voyage viennese & oriental – plus berlinesque

liebe kati,

das waren dichte wochen anfang oktober mit viel herumgerase zwischen neuem zuhause, alter wohnung, büro, agentur, temporärer ausstellung, abschiedsfeiern für frischgebackene travel-bloggerinnen, film festivals, anderweitiger freizeitgestaltung & co.

dementsprechend hat die sonstige DIY-verköstigungsmethode mit zuhause kochen und untwegs aufwärmen nur streckenweise funktioniert, die folge: viel außer-haus essen.

aber wo?

einerseits schau ich ja eigentlich tatsächlich hauptsächlich bei uns im lokalkolorit nach, wo was günstig liegt oder wo ich länger nicht war. aber so klassische curry-buden, die eine kombination aus feiner küche mit ausreichend energiezufuhr in entspannter atmosphäre mit gutem preis-/leistungs-verhältnis zum besten geben, sind noch nicht reich gesät. also müssen frische tests her!

hier also die neuesten vier favourites:

currytests

lunchtime! im uhrzeigersinn: kürbis-curry im stewart, süßkartoffel-curry im neu deli, british curry mit tobacco onions im elefant&castle, green thai curry im salon wichtig

  • stewart in 1020 wien: der arbeit nahegelegen, daher spot n°1. und die wochen-curries sind wirklich immer sehr nice, meistens mit süßkartoffel-karotte oder kürbis-karotte oder erdäpfel-karotte. nicht ganz abwechslungsreich, aber immer gut – normale portion um EUR 6,–, mini um EUR 5,– (von der man auch wirklich gut satt wird). manchmal gibt’s dann auch ein mungobohnen-dal, und das ist echt der burner. also: regelmäßig menü im web checken!
  • neu deli in 1010 wien: eigentlich wollte ich ja in die hidden kitchen, aber da gab’s nach 15 uhr nur mehr suppe. auch das köstlich gegenüber war vegan-technisch bereits leergefressen. daher ins neu deli auf der wipplinger straße – und sie da: ein sehr fruchtiges indisches curry mit süßkartoffeln und viel mango-chutney, dazu reis und salat (daneben statt drauf) in kombi um EUR 6,80. solide!
  • elefant & castle (ja, mit f!) in 1070 wien: auf grund der agenturnähe gleich eingefallen, und zwar auf eine „voyage orientale“ – ein ingwer-minzecurry mit süßkartoffeln, kichererbsen, erdäpfeln & karotten. in der veganen variante eben ohne feta-chilli-topping. die kleine portion kommt wohlfeil um EUR 4,90 daher, die minz-komponente sorgt für überraschende frische im klassischen curry-pasten-dasein. dazu fluffigen basmati. dann war da noch ein britisches curry (?!?) mit ordentlich viel „tobacco onions“. auch leiwand! suppen sind übrigens so gut wie immer vegan, ein pflanzliches sandwich gibt’s für weißbrot-liebhaberInnen auch.
  • salon wichtig in 1040 wien: altbewährtes green thaicurry, allerdings in bis dato unbekannter anordnung – ganz unten reis, von saftigem curry durchsogen, obenauf das curry-gemüse, darüber dann grüner salat und erdnüsse sowie röstzwiebeln. sieht auf den ersten blick etwas seltsam aus (was macht da der ganze salat auf meinem curry?) – doch: frische roh-knackigkeit in kombination mit heiß & scharf, lecker!

das „aber wo?“ haben sich übrigens auch ein paar leute von etwas namens housetrip gedacht, und einen neuen veggie & vegan gourmet-führer für berlin / paris / london ins netz gehievt – mit expliziten vegan-tipps, einem interview mit attila hildmann & co. das nette daran: persönliche empfehlungen aus der blogosphäre, oho ;-) auch die lesterschweine haben ihren senf abgegeben…

Kati und Hanna
Auf ihrem Blog veröffentlichen Kati und Hanna ihre E-Mails, in denen sie miteinander den veganen Lifestyle, Rezepte und andere Sachen diskutieren.

… nachdem unser lokalkolorit ja längst nicht mehr nur wien-spezifisch, sondern auch über den tellerrand hinaus andere von uns angesteuerte destinationen von cesky krumlov bis eben berlin beinhaltet. und ein paar davon sind jetzt eben online – von café morgenrot (siehe blogbericht!) bis zu vielen weiteren spots, die beim nächsten berlin-trip zu frl. E. getestet werden sollten ;-)

housetrip_reisefuehrer_morgenrot

die lesterschweine empfehlen die sonntags-brunch-völlerei im café morgenrot!

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… und haben noch viele weitere tests vor sich ;-)

also: vielleicht gibt’s ja davon auch mal eine fancy wien-variation – als ergänzung zum eh schon sehr umfangreichen und praktischen (weil übersichtliche listenform plus filtermöglichkeit) animal.fair guide?

so long,
das lauflesterschwein

you can call me egosau

liebe hanna,

wie du weißt ist der sommer die zeit der ständigen besuche. schließlich muss man ja irgendwie dem gemüsespam herr werden. aber, ganz ehrlich, genausolange wie H.P. und ich in die Ökoparzelle involviert sind, genausolange träumen wir auch schon von haltbergemachetn eintöpfen um unser gemüse quasi zitzerlweise höchstselbst zu verkonsumieren. egosau halt. nachdem wir jetzt zwei jahre lang herumgeredet und nie was umgesetzt haben hat es mir gereicht und wir haben endlich – endlich!!! – einen tiefkühlschrank gekauft. zugegeben, das klingt jetzt ein bissel nach desperate housewife, aber erstens, lustige serie – kult! – und zweitens, wenn man mit einem energiersparweltmeister zusammenlebt, dann ist das thema tiefkühlschrank ungefähr so beziehungsharmonierend wie ein pubertierende teenager im haushalt, der ganz er selbst ist. aber der große war gerade einen ganzen monat weg, mit dem leute einladen sind wir auch nicht nachgekommen, und zwei kühlschränke sind ja unterm strich doch ziemlich plemplem. (gastoauflagen und alles, aber scheiß drauf.) und jetzt kommt die pointe an der geschichte:

kaum haben wir den tiefkühler bestellt, hatten wir nichts besseres zu tun als mangoldcurry einzuwecken.

da versteh einer die menschliche psyche. auf jeden fall bin ich jetzt voll neugierig wie lange das ganze hält und wie es nach einer, zwei, drei wochen schmeckt. so 100%ig einweckmethode mit backrohr über 170 grad und das ganze war uns eh zu anstrengend. wir haben den eintopf wie marmelade heiß in saubere schraubgläser abgefüllt, im wasserbad abgekühlt und jetzt stehen sie im kühlschrank. ich werde dir berichten wie das experiment ausgeht. und hier noch das rezept.

indischer mangold

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4 el öl
2 zwiebeln, fein geschnitten
1 El kreuzkümmel, gemahlen
4 tomaten, fein gehackt oder eine dose tomaten
1 chilischote
1 tl kurkuma
salz
500 g mangold, grob geschnitten
1 El Korianderpulver
1 El garam masala
2 cm ingwer, frischer, in streifen geschnitten
400 ml Kokosmilch

öl in einer großen pfanne erhitzen, zwiebeln und kreuzkümmel zugeben und goldbraun anbraten. tomaten zufügen, umrühren und zugedeckt ca. 5 min. kochen, dabei ab und zu umrühren. mit chili, kurkuma und salz würzen. mangold zugeben, vorsichtig umrühren, zugedeckt bei geringer hitze ca. 10 – 15 min. köcheln lassen. koriander, garam masala und ingwerstreifen zugeben und einige minuten weiterköcheln lassen. zum schluss die kokosmilch zugeben und nochmal durcherhitzen. klingt so ähnlich wie palak paneer. ist es auch.

ich hab davon gestern minimum die dreifache menge gemacht und das jungkind hat parallel den riesensack fisolen zu papas fisolen verarbeitet. sie hat dabei, wie wir alle irgendwann, die erfahrung gemacht, dass es eine sache ist ein halbes kilo gemüse zu verarbeiten und eine gnaz andere sache, ein vielfaches davon. alles ist nach der doppelten zeit nur halb so durch, und wenn du die fisolen allein abspitzels wirst zum laberl. a propos laberl: das jungkind hat mit der oma aka muttern ein laberl-experiment gestartet. das ziel war vinschgerl (oder, wie wir spegels sagen: vintschgerl) zu fabrizieren, die möglichst kein hartes brot sind. aber davon mehr das nächste mal.

alles liebe,

dein lesterschwein

slapstick summer supper club

liebe hanna,

mit der nötigen (zeitlichen) distanz kann man ja in fast jeder küchenkrise eine gewisse humoristische komponente erkennen, und es gibt einfach tage, da liegen kochen und slapstick ganz nahe beieinander. das gute ist auf jeden fall: heißer kann es beim nächsten supper club am 31.8. gar nicht mehr hergehen.

letzten samstag, bei den supper club-vorbereitungen, konnte von „aus der hüfte schupfen“ keine rede sein. es ist ja an sich schon eine ziemliche herausforderung bei an die 40 grad in der küche zu stehen und currys zu kochen, aber hp und und ich habens mit fassung getragen, und bis auf die unterwäsche ausgezogen, schürzen ungebunden und losgelegt. nachdem ich ja vorhabe bald unter die kochprofis zu gehen, dachte ich mir, ich nutz die gelegenheit und erstell während dem kochen artikelrezepte. das heißt ich wollte alles abwiegen bevor es in den kochtopf kommt, damit ich hinterher weiß was drinnen ist. normalerweise werfe ich ja grad beim würzen nach gut dünken händeweise gewürze in den topf und ich musste feststellen, dass ich, sobald ich versuche das ganze quasi akademisch anzugehen gar nicht mehr weiß wie ich tun soll. somit war das erste curry gleich mal zum kübeln, etwas was mir wirklich seeehhhr lange nicht mehr passiert ist (zumindest in dieser form) und nach einem kurzen frust-schieb und nerven-weghau intermezzo bin ich wieder dazu übergegengen das die kocherei intuitiv anzugehen. hp’s kommentar dazu:

das lieb ich so an dir, dass du so gar nicht rational bist.

nachdem ich dieses zweifelhafte kompliment entschieden zurückgewiesen hab, kam noch der nachsatz

…beim kochen.

das weiter irrationale gekoche hat dann auf jeden fall ziemlich gut hingehaut. zwar hat ein ursprünglich als zucchinicurry geplantes gericht im endstadium zum kichererbsencurry mutiert und die neue gemüseschneidmaschine hatte nichts besseres zu tun als mich mit zwiebeln zu bespucken, aber ansonsten – alles leinwand.

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ich muss zu meiner verteidung sagen, in der bedienungsanleitung stand absolut gar nichts davon, dass man das teil zuschrauben muss bevor man es anwirft, aber hey, immerhin hab ich noch alle finger.

pünktlich um halb8 war trotz aller pannen alles fertig und geschmacklich wieder echt 1A, da kann man sagen was man will.

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zwar ist uns ja an diesem abend das eine oder andere licht auf aufgegangen, aber dafür sind diverse lichter, nerven und gehirnsynapsen durchgebrannt (ja, ja, die hitze), insofern verwundert es nicht, dass auch die fotosache diesmal nicht wie geplant hingehaut hat, aber die liebe E. vom standard war samt kamera da, also gibt’s demnächst im panorama fotos zu sehen.

die gäste waren mal wieder allesamt wirklich sympathisch und es wurden auch diesmal jede menge vegan-infos ausgetauscht, und das, obwohl nur ein bruchteil der supper clubberInnen vegan leben!. J. saß sogar mit stift und zettel am tisch und hat allerhand mitgeschrieben. nachdem sie nach einer prägenden begegnung mit einem kambotschanischen schwein vor einigen monaten dem fleischkonsum abgeschworen hat, war sie interessiert an all den fleichlosen alternativen. St. und E. haben von ihrem leben als vegane familie erzählt und J. hat den geschmack von kardamon für sich entdeckt. W. war wie so oft der kritische geist (was heißt da b12-mangel, was heißt da grenzwert. wer legt sowas fest und wer hat ein interesse daran? – sehr interessante frage!) und T., das selbsternannte möbelstück (ich bin immer da, ich gehör zum inventar) hat mir das kochbuch veganista mitgebracht – wie super ist das denn!!!

so, jetzt ist es aber zeit endlich mit den rezepten herauszurücken. bei fehlenden mengenangaben bitte ich um nachsicht – das heißt einfach, ich weiß es nicht. und die bilder mußt du dir eben dazu vorstellen :-)

melanzanipüree

4 melanzanis
4 tomaten
koriander gemahlen
curcuma
cumin
koriander, frisch
salz

die melanzani halbieren und bei 180 gard 30-40 minuten (je nach größe) backen, von der haut befreien und schnippeln. die tomaten hacken, mit den melanzani und den gewürzen mischen, fertig.

indischer karottensalat a la jamie oliver – veganisiert von weeatfine.com

5 karotten | 1/2 bund frische minze, grob gehackt | 1/2 bund frischer koriander, grob gehackt | 1 schalotte, fein gehackt | 1 zitrone, saft | 1 tl kreuzkümmel, gemahlen | 2 el sesamkerne, geröstet | 4 el olivenöl | 100 g sojaschnetzel, fein | gemüsebrühe | garam masala | salz, pfeffer


die karotten schälen und in feine, länglichere scheiben hobeln. aus olivenöl, zitronensaft, schalotte und kreuzkümmel ein dressing rühren. die kräuter und die karotten mit dem dressing mischen und die sesamkerne untermischen. das sojageschnetzele etwa 15 minuten in doppleter menge gemüsebrühe quellen lassen, anschliessend gut ausdrücken und in einer beschichtetetn pfanne in etwas ghee anbraten. mit ein/zwei teelöffeln garam masala und einer prise salz würzen. die sojaschnetzel über den karottensalat streuen oder seperat dazu reichen.

nur hab ich die sojaschnetzel einfach weggelassen.

kachumbar

6 tomaten
1/2 Salatgurken
4 frühlingszwiebeln
100 ml limettensaft
1/2 tl zucker
koriandergrün, gehackt
minze, gehackt
salz
pfeffer
ev. eine grüne chili

gemüse schnippeln, limettensaft, zucker, salz, pfeffer und chili zu einem dressing verrühren, alles mischen und eine halbe stunde ziehen lassen. zum schluss die kräuter unterheben.

das kichererbsen curry war das bekannte chana masala, nur diesmal mit pürrierten zucchinis (wie gesagt, das war ursprünglich nicht so geplant), außerdem mit zimt, nelken, ingwer, agavendicksaft und geschnippelten cocktailtomaten.

das spinatrezept findest du hier und außerdem gab es noch ein

gemüsecurry

pataks extra hot currypaste anbraten
gemüse (mit langer garzeit) nach wahl kurz mitbraten (karotten, fenchel, kartoffeln,…)
mit wasser aufgießen
kokospaste dazufügen (ca. 100g pro liter)
gemüse mit kurzer garzeit dazufürgen (zucchini, brokkoli, paprika,…)
mit folgenden gewürzen nachwürzen:
koriander
cumin
curkuma
chili
salz

als nachspeise gab’s körndlbaguette mit alsan und engelshaar.

liebe lesterschwester, viel spaß beim nachkochen – ich freu mich schon auf den nächsten supper club!

bussi, kati

vegan supper club: review und preview

 

jetzt kommt endlich der supper club rezepte nachbericht.

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mir hat der erste termin auch sehr großen spaß gemacht und ich freu mich schon auf die folgetermine am 18.5. und am 22.6.! es ist eine total witzige erfahrung leute, die man überhaupt nicht kennt in die eigenen vier wände einzuladen. auf jeden fall eine tolle möglichkeit neue leute kennenzulernen, mit denen mich auf anhieb etwas zentrales verbindet: die liebe zum guten essen. aber ich bin mit dieser idee nicht allein auf weiter flur, am 28.4. testen hp und ich den brunch von „die fee kocht„. bin schon total neugierig was uns in der hannovergasse erwartet!

persische reistafel am 18.5.

nächstes mal wird es bei mir eine persische reistafel mit georgischem einschlag geben, also badridschani und lubio zur vorspeise, gefolgt von ghormesabsi, badendjan und vegetarischem khorechte-fesendjan. sagt dir alles gar nichts? dann lass dich überraschen! ich verrat nur soviel: melanzani, walnüsse und granatapfel spielen eine zentrale rolle, es wird also allerfeinst getafelt!

auch diesmal wieder: pay-as-you-wish, meine empfehlung sind 18 euro inklusive aller speisen und getränke. anmeldung über lesterschwein (at) gmx (dot) net – falls ihr am 18.5. keine zeit habt, aber interesse an folgeterminen, dann schreibt mir ebenfalls ein mail.

so, jetzt kommen aber wie versprochen die rezepte vom indischen abend: alle rezepte sind einerseits nachbauten von eigenen indisch-essen-erfahrungen und andererseits angelehnt an chefkoch.de-rezepte.

linsensuppe

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350 g     linsen, rote
4              tomate(n)
1 daumengroßes stück ingwer
1 l           gemüsebrühe
1 tl          kurkuma
1 tl          kreuzkümmel
1 tl          garam masala
1 chilischote
etwas weißwein
salz
öl

außerdem:

2 zwiebeln, in halbe Ringe geschnitten
2 tl kreuzkümmel
mehl

ingwer schälen und fein reiben. tomaten in Würfel schneiden. in einem großen topf etwas öl erhitzen und gewürze kurz andünsten, dann die linsen hinzugeben und kurz mitdünsten. die tomaten hinzugeben und alles mit wein und gemüsebrühe ablöschen. die suppe etwa 25-30 Min. bei mittlerer hitze köcheln lassen, bis die linsen weich sind. Erst zum schluss salzen

für die einlage die zwiebeln mit mehl und kreuzkümmel mischen, überschüssiges mehl mit einem sieb entfernen und dann die zwiebeln in öl goldbraun anbraten.

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shahi paneer

 

3             zwiebel(n), klein geschnittene
1 dose  tomate(n), passierte oder geschnitten
3 Zehe/n knoblauch, klein geschnittener
1 el         frischer ingwer
2 el         kreuzkümmel, gemahlener
1 el         koriander
1 el         garam masala
3/4 Tasse cashewnüsse oder mandeln
1 tasse  pflanzenmilch
wasser nach belieben
1 el         zucker
3 el         Öl
etwas  Chili

1 tasse pflanzenmilch auf die mandeln schütten (zum einweichen). das öl in die pfanne geben  und die klein geschnittenen zwiebeln darin anbraten. knoblauch und gewürze ein paar minuten mitbraten, mit dem zucker karamellisieren, die tomaten hinzugeben. nun die mandeln und die pflanzenmilch mit einem pürierstab gut mixen und hinzufügen.nach belieben mit wasser auffüllen und salzen. die konsistenz soll noch sehr dickflüssig sein

 

palak paneer

4 el öl
2 zwiebel(n), fein geschnitten
1 tl kreuzkümmel, gemahlen
4 tomate(n), fein gehackt
1 chilischote
1 tl kurkuma
salz
350 g spinat, fein gehackt
1 tl Korianderpulver
1 tl garam masala
2 cm ingwer, frischer, in streifen geschnitten

öl in einer großen pfanne erhitzen, zwiebeln und kreuzkümmel zugeben und goldbraun anbraten. tomaten zufügen, umrühren und zugedeckt ca. 5 min. kochen, dabei ab und zu umrühren. mit chili, kurkuma und Salz würzen. spinat zugeben, vorsichtig umrühren, zugedeckt bei geringer Hitze ca. 10 – 15 min. köcheln lassen. zum schluss koriander, garam masala und ingwerstreifen zugeben und einige minuten weiterköcheln lassen.

 

chana masala

300 g kicherebsen, eingeweicht oder eine dose
1 zwiebel, geschnitten
1 el garam masala
1 el kreuzkümmel
1 el koriander
1 el ingwer oder 1 tl zimt
1 tl kurkuma
1 chilischote
1 packung kokospaste oder 1 dose kokosmilch
ev. 1 kartoffel
salz

zwiebel anbraten, gewürze kurz mitbraten, dann die kichererbsen hinzufügen und mit wasser aufgießen bis sie bedeckt sind. köcheln bis die kichererbsen weich sind und zum schluss kokos und salz dazugeben. wenn das ganze zu flüssig ist hilft eine fein geriebene kartoffel um es zu binden.

das mousse au chocolat-rezept findet ihr hier!

2013-04-20 20.39.56

so, jetzt mach ich mich wieder ans lernen für die gastgewerbeberechtigungsprüfung (tolles wort – oder?)!

bis morgen, kati

p.s. die sellerieschnitzel sind mir auch schon mal angebrannt. es hilft richtig viel öl (nachher auf küchenkrepp abtropfen lassen), wirklich dünne scheiben und nur mittlere hitze (aber das hast du dir wahrscheinlich eh schon selber gedacht). superlecker dazu schmeckt übrigens bärlauchpesto. hp hat da ein ganz famoses welches fabriziert, ich muss ihn noch nach dem rezept fragen!

das couchsurfing des kochens

liebe kati,

das hat ja heute hervorragend funktioniert, der pilot deines 1. vegan supper club unter der flagge des guerilla cooking! das konzept aus teils bekannten, teils wildfremden leuten mit freude an gutem essen in entspannter atmosphäre ist voll aufgegangen, scheinen sich alle äußerst wohlgefühlt zu haben: von dir + H.-P. + S. + N. über T. sowie A. + J., der zweiten J. und den nachzüglern F. & C.

wie A. den supper club so schön auf den punkt gebracht hat:

das couchsurfing des kochens!

also *drumroll* 1. gang: rote linsensuppe mit tomate & zwiebelringen

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2. gang: indische reistafel mit kichererbsencurry, shahi paneer & indischem spinat, dazu reis, chapati und papadam

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3. gang: mousse au chocolat mit wachauer marille! oder zumindest das, was nach den begeisterungsstürmen von J. („wenn ich auf der stelle sterben würde – das wär ok!“) noch übrig war ;-)

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fazit: freu mich auf deinen rezeptnachbericht, die bereits fast ausgebuchte zweitauflage sowie terminfixierung für den dritten streich!

gute nacht & danke für den famosen abend,
hanna

guerilla cooking

liebe hanna,

die lieferküchen-idee nimmt langsam form an, und es schaut ganz danach aus, dass das systematische kochen für andere ab nächsten herbst gestalt annimmt. im zuge der recherchen übers kochen zu hause bin ich über diverse guerilla cooking modelle gestolpert, darunter der supper club. coole sache das, denk ich mir, das mach ich auch. zumal es in wien zwar einige sehr sympathische geschichten gibt, wie z.b. die drei schwestern(!) von der guerilla bakery, aber vegan war da in wien nichts zu finden. supper club scheint ein relativ altes konzept zu sein, dass in den letzten jahren wieder populär geworden ist. grundidee ist, dass jemand zu hause für andere kocht, also sozusagen das öffentliche im privaten. aufgefallen ist mir allerdings, das einiges, das ich diesbezüglich im deutschsprachigen raum gefunden hab, für meinen geschmack ein bisschen abgehoben aussieht. vielleicht sind das aber auch nur meine vorurteile, als besitzerin zerkratzter teller und zusammengewürfelten bestecks. außerdem bin ich eben auch nicht so die freundin der kleinen kunstwerke auf großen tellern, sondern eher der großen töpfe. grundsätzlich gibts es aber viel verschiedene angebote, die stadtspionin hat hier einige zusammengetragen. alles in allem schwingen von bolivien bis wien foodmaniacs für andere den kochlöffel.

kati’s vegan supper club

das will ich auch! also würd ich gern dich, liebe lesterschwester, und bis zu sechs andere personen am 20.4. im rahmen eines supper club versuchs nach dem pay-as-you-wish-prinzip bekochen. anmeldung, liebe leutchen da draußen, über lesterschwein (at) gmx (dot) net! falls ihr am 20.4. keine zeit habt, aber interesse an folgeterminen, dann schreibt mir ebenfalls ein mail.

geben wirds diesmal eine indische reistafel mit lauter netten schweinerein, wie z.b. kichererbsen curry, palak paneer, shahi paneer (jeweils ohne paneer, sprich käse, natürlich) und diversem anderen zubehör. das shahi ist sowieso immer der partyburner, wie auch bei unserer letzten geschwisterlichen LEGEPS-sause. drum hier endlich das rezept:

shahi paneer vegan (adaptiert aus chefkoch.de)

2 zwiebeln, geschnippelt
3el öl
1 dose tomaten
3 zehen knoblauch, geschnippelt
1el frischer ingwer, gehackt
1el kreuzkümmel
1el korianderpulver
1el garam masala
1el agavendicksaft oder zucker
1/2-1 tasse mandeln (oder andere nüsse)
1 tasse pflanzendrink
wasser nach bedarf
ev. 1-2 chilischoten

die mandeln in der pflanzenmilch einweichen, zwiebeln im öl gold anbraten, alle gewürze dazugeben und ca. 2 minuten mitrösten, den knoblauch dazu und nochmal 2 minuten rösten, agavendicksaft dazu umrühren und dann die tomaten beifügen und mit ca. einer halben tasse wasser aufgießen. mandeln mit der pflanzenmilch pürrieren und beifügen, mit salz abschmecken und falls das ganze noch sehr dick ist nochmal etwas wasser beifügen. es sollte aber auf jeden fall eine breiige und keine suppige konsistenz haben.

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alle anderen indischen rezepte werden bei gelegenheit auch noch folgen.

vorfreudig!

deine kati

p.s. das mousse au chocolatrezept hier aber auch noch schnell

mousse au chocolat

200ml schlagbare sojaschlagsahne mit sahnefest aufschlagen
140g dunkle schoko über dem wasserbad schmelzen, 15 min auskühlen lassen und unter die sajasahne ziehen. über nacht kalt stellen.

 

gefunden hab ich das rezept so ähnlich in „vegan für genießer“ von jean-christian jury. was mich bei diesem buch ein bisschen stört ist, das gar so viele fleischersatz-rezepte drin sind, aber das eine oder andere werd ich sicher noch ausprobieren.

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#nomnom von nam nam

liebe lesterschwester,

uijegale, ich hoff bei deinem fahrrädlichen tiefflug gestern hast dir nicht alle knochen beleidigt! mein bike ist heute frostfrust-bedingt stehen geblieben… aber nach ostern geht’s dann hoffentlich temperatürlich steil bergauf!

um den heutigen frost mit wärmendem mittagsmampf zu bekämpfen haben wir in der agentur zu fünft das neue nam nam deli in 1050 getestet. auf der karte wird nämlich nicht nur mit bunten buttons „vegan“ & „bio“ ausgewiesen, sondern sogar nochmal extra erwähnt:

Auch Vegan:
Alle unsere vegetarischen Gerichte können auf Wunsch auch vegan zubereitet werden.

gesagt, getan – in meinem fall heute das veggie-menü „aloo baingen“ mit erdäpfeln & melanzani zum mittags-kampfpreis von EUR 6,50. die take away version kommt in recycling-kartontellern inkl. reis und naan brot, und die portion war mal wieder so groß dass ich mir die hälfte für nen nachmittagssnack aufheben konnte. das während der wartezeit im lokal angebotene mangolassi musste ich leider ablehnen, ist natürlich mit joghurt. wie sich summa summarum der preis bei der menge und bio-material ausgeht ist mir noch ein rätsel, aber selbst während der ca. 5 minuten die ich im mini-laden mit offener küche und ein paar barhockern war sind 3 andere mittagsgäste reingeschneit (ho, ho) um säckeweise menüs abzuholen. vielleicht macht’s ja die menge?

aber beim genaueren lesen ist mir dann auch aufgefallen dass „bio“ folgender maßen ausgeführt wird:

Wir Denken Bio:
Unsere Takeaway & Delivery Verpackungen bestehen daher vorrangig aus Zuckerrohrfaser oder aus recyceltem PET Kunststoff, das wiederum zu 100% recyclebar ist.

hm… ob das gemüse & anders material per se bio ist wird eigentlich nicht erläutert. werd ich beim nächsten mal noch nachfragen – geschmeckt hat’s nämlich sehr, ein paar der melanzani-stücke waren noch eine spur gummiartig, aber in sachen würze & schärfe sehr leiwi. #nomnom!

und die nam nam namensgebung hat bei mir gleich den peter seller’s trigger gelöst, und ich durfte die herren kollegen mit folgendem videosnippet annerven… bööördie nam nam!

satt & jetzt ein bisschen unarbeitswillig,
die testerschwester

PS: muahaha ich muss da noch einen blöden twitter-schmäh anbringen… totally unvegan, of course ;-)