ostern omnivore: cross-over easter brunch

… samt fröhlicher hasenschlachtung!osterei

neben veganen lindt-hasen – entsprechend des kürzlich verlorenen markenschutz-battle in sanft-melancholischem zartbitter – hat sich der tisch vor allerlei veganem und non-veganem allerlei gebogen. von der anti-köttbullar abteilung gab’s ein buntes sammelsurium aus altbekanntem & experimentellem:

pikant & deftig (v):

süß & heftig (v):

  • mousse au chocolat mit marillenmarmelade
  • raw avocado-bananen-dattel-mus mit zimt, kürbiskernöl & kresse à la J.
  • reste des geburtstäglichen vegan-eis himbeer, mango, zartbitter & mango vom eisgreiszler
  • … und natürlich hasen!

rezepte werden nachgereicht.

fröhliche feier-ei allerseits,
die lesterschwestern

my drunk contact high

guten abend zu wünschen!

ich bin heute in meiner soup über my drunk kitchen gestolpert, von der mir jemand (du?!) schon mal euphorisch erzählt hat. die videobloggerin hannah (ha!) säuft sich in dieser webserie quer durch den gemüsegarten und fabriziert dabei küchentechnische desaster der extraklasse. nach ein paar episoden hatte ich ein solches contact high dass ich angefangen habe den pseudo-rausch mit einer mitternächtlichen snack-attacke abzufedern (neurons, y u no go to sleep?). zum beispiel mit dem glas getrockneter tomaten, dass ich morgen nicht zur ostersause mitnehme, weil du ja eh welche hast. oder avocadotoast. und ein paar bissen vom rest der geilen veganen nusstorte von E. und sachen. und dann plötzlich hör ich aus dem off die stimme von J., wie sie während der weinvernichtung auf der N.-hütte samt betthupferl-jause nummer X eine klare handlungs(un)anweisung abgibt: „keine nächtlichen fressattacken!“ und was sagt hanna(h) dazu? because vegans can be fatties too! #badumtss und biegt mit einer veganen rohen cheesecake um die ecke:

satt & bettreif,
die hanna ohne h hinten

RE: fleiß verdirbt den charakter

liebes schwesterlein,

dass fleiß den charakter verdirbt unterschreib ich dir sofort wenn ich mir anschaue was  profilierungsneurotische tausendsassas mit sich und ihrem umfeld anstellen vor lauter leistungswut. vom völligen ignorieren der eigenen sowie der grenzen anderer personen über drastische realitätsverzerrung bis zum unvermögen, erfolge auch als solche anzuerkennen – und daraufhin auch mal ein bisschen muse walten zu lassen. been there, done that – und in der stetigen bearbeitung meines höchstpersönlichen workoholismus fallen mir dann ebenjene anwandlungen im nahumfeld erst recht auf.

auch thoreau stimme ich zu, wenn ich mir anschaue wie sich manche kollegInnen über einen nicht-ganz-100%-einser echauffieren und sich so gar nicht über die (objektiv betrachtet) tolle leistung einer bestbenotung freuen können, weil sie einer handvoll abgezogener punkte nachtrauern – nicht ohne das ganze entsprechend auszubreiten und zu dramatisieren.

however, zwischen strebsau-tum und dem totalen eh wurscht verläuft eine ziemlich breite grauzone, die es je nach kontext auszuloten gilt. daher: rumslacken olé! auch unserer grrbrr beschäftigt sich ja gerade anlassbezogen wieder mit den persönlichen grenzen, ich freu mich schon sehr darauf mehr darüber zu plaudern beim nächsten LEGEPS.

familienkompatibler veganismus

apropos grrbrr – in der osterwoche war ich bei EMELT zu besuch, und ich war total erstaunt und auch gerührt dass trotz meiner undogmatischen form des veganismus bis ins detail darauf rücksicht genommen wurde. total erstaunt weil vorab noch nachgefragt wurde ob ich außer haus eh auch vegetarisch esse, und dass der obligatorisch schokokuchen vegan wohl eher nicht umsetzbar ist. aber alles war da: von der extra besorgten sojamilch für den morgendlichen cafe latte über großartige exotische hauptmahlzeiten bis zu einer famosen vegane nusstorte, die E. extra gezaubert hatte.

vegane nusstorte

so nett, und alles so lecker!

wie beispielsweise der endgeniale kenianische mungobohneneintopf namens dengu, den E. parat hatte. sobald ich im nachbau fotos dazu habe wird das rezept nachgeliefert! oder das thai curry, das grrbrr im highspeed-modus innerhalb einer viertel stunde aus dem handgelenk geschüttelt hat. leider weiß ich die genauen mengenangaben nicht mehr, ich muss das mal nachkochen und dann genauer dokumentieren:

thai curry „massaman“

currypaste (ca. 1-2 EL) => achtung, pastenhinweis!
kokosmilch oder -paste
gemüse aller art
erdnusspaste (ca. 1-2 EL)

  1. currypaste in einer pfanne mit etwas kokosmilch aufkochen bis sich eine fettschicht obenauf bildet
  2. dann geschnippeltes gemüse dazu: erst die sorten mit längerer garzeit (zB karotten), danach das was noch knackig bleiben soll (zB paprika). besonders schnell geht’s wenn man schon vorgekochte kartoffeln oder aufgetautes tiefkühlgemüse bei der hand hat (zB kohl). bei hohem kartoffelanteil spart man sich dann auch die beilage!
  3. mit weiterer kokosmilch aufgießen, in der offenen pfanne kurz köcheln.
  4. erdnusspaste nach belieben dazu
  5. fertig!

coll_massaman_curry

wird durch diese zubereitungsart sehr viel cremiger und pastiger als das klassische indische curry, das ja meist mit suppe aufgegossen wird und dadurch soßiger ist. beides sehr leiwand!

bin schon gespannt auf euren nachbericht aus dem rupp’s,
und bis morgen bei der feier-ei!

le lesterschwester

fleiß verdirbt den charakter

liebe hanna,

morgen gehts wieder los mit der traditionellen ostersause und so jagt ein family-feier-event den nächsten. dazwischen bleibt mir aber noch immer jede menge zeit dem müßiggang zu fröhnen – auszeit, baby! das mit dem müßiggang will aber gelernt sein, und sich aus dem täglichen hamsterrad zu befreien klingt leichter als es ist. mir ist schon klar, das ist jammern auf allerhöchstem niveau, aber es ist schon spannend wie sehr wir darauf getrimmt sind „etwas weiter zu bringen“, „unsere pflicht zu erfüllen“ und uns am ende des tages sagen zu können, dass wir etwas nützliches vollbracht haben. ich für meine teil muss mir immer wieder in erinnerung holen, dass die pause, das ziellose herumtreiben erst den raum entstehen läßt um einerseits bei mir selber zu landen und andererseits neue ideen und perspektiven entstehen zu lassen.

kinder!

bei kindern ist ja oft dieses phänomen beobachtbar: sie hängen gelangweilt in der gegend rum und wissen nichts mit sich anzufangen. falls sie das glück haben, dann nicht von übermotivierten eltern mit angeboten überschüttet oder von betreuerInnen bespielt zu werden, kommen ihnen dann oft gerade in diesem vakuum die besten ideen. bei mir ist es nicht anders. ich hätte mich garantiert nicht auf das vegan-experiment eingelassen, wenn ich nicht gerade reichlich zeit und lust gehabt hätte beim kochen und essen mal über den eigenen tellerrand hinauszuschauen. und es hat nochmal monate gebraucht, bis ich mir ernsthaft vorstellen konnte überhaupt in erwägung zu ziehen ein eigenes business daraus zu machen. jetzt bin ich schon sehr neugierig wo mich all diese überlegungen und ideen noch hinführen werden. was werde ich verwirklichen und was landet wieder in der mottenkiste? ich weiß es noch nicht und ich muss es auch nicht wissen. die gedanken fließen auf jeden fall freier, wenn sie nicht immer in vorgezeichnete bahnen gelenkt werden und vor allem, wenn sie nicht gleich zwangsläufig zu einem ziel, einer entscheidung oder einem ergebniss führen müssen.

bücher!

trotz all dieser überlegungen passiert es mir immer wieder, z.b. vorgestern, dass ich am nachmittag mit einem buch im bett herumgammel und vor meinem geistigen auge den bisherigen tag vorüberziehen lasse.  Frühstück um 10, dann die letzten partyspuren aus der wohnung beseitigt. ein paar mails gelesen, spaziergang in die bücherei und mit dem neuen buch zurück ins bett. „wohin soll das führen?“ frag ich mich dann. wenn ich so weiter mach wird noch ein fauler sack aus mir. und wenn ich schon rum lieg und les, können es dann nicht wenigstens geistreiche bücher sein? ich wollte längst c.g.jung oder foucault lesen, und statt dessen halt ich einen kaminer in der hand. bezeichnender weise „mein leben im schrebergarten“. und in mitten dieser überlegungen – manchmal passierts mir nämlich dass ich lese und denke gleichzeitig – stolpere ich in seinem buch über folgende passage:

henry thoreau hatte sicher mehr ausdauer und entschlossenheit als ich. er war aber auch ziemlich durchgeknallt – verbrachte sein leben ohne wein und frauen, predigte enthaltsamkeit und bezeichnet faule menschen als unreine wesen. ich bin dagegen der meinung, dass der faule manchmal mehr erkennt, während sich der fleißige in seinem ständigen tun bloß untergräbt. außerdem sind fleißige menschen dauernd schlecht gelaunt, weil sie glauben, unterfinanziert zu sein. die fleißigen haben in der regel einen überempfindlichen sinn für gerechtigkeit. das macht sie zu schwierigen menschen. sie haben ständig das gefühl, von anderen hintergagen zu werden, die viel weniger arbeiten oder gar nichts tun und trotzdem mehr kriegen. fleiß verdirbt den charakter.

war natürlich passend wie die faust aufs aug und auf einmal war ich doch der meinung, das richtige buch in händen zu halten. was für mich aber wirklich der springende punkt ist, ist die tatsache, dass einige leute in meinem umfeld erst in zeiten des rückzugs und nichtstuns für sich herausfunden haben wohin sie gehen und was sie tun wollen. und das gerade auch dann, wenn sie die auszeit an sich subjektiv als totale stagnation erlabt haben.

kinder?

vorgesehen ist es allerdings nicht, sich nach lust und laune treiben zu lassen und ziellos herumzuprobieren. wenn wir glück haben, wird uns das in der kindergartenzeit noch gestattet, aber spätestens in der schule ist schluss damit und gerade in meiner jetzigen situation find ich das zunehmend absurd. s. geht grad nicht besonders gern in die schule. sie ist zwar in einer mehrstufenklasse und ihre lehrerinnen sind sicher eher dem progressiven lager zuzuordnen, trotzdem ist ihr oft fad und es gibt nicht den raum um dann ihren eigenen impulsen zu folgen. „ich freu mich schon voll darauf wenn wir endlich dividieren lernen, aber ich darf das jetzt noch nicht machen.“ n. hingegen geht relativ gern in die schule, er verbringt gern zeit mit seinen mitschülerInnen und freunden und mag auch die meisten seine lehrerInnen, aber einiges interessiert ihn gar nicht, und zu hause was für die schule zu tun ist überhaupt völlig öd für ihn. was mach ich dann? komm ich ihm mit „pflichterfüllung“ und „streng dich an“? ist es nicht reichlich absurd, dass wir jahre damit verbringen zu lernen und uns damit abzufinden dinge zu tun die uns nicht interessieren, um dann hinterher jahre damit verbringen herauszufinden, was wir  wirklich tun wollen und womit wir uns tatsächlich zum ausdruck bringen können? muss ich das hamsterrad kennen, um aussteigen zu können?

nachdenklich,

deine lesterschwester

oh so oriental: tajine!

hi lesterschwester!

nachdem ich mich gestern ausschließlich (!) von schmalzbrot ernährt habe, musste heute eine ordentliche reparatur-mahlzeit her. viel gemüse, g’schmackig, und am besten in einer so großen menge dass ich einen teil davon einfrieren kann für nächste woche.

meine wahl: tajine!

Moroccan Tajine

CC BY-NC-ND 2.0 von mallix

superlecker marokkanische gemüsepfanne mit rosinen & cashews – traditioneller weise gegart in einem spitz zulaufenden keramiktopf. das erste mal bin ich über sowas vor mehr als 5 jahren in paris gestolpert.

nachdem ich beim nachbauen mehrmals die dazugehörige würzmischung verwendet hatte (vgl. chicken kashmir), bin ich aus kostengründen und weil man geschmacklich flexibler ist auf’s selber würzen umgestiegen:

tajine

tajine marokko

1. geschnippeltes gemüse nach wahl: zB zucchini, karotten, kürbis, paprika, auberginen, süßkartoffeln, kichererbsen
2. zwiebel anbraten, gewürze dazu: koriander, kreuzkümmel, ingwer, zimt, knoblauch, salz, pfeffer nach gefühl, sowie je 1 messerspitze curcuma & chili und 1-2 lorbeerblätter
3. gemüse mitbraten, cashews dazu (tipp: cashew-bruch ist günstiger als ganze cashews, und für diesen zweck völlig ausreichend)
4. mit suppe aufgießen, rosinen dazu
5. ca. 10 min. mit geschlossenem deckel köcheln bis gemüse bissfest

dazu couscous!

und jetzt werf ich mich in die schöne wachau.
bis morgen!

hanna

fett + zucker

liebe kati,

der ur ober burner war das, dein catering beim vorgestrigen festl! aber bevor ich zum post-party-post samt buffet-aufbereitung komme, hier mal die süßabteilung:

marmorkuchen! linzertorte! kannst du da vielleicht unten die rezepte dazu droppen?

denn wenn sogar unser gourmet-veggie-bruder meint, die vegane linzertorte sei um häuser besser als die original non-vegane linzertorte aus der original linzer nobelbäckerei, dann ist die mär vom trockenen, brösligen und unfunky vegan-backzeug endgültig passé ;-)

linzertorte vegannoch immer rekonvaleszent,
die postgeburtstagsschwester

liebe hanna, immer gern, hier kommen die rezepte, beide von veganpassion!

linzertorte

200 gemahlene mandeln oder sonstige nüsse
80g zucker
1pck. vanillezucker
120g dinkelvollkornmehl
120g dinkelmehl
je 1 messerspitze zimt, nelken, salz
180g alsan (zimmertemperatur)
2el sojadrink

250g säuerliche marmelade (ribisel, brommbeer, dirndl,…)

mandeln, zucker und mehl mischen. gewürze zuegeben und zu einer backmischung vorrühren. sojadrink und margarine einarbeiten. wenn man ungeschälte mandeln nimmt ist der teig relativ bröselig. Ruhezeit von ca.1h im Kühlschrank.

den teig ausrollen und auf tartegröße zuschneiden oder einfach in die gefettete Form drücken. die marmelade darauf verteilen. den verbleibenden Teig in 5mm dicke rollen formen, eine rolle in der form an den rand legen, die anderen rollen flach drücken und als gitter über die tarte legen.

bei 180° ober-/unterhitze ca.40 minuten backen. in der form auskühen lassen, dann servieren.

das marmorkuchenrezept gibt es schon hier!

#nomnom von nam nam

liebe lesterschwester,

uijegale, ich hoff bei deinem fahrrädlichen tiefflug gestern hast dir nicht alle knochen beleidigt! mein bike ist heute frostfrust-bedingt stehen geblieben… aber nach ostern geht’s dann hoffentlich temperatürlich steil bergauf!

um den heutigen frost mit wärmendem mittagsmampf zu bekämpfen haben wir in der agentur zu fünft das neue nam nam deli in 1050 getestet. auf der karte wird nämlich nicht nur mit bunten buttons „vegan“ & „bio“ ausgewiesen, sondern sogar nochmal extra erwähnt:

Auch Vegan:
Alle unsere vegetarischen Gerichte können auf Wunsch auch vegan zubereitet werden.

gesagt, getan – in meinem fall heute das veggie-menü „aloo baingen“ mit erdäpfeln & melanzani zum mittags-kampfpreis von EUR 6,50. die take away version kommt in recycling-kartontellern inkl. reis und naan brot, und die portion war mal wieder so groß dass ich mir die hälfte für nen nachmittagssnack aufheben konnte. das während der wartezeit im lokal angebotene mangolassi musste ich leider ablehnen, ist natürlich mit joghurt. wie sich summa summarum der preis bei der menge und bio-material ausgeht ist mir noch ein rätsel, aber selbst während der ca. 5 minuten die ich im mini-laden mit offener küche und ein paar barhockern war sind 3 andere mittagsgäste reingeschneit (ho, ho) um säckeweise menüs abzuholen. vielleicht macht’s ja die menge?

aber beim genaueren lesen ist mir dann auch aufgefallen dass „bio“ folgender maßen ausgeführt wird:

Wir Denken Bio:
Unsere Takeaway & Delivery Verpackungen bestehen daher vorrangig aus Zuckerrohrfaser oder aus recyceltem PET Kunststoff, das wiederum zu 100% recyclebar ist.

hm… ob das gemüse & anders material per se bio ist wird eigentlich nicht erläutert. werd ich beim nächsten mal noch nachfragen – geschmeckt hat’s nämlich sehr, ein paar der melanzani-stücke waren noch eine spur gummiartig, aber in sachen würze & schärfe sehr leiwi. #nomnom!

und die nam nam namensgebung hat bei mir gleich den peter seller’s trigger gelöst, und ich durfte die herren kollegen mit folgendem videosnippet annerven… bööördie nam nam!

satt & jetzt ein bisschen unarbeitswillig,
die testerschwester

PS: muahaha ich muss da noch einen blöden twitter-schmäh anbringen… totally unvegan, of course ;-)