das maß ist voll

liebe schwester,

es ist doch immer wieder schön, wenn sich kreise schließen. genau wie du hab ich bisher immer mit einem innerlichen #fürcht reagiert, wenn mal wieder grünkohl beim solidarischen gemüse dabei war. sowas wie grünkohl, hab ich mir gedacht, sowas kann echt nur dem mogg einfallen. der immer, mit seinen raritäten. umso überraschter war ich, als ich festgestellt hab, dass unsere nördlichen nachbarn das als weitverbreitete ergänzung zu kartoffelrösti und würstl (jaja, das ist mal wieder typisch) kennen. ich hatte aber keine lust irgend so eine beilagensache zu machen, und ansonsten hat mir die suchmaschine tausende rezepte für kale-chips ausgespuckt, weil grünkohl ist ja total low-carb und außerdem voll hollywood. nein danke, nicht mit mir.

das brot ist voll

beim weiteren herumsurfen bin ich unter dem titel das brot ist voll über ein rezept auf dem anonyme-köche-blog gestolpert, das mich sehr angesprochen hat. nachdem ich ohnehin keine broccoletti zur hand hatte, hab ich das ganze mit grünkohl probiert, und das war so geil, dass ich das am abend nochmal und am nächsten tag nochmal gegessen hab. cooler blog, hab ich mir gedacht und ein bisschen weitergelesen. da hab ich dann erstens festgestellt, dass der werte koch bei den kommentaren unter anderem grünkohl als ersatzgrünzeug anregt (na, bitte!) und des weitern hab ich auf die kategorie gegessen geklickt. und was find ich dort? eine post mit dem schönen titel: vegan in wien? des geht si scho aus. da schreibt er über seinen besuch im tian mit der esskulturellen K. weil ja diese veganer selbstversuch und alles. zack, kreis geschlossen.

jetzt magst du wahrscheinlich wissen was für ein grenzgeniales rezept das ist. bitteschön.

abruzzisches abendbrot

collage_grünkohl

wie du siehst hab ich von den 4 chilis grad mal ein spitzerl verwendet beim ersten mal. beim zweiten mal war’s dann doch eine ganze.

in einer pfanne olivenöl vorsichtig erhitzen, knoblauch und chili dazugeben und wenn alles gut riecht den geschnippelten grünkohl unterrühren und mit wasser bedecken. in dem fall gute 5 minuten köcheln lassen. altes brot (weiß oder schwarz) in die pfanne drücken bis es vollgesoffen ist und dann alles in einen teller kippen. reichlich olivenöl drüber und salz. fertig.

ersetzen kann man den grünkohl durch mehr oder weniger alles, was grün ist, die kochzeit muss halt entsprechend angepasst werden. und das beste daran: endlich eine richtig simple verwertung für altes brot.

gekommen bin ich auf das rezept, weil ich das brot ist voll gegoogelt hat. das war ein slogan der grünen im wahlkampf 1990, ich nehm mal an du erinnerst dich nicht :-). auf dem plakat war damals ein leberkässemmerl, aber hey, es waren die 90er. und gegoogelt hab ich das, weil ich ja eigentlich einen blogpost über brot schreiben wollte. ich hab nämlich herausgefunden, dass es einen veganen bäcker gibt, der macht leckeres brot und geile backwaren. die marke heißt bernds welt und der liebe bernd war, so wie ich, im unternehmensgründungsprogramm, so bin ich auch über seine firma gestolpert. einziger wermutstropfen: in wien muss man in den supermarkt um an seine produkte zu kommen, und da gehen wir ja bekanntlich nicht gern hin. das war jetzt die überleitung zu den breaking news:

lunzers maß-greisslerei

collage_lunzers

fenchelsalz, ohlala!

genau zwischen deiner und meiner wohnung hat ein neuer laden aufgemacht. in lunzers maß-greisslerei gibt es alles unverpackt und die idee ist, dass man mit seinen eigenen behältnissen kommt und sich getreide, gewürze und gemüse, aber auch öle abfüllt bzw. abfüllen läßt. super find ich das. endlich etwas, das man allen leuten empfehlen kann, die sagen, ich will nicht im supermarkt verpacktes gemüse kaufen, aber ich hab keine zeit/lust/ambition mich in einer foodkoop oder csa zu engagieren. ich war schon dort und hab die sehr sympathische betreiberin kennengelernt. ich find wir könnten uns da mal auf eine kaffee treffen und ein bisschen shoppen. und last, but not least. mir wurde geflüstert da gibt’s auch veganen wein. prost mahlzeit!

alles liebe,

dein lesterschwein

ein schnitzelfreund erzählt

liebe kati,

mädchen tut es. gourmet-bloggerin K. von esskultur tut es. und: ein schnitzelfreund tut es. die rede ist von veganen selbsttest-reihen, sei es die „veggie-challenge“ (1 monat) oder „wie schmeckt vegan“ (21 tage) inklusive „wie schmeckt nach vegan„. oder auch der kleine selbstversuch meines kollegen M.:

ein schnitzelfreund erzählt

ebenjener äußerst geschätzter studienkollege M. – charmanter misanthrop mit schmäh & stil – is(s)t… wait for it… vegan. im sommer waren es einige wochen – erfahren habe ich den spaß, wie könnte es anders sein, via facebook. damals sommerferienbedingt, sonst wäre mir zwischen den vorlesungen mit sicherheit aufgefallen wenn kollegin K.’s heißgeliebter schnitzelfreund bei der gemeinschaftlichen stürmung der studi-gastronomie plötzlich mit einem veggie-burger um die ecke biegt!

markus_3wochenvegan

schnitzelfreund is(s)t vegan (c) M. 2013, ex-schnitzelfreund

sein dazugehöriger bildtext:

Eine kleine Anregung: vegan essen heißt nicht verzichten, sondern vielmehr sich aktiv mit seinen Ernährungsgewohnheiten auseinanderzusetzen.

da bin ich mehr als d’accord! inspiriert hat M. der um sich greifende vegan-trend sowie eine schmöker-tour durch die vegane kochbuchselektion bei einem großbuchhändler (A. hätte ihre helle freude!). daraufhin der entschluss es mal zu probieren, auch M.’s frau B. ist mit am start, und selbst bei der familiären geburtstagsgrillerei wird nach kleinen verführungsversuchen nicht weiter herumgestichelt. nice! für den selbstversuch gab’s keine fixe deadline – ähnlich wie bei uns lesterschweinen – aber der ausflug in die pflanzenkost hat M. & family sichtlich getaugt.

M. ist mittler weile undogmatisch vegetarisch mit vegan-schlagseite, so es die lebensumstände eines vollzeit-berufstätigen, frisch gebackenen vaters inmitten des studien-endspurts eben halbwegs unkompliziert erlauben…

jetzt hatte ich herrn M. mehrmals um einen zarten rezept-input gebeten, zum beispiel für die auf der collage sichtbare lasagne. aber der ist wie eben erwähnt so furchtbar busy – hilft alles nichts! ;-) also habe ich mich selbst aufgeschwungen, und gleich mit einem abenteuer aus dem dieswöchigen CSA-ernteanteil verbunden: grünkohl!

gruenkohl_bechamel

lebe liebe gefährlich: solidarischer grünkohl (#fürcht) und fertig-bechamel (#wtf)

und zwar wollte ich eine bewährte high-speed lasagne bauen, aber mir sind die nudelblätter ausgegangen. also schnell C. angepingt, die im rahmen ihrer low-carb-ernährungsumstellungen von dörr-sellerie statt lasagneblättern erzählt hat – noch ein abenteuer. und um dem ganzen noch das i-tüpfelchen aufzusetzen habe ich die seit wochen im küchenkastel lagernde fertig-bechamel auf sojabasis verwendet, die ich um ein schweinegeld in einem anfall geistiger umnachtung (oder faulheit) im reformhaus erstanden hatte.

also: here we go…

lasagna senza pasta

1 sellerie
1 pastinake
1 karotte
1 zucchini
1 handvoll grünkohl
1 tomatensauce selfmade oder fertig mit kräutern
bechamel selfmade oder fertig-bechamel (hua!)
optional etwas gemüsebrühe

sellerie und pastinake schälen und in 0,5cm dünne scheiben schneiden, auf backpapier bei ca. 180°C ca. 20 min. ins backrohr und zwischendurch wenden damit sie auf beiden seiten trocken werden.

karotte schälen und raffeln, zucchini in dünne scheiben schnippeln, grünkohl 2 min. in salzwasser blanchieren und strünke entfernen.

lasagneform mit bechamel ausstreichen, getrocknete sellerie- & pastinakenscheiben darauf, mit tomatensauce plus bechamel auffüllen, grünkohl und karottenraffel darüber, wieder tomatensauce plus bechamel, zucchini scheiben drauf, abschließen mit flüssigkeit (zB restliche tomatensauce im glas mit etwas gemüsebrühe ausspülen und drüberleeren).

bei 180° in den ofen bis laut gabeltest alle gemüses bissfest bis durch sind!

low-carb-lasagne

gefährlich, aber gar nicht übel: sellerü schwitzt im ofen, zucchini toppen die lasagne –  man könnte auch „gemüsestapel mit tomatensauce“ sagen.

übrigens: danke fürs kamera borgen – bei den fotos war ich heute nämlich so richtig entspannt (eh wurscht), seit ich via K. auf die grandiose vorspeisenplatte der kaltmamsell und ihr bildbetrachtungsgemotze gestoßen bin, einem rant auf fancy foodfotos (ich sag nur: blumen). sic!

omnivore erkenntnisse

aber um nochmal auf ebenjene K. zurückzukommen: die bekennende omnivorin, ochsenherz-CSA anteilsinhaberin und autorin von „österreich vegetarisch“  war am letzten tag ihres selbsttests bei einem rein pflanzlichen dinner von was der boden hergibt, wo auch du, liebe schwester, schon dinniert und draüber gebloggt hast. nach den 21 pflanzlichen tagen – mit unter anderem äußerst appetitlichem mousse au chocolat mit orange im gegensatz zu deiner chili-version und waldviertler mohnstrudel – hat K. nun nicht nur ihre omnivoren erkenntnisse zusammengefasst…

ich werde mich bei den regelmäßig gekauften produkten noch genauer über tierhaltung und -standards informieren, als ich es ohnehin schon tue.

… sondern es gibt auch ein vegan-fazit aus kulinarischer sicht von K. – inklusive von einer kleinen veganisierungs-allgergie – allerdings erst in der märz-ausgabe der maxima nachzulesen. etwas schade (neugier!), aber ein kleiner cliffhanger mit verweis auf good ol‘ print sei ihnen vergönnt, den erwerbstätigen vertreterInnen der digital & analog schreibenden zunft. wer die neugier nicht im griff hat kann ja die 21 einzel-fazits (und das projekt-finale) nachschmökern.

dafür gibt’s eine liste der dinge die sie während der veganen tage schmerzlich vermisst hat – ich kann mich da nur bei parmesan (oh ja) und flaumig-buttrigem naan (oh jaaa) anschließen, ich war ohnehin keine verehrerin von speckbrot, zunge und konsorten. und was die süßen verlockungen betrifft – buchteln, palatschinken und geile kuchen (auch mit marillen- oder pomeranzenmarmelade) & torten gehen auch ohne tier, liebe K. ;-) aber wie immer gilt: jeder das ihre…

in diesem sinne: mahlzeit den pflanzen- & low-/no-carb- & allesfressenden!

alles feine,
hanna

happy birthday to us: tofu formte diese körper!

liebe alle,

es ist soweit: 1 jahr lesterschweine! zu diesem anlass kredenzen wir euch in einem einmaligen schwestern-double-feature einen jahresrückblick von 24.01.2013 bis 24.01.2014!

tofu formte diese körper

wie alles begann, wissen wir ja spätestens seit dem ersten furz. seitdem haben wir 1, 2, viele tofus (und jede menge gemüse und anderes zeux) geschlachtet:

lesterschweine_1jahr_tofu

happy birthday to uuuusss: tofu formte diese körper!

1 jahr lesterschweine in zahlen

blogposts: 216
produktivster blog-monat: februar (39 posts)
rezepte: ca. 140
lokalkolorits (wien/welt): 42 / 16
presseerwähnungen: ca. 10
supper clubs: 9
awards: 1 ;-)

aufrufe insgesamt: 63.826
meiste aufrufe an 1 tag: 4.880

stats_2013-01-2014-01

der sommer war heiß – im august haben uns derstandard.at & co tüchtig traffic beschert!

aber nicht nur stammleserInnen, follower, derstandard.at-publikum und andere leute schauen immer wieder bei uns vorbei – auch verschiedenstes internet-volk findet über google, bing, duckduckgo & co zu uns. an allererste stelle stehen hier natürlich variationen wie lesterschweine, lesterschwestern, schwesterlein an lesterschwein oder auch kati&hanna und jede menge vegan-spezifische suchanfragen in punkte inhaltsstoffe, rezepte & co. aber das war noch längst nicht alles:

weirdest of suchbegriffe

oder: menschen, die über suchmaschinen mit folgenden stichworten auf unserem blog gelandet sind (no shit!):

witzige veganer bilder
nun hab ich uberwunder
weckglas summt nach dem einwecken
sojamilch furz
creative phase crying deadline
kosten hasenschlachtung
lustige affen
leberkäs statt tofuwürstel
gepresster türstock mit ingwer
kuchenüberraschung zur heimkehr
wie heißen die bälle die aus dem hippie shop kommen
hippe ökos
wie mach ich eh wurscht
„alles darf nichts muss sein“
seiten mit schweinereien [sic!]
liebe schwestern, liebe schweine
danke liebe schwester lustig

also: danke für’s vorbeistolpern, liebe schwestern, schweine und menschen aus dem internet :-)

das jahr war auf jeden fall – bunt!

1jahrlesterschweine_collage

… und viele andere bunte dinge :-)

tofu formte….. oder doch schokokuchen?

ein jahr lesterschweinerein, das muss natürlich gefeiert werden! auf die rituelle tofuschlachtung folgte ein kleines gemeinsames geburtstagsessen und gemüsefreaks und kochwahnsinnige die wir sind gab’s natürlich…pizza. ähm, ja. der geneigten stammleserInnenschaft fällt da wahrscheinlich gleich der eine oder andere anti-analogkäse-blogpost ein. was sollen wir sagen? erstens: kontraste, oida! zweitens: stinknormaler pizzazusteller mit jede menge gekennzeichnetem vegan-angebot – das will gewürdigt werden. und drittens: die pizza war echt nicht schlecht, aber man weiß instant wieder, warum man sich ansonsten täglich in die küche stellt. und außerdem: wir hatten schließlich keine zeit zum kochen, wir wollten ja schließlich einen geburttagsblogpost schreiben.

ein jahr lesterblog hat viel verändert. die liebe zu gewissen gemüsesorten (avodado!! rote rübe!!!) ist zur vollen entfaltung gekommen, die kochskills haben sich vervielfältigt. der umgang mit öffentlichkeit hat sich radikal verändert (ich will nichts von mir preisgeben, haha) auch der standard-posting-shitstorm wurde überlebt und verarbeitet. viele neue menschen sind uns in dem jahr begegnet, die uns inspiriert, begleitet und unterstütz haben. durch essen, durch lesen, durch schreiben. danke euch allen!

und das wichtigste: wir haben den blog gestartet um den neuen schriftlichen schwesternkommunikationskanal aus kanada ins wienleben herüber zu retten – und es ist uns gelungen. jippi!!

so hat sich auch diesmal gezeigt, dass wir völlig frei und ohne hindernis einander schreiben können, das gemeinsame verfassen eines blogposts aber schwieriger ist, als es klingt. drum haben wir uns nach der pizza doch recht rasch in die küche verzupft. wozu vor dem computer schwitzen, wenn man auch schokokuchen backen kann.

inspiration

freundin N., die medizinfrau, ist eine große connaisseuse der guten küche und mitnichten vegan-affin. drum war der kochblog von dem sie mir erzählt hat auch völlig frei von veganen rezepten. brot, hat sie gesagt, brotrezepte könnt ihr da vielleicht finden.

liebe medizinfrau, selten haben wir brotrezepte mit mehr butter gesehen :-), aber das ist eine andere geschichte. undogmatisch und eh allen inspirationen gegenüber aufgeschlossen wie wir sind, haben wir das ambitionierte projekt gestartet fondant au chocolat vegan nachzubauen. als lesterschwein geburtstagskuchen versteht sich. das ergebnis war schon okay, aber definitiv noch ausbaubar. der teig war seltsam zäh und hat im backrohr die konsistenz auch nicht mehr wirklich verändert. war aber eh wurscht. alles was zu dreiviertel aus schoko, fett und zucker besteht schmeckt geil. da muss man nur die donaugärtnerin fragen. die macht nämlich die weltbeste schokotarte. ihr kriegt jetzt also das aktuelle rezept, es wird aber auf jeden fall noch abgewandelt

fontant au chocolat

collage_fontant

50g schoko
50g alsan
60g zucker
50g mehl
1el sojamehl
1el sojamilch
2el kakaopulver

wir haben schoko und alsan im wasserbad geschmolzen, alles andere eingerührt und das ganze bei 160 grad 15 minuten in 4 muffinformen gebacken (nach 10 minuten konnte man es noch nicht stürzen). flüssig in der mitte war da nichts mehr. die formen waren mit alsan gefettet und mit kakaopulver gestaubt. nächstes mal werden wir weniger zucker in 3 el sojamilch auflösen, das sojamehl weglassen und nur soviel mehl dazugeben, dass der teig noch flüssig bleibt. wir werden euch dann berichten.

geschmacklich war das ganze sehr wohl der hammer, aber bewegen konnten wir uns nicht mehr, denn in kombination mit der pizza ist das ein absolutes knock-out-menu. aber so sind sie eben, die kindergeburtstage. und wir sind ja schließlich erst ein jahr alt.

alles liebe,
eure lesterschweine

PS: ist natürlich alles nicht auf unserem mist gewachsen, wir lassen uns auch von popsternchen aller coleur inspirieren:

HEUTE_2013-12_Beyonce_Tofu_web

inspired by: beyonce! (c) u-bahn zeitung HEUTE / ausgabe von freitag, 13.12.2013

foodblog, fancy: kürbis mit raritäten & avocado im test

liebe kati,

bei uns hat das hin-und-her der emailerei ja – mal mehr, mal weniger – system. es gibt aber auch ganz besondere exemplare an pingpong-posts: einerseits die themenspezifischen one-on-one repliken wie unsere wechselseitigen befütterungs-gebrausanweisungen hilfe, mein [kind/nichte/freund] isst keine tiere! bzw. hilfe, mein [kind/nichte/freund] isst keine pflanzen!, aber auch monologische follow-ups wie plemplemplem, oder doch nicht? und doch plemplem. und dann gibt’s noch lesterschweinhistorisch nie-dagewesenes: ein gemeinschaftlicher schwestern-post, zum beispiel! doch bevor wir den übermorgen – nur mehr 2x schlafen! – anlässlich des… psssst… blogburzltags in den äther jagen („happy birthday to uuuussss…“), hier noch ein simpler ping:

kürbis, fancy

premiere: hanna kommt zu kati – und stellt ihr selbst mitgebrachtes essen auf den herd #muahaha konkret: eine fancy version der klassischen kürbiscremesuppe, selbstgemacht im hause A&O, und zwar mit allerlei raritäten aus der FC meidling und dem – mittlerweile schon wieder WG-geschichte – gemüsekistl á la adamah:

kuerbissuppe_fancy_web

„wart, stell die vase da rüber, ich mach so ein foto wie die fancy foodblogger – mit blumen!“ – „…“

kürbiscremesuppe mit süßkartoffel

½ hokkaidokürbis
1 rote zwiebel
1 knoblauchzehe
1 stück ingwer, ca. daumenbreit
handvoll süßkartoffeln & kartoffeln (zB vom Raritäten-Hof zum Alten Torbogen)
salz, pfeffer, chili
kürbiskernöl, kürbiskerne

zwiebel, knoblauch und ingwer klein schneiden und anrösten, den zerteilten kürbis mitrösten, die geschälten süß- & kartoffeln dazu, alles mit weißwein ablöschen und gemüsebrühe aufgießen. sobald gemüse weich, kürbiskerne + chili dazu, alles pürieren, mit salz & pfeffer abschmecken.

garnieren mit – nanonanet – kürbiskernöl, zum beispiel dem geilen scheiß vom hause pock aus unserer foodkoop, bei euch im nobelhaushalt sogar in einer ‚übschen glaskaraffe ;-)

und kürbis ist sowieso immer super – ob als curry, ragout oder in form von süßen muffins… mein zweitlieblingsgemüse nach dem kürbis ist dann gleich:

aaaaaavocadohh!

ist natürlich ein blödsinn, weil avocado gar kein gemüse ist, sondern eine frucht – aus der gattung der lorbeergewächse (danke, internet). ist aber auch wurscht. avocados sind nämlich nicht nur für die eigene küche die reine leiwandness – zum beispiel für den formidablen tofu-tower – sondern auch für per se nicht unbedingt vegetarisch/vegan ausgerichtete gastro-einrichtungen die simple rettung aus dem gemüse… äh… obstfach. dementsprechend sind in einschlägigen bagel- und sandwich-läden auch verschiedene variationen der grünen freunde zu finden. hier ein best of der jüngeren vergangenheit:

avocadovariation_wien-graz

avocado-variationen graz-meidling-hietzing

  • 1: vollkorn-bagel mit guacamole, vogerlsalat & tomaten (barista’s, graz)
  • 2: sandwich mit avocado, kopfsalat und tomaten (conolly’s, wien 1120)
  • 3: vollkornbagel mit avocado, rucola und tomate (pure living bakery, wien 1140)

die guacamole-vogerlsalat-variante von nummero 1 hat geschmacklich am meisten überzeugt, außerdem sorgt die avocado-creme für entsprechenden zusammenhalt der bagel-komponenten. 2 und 3 sind auch gelungen, sind allerdings verzehrtechnisch eher unpraktisch, vor allem das sandwich. die befürchtung der kellnerin – „sandwich ohne cream cheese? das wird aber trocken!“ – hat sich ganz und gar nicht eingestellt, dafür sind mir die tomaten- und avocado-schnitze auf’s sofa gekugelt.

nummer 3 konnte auf grund meiner persönlichen präferenz des vogerlsalats- gegenüber rucola-grün nicht 100% punkten. macht aber auch nichts, in der pure living bakery gibt’s neuerdings auch einen hummus-bagel, der wird beim nächsten mal getestet. bei diesem cookie&cake-laden in hietzing und einer dependance in der burggasse gibt’s jede menge formidablen süßkram – leider nichts davon vegan. auf nachfrage in 1070 hieß es noch ende letzten jahres, man würde auf grund verstärkter nachfrage eventuell einen veganen kuchen (kleiner tipp: apple-crumble! würde perfekt zu den vielen anderen crumbles passen…) ins programm nehmen, scheint aber bisher noch nicht passiert zu sein. please? der soja-latte ist schon mal ein guter start!

in diesem sinne: cookies, cream & sweet dreams!

bis übermorgen & gute nacht,
hanna

hilfe, mein [kind/nichte/freund] isst keine pflanzen!

liebe hanna,

sehr sinnvoll, dein hilfsprogramm für allesesserInnen, die uns pflanzenfresser beherbergen und bewirten. jetzt hab ich mir gedacht, ich werf mal wieder ein augerl auf den umgekehrten fall. kind kommt heim und alles, was grün ist oder nach blättern aussieht geht gar nicht. und in letzter zeit gab es für die kids verdächtig oft nudeln mit tomatensauce, obwohl ich mich ja konsequent quer durch alle gemüsebeete koche. schon längst hab ich mir gedacht, ich mach mir mal eine liste aller veganen gerichte, die unsere kinder, oder zumindest manche von ihnen essen. und just zu diesem zeitpunkt hatte ich ein sehr erfreuliches erlebnis mit semmelknödel und champignonsauce. das jundkind hat kräftig kochen geholfen, aber gleich von vorherein klar gemacht, dass es die sauce sicher nicht isst. irgendwie hat sie dann aber so gut gerochen, also wurde doch ein schwammerl probiert. „aber nur die schwammerl, die sauce schaut irgendwie seltsam aus.“ ja, danke, du mich auch. der große hatte „keinen hunger“ und wollte nur eine ganz kleine kostprobe. im endeffekt hat das jungkind sauce in sich hineingeschaufelt wie ein bergwerksarbeiter und der große und H.-P. haben die letzten reste gemampft, so schnell konnte ich gar nicht schauen. drum sieht das bild zum rezept auch mal wieder so aus:

DSC01132champignonsauce

abgesehen von der champignonsauce gab es auch linsen (nein, die haben die kinder nicht gegessen), aber die waren auch richtig super. drum hier alle drei rezepte.

champignonsauce

400g champignons
2 el öl
1 el kräuter der provance
1/8 weißwein
1 packung sojasahne
etwas gemüsebrühe (ca. 1/8 l)
salz, pfeffer

die champignons waschen, putzen und in scheiben schneiden und scharf anbraten bis sie etwas farbe angenommen haben (nicht zuviel rühren), gewürze beifügen, mit weißwein ablöschen und mit sojasahne aufgießen. mit brühe verdünnen bis die sauce die richtige konsistenz hat.

backrohrsemmelknödel

DSC01134_knödel

500g knödelbrot
1 zwiebel
1 el öl
50 g alsan
ca. 500 ml sojamilch
ev. gehackte frische petersilie
geriebene muskatnuss
salz, pfeffer
alsan und semmelbrösel für die form

die zwiebel fein hacken und in dem öl braun anrösten, alsan in die pfanne dazugeben und schmelzen. das knödelbrot in eine große schüssel geben und mit den zwiebeln, dem fett und der petersilie vermischen. die hälfte der sojamilch darübergießen, salz, pfeffern und muskatnuss dazugeben und kräftig durchkneten. langsam die restliche milch dazugeben und durchkneten (achtung, manchmal braucht es weniger milch. der teig soll feucht, aber nicht gatschig sein). das backrohr auf 180 grad vorheizen und eine kastenform mit alsan fetten und mit semmelbrösel stauben. die knödelmasse in die form drücken und auf der untersten schiene mindestens eine stunde backen. auf ein brett stürzen und aufschneiden. wenn der knödel nach dem stürzen zu blass aussieht, dann kann man ihn einfach nochmal in die form geben und weiter backen.

traditionelle linsen

DSC01138_linsen

200g linsen
1/2 l gemüsebrühe
2 el öl
1 zwiebel
2 el senf
1 el essig
1 kartoffel
4 zweige frischer thymian (oder 2 tl getrockneter)
salz, pfeffer
optional: 50 g räuchertofu

die linsen über nacht einweichen, waschen und beiseite stellen. in einem topf die geschnittene zwiebel im öl ordentlich anbraten, den senf dazugeben und mitbraten, die linsen kurz mitrösten und mit der brühe aufgießen. die kartoffel schälen und reiben und auch dazugeben, genauso den thymian. kochen bis die linsen weich sind, zum schluss mit salz, pfeffer und essig ablöschen. auch super: gewürfelter, angebratener räuchertofu drüber

a propos linsen: unsere lieblingsnachbarin P. hat uns gestern mal wieder ganz formidabel mit einem linsenrezept aus dem zeitmagazin bekocht. das werd ich auf jeden fall nachmachen:

linsensuppe aus der zeit

DSC00595_linsensuppe

1 el olivenöl
1 zweibel, gehackt
1 knoblauchzehe, gehackt
1 stück ingwer (walnussgroß)
pul biber (oder eine gehackte chilischote)
1 lorbeerblatt
piment
1 zimtstange
250g rote linsen
1l heiße gemüsebrühe
salz, pfeffer
saft von 1 zitrone
optional 3 el sojajoghurt
minze, koriander, petersilie, grob gehackt

im öl zwiebel, knoblauch und alle gewürze anrösten, die linsen dazugeben und mit der brühe löschen. nach 20 min ist die suppe fertig. mit salz, pfeffer und zirone abschmecken. vor dem servieren mit dem joghurt anrichen und mit den kräutern bestreuen.
das rezept stand übrigens unter dem titel „linsen statt kebab“ in der zeit. na bitte!

so jetzt bin ich aber ordentlich abgeschwiffen. eigentlich wollt ich ja eine liste von blätterfeindtauglichen, kinderkompatiblen veganrezepten machen. here we go:

1. knödel mit champignonsauce (siehe oben)

2. lasagne – mit gebratenen zucchini ist sie schon wirklich super. aber die prustische form, die dann wirklich alle essen ist nur mit tomatensauce und karotten)

3. nudeln mit sugo – unfasslich, dass das noch immer geht

4. shahi paneer – das „fleischigste“ unter den indischen currys, mittlerweile eines der lieblingsgerichte des großen.

5. chana masala, aka kichererbsenköri – all time favorite des jungkinds

6. ofenkartoffeln – simple as fuck

7. rösti – dazu geht sogar grüner salat, auf jeden fall besser als spinat.

8. erstäpfinidai – gehört der vollständigkeit halber in die liste, das isst nämlich jeder, außer meinen kindern.

9. buchteln – ja, genau. ha, ha.

10. gnocci mit tomatensauce.

falls du jetzt der meinung bist, dass das einigermaßen unausgewogen ist, und außer kohlehydraten eigentlich nur fett und noch ein paar kohlehydrate enthält, dann muss ich sagen, du liegst ganz richtig. aber nachdem es mir fern liegt, jemandem ein essen aufs aug zu drücken, dass er oder sie nicht will kriegen die kinder und alle anderen blätterverweigerer kohlehydrate bis zum st. nimmerleinstag. denn unterm strich, wenn alle um den tisch sitzen und jedem schmeckt’s – schon schön.

alles liebe, dein lesterschwein

serbien meets burning man: gratis-essen im werkzeugH

liebe kati!

was hat ein serbischer tanz mit einem freakigen kunst-festival in der wüste von nevada zu tun? im fall des werkzeugH – alles! denn dort gibt es das so genannte „davorike dajke“: ein wöchentliches gratis-essen (inkl. vegan-versionen).

werkzeugh_20130110_gratisessen

it’s „davorike dajke“: gratis-essen aus der werkzeugH-küche, hier ein veganes kichererbsencurry mit pinkem reis und flade.

und das geht so:

am 1.4.2009 findet zum ersten mal das gratis-essen im werkzeugH statt: sobald das lied „davorike dajke“ erklingt – ein serbischer tanz – gibt es kostenfreies happahappa direkt aus der küche, so lange der vorrat reicht (auf facebook gibt’s vom ersten festessen der herbst-saison 2013 ein kleines video). dazu muss man sich in eine schlange entlang der bar begeben, und sich seine portion persönlich abholen – man kann so oft kommen wie man will, aber darf nicht mehrere portionen auf einmal mitnehmen.

am 10.1. bin ich zufällig mit einer ganzen partie kärntner jungs darüber gestolpert: freitag abends um knapp vor halb zehn uhr wundere ich mich noch über das bis auf den letzten platz g’steckt volle lokal. nun ja, freitag abend, die bobos versammeln sich halt im seit 7 jahren wohletablierten hipster-schuppen in einer ehemaligen industriehalle mit dem trashigen möbel-mix inkl. bequemen sofas (they call it „wohnzimmerig“). aber so ein remmidemmi?

dann erklingt plötzlich die stimme von milica ostojic, und ein junger mann mit bart und basball-cap trägt feierlich ein leuchtendes, blaues „H“ durch’s werkzeugH und verteilt menü-zettel – 5 gerichte, davon einige auch in veganisierbarer option, plus gebrauchsanweisung (persönliches abholen & co). über’s schaurig pfeifende funk-mikro erklärt er die regeln des „davorike dajke“ – mit dem lapidaren zusatz: „wieso gratis essen? wir wissen es selber nicht!“ allerdings dürfte es gerüchten zufolge etwas mit dem burning man spirit zu tun haben, nachdem einige teile der werkzeugH-posse mit dem entsprechenden festivalspaß in der black rock desert in der nähe von reno, nevada, assoziiert sind und dort waren – und anscheinend ein stück der dortigen geldfreien schenkkultur („the principle of gifting„) mit nach wien margareten mitnehmen wollen.

und das ist gut so!

und gleich noch was für unsere stetig wachsende lokalkolorit-liste: nicht ganz gratis, aber mit schlanken EUR 6,40 sehr wohlfeil sind übrigens die heute getesteten mauritianischen linsenlaibchen in der kantine im museumsquartier: luftig-locker (statt die manchmal betonartigen laberl auf hülsenfrucht- oder grünkern-basis), dazu frischer salat und in der veganen version eine menge hummus, für veggies gibt’s eine joghurt-sauce. sehr lecker, äußerst sättigend, hervorragendes preis-leistungs-verhältnis:

kantine_mq_linsenlaibchen_web

mauritianische linsenlaibchen in der mq-kantine, in der vegan-option mit tüchtig hummus!

das wär’s mal wieder von meiner lesterschweinischen hälfte,
dir einen entspannten wochenstart & auf bald!

hanna (ohne h…)

draußen sein

liebe schwester,

man trifft immer wieder leute die gewaltig unter den diversen witterungen und temperaturen im außenbereich leiden. im winter linst man grantig unter der haube hervor, weil es arschkalt ist, im frühling ist es feucht und noch immer nicht so richtig warm, dafür ist es im sommer sauheiß – unerträglich! – und im herbst windig und schiach. drum schätz ich mich wirklich glücklich, dass ich alle jahreszeiten mag, vor allem auch die wechsel. unvorstellbar mir, in einer gegend zu wohnen wo es immer wohltemperierte 25-28 grad hat. wie fad ist das denn. aber jede jahreszeit ist für mich mit gewissen erwartungen verbunden. drum bin ich freudig überrascht von einem winter mit friktionsfreiem geradl und sonnenbeschienenen wanderausflügen mit jausen in der wiesen.

friktionsfreies geradl

wie du weißt hab ich den plan ab april hungriges bürovolk mit selbstgekochtem, leckerem biomampf zu beliefern. jetzt stellt sich natürlich die frage, wie das feine kochwerk mit dem radl von a nach b kommt. lastenfahrrad versus anhänger ist hier das thema. wunderbarerweise stellt das lastenradkollektiv gegen freie spende lastenfahrräder zur verfügung und so stand dem testlauf nichts mehr im weg. beladen wurden der mcs-truck, von dem es ab frühjahr 2014 eine neuauflage geben soll und das ausrangierte kindertransportdingens vom grrbrr, jeweils mit 20 kg. H.-P. und ich sind damit fröhlich über den ring und durch die hauptallee gegurkt.

lastenrad

fazit ist: für solches gewicht zahlt sich das lastenrad noch nicht aus. es fährt sich sehr angenehm, viel leichter als erwartet und schaut natürlich auch super aus, aber es sollten wohl schon 40 oder 50kg plus sein, die regelmäßig zu transportieren sind, damit diese investition sinn macht.
übrigens: nach dem testlauf waren wir noch in der luftburg auf einen kaffee. löblicher weise gibte es dort „natürlich“, so der kellner, kaffee mit sojamilch und der ist auch ausgesprochen lecker. das setting allerdings – ich sitz da mit meinem sojalatte und vor mir wird eine stelzen nach der anderen vorbeigetragen – ist gelinde gesagt schräg.

sonnenbeschienene wanderausflüge

wandern

was ist das schönste am wandern? sonne? falsch. bewegung an der frischen luft? auch falsch. mal raus kommen aus wien? ganz falsch. das schönste ist die jausen. nachdem in der ersten woche des jahres keine kinder da waren und auch sonst nicht viel zu tun, hatte ich mal wieder muse ein paar neue sachen auszuprobieren. darunter: die neue jausen. ich bin ja nach wie vor angetan von bergschnecken, sauerkrautmuffins und co, aber nach den feiertagsgelagen – ufta – durfts auch mal was leichteres sein. drum gab es diesmal cracker à la hildmann mit tofuaufstrich und avocado, dazu knabbersoja und datteln. auch kletterfreund K. war angetan.

cracker

cracker

130g sonnenblumenkerne
250g leinsamen
1 tl salz
100g tomatenmark
1 msp curkuma
3 getrocknete chilischoten

sonnenblumenkerne passieren oder mahlen, mit den anderen zutaten verkneten und ca. 3mm dick auf einem backblech mit backpapier ausrollen (oben auch ein backpapier) oder flachdrücken. angeblich soll es bei 80 grad nach 45 minuten fertig sein, bei mir dauert es aber doppelt so lang. aber das mit den temperaturen ist ja auch recht relativ in meinem rohr.

knabbersoja

knabbersoja

sojabohnen über nacht einweichen, abseihen und mit gewürzen mischen, salz auf jeden fall und curkuma, oder curry, oder paprika oder sonst was nach geschmack. 30 minuten bei 200 grad auf einem blech mit backpapier oder einem beschichteten blech rösten.

tofuaufstrich
tofuaufstrich

weichen tofu pürrieren (der vom hofer eignet sich hervorragend) und nach belieben würzen. zitrone, frischer kren, salz und pfeffer sind super. oder auch frische kräuter wie z.B. petersilie. knoblauch ist auch gut. das ist echt eine super basis, sicher auch für die melanzanirollen und deutlich weniger aufwand als die frischkäsebereitung.

a propos hildmann. ich hab noch was von ihm ausprobiert. es gibt da nämlich ein rezept für pastinaken-maki. klingt absurd, und ich wär auch nicht auf die idee gekommen es auszuprobieren. aber erstens ist pastinakenzeit, und zweitens hat eine supperclubbesucherin mir dieses rezept wärmstens ans herz gelegt. und ich muss sagen: urgut! mach ich auf alle fälle wieder. echt aufwändig, aber es zahlt sich aus.

pastinakenmaki (fast wie hildmann)

maki

100g fester tofu
3 el öl
2 el ml sojasauce
1,5 el agavendicksaft
2 el tahina
250 g pastinaken
4 el (reis)essig
2 el mandelmus
1 el sesamöl (optional)
salz
1 avocado
1 karotte
1 frühlingszwiebel
4 noriblätter

den tofu in streifen schneiden, im öl ordentlich anbruzeln, tahina dazugeben, kurz mitbraten, 1 el agavendicksaft dazu, ein paar sekunden karamellisiern, mit der sojasauce ablöschen und auf küchenrolle abtropfen lassen. die pastinaken, schälen, raspeln und hacken. mit essig, 1/2 el agavendicksaft, mandelmus, salz und sesamöl mischen. die karotte reiben, die frühlingszweibel längs halbieren. die avocado schälen, entkernen und in streifen schneiden

auf einem bambusmatte ein noriplatt auflegen, ein drittel mit den pastnaken belegen, karotten, tofu und frühlingszwiebel darauf, einrollen und das ende des blatts anfreuchten, damit die rollen nicht wieder aufgeht. 3 mal wiederholen und dann alle rollen in 6 gleichmäßige stücke schneiden. serviert wird das mit sojasauce, wasabipaste und eingelegtem ingwer.

trotz aller frühlingshaftigkeit da draußen schätze ich schon ein warmes essen um diese jahreszeit. drum gab es vor den makis die neue 3-minuten-suppe. ich liebe tomaten, aber jetzt ist wirklich nicht die jahreszeit dafür. aber so hin und wieder aus der dose, das kann schon was.

3-minuten-tomatensuppe
tomatensuppe

3 el olivenöl
1 dose tomaten
2 zehen knoblauch
salz, pfeffer

in einem topf vorsichtig 2 el olivenöl erhitzen, knoblauch geschnitten oder gepresst dazugeben, kurz anrösten, die tomaten dazugeben, aufkochen, passieren und mit salz und pfeffer würzen. am suppenteller nochmal einen ordentlichen schuss olivenöl drüber. diese einfache gericht lebt natürlich von der qualität der zutaten. es zahlt sich also aus, nicht die allerbilligsten dosentomaten und ein gescheites olivenöl zu verwenden.

das war’s mit den news aus der küche und von draußen. auf bald!

dein lesterschwein