lecker festival im strombauamt

liebe kati,

es gibt auch leiwandes veganes festivalessen! das man nicht mal selber mitnehmen & via campingkocher wärmen muss, wie H.-P. & ich das im mostviertel erprobt haben… und zwar zum beispiel beim ton am strom elektronikfestival dieses wochenende:

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gartenstuhl & discokugel trifft auf beatbox, didgeridoo & maultrommel: „airtist“ auf der ton am strom outdoor stage mit visuals á la luma.launisch

im strombauamt greifenstein gab’s nicht nur super sound indoor & outdoor, viele leiwande leute und eine der nettesten locations in wien & umkreis, sondern auch laut eigenbeschreibung „lecker essen“. und lecker, indeed – samt ausgeschilderten vegan-optionen! am menü stand klassisches curry mit reis, aufgepeppt durch erdnüsse, frischen grünen koriander und eine limettenspalte. sehr gediegen!

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ausgewogen-vegankompatibles menü am festivalgelände greifenstein, zB gemüsecurry mit erdnuss, limette & koriander

weiters gab’s hummusdreierlei in der kombination en nature & olive & getrocknete tomate – eine sehr willkommene unterlage vor unserem radheimweg um kurz vor 3h morgens. außerdem hätte es noch einen veganen nudelsalat gegeben – abgesehen von den 2 vegetarischen und den 2 omnivor-optionen. liebevoll ausgewogene karte, kann man da nur sagen! kaffee auch mit sojamilch available, alles in metaphorischer butter also.

heuer hatten wir’s nicht so mit campen, aber 2012 beim ton am strom debut war das schon sehr nice:

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camping-idyll am donau-aaltarm beim ton am strom festival in greifenstein, 2012

… nächstes jahr wieder!

olé olé,
hannalé

kulinarikum liechtensteinstraße

liebe lesterschwester,

großartiger auftritt war das gestern wieder, na bum rockz! der vegane streuselkuchen scheint dir auch genügend energie für die mehr als 2-stündige performance zugeführt zu haben ;-) aber dazu später mehr…

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na bum beatfactory stageproject live in der sargfabrik, 28.06.2013 (c) hans-peter waldbauer

der ganze tag gestern hatte schon einen super flow, ausgelöst durch ein nach monaten endlich wieder eingefädeltes wiedersehen mit K. – sie ist nämlich diese woche erst in eine WG in der liechtensteinstraße gezogen, und das ganze hatte gestern 2 schöne effekte:

  1. ein kulinarischer spaziergang entlang der liechtensteinstraße
  2. gestapeltes baumaterial des geplanten palettenhochbetts im WG-vorzimmer, das mich inspiriert hat mir vielleicht auch ein DIY-palettenbett zu checken… juli-projekt ahoi!

aber zurück zum spaziergang:

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lecker pay-as-you-wish curry im wiener deewan plus „homemade“ streuselkuchen aus dem dazu hofladen

pay-as-you-wish-curry

warum es der wiener deewan bis jetzt noch nicht in unseren lokalkolorit geschafft hat ist mir eigentlich ein rätsel – eines meiner lieblingslokale, das ich einfach viel zu selten ansteuere. das konzept: täglich 5 curries (3x veg, 2x omni) samt reis, salat, soßen & dessert, und zwar nach den pay-as-you-wish-konzept. gestern gab’s cremig-feines chana masala, zucchinicurry sowie erdäpfel-karotten-curry – famos! wasser kommt stets an den tisch, die getränkekarte von makava bis (soya-)milchkaffee ist fix bepreist. das lokal erstreckt sich über 3 ebenen, ganz unten im souterrain ist rückwärtig sogar eine matratzenecke wo es sich mit einem chai latte herrlich chillen lässt. cu soon!

nachspEISiges & dazu streuselkuchen

und jetzt: ein dessert muss her! der ströck am weg hatte allerdings leider keinen cranberrystollen mehr, sonst hätte ich gleich meinen backwarenbericht updaten können. stattdessen die straße weiter, und einen neuen süßkramladen entdecken: der naschsalon. für alle omnivore lohnt sich der detailbericht von kek, die good news für veganistas: sie führen dort auch eis vom eis-greiszler, und zwar ebenfalls vegane sorten wie zotter-schoko sowie einige fruchtsorbets (heidelbeer!). nice.

wenige 100m später die nächste überraschung: der dazu hofladen liegt ja direkt an der ecke alserbachstraße! diesen ab-hof-laden mit brot, gebäck, frischgemüse, chutneys, senfvariationen wollte ich schon längst mal auschecken. einerseits auf grund der großartigen website mit fantastischen fotos, und andererseits wegen der dort erhältlichen veganen kuchen aus dem hause homemade.

gesagt, getan, reingekracht – und hurra! 2 frisch gelieferte und noch ofenwarme vegane streuselkuchen in den varianten weichsel und marille scheinen bereits auf uns gewartet zu haben. einmal mit dem fahrrad quer durch wien haben die beiden pie stücke sogar erstaunlich gut überlebt: der perfekte backstage-energielieferant ;-)

habe die ehre & hebe die haare

zwischen dazu-station und sargfabrik gab’s allerdings noch ein intermezzo mit charme & schere: mein nach langer zeit erstmaliges friseur-profi-date, und zwar mit lela „the redhead„. nachdem uns G. beim vergangenen supper club vom veganen salonkonzept in 1140 vorgeschwärmt hatte, wollte ich gleich die chance auf einen sommerschnitt nutzen. terminvereinbarung spontan-flexibel-unkompliziert via facebook, pricing & details im web, alles easy. das gassenlokal auf der breitenseer straße präsentiert sich in flauschigem rosa-weiß, aufgepeppt durch einige schwarz-weiße wand-tattoos („und du bist audrey hepburn, und ich balu der bär“). während einer kurzen wartezeit konnte ich durch allerlei aufliegendes infomaterial (vegan-nährwert-tabelletotally veg backbrochüre!) schmökern, auf einer stellage ist die vegane product range von alverde bis less is more und co zu finden. dazu gibt’s auf einem tortenständer studentenfutter #like

den salon schupft lela gemeinsam mit make-up artistin bine, und beide arbeiten seit ca. 1,5 jahren vegan. sehr spannend waren lela’s erzählungen über das thema tierversuche im kosmetik-kontext: in 99% der salons sowie im rahmen der ausbildung von lehre bis meister ist das ganze schlichtweg kein thema. erst über eine 40-tage veganfastenchallenge („hildmann?“ – „gab’s damals noch gar nicht!“ o.O) ist das ganze für lela gesickert, und sie hat beschlossen, undogmatisch (wie wir!) aber nachhaltig sowohl privat als auch beruflich auf tierfreie alternativen umzusteigen. respect!

all zu viele produkte ausprobiert habe ich nicht, weil ich nach dem haarproduktoverkill meiner zeit mit wella & konsorten in den letzten jahren weder stylingprodukte noch -werkzeuge wie fön, glätteisen & co verwende. der haarschnitt muss dementsprechend per lufttrocknung und fahrradwind für alles von out-of-bed bis business-tauglich herhalten – und das hat ganz gut geklappt, oder? ;-)

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audrey im salon „the redhead“ und le me, „the blackhead“ ;-)

ein alles in allem fast schon urlaubsmäßiger freitag also, und das perfekte warm-up zur heutigen festivalsause in greifenstein. auf die räder-fertig-los: ton am strom, here we go!

dir einen entspannten samstag & bis bald,
hanna

pizza, pizza!

liebe lesterschwester,

heute gab’s im büro pizza – zwar in einigen varianten, aber naheliegender weise mit entsprechendem mozzarella-overkill. ich hab mich daher verkrümelt und mir stattdessen mit M. je eine portion formidabelsten gerösteten knödel mit energiesalat im good old harvest vegetarian bistrot genehmigt (wo ich mittler weile schon von weitem als lesterschwein begrüßt werde!):

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no vegan pizza, dafür g’schmackige geröstete knödel mit energiesalat aus dem harvest

aber das mit der pizza ist natürlich schade, weil ich ja eigentlich der neapolitanischen restverwertungsteigscheibe alles andere als abgeneigt bin. große freude daher letztens, als E. und ich nach einer spontanen feier-runde im tacheles am weg gen heime noch von prämitternächtlichem heißhunger gepackt wurden – und ich damit eine perfekte gelegenheit hatte, die gerüchte eines veganen pizzalieferservice auf deren wahrheitsgehalt auszutesten!

gesagt, getan – und quer durch den webbestellformulardschungel von pizza on tour: telefonnummer war keine ausfindig zu machen, und unsere nicht ganz so smarten smartphones konnten mit der wilden menüführung nichts anfangen. erst zu hause hatten wir die möglichkeit uns durch die kategorie „vegetarisch + vegan“ zu klicken. im standardmenü sind allerlei bunte variationen gelistet, alle auf wunsch mit veganem käse – man kann aber auch zutaten individuell hinzufügen:

Bildschirmfoto 2013-06-03 um 23.15.24

unsere wahl: „vegetario“ mit tomaten, käse, broccoli, mais, zwiebel, paprika – basispreis EUR 9,50. dazu noch veganer käse zum aufpreis von EUR 1,– – optional könnte man auch noch vollkornteig und knoblauchrand sowie allerlei anderes adden… wir hatten allerdings ohnehin noch die zustellgebühr von EUR 3,20 (unter einem bestellwert von EUR 20,–) und den „mondscheinaufschlag“ von EUR 2,50 zwischen 23h und 2h morgens – und dann noch trinkgeld, also äh… vielleicht doch lieber keine extras dazu.

bestelleingang laut bestätigungsemail per 23:08 uhr:

Bildschirmfoto 2013-06-03 um 23.08.07

tadaah! um 00:07 uhr (god save the photo-timestamp) landete dann das hier auf dem tisch:

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edition „vegetario“ samt veganem pizzakäse von pizza on tour

dünner teigboden, knuspriger rand, reichhaltiger belag, ausreichend durchmesser für zwei. grundvoraussetzungen also erfüllt! der vegane käse war ebenfalls ziemlich flächendeckend präsent, und zwar mit einem sehr süßlich-cremigen geschmack, fast schon wie bechamel. in kombination mit mais, rotem paprika und den zwiebeln hatte das ganze schon eine fast zu süße note. in der geschmackskomposition wäre eine andere variation an gemüsesorten oder eine erweiterung mit pomodori secchi, gegrillten melanzani oder artischockenherzen eine idee – wegen der herzhaftigkeit warad’s g’wesn.

also: für eine spontane mitternachtssause absolut solide, aber man sollte nicht mit heißhunger sondern entsprechender vorlaufzeit bestellen (zumindest nach 23h). veganer käse kann’s, aber gemüsevariation sollte den pikanten gegenpart gewährleisten. vielleicht hilft ja im zweifelsfall auch brathuhngewürz? ;-)

alles feine,
hanna

hut ab(gegrenzt)

liebe kati,

das beste an der grottigen mobilfunkverbindung der semmeringbahn gen graz sind die unfreiwilligen missverständnisse: „gut abgegrenzt!“, sag ich da zu J., der sich von meinem dichtness-induzierten ausstieg unserer streetguerillakünstlerInnengruppe glücklicher weise nicht persönlich angegriffen fühlt. „hut abgegrenzt?“ – rauscht es zurück, „das sollten wir etablieren!“.

das mit der dichtness

… und der abgrenzung ist nämlich so eine sache, und zwischendurch braucht’s zur wiederherstellung der gesunden distanz schlichtweg einen aktivitätskahlschlag.

du hast da das mit dem aktiv-anstrengenden lebensstil leben ja mal im wunderbaren limbo of desaster zusammengefasst:

mein leben ist nicht fokusiert, es ist breit und bunt und chaotisch (wahrscheinlich hab ich deshalb so ein faible für strukturen), nie langweilig, oft anstrengend und es ist mein leben, dass ich mir ausgesucht hab. aber wenn das es-kotz-mich-alles-an-gefühl kommt, ist es zeit, irgendwas raus zuschmeissen.

auslöser war bei mir eine mitmach-email für das nächste (per se supere!) street game festival in wien. aber statt „olé, olé, projekt ahoi!“ oder „hurrah, lasst uns hirnstürmen und wilde sachen machen!“ rotierten bei mir im kopf nur google calendar, tasklisten, halbjahrespläne. jetzt ist also mal (wieder) dichtness-reduktion angesagt – nach erneut eingerissener beschäftigungswut von studium samt berufsbegleitung und parallel-erwerbstätigkeit samt co-working über vereinsmeierei plus eingangs erwähnter performancegruppe über blogprojekte und yoga, improtheater, gruppendynamische selbstfindung bis zum vegan-schwerpunkt inklusive solidarischer landwirtschaft, foodcoop-gründungs-partizipation und sachen (geschwisterlicher und anderweitige beziehungsarbeit, freundInnen, menschen!).

weniger ist das neue mehr. oder so. und wenn gar nichts mehr hilft macht man’s einfach wie die neuen trendsportler am grazer hilmteich und versteckt sich in einer real-life-filterbubble:

RL_Filterbubbles

der limbo of desaster sagt außerdem:

immer wieder glauben wir, wir sollten fleißig, zielstrebig, focussiert sein und rasch voranschreiten um “etwas zu erreichen” und “etwas zu bewirken” und überhaupt, aber was ist dann mit dem leben, seinen windungen und mäandern?

unser mäandernder lebensstil – nie langweilig, oft anstrengend – funktioniert allerdings nur, so lang er eine bewusste, selbstbestimmte wahl ist. wenn er auch freiraum, leerlauf und muße ermöglicht. platz für neues, platz für autonomie, platz für das ich im wir. davor ist aber etwas runterkrachen notwendig – dichtness reduction, druck rausnehmen, resilienz aufpolieren.

strudel of life

die big news von gestern und letzte prüfung und semesterschluss haben bei mir jedenfalls wieder den pendelausschlag richtung ungesund erhöhtem adrenalinspiegel provoziert – daher ziehe ich mich die nächsten tage bis auf weiteres in den emotionalen komfortzonen-bunker samt geschwister-sause und basis-crew zurück. wie beispielsweise mit einem impromptu-dinner mit E. gestern, die mit mir den zirkus 2.0 gefeiert hat – nach den vielen umwälzung im innenaußenkosmos hatte ich nämlich das spontane und sehr dringliche bedürfnis, meine gesamte wohnung umzustellen (erstmals seit einzug). jetzt neu: mit esstisch! \o/ zelebriert wurde mit strudelfestspielen. denn strudelteig ist ja per definition und sogar laut packungsinfo „rein pflanzlich“, here we go:

strudelkombi kraut & apfel

version kraut basierend auf smilla’s krautstrudelrezept: „Enjoy the traditional Burgenland-dish!“, version apfel á la C.! benötigt wird nur 1 pkg. strudelteig (gibt’s auch in vollkorn-version), sind nämlich 2×2 strudelteigblätter – ergo je 1×2 mit kraut- & 1×2 mit apfelfülle.

teig ca. 15 min bei raumtemperatur antauen lassen!

strudelstrudeln

krautstrudel

500g kraut (in meinem fall 1/2 kopf solidarisches jungkraut – war etwas wenig, strudel war recht schlank)
20g rohrohrzucker (1-2 EL)
muskat, kümmel, salz & pfeffer

  1. kraut in dünne streifen schneiden, zucker in beschichteter pfanne karamellisieren lassen, kraut dazu und bis zur bissfestigkeit mitdünsten.
  2. mit gewürzen abschmecken und etwas abkühlen lassen.
  3. 1×2 strudelteigblätter auf einem nassen tuch übereinander legen (optional dazwischen geschmolzene vegane margarine aufstreichen).
  4. kraut einfüllen, strudel einrollen (links & rechts einschlagen und dann mit dem tuch sanft ein- & auf’s blech rollen).

apfelstrudel

400-500g äpfel (ca. 3-4 stück)
rosinen
1/8 vegane margarine (eine hälfte geschmolzen für die teigblätter, eine hälfte zum brösel rösten)
semmelbrösel
1-2 EL rohrohrzucker mit 1 TL zimt

  1. äpfel schälen und in kleine scheiben schneiden oder hobeln, mit rosinen und zucker-zimt-mischung mischen.
  2. brösel mit der hälfte margarine kräftig anrösten.
  3. 1×2 strudelteigblätter auf einem nassen tuch übereinander legen, dazwischen geschmolzene margarine aufstreichen.
  4. brösel aufstreuen, apfel-rosinen-zucker&zimt-mischung einfüllen, strudel einrollen.

beide strudel auf einem backblech mit backpapier platzieren, optional mit etwas geschmolzener margarine bestreichen oder einer sojamilch-öl-mischung, und bei 180-200°C ca. 20-30 min. backen.

zum krautstrudel passt hervorragend ein bunter soli-salat sowie soja-joghurt mit knoblauch.

in diesem sinne: hut ab und eh wurscht ahoi!
die lesterschwester

supper club news

liebe lesterschwester,

ich war von diesem supper club auch besonders angetan, einerseits ob der lustigen runde und andererseits ob der vielen neuen infos von B wie B12 bis W wie wilhemsburger scheiben. außerdem hat die gemeisame vorbereitung echt spaß gemacht.

collage_supper_vol3

bevor ich versuche all diese neu gewonnenen infos zusammen zu tragen aber erst wie versprochen der rezepterückblick.

zu beginn…

zur vorspeise gab es einerseits satayspieße mit sataysauce in der variation nummer 2 (siehe try satay post), extra lang mariniert und erst in der pfanne gebraten und dann im backrohr gegrillt. außerdem den famosen thai-salat und außerdem noch sommerrollen mit zweierlei saucen.

thailändische sommerrollen

sommerrollen gibt es ja offenbar sowohl in thailand, als auch in vietnam und der kreativität beim befüllen sind (fast) keine grenzen gesetzt. meine derzeitige favorit-variante ist diese:

reisblätter (bahn trang thuong hang), 22 cm durchmesser
reisnudeln
sojasprossen
karotten (mit dem gemüseschäler in streifen geschnitten)
salatblätter
thai-basilikum
ev. frischer koriander

die reisnudeln 10 minuten in heißem wasser einlegen, abseihen, mit kaltem wasser abspülen, auskühlen lassen. ein reisblatt in kaltem wasser einlegen bis es weich, aber nicht lappig ist, thai-basilikum und koriander in die mitte legen, reisnudeln dazu, gemüse darauf und dann fest einmal einrollen, die seiten einschlagen und fertig zusammen rollen. das braucht etwas übung, aber es klappt wenn man folgendes beachtet: wirklich fest rollen, die sojasprossen quer legen und die blattansätze vom salat richtung mitte legen.

dazu gabs hoisinsauce aus dem asia-laden (die eigene ist geschmacklich noch nicht ausgereift), verdünnt und mit gehackten erdnüssen gepimpt und nuoc mam dam-sauce nach dem rezept meiner asia-laden-verkäuferin.

nouc man dam

100ml wasser
100g zucker
saft einer limette
1 knoblauchzehe, gehackt
etwas frischer ingwer

wasser mit zucker aufkochen, auskühlen lassen, die anderen zutaten dazu, fertig. ich hab diesmal etwas maisstärke (kalt mit wasser anrühren) mit gekocht, weil die sauce sonst sehr dünn ist. so richtig super war sie aber erst am nächsten tag, also gestern. offenbar dauert es etwas bis sich die aromen ordentlich verbinden.

hauptspeisen

ich hatte großen spaß ganz neue variationen der thai currys auszuprobieren, denn es kommt natürlich nicht in frage exotisches gemüse einzukaufen, während wir kiloweise heimisches von der ökoparzelle ernten. schwierig wird es diesmal allerdings mit den mengenangaben, ich stelle da ein paar vermutungen an, aber beim nachkochen bitte selber ausprobieren.

thai currys

collage_supp_vol3_curry

das gelbe, rote und grüne curry funktionieren alle nach dem selben prinzip. currypaste kurz anbraten (ich vermute 2 el pro 400 ml kokosmilch), mit kokosmilch aufgießen, warten bis sich eine fettschicht bildet und dann das gemüse beifügen. verschieden gemüsesorten haben verschieden garzeiten, bei mir war es konkret diesmal so:

green curry: erbsen, fenchel ins curry, nach 5 min roten paprika, zucchini dazu, nach weiten 5 minuten den mangold und gehackten thai-basilikum dazu, noch 2 minuten kochen, abdrehen, mit salz und zucker abschmecken.

red curry: rote rüben im schnellkochtopf vorgegart. zucchini ins curry, nach 5 min äpfel und thai-baslikum dazu, nach 2 minuten rote rüben dazu, abdrehen, mit salz und zucker abschmecken.

yellow curry: karotten, paprika, zucchini ins curry, nach 5 minuten mango und thai-basilikum dazu, nach 2 minuten abdrehen. mit salz und zucker abschmecken.

das massaman curry funktioniert ja etwas anders, dank an dich für die zubereitung!

die nachspeise war inspiriert von einem völlig unveganen taucherli-rezept und hat mich einiges an nerven gekostet. ich kauf ja weder gern noch viel beim denns ein, was ich mir von dort aber hole ist der aufschlagbare sojaschlagobers. der ist im moment aber nicht lieferbar – na super. insofern hab ich mich kurz entschlossen einen halb gefrorenen panna cotta zu machen. das hab ich schon mal mit apro-sojacuisine gemacht, und am marillenspiegel war das sehr lecker. sojaschlobers gleich sojaschlobers dachte ich mir, und hab das ganze diesmal mit provamel soja cuisine nachgebaut. ein äußerst grausliges ergebnis mit durchdringendem sojageschmack. das ganze war komplett zu kübeln – sehr ärgerlich. aber – glück im unglück – ich hab dann festgestellt, dass ich eh noch 3 packungen natumi cresoy (eben den aufschlagbaren) daheim hab. diesmal war der plan aber keine normale mousse au chocolat, sondern eine mit red curry. nachdem ich die bitterschoko also geschmolzen hatte, hab ich zwei teelöffel rote currypaste zugefügt und das ganze – ist gestockt und war zu wegwerfen. der dritte versuch ist dann endlich gelungen, allerdings mit einer anderen schoko. das ergebnis war dann durchaus sehenswert, allerdings einen tick zu süß, wie auch E. gestern, bei ihrem sonst sehr enthusiastischen feedback angemerkt hat.

red curry mousse au chocolate mit mango, thaibasilikum und/oder marillenspiegel

400g bitterschoko schmelzen, 15 minuten auskühlen lassen
600g gekühlte sojasahne 1 minute schlagen, sahnefest dazu, noch 5 minuten schlagen, 1 el rote currypaste dazu, noch 2 minuten schlagen. schoko unterheben, mehrere stunden im kühlschrank kühl stellen.

dazu geschnittene mango, gehackter thaibasilikum und/oder marillenmarmelade. wenn man keinen hp hat, der für einen marmelade kocht, dann ist die donaugarten-varianteäußerst empfehlenswert. mir persönlich hat die variation mousse mit marmelade am besten geschmeckt.

wußtest du schon…

ein nicht unwesentlicher teil des tischgesprächs hat sich diesmal um die vegane lebensweise gedreht, da wir mit c. vom veggie-treffen und g. zwei langjährige und erfahrene profis dabei hatten. hier noch die spannendsten infos, alphabetisch sortiert:

B12: vitamin B12 läßt sich nicht nur mittels sante zahnpasta (leider mit fluor) sondern auch mittels nahrungsergänzung substituieren, da gibts auch reine B12 präparate

blutbild: blutbild ist nicht gleich blutbild, möchte man feststellen ob man einen B12 mangel hat, muss man sowohl die überprüfung des B12 werts als auch die des homocystein werts einfordern, weil das eine art gegenspieler zum B12 ist. die überprüfung des vitamin D spielgels ist offenbar auch nicht selbstvertändlich.

D: vitamin D läßt sich offenbar als D2 (ist pflanzlich, wird vom körper nicht so gut aufgenommen) und D3 (tierisch, synthetisch oder aus flechten, wird vom körper besser aufgenommen) substituieren.

mandelmilch: die läßt sich mit sonnenblumen- oder sojalecitin (apotheke) haltbar machen. weiß irgendwer wo man sonnenblumen-lecitin herbekommt? dieser tipp kommt von der simply raw bakery.

simply raw bakery: offenbar ein heißer tipp auf der freyung.

wilhemsburger scheiben: das dürfte ein recht brauchbarer käse-ersatz sein, den mir auch schon J., supper club besucherin der ersten stunde, ans herz gelegt hat. gibts beim merkur. es sind dann noch einige käse-ersatz tipps durch die luft geschwirrt, aber das hab mir nicht mehr gemerkt.

das wars also vom letzten supper club. das nächste mal gibts nochmal eine indische variante und im august zum 5. termin ganz was besonderes…trommelwirbel…

KATI’S VEGAN SUPPERCLUB IM GÄNSEHÄUFEL!!!

im fkk-bereich des gänsehäufels werden unter sanft wiegenden pappeln, am ufer der alten donau, am 31.8. in entspannter atmosphäre freuden der kalten veganen küche verkostet.

allerliebeste grüße, liebe hanna,

dein lesterschwein

wien grüßt bangkok!

liebe kati!

so, nach dem spontan-nachbarschaftsbrunch mit E. & H. (ich sag nur: maronencreme!) der schwesterliche supper-kommentar:

große gratulation dir für den wieder mal superfeinen abend gestern! dein supper club ist einfach ein famoses format: grandioses essen, feine leute (von oh so omnivore bis vegan vegan), spannende konversationen in entspannter atmosphäre – mal ganz abgesehen davon dass ich diesmal sogar ohne polizeilicher intervention nach hause gekommen bin, brav fahrrad & vollen bauch durch 1020 geschoben ;-)

das war also kati’s vegan supper club vol. 3 – nach der indischen reistafel und den persischen genüssen mit dem crossover-motto: wien grüßt bangkok! fusion-kitchen vom feinsten, ökoparzellen-ernte meets currypaste, rote rübe trifft auf kreuzkümmel, honigmango auf wachauer marille… die details überlasse ich deinem rezeptnachbericht. nur so viel: show me your supper – yes please!

supperclub3

besonders begeistert hat mich – vor allem bei der prägewitterlichen schwüle – die vorspeisenvariation: deine knackig-frischen sommerrollen, die würzigen tofu-spieße, die abenteuerlich-intensive satay sause plus ingwer-dip (und was war das leckere schwarze bohnenzeug nochmal?), und der süßsaure krautsalat mit papaya und erdnuss plus frischem koriander on top – einfach zum reinlegen.

auch die 4 curries haben richtig gerockt, mein favourite war die gelbe variante mit mango – fruchtig, exotisch, famos. das freestyle-dessert aus red curry mousse au chocolat mit honigmango & thaibasilikum plus wachauer marillenspiegel dann noch ein würdiger abschluss – bei der facebook-dokumentation haben sich C., L. und G. gegenseitig mit kommentaren überboten von „Sooo lässig lecker!“ bis „Es war wirklich sehr fesch :-)“ und – aber hallo! – „Hier wars gestern wirklich fein. Ein Schwersternpaar, das man besser nicht erfinden könnte und geniales Essen.“ ♥

jetzt werde ich mal den letzten hochsommertag des juni im gänsehäufel standesgemäß zelebrieren, und freu mich schon auf all deine rezeptgeheimnisse – try thai :-) gutes proben heute & freu mich schon sehr auf eure live-sause am freitag!

bussi,
hanna

PS: neben dem bevorstehenden sommer-supper am 27.7. kann ich’s schon kaum erwarten das 5er-jubiläums-special zu feiern ;-)