im blumen-gieß-gegendeal. leider spielt das wetter dieser tage für die intensive nutzung nicht mit – die geplanten frühstücks & brunches über den dächern der leopoldstadt werden wohl auf indoor verlegt werden müssen, gut dass das veganblatt kürzlich eine vegan frühstücken in wien liste angelegt hat. aber immerhin eine outdoor-quiche ist sich ausgegangen zu ehren der heimkehr des herren R.:

2013-08-23_dachterrasse

selbst omnivore-by-heart R. hat tüchtig quiche und salat verdrückt, trotz anfänglicher missverständnisse:

 H.: „es gibt eine lauchquiche, aber wir können sie noch pimpen. mit pomodori secchi oder so.“

R.: „äh, ja… oder indem wir ein schnitzel drauflegen.“

aber hey – step by step annäherung eben.

wir sind unterhaltsam! UND liebenswürdig.

kek in wien haben sich übrigens kürzlich ebenfalls dem vegan-tum angenähert, und *drumroll* wir lesterschwestern sind neben buchtipp & VGÖ-hinweis die dazugehörige blogempfehlung, das ehrt ungemein!

Buchtipp für Einsteiger: Vegan for Fit und Vegan for Fun von Attlila Hildmann.

Sehr unterhaltsamer und liebenswürdiger Blog: lesterschweine.wordpress.com

Mehr zu veganen Bewegung findet man unter: www.vegan.at bei der Veganen Gesellschaft.

wir sind öko und so.

wenn schon bobo, dann auch öko. destowegen freu ich mich auch schon sehr auf unseren nächsten ökoparzellen-ausflug! hoffentlich wird’s auch bald mal was mit den derzeit noch zart sprießenden auberginen:

2013-08-22_oeko_auberginen

nicht nur für baba ghanoush, melanzaniröllchen & konsorten, sondern auch diese von A. entdeckte leiwandheit – eine caponata. ebenfalls fokus auf die bewährte kombi melanzani-tomate wie bei deiner persischen sache, allerdings ursprünglich aus sizilien und dementsprechend mediterran angehaucht, plus special ingredients (kapern! rosinen!). und frischer petersü rockt sowieso. angerichtet hätte der monsieur schon, jetzt gilt es nur noch das rezept zu testen…

caponata_anrichte_web

also, fleißig wachsen ihr kleinen auberginchen, dann kommen wir euch holen! *harrr*

vorfreudig,
hanna

with a little help from my…family

liebe hanna,

nach den letzten, latent hyperaktiven wochen – dichtness hallo?!? – hing ich am wochenende mal wieder ein bissl her und war gesundheitlich leicht angeschlagen und außer gefecht. wie immer kein besonders guter zeitpunkt. eigentlich wollt ich ja meine küche auf vordermann bringen, weil demnächst die marktamtfrau zur begutachtung kommt.

aber es gibt schlimmeres.

hp putzte stundenlang die küche, während ich auf dem sofa lag und las.

ja, es gibt wirklich schlimmeres.

sh. hat beim gekoche geholfen(zwiebeln, heul!), und auch der gemüseschneider hat mich nicht mehr angespuckt sondern ist mittlerweile mein freund.collage_family

erdnussbutterhimmel

ich finde ja, wenn man psychisch und/oder physisch leicht her hängt gibt es kaum was besseres zum aufpeppeln als ernussbutter. gelbes nutella, wie du es nennst. drum war gerade der passende zeitpunkt um mal wieder zwei ernussrezepte auszuprobieren.

mafe (senegalesischer eintopf)

2 kg gemüse (karotten, zwiebeln, kartoffeln, melanzani, zucchini – original wären manjok, bataten und sowas)
1 dose tomaten
3 el tomatenmark
1l gemüsebrühe
1/2 glas erdnussmus (ersatzweise erdnussbutter)
knoblauch
öl
lorbeerblatt
etwas rotwein
salz, pfeffer, chili
hannas tipp: 1-2 frische tomaten, gehackt

gemüse schneiden und in einem großen topf in öl kurz anbraten, tomatenmark dazugebn und anrösten bis es braun wird. knoblauch dazupressen, mit rotwein ablöschen, dosentomaten dazu und kurz einkochen lassen. mit der halben brühe aufgießen, lorbeerblatt dazu und köcheln lassen, bis das gemüse weich ist. in der restlichen brühe das erdnussmus auflösen und in den eintopf rühren. mit salz, pfeffer und chili abschmecken. das ganze ist eine sehr erdige geschichte und bekommt, wie du heraus gefungen hast, einen gewissen frischekick, wenn man am teller gehackte tomaten dazu gibt.

die idee zum ausprobieren kam einerseits von den afrikatagen und andererseits von u., die das für ein geburtstagsfest gekocht hat, allerdings unter dem malinesischen namen tiga diga na. ich hätte ja auch ein foto, aber das ist dermaßen schiach, dass es nur für abschreckungszwecke geeignet wäre. darum großen dank an dich, fürs doch noch leinwand fotographieren. das ist ja fast schon ein schritt-für-schritt-anleitung!

collage_mafe

ungelöst ist auch immer noch die suche nach den perfekten peanutbutter brownies. diesmal hab ich es zur abwechslung mit muffins vom geschätzten veganpassionblog probiert. das ergebnis war wieder mal etwas bröselig, geschmacklich aber wirklich super. es lag wohl auch dieses mal daran, dass sie etwas zu lange im backrohr waren. das scheint mein neues leiden zu sein :-)
zuerst war ich ja etwas überfordert ob der vermischten tassen (sprich cup) und gramm angaben. ich hab dann aber online herausgefunden, dass ein cup 230 oder 240 ml sind und mir mein eigenes cupmaß gebastelt.

peanutbutter muffins

collage_erdnussbuttermuffins

1 1/2 tasse mehl
3/4 tasse zucker
1tl natron
1tl apfelessig
1/2 tasse sprudel
100g apfelmus
1/2 tasse kakao
1/2 tasse öl
2el ernussbutter
1/2 tasse geriebene haselnüsse
1prise salz
etwas gemahlene vanille
80g blockschokolade

trockene zutaten mischen. öl, erdnussbutter und apfelmus dazugeben. dann den Sprudel und den apfelessig zugeben, die gehackte Schokolade unterheben.
Bei 160° Umluft 25 Minuten backen.

für die creme:

2 el alsan
2el stückige erdnussbutter
1el staubzucker

eigentlich wären es ja cupcakes, aber ich füll die muffins lieber, als sie von oben einzucremen.

so, meine liebe, das war’s. ich wende mich jetzt wieder meinem buch zu und freu mich schon auf das nächste ökoparzellen-abenteuer mit dir!

bussi, kati

wie aus der commons-zwetschke röster & powidl (echt!) wird

guten morgen liebstes schwesterlein,

drama hin, die anderen her – genug gewälzt, jetzt geht’s an’s eingemachte (ho, ho)! denn: sharing is caring – daher freuen facebook nachrichten wie die folgende ganz besonders, die H.-P. und mir der herr S. zukommen hat lassen:

Hallo ihr beiden! Ihr steht doch auf Bio Sachen wenn ich richtig mitlese. Ich habe einen Baum voller Zwetschgen im Garten und sie gehören geerntet. Ich habe momentan kaum Zeit dazu und es wäre schade… Wenn ihr Euch welche holen wollt (nicht gedüngt, nicht gespritzt und auch sonst: So natur pur wie es in Wien sein kann: Einfach vorbeischauen, Leiter stelle ich gerne, könnt alle runteressen bzw. gehen sich da sicher Töpfeweise Marmelade aus

nicht nur eine sharing-zwetschke, nein – gleich ein ganzer commons-zwetschkenbaum. wie es dazu kam? – dank der good vibes in den hohen bergen. aber nicht den steirischen, sondern den tirolerischen. dort haben H.-P. & ich anno 2011 bei der (in diesem moment erneut stattfindenden) ideenalm in alpbach ebenjenen S. kennengelernt – es wird also gipfel- & hirngestürmt, vernetzt, schnaps verkostet und dank unkonventionellen perspektiven eines weiteren herren S. das gras beim wachsen bestaunt:

20110906-Ideenalm_web

gipfelstürmung bei der ideenalm 2011

exakt 2 jahre, eingangs erwähnte facebook nachricht und ein bisschen logistikpingpong später sieht das dann so aus:

  • 1 jungzwetschkenbaum + 1 leiter + 1 küberl
  • 2 erntemenschen + 2 moralische beistände + 4 satteltaschen = knapp 100 fahrradkilometer
  • 14 kg commons-zwetschken = 14 gläser zwetschkenröster + 2 töpfe powidl
zwetschkenroester

pflück, rühr, schöpf: lesterröster in progress.

zwetschkenroester á la B.

zwetschken waschen, entkernen, halbieren oder vierteln ( je nach grobheitswunsch), breites reindl (flaches kochgeschirr), je nach reife der zwetschken etwas wasser (ca. 1/4 l auf 1 kg) die zwetschkenteile rein, gemahlenen zimt, etwas zitronensaft, neugewuerz (piment) und nelkenpulver dazu, je nach reife wenig rohzucker (demerara oder so) beifuegen (150g pro kilo)

ziemlich scharf nicht zu lange koecheln, immer umruehren, ca 5 min… in saubere glaeser fuellen, deckel mit slivovitz desinfizieren, nicht stuerzen, ist total falsch… hoj, gilt allemal

das mit dem stürzen haben wir dank mutterns rat ausgelassen, herausgekommen ist dank eines kleinen rechenfehlers ein süßer als geplant, aber um nichts weniger saftig-intensiv-aromatischer röster. strike.

und dann war da noch das mit dem powidl – dem echt echten welchen! der vegane „Ein-Mann-Kochen„-blog gibt dazu folgende bauanleitung:

powidl_ECHT

pürier, rühr, pürier: powidl in progress.

Echter Powidl
Powidl (oder Powidel) wird aus nur einer Zutat hergestellt: der echten Zwetschge. Diese wird solange eingekocht, bis 500g frische Zwetschgen zu 100g Powidl geworden sind. Leider gibt es echten Powidl nicht mehr im Handel zu kaufen. Maximal werden 300g Früchte pro 100g Powidl verwendet, oft auch viel weniger und fast immer wird Zucker zugesetzt. Dabei kann man Powidl selbst sehr einfach herstellen. Und den Unterschied wirst Du schmecken!Zutaten
6 kg reife süße Zwetschgen

Benötigte Küchengeräte
Mixer, großer Bräter

Zubereitung
Zwetschgen waschen, entkernen und im Standmixer pürieren
Zwetschgenmus in den Bräter geben, Deckel nur lose(!) aufsetzen (die Flüssigkeit muss ja verdampfen) und bei 170° ca. 8 Stunden einkochen lassen
Nach 2, 4, 6 und 7 Stunden und vor dem Abfüllen umrühren, dabei dicke Stellen von den Rändern schaben und gut unterrühren
Der Powidl ist fertig, wenn die Masse nicht mehr vom Messer rinnt und ca. auf 1/5 eingedickt ist. Mein Powidl war nach exakt 8 Stunden auf 1,3kg reduziert, also fast 5:1
Direkt aus dem Bräter in heiß ausgespülte Gläser füllen, Deckel vorher mit 80%igem Rum ausspülen
Bestreich ein gutes Brot oder einen frischen Toast mit Alsan Bio und dann mit diesem Powidl. Das schmeckt nach Zwetschge und nicht nach Zucker….. hmmm :)

und, wie ist es euch nach 8 stunden powidl-n ergangen?

powidln hat einwandfrei funktioniert. wir haben statt dem bräter den großen gusseisentopf genommen und wie vorgeschlagen das ganze viel, viel stunden im rohr gehabt und so alle ein bis zwei stunden umgerührt. zwischendurch war das backrohr auch immer wieder aus, wenn wir weg oder es nacht war, alles in allem waren wir also zwei tage beschäftigt. fertig ist das ganz, wenn es zäh ist und nicht mehr rinnt.

kann’s kaum erwarten den sämig-säuerlichen powidl auf einem heißen toast mit alsan auszuprobieren! was wurde eigentlich aus deinem chutney-versuch?

ansonsten bleibt mir nur mehr, die restzwetschken in ein paar morgendlichen smoothies zu vervursten, und falls sich noch jemand die *mühselige erntearbeit* diverser fruchtflut ersparen will – wir rücken gerne im rad-konvoi an ;-)

so long,
die schwesterzwetschke

yesterday was dramatic, but today is okay

liebe alles-außer-läster-schwester,

wusste gar nicht, dass du und deine schwester religiöse eiferer sind, die den teufel in jedem sehen, der fleisch isst!!!

SMSt mir gestern die werte studienkollegin C., einen standard.at-troll zitierend, da sie sämtliche 1.448 forenpostings gelesen hat, und ganz von den socken ist. betreffender troll hat wohl unseren blog nicht näher konsultiert, sonst wüsste he/she/they* spätestens seit deinem limbo of desaster:

leute, esst was ihr wollt solange ihr es mit euch selber vereinbaren könnt! von mir gibts weder absolution noch bekehrung.

also, um auf dich und die anderen zurückzukommen: grübel, grübel – indeed… 1.000 kommentare in nicht einmal 24 stunden, über 400 empfehlungen, exorbitanter blogtraffic, eine flut an lester-emails bis hin zu schwestern-dinner-einladungen, ausgebuchte supper clubs, eine welle an privaten nachrichten wie obige welche – sturm im wodkaglas?

today

people – fans, trolle, sympathisantInnen, erzfeindInnen. eine leichter kater-stimmung also. warum, wieso, weshalb? ich versuch’s mal mit dem folgenden train of thought, das referenzgestützte monologisieren liegt mir nun mal mehr als das gedankliche eindampfen (powidlisieren, quasi), und das ist schließlich unser blog, da können wir schreiben wie wir wollen, und die kommentare zensieren wir sowieso, ätsch!

nette g’schicht.

sonntag abend, ca. 20:47h, im zug von der obersteiermark nach wien. schlechte mobilfunkverbindung, also die schwester-SMS: der artikel ist online! der artikel also, genauer gesagt ein seit 2 wochen erwarteter guerilla dining bericht von mademoiselle E., die ich im juli beim maranvegan-opening kennenlernen durfte – stehtisch-geplauder, und was machst du so, ja so einen veganen blog, meine schwester kati kocht auch manchmal für leute, die online über uns stolpern. ja witzig, nette g’schicht, hier meine karte, wann sind die nächsten termine? und that’s it:

derstandard_2013-08-20_Artikel_Start

nach der euphorie, der artikel ist da!, der dämpfer, „die kommentare sind zum fürchten…“, die berüchtigten kommentare ja, mit denen man schon gerechnet hat, von denen ich nichts mitbekomme, sie nicht lese, nicht lesen will. people. lass die trolle trolle sein, das haben mich andere geschichten der vergangenheit gelehrt, den (online-)standard schätze ich in vielerlei hinsicht, nur die kommentare, die sind sehr eigen, „speziell“, sagt A., und deshalb spare ich mir die seit jahren, sozialporno hin oder her, da bin ich schlichtweg zu schlecht abgegrenzt.

lester-lästern.

doch mein social graph hält mich up-to-date, „Na servus, im Standard schlagen die Wellen hoch…„, erfahre ich vom bobo-bashing und doppelnamen-gereite, bereicherungs-unterstellungen und berufsgruppen-mokiererei. R. facebookt mir: „Finds ziemlich verstörend was da tw für Meldungen kommen. V.a. weil ich euch ja auch kenn. Das österreichische Herz lechzt wohl doch sehr stark nach Schnitzel.“ nicht mal die gänseleber-creme-brulee (graus.) (pardon.) hat solche empörungswellen losgetreten.

aber es geht auch anders, lob und empfehlungen, „großartiger artikel auf standard.at!„, rufzeicht M., es gibt aufmunterungen, entfernte bekannte sprechen einen beim MQ-drink (schon wieder bobo) auf den beitrag an, „ich hab euch im standard gesehen und mir gleich gedacht dass das ihr seid – wollt eh schon längst mal beim supper club vorbeischauen, jetzt erst recht!“ und <3-tweets:

und selbst im derstandard.at-forum finden sich befürworterInnen – beispielsweise von denjenigen, die auch tatsächlich mal auf unserem blog vorbeigeschaut haben:

Trotz allen lästerns
Bin passionierter fleischesser, hab auch schon ein bissl die bobo keule zu dem artikel geschwungen, aber eins möcht ich empfehlen:

Ich hab grad in dem blog geschmökert und abgesehen davon dass es teils recht sympathisch geschrieben ist, sind dort echt en pasr rezepte drin, die ich wirklich ausprobieren möchte. Schon irgendwie nspirierend, wenn menschen etwas so passioniert tun. Muss ja deswegen noch nocht veganer werden, nur weil ich einmal einen spinatstrudel statt einem bratwürschtl esse.

der einzige kommentar den ich im volltext mitbekomme, bis auf denjenigen, der mir beim screenshotten mit in die dokumentation rutscht, und mir ein erheiterungs-schnauben entlockt:

Welche 27-jährige Social-Media-Managerin erklärt mir, warum meine Kommentare im Forum nie erscheinen? Suche Rar, biete Einkorn-Hartweizengries-Suppe mit Mangoldschaum!

mangoldschaum, bitte gerne! trotzdem – wirklich keine lust, mein berufsbild rechtzufertigen (wäre ich 0.3 punkte auf der #streetcred-skala hinaufgerutscht, hätte E. mich als „online redakteurin“ bezeichnet?), zu erklären weshalb die bildungskarenz auch für private kreativprojekte herhalten kann, darf und sogar soll, und was es denn mit der ganzen neidkultur auf sich hat – #DFTT.

immer die andern.

wobei… das was mich ja an den werten mitmenschen oft am meisten aufreibt, sind gerade die dinge, die ich (an mir) selbst am wenigsten leiden kann. womit wir wieder beim ich und den anderen wären – wie die kleingeldprinzessin so schön sprechsingt: „es sind immer die andern“. wäh, bobos, konsumgeile bio-spießer! und dann zu denn’s laufen für ein paar soja-snacks. bäh, hipsterige blogger-gören, und dann selber munter ins online-diary brabbeln. eww, gentrifizierung, und sich nach einer ökoparzellen-erntefahrt am – gott!lob! noch nicht wie der karmelitermarkt vernaschmarktigten volkertmarkt – einen sommerspritzer genehmigen. buh, moralinsaure ernährungs-apostel – „wie erkennt man einen veganer? gar nicht, er sagt’s dir von selbst.“ – und dann die persönliche entscheidung pro pflanzliche kost gleich mehrmals wöchentlich öffentlich ausbreiten.

aber.

was wäre das leben ohne seinen inkonsistenzen, oder wie du zu sagen pflegst, mit seinen windungen und mäandernoder wie es herr O. mit einer erfrischenden selbstverständlichkeit auf den punkt bringt:

Bin halt nicht perfekt und habe meine ecken kanten und unstimmigkeiten.

yes, please! dazu passt auch wie die faust auf’s aug diese wunderbare wuchtel von poetrist A., zitiert von geschätztem blog-gör* M.:

deinen augen entnehme ich, dass ich zu groß für deine schublade bin. stell mich doch einfach auf den boden.

aber dass das mit den unstimmigkeiten und out-of-the-box-aktionen (schublade) von der öffentlichkeit nicht gerade goutiert wird, surprise. dann bekommt man gleich eine auf die fresse wenn man es wagt, sich zu erproben, etwas auszuprobieren, und das – aufdiefingerklopf – ohne regulativ, ohne firmenbucheintrag, ohne steuernummer? und sich, man höre und staune, mit unfasslichen 12 x pay-as-you-wish pro abend inkl. materialkosten, getränken und firlefanz eine goldene fingerkuppe verdient?

hättiwaritati.

war es die falsche entscheidung also, das divers unschubladisierbare ding in die scheinwerfer medialer öffentlichkeit zu zerren, dich in der hauptrolle vollnamentlich ins forenmesser laufen zu lassen, hätte man die eruptionen zu den themen veganismus (for sure), finanzgebahrung (maybe), berufsfelder (whatever) und doppelnamen (schurli not) kommen sehen müssen?

risk

well. luca bloggt dazu heute minimalistisch:

Es gibt keine falschen Entscheidungen. Nur solche die wir im Nachhinein bereuen. Unklar. Wir sind mit dem Ablauf unzufrieden und bilden uns ein, dass wir ihn durch eine andere Entscheidung so beeinflussen hätten können, dass wir zufriedener wären. Möglich. Aber weder überprüf- noch machbar. Wie die beschleunigte Milch.

milch hin oder her – also, was ich meine?

leben halt!

nein, es war keine falsche entscheidung. aber vor der „OMG wir kommen in den standard!!1!11“ euphorie kann man (ich. wir.) sich genauer überlegen, was das genau bedeutet, mit der medialen öffentlichkeit. surprise, surprise. weil, bei projekt X und kampagne Y und job Z ist mir das sehr wohl bewusst, aber das mit der professionellen distanz bei einer quasi familien-sause, von deren superness ich mehr als überzeugt bin, hapert’s anscheinend. grrbrr, ich hör dir trapsen. life-long-learning at its best.

und: super wie du das für dich gehandelt hast mit der exponiertheit, gratulation nach dem posting nummero X zu lesen aufzuhören, respect für reflexion und abgrenzung, bewunderung für die schlichtweg leiwanden supper clubs, und – auf die gefahr hin, dass ich mich wiederhole: eh wurscht ahoi.

herzlichst,
die lästärrrschwästärrr

die anderen und ich

liebe hanna,

schräge sache das, dieser standard artikel. ich bin mehr als überrascht wie sehr das supper club thema einschlägt und polarisiert. und ich bin mehr als überrascht ob der vielen aufmerksamkeit. dass dermaßen viele menschen eine meinung dazu haben, dass sich ein paar leute treffen und gemeinsam essen ist schon erstaunlich. vor allem, weil ich denke, dass das etwas ist, was fast alle leute in der einen oder anderen form tun. trotzdem gibt es gar nicht so wenige, die der meinung sind, dass ich ganz anders bin als sie und ganz andere sachen mache, nämlich solche die sie nie tun würden.

postings

ja, okay, ich geb’s zu, ich hab ein paar postings unter dem online-artikel gelesen. aber nur ganz kurz und gar nicht viel. ehrlich!
dass das thema vegan einige auf die palme bringt war ja vorhersehbar, aber dass man sich fürchterlich darüber echauffieren kann, dass du social media beraterin bis und ich einen doppel-namen hab ist doch recht erstaunlich. ich bin bloß froh, dass unsere patchworkfamilie unerwähnt blieb. dass meine kinder nicht von meinem mann sind wär bei einigen wohl nicht mehr als edgy durchgegangen. und auch, dass ich heiße wie meine kinder und wie mein mann hätte da wahrscheinlich nicht mehr viel geholfen.

bobos

zum grübeln hat mich aber vor allem die tatsache gebracht, dass wir viel und heftig als bobos bezeichnet bzw. beschimpft wurden (je nach kontext). hp und ich sind ja immer die ersten, die irgend einen blöden ach-diese-bobos-spruch auf den lippen haben. jetzt stell ich fest: aus einem bestimmten blickwinkel betrachtet sind das wir. ich hab mich da immer abgegrenzt gefühlt, weil wir keine coolen jobs haben, keine fette kohle verdienen und nachhaltiges gewand shoppen beim humana statt beim muso koroni statt findet. vielleicht doch ein bissl ein neid dabei? vielleicht sind bobos ja immer die anderen und es macht eben auch spaß, den anderen auf der schaufel zu haben. abgesehen davon hatte ich früher ja auch genug blöde sprüche über veganer auf lager. aber „niemals!“ zu sagen ist ja der beste garant… ja, ja, das hatten wir schon.

die anderen

ich musste wieder an n. denken, der mit a. (und mir und hp.) ein paar tage in unserer geräumigen altbauwohnung verbracht hat. (ja, zugegeben, sie ist vor allem dann geräumig, wenn die vier kinder gerade nicht da sind). nach fast einem jahr weltreise mit a. hat er den schluss gezogen hat, dass im grunde alle menschen auf der welt doch recht ähnlich seien und sich ähnliche dinge wünschten. gutes essen, familie, sinn.
kann ich nicht beurteilen, denn ich hab nicht viel gesehen von der welt, aber was ich bestätigen kann, ist dass ich immer wieder gerade mit den leuten ähnlichkeiten entdecke, die auf den ersten blick so ganz anders sind.

misses lesterschwein meets miss tuning

preisfrage: was haben miss tuning 2003 und ich gemeinsam?
auf den ersten blick: nicht viel. autos versuch ich zu vermeiden und hab ich nie besessen, wenn ich „tuning“ hör denk ich an musik, und so wie ich das seh, hab wir in unserem bisherigen leben recht unterschiedliche sachen gemacht.

aber: wieder eine kat(h)i, die kocht, wieder eine kat(h)i, die vegan kocht und wieder eine kat(h)i, die bloggt.
da kann man sagen was man will – wir haben mehr gemeinsam, als viele andere. hinzu kommt, dass auf ihrem blog ein wirklich leinwandes rezept für eine gurken-tomaten-suppe steht, das man 1:1 so kochen kann und welches einfach gut schmeckt. uns schmecken also auch die gleichen sachen. wenn das nicht verbindet…

tomaten-gurken-suppe

3 mittelgroße gurken
1 mittelgroße weiße zwiebel
70 g tomatenmark
1 gose gehackte tomaten (250 g)
3 zehen knoblauch

1 glas weißwein
salz
pfeffer

gurken schälen und mit einem esslöffel aushöhlen und schnippeln.
einen topf mit olivenöl bedecken und erhitzen lassen und klein geschnittenen zwiebeln glasig dünsten. danach die gurken, die gepressten knoblauchzehen, die gehackten tomaten und das tomatenmark hineingeben.

alles ein wenig köcheln lassen und mit einem ordentlichen schuss weisswein löschen und salzen. pfeffern, passieren und kalt stellen. fertig.

ja, auch zur miss tuning würden einem eine menge blöder sprüche einfallen, mindestens so viele wie zu den bobos. aber vielleicht ist es ja doch gescheiter das eigene innere (boxen)luder aufzuspüren. den inneren bobo. die innere supper clubberIn. bevor meine innere sozialpädagogin endgültig mit mir durchgeht verabschied ich mich.

was meinst du?

grübelnd, dein lesterschwein

gruß aus dem hochgebirgs-gemüsegarten

liebe lesterschwester,

bye-bye blog-pause & einen verspäteten (aber dafür umfangreichen) sommerfrischlings-gruß aus den hohen bergen!

während die große supper club sause auf standard.at über sämtliche kommunikationskanäle kreuz und quer durch unser soziotop fegt, versetze ich mich nochmal zurück in das ad hoc eingerichtete alpin-bureau und die ruh‘ über den wipfeln:

hohentauern_2013_alpin-bureau

berge, seen & ruh‘ sind nämlich nicht nur per se super, sondern auch die vegan-kompatibilität der traditionellen familien-erholungsdependance des hauses C. – trotz (oder gerade wegen?) undogmatischer ernährungsgewohnheiten („über 1.000m esse ich auch knödel!“): da gab’s neuerdings nämlich hafermilch & pflanzliche aufstrichvariationen („ich habe alles genommen von dem ich mir vorstellen könnte dass es mir auch schmeckt!“ – „… so mach ich’s auch ;-)“) – und beim frühstück eine liebevolle selektion von avocados über steirische zwetschken bis frisch gepflückte himbeeren.

ein weiterer faktor für veganisierbare sommerfreuden – prächtigstes frischgemüse! C. pflegt nämlich schon seit jahrzehnten ihren untriebigen kleingarten auf fast 1.300 höhenmetern, in dem trotz alpiner umstände mit 1.20m schnee ende märz, zart sprießenden schneeglöckchen ende april und neuerlichen schnee-einfällen ende mai allerlei gedeiht: von erdäpfeln, kohlrabi, porree, rhababer, sellerie, zucchini, sporadischen tomaten – je nach wetter(un)gemach – und einem ersten sprießenden kürbis über bunte salat-sorten & essbare blüten bis zur erklecklichen kräuterauswahl – salbei, thymian, rosmarin, ysop, wollige & braune melisse, minze, schnittlauch, liebstöckel, oregan-oh! (macht quasi schon unserer ökoparzelle konkurrenz):

hohentauern_2013_garten

der vom-beet-auf-den-teller gartensalat mit unmengen an frischen kräutern wurde mit einem grünkernlaibchen gepimpt – der veggie-selektion von spar kann man gegenüberstehen wie man will, aber für nicht-veganerInnen mit kulinarischem kompatibilitäts-ehrgeiz ist die deutliche kennzeichnung samt „vegan“-siegel in jedem fall sehr hilfreich. grünkern beispielsweise hätte ich mir wohl selbst nicht eingebrockt, aber – surprise! – die beiden laibchen sind erstaunlich fein gewürzt und auch ziemlich saftig, selbst omnivore C. war positiv überrascht ;-)

das salat-dressing aus bio-apfelessig, steirischem kürbiskernöl, kremser senf und kräutersalz süßt C. übrigens neuerdings mit agavendicksaft – ihre apothekerin hat ihr empfohlen von kandisin flüssig auf die naturnahe alternative umzusteigen, die sei besser verträglich für die verdauung. hört, hört!

aber zurück zum frischgemüse – erwähnte prachtzucchini wurden dann auch prompt in einem herzhaften gulasch vervurstet:

zucchini_gulasch

zucchini-gulasch

2 mittelgrosse zucchini (ca. 1kg)
2 zwiebeln
3 zehen knoblauch
1 tomate
2 el öl
2 tl zucker
3 tl suppenpulver
3 tl paprikapulver
1 el tomatenmark
eine prise pfeffer
optional prise chili + schuss ketchup

zwiebel und knoblauch würfeln, zucchini würfeln (wenn die schale sehr dick ist, eher schälen) 2 el öl erhitzen (zb maiskaimöl), 2 tl zucker leicht karamellisieren lassen, zwiebeln und knoblauch glasig anrösten, zucchini dazu bei geschlossenem deckel etwas dünsten lassen bis bissfest, dann gewürfelte tomate dazu aufgiessen mit 3 tl suppenpulver in 1 tasse wasser, 3 tl paprikapulver (rot, süß) dazu, bei bedarf auch eine prise chilipulver, plus eine schuss pfeffer, 1 el tomatenmark unterrühren, optional auch ein spritzer ketchup

dazu passen reis, couscous oder auch kräuter-kartoffeln

dank ebenjener gulasch-festspiele und der deutlich erhöhten verköstigungs-frequenz (5 mahlzeiten täglich. mindestens!) hatte ich jede menge energie um mich von der haustür weg (1.274m) auf den familiär-legendären großen hengst (2.159m) zu schwingen:

hohentauern_2013… samt rituellem belohnungs-stamperl hinterher – frei nach der dahlkeschen anti-ernährungsempfehlung („sie könnten kiloweise weissmehlprodukte essen und dazu nichts als wodka trinken, das ist auch vegan.“). mit wodka hab ich’s ja nicht so, aber von zirbenschnaps & schwarzbrot könnte ich mich sehr wohl geraume zeit ernähren… aber das ist eine andere geschichte.

also, adieu eine meiner wahl-heimaten (heimats? heimata?) und hallo wien!

alles feine,
deine lesterschweinin

…und auf einmal weißt du, du kannst kochen

liebes lesterschwein,

strudel sind eine feine sache, denn da kann man rein tun was man will und im normalfall geht das auch recht schnell. ich hab mich letzte woche zwar schon gefragt, welcher teufel mich geritten hat bei dieser hitze was im backrohr zu machen, aber das ergebnis war durchaus überzeugend.
eigentlich ist das strudeln ja nicht grad trivial. ich kann mich noch deutlich erinnern, wie unsere mutter strudelteig über dem gesamten esstisch gezogen hat. mit geradezu buddistischer gleichmut wurden löcher gestopft, dann vorsichtig, vorsichtig kirschen eingerollt und zum schluß der fertige strudel beinahe am backblech platziert. aber eben nur beinnahe. drum hab ich noch bevor ich schreiben gelernt hab „strudel“ unter „feind“ abgespeichert und bis vor kurzem gar nicht in meinem repertoire gehabt. irgendwann hab ich dann entdeckt, dass es 1. fertige strudelblätter zu kaufen gibt, die 2. aus rein pflanzlichen zutaten sind und 3. auch muttern damit bäckt, also können sie nicht so verkehrt sein. mein lieblingsstrudel ist der spinatstrudel, der ist allerdings immer recht nass geraten, drum war verbesserung gefragt. mamas tipp: erdäpfel.

spinatstrudel

collage_spinatstrudel

2 strudelblätter
500g frischer spinat oder mangold
3 erdäpfel, am besten mehlig
muskat
salz
pfeffer
öl
optional zwiebeln, geschnippelt und geröstet, knoblauch, gepresst

spinat waschen, blanchieren (das heißt eine minute in kochendem salzwasser kochen und dann abseihen), erdäpfel kochen, schälen und durch die erdäpfelpresse drücken (mit der gabel zerdrücken geht sicher auch), mit dem spinat (und ev. zwiebeln und/oder knoblauch) mischen und kräftig mit salz, pfeffer und muskatnuss würzen. füllung auskühlen lassen.
strudelblatt auf einem feuchten geschirrtuch auflegen, mit öl bestreichen, zweites studelblatt drauf. füllung drauf, einrollen und auf ein backblech mit backpapier legen. mit öl bestreichen, ev. mit sesam bestreueun und bei 180 grad ca. 30 minuten backen.

dazu passt schnittlauchsauce und grüner salat.

mit strudelblättern kann man aber auch andere sachen machen, z.b schnecken. ich hab das rezept noch nicht ausprobiert, aber muttern empfiehlt sie so zu futtern:

es schneckt, ein backblech voll, ca 30 stk.
strudelteig, nicht tiefgekuehlt, eine packung enthaelt 2mal 2 blaetter
mehlige feine kartoffeln kochen, schaelen, pressen
klein geschnittene gemueses locker unterheben
(eventuell vorher kurz ueberbraten)
hier beginnen die geschmacksvariationen:
seitangranulat statt faschiertem, kurz vorgeroestet, oder nicht, schmeckt aber echt toll,
rote paprikawuerferl, nett,
tiefkuehljungerbsen, huebsch,
kraeuter,
fisolen, zuccini, zwieberl, kurz geroestet,
wurscht was dazu,
die gewuerze auf
italienisch, indisch,chinesisch, mexikanisch beigeben
alsdann:
feuchtes geschirrtuch, erstes strudelblatt drauf, mit oel bepinseln,
zweites strudelblatt drauf
kartoffel-gemuesemischung auf die vordere haelfte geben, und etwas andruecken, so a klans bergerl halt,
strudel fest rollen
in ca 2 cm stuecke schneiden, scharfes messer, schnecken !
auf backpapier auf blech, enden mit etwas oel fixieren, etwas in form druecken
alle mit oel bepinseln,
im vorgeheizten rohr bei ca 200° ca 20 min backen
frisch perfekt, aber nach einer gekuehlten nacht auch gut nochmals kurz ins vorgeheizte backrohr, 5 min, oder in pfanne herausbraten, da schmecken die kartoffeln dann besonders lecker…
dazu soja zitron minz-sauce,oder, schnittlauch oder kraeuter -veganjogurtsoße
das ist exakt die art von rezept, die mich früher zur weißglut gebracht hat. wieviele kartoffeln? welches gemüse? welches gemüse mit welchen gewürzen? und was heißt „mexikanisch“? mittlerweile kann ich mit obigen angaben aber durchaus was anfangen – und das ist der punkt wo du weißt du kannst kochen. sobald ich die schnecken ausprobiert hab lass ich es dich wissen!
ich hab ja gestern sehr wohl schnecken gemacht, allerdings zimtschnecken. das ergebnis war nicht schlecht (ja, wieder einmal ein ziemlich vernichtendes urteil). hätte ich sie 1. nicht im backrohr vergessen, und 2. den zuckerguss weggelassen wären sie wahrscheinlich recht gut gewesen. naja, nächstes mal…
zimtschnecken vs. germgugelhupf
collage_zimtschnecken
germteig
500g mehl
2-3 el kichererbsen- oder sojamehl (kann man auch weglassen)
öl, ca. 1/8l
lauwarme pflanzenmiclch, ca. 1/4l
1 schuss rum
2-3 el zucker
füllung
50 g alsan
100g zucker
2 tl zimt
alle zutaten verkneten und an einem warmen ort eine stunde gehen lassen. teig nochmal kneten, ausrollen (ca. 5-10mm dick), mit alsan einreiben, zimt/zuckergemisch drüberstreuen, fest einrollen und in scheiben (schnecken) schneiden. die schnecken auf ein beschichtetes backblech setzten (oder eingefettet) und bei 180 – 200 grad 20-25 minuten backen. ich hab noch auf empfehlung von roland rauter einen guss aus zucker und alsan bereitet. herr rauter hätte die schnecken in den guss gesetzt, ich hab ihn drüber gegossen. das ganze war dann aber doch sehr fett und süß.
frau mainquist empfieht ein frosting aus 40 g alsan, 110 g veganem frischkäse, vanille und 300g staubzucker. dieses wird nach dem backen auf die schnecken gestrichen. ich probier das nächstes mal aus, aber nur mit der halben zuckermenge, denn das klingt mir schon verdammt heftig.
grundsätzlich kann man den eingerollten germteig aber auch, anstatt ihn in schnecken zu schneiden, im ganzen in eine gefettete gugelhupfform legen, mit der gabel mehrmals einstechen und bei 180 grad 45 -55 minuten backen. ich glaub, das bleibt meine lieblingsvariante. vor allem, wenn man den zimt weglasst, und statt dessen 3 el kakao nimmt.
was sich natürlich auch total in der kombination mit germteig anbietet ist powidl. (germknödel?!?) da trifft es sich hervorragend, dass im kühlschrank 13 kg zwetschken auf die verarbeitung warten. zwetschkenröster und pflaumenchutney stehen auch am programm, das heißt wir zwei werden heute mit hp noch ordentlich den kochlöffel schwingen, aber das ist eine andere geschichte :-)
bis später!
kati