hausen und schmausen

liebe kati,

ui schon wieder ein monat vergangen, ich sag’s dir, der herbst haut mal wieder voll rein – aber wem sag ich das… mein letzter blogpost zum thema kochen&kotzen war ja inspiriert von einem besuch bei V. in hartberg, und nachdem ich morgen um 6:30h in das von dort nur 15km entfernte pöllauberg pilgern darf, packe ich diese regionale verknüpfung gedanklich beim schopfe und arbeite mal ein paar der vielen themen aus der to-schreib-do-liste ab (vom ziemlich ausgeweiteten fakefleisch-test über tanzende fischflocken bis zu schnitzelfreuden und veganen leder-handtaschen, so viel zu erzählen!).

jedenfalls, hartberg: am obsthof hab ich mich ja nochmal ordentlich mit herbstlichen freuden eingedeckt, zwetschken / birnen / äpfel hurra, und damit die letzte einkoch-session unter dach, fach & deckel gebracht. eine besondere freude war heuer übrigens das beschriften der haltbaren süßen aufstriche, und zwar mit mutterns antiken etiketten! ob mit goldrahmen oder dunkelblauer zierleiste, mit abgeflachten ecken oder oval, gefranst und glatt, aus der „lithographischen anstalt“ im domherrenhof oder bunt zusammengesammelt – eine wahre freude für doch auch mal häusliche und bastelfreudige leute wie mich. das sieht dann so aus:

lesterschweine_marmeladen_etiketten

etikettenfreunde für die zwetschkenfreuden

im oststeirischen pöllauberg übrigens, da ist ein bio-seminarhotel, und ich bin schon sehr gespannt welche art von küche mich dort erwartet – hatte ich doch zuletzt echt erfreuliche gastronomische erfahrungen in hotels. na gut, unsere lustigen saufkumpanen von der geschwisterlichen hüttenübernachtung in den ötschergräben vor drei wochen mal ausgenommen, aber das essen im schutzhaus vorderötscher war ja abgesehen davon tatsächlich auch sehr fein. davor war ich ende august mal wieder in vorderstoder beim wunderbaren baumschlagerberg, die ja bei entsprechender vorwarnung für veganerInnen nicht nur margarine, soja-joghurt, hummus, pflanzenkäse, vegane vurst & co am frühstücksbuffet kredenzen, sondern sich sogar für den wöchentlichen grillabend an sojavürstel heranwagen. und nach dem fasten durfte ich im august auf einladung der familie des A&O. zwei nächte am legendären feuerberg in kärnten verbringen… holla die waldfee!!

lesterschweine_feuerberg_ansichten

am feuerberg lässt man nix anbrennen – von der idyllischen lage am berghang über beheizte außenpools über freischwingende hängeliegen bis zum outdoor-teich, über den auch mal geslacklined wird.

wir sind ja kein wellness-blog, daher erspare ich dir jetzt eine nicht enden wollende lobeshymne auf die abgefahrene saunalandschaft dort – aber wer uns die letzten jahre verfolgt hat weiß ja so ungefähr, wie gern die lesterschweine saunieren… jedenfalls ur leiwand! auch die großzügigen zimmer mit viel holz & licht, das extrem zuvorkommende service, panorama-terrasse, wald & wanderwege rundherum & co sind natürlich echt ein luxus. aber vor allem beim essen lassen sich die feuerbergischen nicht lumpen: die machen zum frühstück sogar live vegane tofuspeis!!

lesterschweine_feuerberg_fruehstueck_vegan

7. frühstückshimmel… und das alles vegan!

bei frühstücksbuffets in hotels gibt’s ja oft eine feine auswahl, und wer es lieber vegan hat, muss dank deutlich reduzierter auswahl nicht gar so arg gegen ein morgendliches fresskoma kämpfen. aber dort war selbst in der rein pflanzlichen abteilung eine dermaßen absurde menge an auswahl, dass es ans perverse grenzt: eine ganze wand mit müsli-spendern, alle arten von gekochtem getreide, bircher-müsli, exotische und regionale öbster und gemüses, zahlreiche brotvarianten von baguette-weiß bis dreikorn-dunkel, eine holzkassette mit veganen pasteten, alle arten an ölen und gewürzen, diverse pflanzendrinks und natürlich soja cafe latte vom barista. aber den vogel abgeschossen haben diese zwei gimmicks:

  1. haselnusscreme vegan vom zotter! natürlich nicht irgendeine creme, sondern bio-fairtrade-nougat mit „verjus“, das sind unreife trauben oder so. cremig, nussig, mit saurer frische, ein traum. kann man auf’s brot oder ins crepe schmieren, oder halt löffeln. mittlerweile gibt’s 5 sorten von dieser „crema“, diese eine jedoch hab ich nicht gefunden, vielleicht war die speziell für dort produziert oder sie ist einfach aus?!
  2. frische customized tofu-speis: in der mitte des buffet-wahnsinns standen mehre köche, und während einige die warmen speisen und palatschinken bzw. waffeln geschupft haben, war einer ausschließlich für eierspeis zuständig. ein schild mit einem großen grünen V. hat mich zu dem geführt, und er hat mir sofort eine vegane variante angeboten! und zwar etwas ausgefuxter wie unsere supere tofuspeis oder deine tofuspeis reloaded mit kürbiskernöl, nämlich zwar schon mit räuchertofu und kurkuma und gemüse, aber dazu ein schuss hafermilch (zwecks cremigkeit) und SCHWEFELSALZ. pah!! sehr arg, riecht echt wie ei – oder wie J.’s chemie-experimente im keller ;-)

mittags gab’s dann immer salate, und abends nochmal volle dinner-dröhung mit mehreren gängen, nobel-weinen und high-end-fruchtsäften, serviert im sektkühler. protzblitz! aber schön war’s :-)

so, jetzt hupf ich in die heia, damit ich morgen früh nicht meine mitfahrgelegenheit verpenn, und freu mich auf unser wiedersehen nächste woche!

schlaf gut,
deine hanna

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