ohne maulkorb

liebe hanna,

ich hab jetzt eine firma. seit heute ist „kati kocht“ online und mein ureigenes gastrounternehmen. ja wie finden wir denn das? um es mit sex and the city zu sagen:

i just officially entered panic.

mein hirn sagt, das wird sicher ganz super. supper club weise sind die leute am boden gelegen vor begeisterung, catering-aufträge zeichnen sich am horizont ab und der letzte kochkurs ist super angekommen, der nächste wird dem um nichts nachstehen. meinem magen ist das herzlich wurscht, der schlägt einen purzelbaum nach dem anderen. und mein herz hat herzflattern und ist vernünftigen argumenten zur zeit nicht wirklich zugänglich. du hast ja gestern zum wiederholten male gemeint, dass jetzt ein ziemlich passender zeitpunkt für eine presseaussenedung wäre, und damit hast du sicher recht. so aus kommunikationssicht. ich bin aber grad nicht bereit für locker-flockiges ich bin so super, ich bin so toll geschreibsel. ich will lieber mal ein bissel herumprobieren und schauen wie es läuft.

softlounge heißt das im marketingsprech sagst du.

gut, dann eben softlounge. ich erinnere mich noch lebhaft an den supper club, der mittels onlinestandard-präsenz annähernd gesprengt wurde. „das ist ganz was anderes“, sagt H.-P., „diesmal hast du ja wirklich eine firma.“ meine conclusio damals war: will man ein underground restaurant machen sollte man auch im underground bleiben. jetzt frag ich mich: kann man auch eine undergroundfirma haben? denn wenn etwas nicht gut ist für mich und mein unternehmen, dann zu schnelles wachstum. aber was heißt das? und was will ich überhaupt? keine ahnung.

zumindest weiß ich, was ich nicht will.

auf keinen fall will ich, dass unser schöner blog zum marketing-instrument verkommt. ich will weiter über die großen und kleinen katastrophen schreiben, ich will weiter „geiler scheiß“ schreiben, auch wenn ich grad einen kochkurs ankündige. ich will weiter von glück und unglück in der küche und sonstwo schreiben und auch von unseren undogmatischen schweinereien, wie den ausflügen ins käsereich.

nichtsdestotrotz – eine idee hat gestalt angenommen, kati kocht ist geboren, und das ist allemal ein grund zum feiern. drum gönnen das jungkind und ich uns heute die junggesell*innenpizza reloaded mit grillgemüse und frischen kräuter.

collage_jdpizza

es gibt nichts besseres, als etwas gutes.

alles liebe, deine kati

p.s. was sagt es mir, dass deine coolen zitate postmoderner literatur entspringen, und meine aus fernsehserien stammen :-)

 

11 Gedanken zu „ohne maulkorb

  1. Pingback: wir sind WURST! und schokolade. | von schwesterlein an lesterschwein

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