das 3×3+3 des lokalkolorit

liebe kati,

das war wohl eine der längsten blog-plausen in der lesterschweinischen historie – fast 1 woche kein neuer post! da ist sie also wieder, die dichtness – inklusive H.-P.’s wildem tanzfest, deinem servus TV dreh, unserem halben frisch gekocht-interview, dem fin de supper club, und sonstigem leben halt. apropos leben, die passende replik auf deinen blah-blah-blah-post und das thema „ich hab jetzt einen neuen beruf!“ ist übrigens der na-na-na-song von marc uwe king, mit misanthropenstrophen wie der hier:

Ich kenne zwei, die im Schlachthof arbeiten und Veganer sind
Ich kenne einen Fahrlehrer, der säuft und ist fast blind
Ich kenne einen Psychologen, der hat seine Kindheit nie verwunden
Doch all diese Leute haben immerhin schon…einen Job gefunden

Nur ich weiß noch nicht, was ich mal werden will, es gibt so viele interessante Sachen
Ich weiß nur, ich will auf jeden Fall was ohne Menschen machen
Nichts mit Medien und nichts mit Sprachen und nichts mit Lateinamerika
Aber hauptsache ohne Menschen, Na Na Na Na

bevor ich mich allerdings selbst für 1-2 wochen offline begebe (fürcht), hier noch ein lang aufgeschobener rundumschlag in sachen wiener vegan-gastronomie bzw. lokalen wo man theoretisch, praktisch, nicht-nur-aber-auch und überhaupt vegan essen kann. in den vergangenen wochen habe ich dementsprechend mit dem herrn A&O, dem vitamin B., fräulein S., couchsurfern, dir & H.-P. und anderen menschen jede menge lokale für unseren lokalkolorit ausgetestet – bin aber einfach nicht zum verbloggen gekommen. daher hier in einem fulminanten rundumschlag das 3×3+3 des lokalkolorit: 3 menüs zu je 3 gängen in je 3 verschiedenen lokalen. plus ein 3×3 außer konkurrenz mit ein paar nicht ganz geglückten erstbesuchen. here we go:

von A bis Z bis A: akakiko, zimmer37, augustin

lesterschweine_lokalkolorit3x3_akakiko_zimmer37_augustin

1. avocadosalat aus dem akakiko (links oben) 2. mittagsmenü im zimmer37 (rechts) 3. pannacotta from heaven im café augustin (links unten)

zum start gibt’s den großartigen avocado-salat aus dem akakiko gegenüber des franz-josefs-bahnhof. ein berg sojasproßen und grüner salat mit kernöl(!!)-dressing plus avocado und allerlei rohgemüsen plus jede menge eingelegtem ingwer. groß!

als hauptgang einmal das mittagsmenü im zimmer37 in einem der fest gebauten stände am karmelitermarkt: cremige polenta mit grill-zucchini und tomaten-letscho. hocharomatisch und sympathisch – wie man sich ein marktessen so vorstellt!

als dessert darf hier die wundervolle panna cotta (sowohl vegan als auch non-vegan auf der karte) aus dem ebenso wundervollen café augustin in rudolfsheim-fünfhaus herhalten samt schoko-soße, kokosstreusel und erdbeerhälften. hell yeah!

bobo-omnomnom: phil, hollerei, cup cakes

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1. naschmarktblume im phil (links oben) 2. kürbisstrudel in der hollerei (rechts oben) 3. cupcakes im cup cakes (unten)

diese lokalrunde startet mit der heißverehrten naschmarktblume im phil auf der gumpendorfer straße – einem sonnenblumenweckerl mit hummus, gegrilltem gemüse in tüchtig olivenöl und vogerlsalat. ob als vorspeise, zwischenmahlzeit oder reparatur-snack, immer wieder eine gaumenfreude!

weiter geht’s mit einem mittagsmenü in der hollerei, einem vegetarisch-veganen fast schon nobel-lokal im fernen rudolfsheim-fünfhaus. die auf rustikalen holztischen in hell-entspannter atmosphäre kredenzten gourmethappen entsprechen in der menü-variante sowohl der (doch hohen) erwartungshaltung und haben in anbetracht von portionsgröße und frische der zutaten ein passables preis-leistungs-verhältnis. an diesem tag gab’s eine erdäpfelsuppe plus sehr feinem buntem salat mit crunchy rote rübe und einen etwas süßlichen aber leckeren kürbis-strudel. nice!

zum schluss hier endlich die lang ausständigen kudos dem cupcake-laden mit subtiler betitelung cup cakes auf der josefstädterstraße, die in der äußerst umfangreichen auswahl auch standardmäßig 2-4 vegane sorten anbieten. von der variante erdnuss sowie maroni bin ich nicht ganz überzeugt, dafür hat schokomousse auf schokokuchen mehr als gerockt. fluffig-flaumig-heftig. oh ja! test der variante nougat-orange noch ausständig… #hrrrrr

hippie-bar meets studi-café: dancing shiva, tunnel, weltcafé

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1. rohkost-burger im dancing shiva (links), 2. tofu-laibchen im tunnel (rechts oben) 3. empanadas im weltcafé (rechts unten)

weiter geht’s mit einem rundtrip von neubau nach währing: der rohkost-burger aus der superfood-bar im hinterzimmer des dancing shiva [FB] auf der neubaugasse ist so klein, dass man ihn quasi als vorspeise betrachten muss. ok-e-y, aber es gibt A) bessere burger und B) raffiniertere rohkost. ergo: nett, ausbaufähig.

es folgen die „tofulaibchen“ im tunnel in der florianigasse, eines der wenigen aber immerhin ausgewiesenen veganen optionen auf der karte des traditionellen studi-beisls. und obwohl das ganze recht unfancy daher kommt – schlichtweg gebratener naturtofu auf reis, dazu tomatensauce und salat – macht es schön satt und schmeckt auch recht lecker. nicht besonders raffiniert vielleicht, aber gutes preis-leistungs-verhältnis.

zum dessert werfen wir einen blick auf das von mir prinzipiell sehr geschätzte weltcafé in der schwarzspanierstraße, aber leider in diesem fall mit einem kleinen fail: die per se nett gemeinten empanadas mit bananen-schoko-füllung und beilagen-obstsalat haben beim back-vorgang anscheinend bekanntschaft mit einem prähistorischen frittier-fett gemacht und riechen dementsprechend… heftig. pluspunkt: vegane speisen sind in der karte als solche ausgewiesen.

[außer konkurrenz] low-fi fusion: stewart, vegetasia, aero

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1. curry vom stewart 2. „acht schätze“-platte im vegetasia 3. apfelmus-crepe im aero

das mittägliche curry aus der suppenküche stewart auf der praterstraße kommt mit etwas wenig gemüseanteil und einer eher suppigen konsistenz daher, das ganze dann auch noch auf den reis gepappt, der innerhalb der transportzeit von ca. 4 minuten vollkommen aufgeweicht ist. frischer koriander ist ein netter twist, das gesamtergebnis aber noch nicht sehr überzeugend.

danach einmal die „acht schätze“ im vegetasia im 3. bezirk, wo ich schon seit monaten mal hinwollte. leider macht sich der wurst-, rind-, huhn- und sonstige vleisch-ersatz in der klassischen asia-pfanne nicht besonders. plane hier auf jeden fall eine weitere testreihe…

zum abschluss darf J. mit seinem test des aero im neu erschlossenen nordbahnhofviertel aufwarten: das apfelmus-zimt-crepe ist schlichtweg solide – nicht mehr und nicht weniger. auf nachfrage beim kellner wird nochmals hervorgehoben dass der crepe-teig per se vegan ist – keine eier, keine milch enthalten. lesterschwesterlicher test noch ausständig!

in diesem sinne dir eine etwas geruhsamere woche, ich werd mal die obigen 12×1 lokalkolorits in unsere google map einbauen, und in hoffentlich 1-2 wochen wieder in alter frische lesterbloggen :-)

so long,
die testerschwester

2 Gedanken zu „das 3×3+3 des lokalkolorit

    • liebste angie,

      oooh, da vermisst uns jemand! <3

      sorry für's temporäre stillschweigen – kati ist derzeit am rotieren und ich mache seit über einer woche einen auf blindes huhn… bin dementsprechend leider äußerst eingeschränkt blog- und internetfähig. sitze heute erstmals versuchsweise mit einer auflösung von 800x600px und einem auf 170% aufgeblasenen browser-fenster am riesenmonitor, und erkenne trotzdem nur unscharfe textbrocken. tut zwar immerhin nicht mehr weh, aber gut ding… äh… hornhaut braucht eben weile! man vergebe uns wohlwollend die lesterschweinische rekonvaleszenz – stay tuned ;-)

      viele grüße aus der zirkus-quarantäne*
      hanna

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