furzen in der fremde

liebes lesterschwein,

ich find das ganz famos, dass wir jetzt wieder beide gleichzeitig ein thema haben, dass uns so beschäftigt und gleichzeitig unseren erfahrungshorizont so erweitert, dass es sich lohnt darüber zu schreiben. dass wir zufällig im april unabhängig voneinander mehrere wochen lang neue kontinente erkundet haben (aaafrika! aaasien!), war rückblickend wohl doch kein zufall…?

in vielerlei hinsicht fühl ich mich grad an unsere gemeinsamen bloganfänge erinnert. der erste furz hat damals richtig spaß gemacht, und ich hab wieder die freudige erregung des neubeginns. es ist super dinge zu tun, die man noch nie getan hat, aber es gibt dabei auch immer ein bissel was zu stänkern, zumindest bei mir.

damals, als wir angefangen haben vegan zu kochen hab ich mir gedacht, hey, das ist einfacher als erwartet. beim reisen ging es mir ehrlich gesagt umgekehrt. es hat wahrscheinlich einen grund, dass ich bisher den kontinent nicht verlassen hatte. ich hab mich mehr als einmal gefragt, was, bitteschön, mach ich hier eigentlich und was hat mich geritten, wie ich gesagt hab: du, hp, fahr ma doch mit dem radl und dem zelt durch marokko, das könnt lustig sein.

drum bin ich auch schon ururur gespannt wie es dir so ergangen ist auf der anderen seite des globus. ob in thailand südseeträume wahr geworden sind oder auch dir das eine oder andere ordentlich gestunken hat.

bussi und bis bald,

deine kati

p.s. ich sag dir was, das mit den fotos wird nicht ganz leicht diesmal. die marokkofotos sind nämlich fast alle von hp, weil ich während der reise noch gar nicht auf die idee gekommen bin zu bloggen. normalerweise hab ich immer fotos zu den g’schichteln gemacht, jetzt brauch ich g’schichteln zu den fotos. daran muss ich mich echt erst gewöhnen. drum gibts hier jetzt auch kein foto, sondern almas morocco. quasi zum thema. und weil alma für mich wieder einmal der absolute höhepunkt des zoafestivals war. und außerdem sind wir ja jetzt ure video :-)

kinder, der tod ist gar nicht so schlimm.

liebe alle,

ja, wie wiederholen uns: den lesterschweinischen blog gibt’s schon seit jänner 2015 (!) nicht mehr, manchmal werden noch sehr sporadisch vereinzelte errungenschaften (ich sag nur: joghurttorte, nougattascherl, erdbeerverwertung) in den hidden secrets versteckt, vor allem damit mein nudelsieb-hirn nicht die dinge vergisst, die es ja erfahrungslerntechnisch eigentlich abspeichern hätte sollen.

ansonsten: that’s it.

aber ihr.
da draußen.

… kommt immer noch in digitalen scharen auf unseren blog! alleine heuer waren es schon wieder 7.000 aufrufe, das sind natürlich nicht die 70.000 aus dem jahr 2014, aber immerhin 10% (in 6 monaten)- und das in einem „toten“ blog. also ziemlich tot.

why?!

weil ihr zig-mal „kartoffelteig vegan“ und „one pot pasta“ googelt, aber auch „nachspeise eklig“ (ja bitte?), „sabberclub“ (sic!), „palmfett“ (böse), „regenhose festival einsauen“ (sic^2!), „haufenweise fleischrezepte“ (ohne worte), „geiler cocktail“, „scheiße vielleicht schon mal gegessen“ oder „one does not simply“ (…). weil ihr in der sieger-liste des food blog award stöbert (hüstel), bei frau jupiter und vegane freude und konsorten vorbeiklickt, weil ihr uns nach laktosefreien rezepten fragt (ALLE!) oder euch einfach der hoffnung hingebt, bei uns gäbe es, vielleicht, oder so, doch mal wieder was neues?

nein.

also jetzt nicht. wirklich nicht.

und das sagen wir jetzt nur so hart und in-your-face und dogmatisch-undogmatisch kompromisslos, weil das anscheinend irgendwie nicht so ganz klar rausgekommen ist, wie diese supernette email aus dem hause sonnleitner von neulich zeigt:

„hallo hanna,

du gehörst doch zu “schwesterlein lesterschwein”, oder? Wir finden euren blog toll und haben uns erlaubt ihn in unserem Newsletter weiterzuempfehlen. Auch wenn – wie ich auch nicht umhin konnte zu erwähnen :) – wir bei marillenknödeln unterschiedlicher meinung sind … aber das macht ja nix.

ich hab nicht ganz gecheckt, ob ihr den blog noch weitermacht?

auf jeden fall haben wir uns von euch schon mal inspiration für unser veganes onlineseminar geholt und dafür wollten wir uns jetzt mal öffentlich bedanken!

liebe Grüße,
Stefanie“

daher ich dann so:

„liebe sissy,

danke für deine total nette email, ja ich bin hanna von den lesterschweinen :-) ich freu mich natürlich dass du in unserem blog vegane inspiration gefunden hast und danke auch für die ankündigung in eurem newsletter!

leider allerdings haben mein schwesterlein kati und ich vor einiger zeit beschlossen den blog einzustellen – wir haben 2 jahre lang alles gesagt, gegessen und gekocht was uns rund um das thema interessant vorgekommen ist, und jetzt gibt’s nur noch sporadische einträge („fight of the marillenknödel“ ;-) und so. aber danke für dein feedback, dann werd ich das auf der startseite nochmal klarer hervorheben wie der blog-status ist.

viele grüße nach kärnten!
hanna“

ihr seht schon, wir sind wieder beim email-thema.

aber damit wäre dann jetzt wirklich alles gesagt. alles! (oder fast?)

eure
lesterschweine

 

 

undogmatisch dogmatisch

ahoi allerseits,

der nachfolgende erguss ist eine etwas ausufernde einleitung zur simplen aussage: schaut her, liebe menschen, unter hidden secrets gibt’s neue, fast (nicht ganz) geheime rezepte!

weil: die lesterschweine haben sich ja blogzeitlebens gerühmt, den undogmatismus hochzuhalten…

„wir haben uns ja von anfang an als undogmatisch geoutet.“
(kati, 24.01.2015)

“ach, kein stress, ich mach das undogmatisch.”
(hanna, 13.02.2013)

„ihr führt auf eurem blog einen diskurs, der intelligent ist, ausgewogen, authentisch und wunderbar undogmatisch.“
(foodblogaward-jurorin T., 21.10.2013)

kurz: wir essen vegan, aber auch mal käsefondue, werden foodblogqueens und konvertieren dann wieder zum omnivorismus (zumindest eine von uns), und beenden unser blogprojekt, sammeln aber dann auf der hidden hintertür trotzdem noch rezepte. weil’s geht. und eh wurscht.

aber!

bei marillenknödeln, da sind wir dogmatisch. und wie. familienbedingt. weil frühkindliche prägung, sie wissen. nur dass sie bei uns vier geschwistern diesbezüglich bis ins erwachsenenalter anhält. denn es scheiden sich ja die geister: erdäpfelteig, topfenteig oder gar brandteig? nur marillen aus der wachau oder gelten auch steirische, marchfelderte oder wienerische aus K.’s garten? soll die perfekte marille vollflächig orangefarben sein oder „mit rotem backerl und grünem popsch“?

lesterschweine_wachauer_marille_donaugarten

in der spegel-family ist eines klar: der erdäpfelteig muss es sein. schluss aus. keine diskussion. alles andere ist un!würdig! aber so was von. früher hätt ich wohl auch gesagt: und nur!die!wachauerischen!, von wegen herkunftsstolz, heimatverbundenheit, obstpatriotismus oder so. aber seit ich aus der foodcoop von unserem spargel-lieferanten auch marchfelder marillen bekomme, sind mir die zum verknödeln ebenso lieb.

das schöne an der erdäpfelteig-ummantelung ist dafür, dass der sehr dogmatische erdäpfelteig herrlich undogmatisch zuzubereiten ist. mehlige oder speckige erdäpfel? egal. den teig mit frisch gekochten, noch warmen erdäpfeln oder mit kalten zubereiten? wurscht. weißmehl, vollkornmehl, dinkelvollmehl? as you wish. halbe oder ganze marillen, und wenn ganze, dann marillen mit kern, entkernt oder gar mit einem stück würfelzucker? whatever. brösel mit kristallzucker, und auch mit geriebenen nüssen, oder pur? völlig. blunze.

und das geht so:

marillenknödel á la spegel family

und sonst noch neu: noch mehr marillen, und zwar geröste(r)t! dann: kroatisches muckalica, ein geiler paprikaeintopf den unser grrbrr aus dem urlaub importiert hat. frankophiles ratatouille á la muttern á la soizig, eine aromatisch-kunterbunte darreichungsform von frischem sommergemüse. und dann noch selbstgemachtes eis auf basis einer einzigen zutat, hier in der kombination stachelbeer-ribisel zu bewundern. ja, und ich hab mich auch an koresht karafs versucht, das legendäre persische grüne essen aus grauer vorzeit, und zwar auf basis von stangensellerie, petersü, minze und limetten. der erstversuch war nicht ganz daneben, aber aufgrund einer überdosierung getrockneter limetten ein bisserl rough – werde ich also nochmals versuchen und demnächst bei den hidden secrets das ergebnis festhalten.

so. und die gezeigten vorher-nacher-gemüses stammen größtenteils noch immer von der CSA und dann noch von unserer selbsternteparzelle vom biohof radl – unser diesjähriger ersatz für die städtische ökoparzelle der vorigen 3 jahre. weil DIY und selber anbauen und yeah – let it grow…

so long,
hanna

der sommer ist da! [mit neuen hidden secrets]

liebe alle,

es gibt neue (nicht-ganz-versteckte) hidden secrets!

lesterschwein_hidden_2015-06

  • die neue „nom nom bakery“ in der leopoldstadt.
  • erdbeer-zeit: vom frühstücks-smoothie bis zum spargel á la spegel.
  • flausch-brot selber backen.
  • süße, verdauugsfördernde freuden aus dem kloster.
  • waldviertler waldhollerblütensirup.
  • feta aus tofu. ja, das geht.

all das und mehr gibt’s hier.

alle trotz blog-ende dokumentarischen bemühungen sind natürlich auch ab sofort in der langen und immer länger werdenden rezeptliste zu finden. für mich, uns und euch :-)

alles feine,
die hanna

lesterschweine 2.0

liebe leserchens!

so, jetzt haben wir NOCH etwas zu sagen… #räusper

den schwesterlichen lester-blog gibt es nicht mehr, wie ja kati und hanna im jänner 2015 bekanntgegeben haben.

well, zumindest nicht mehr in der 2 jahre lang geführten öffentlichen email-konversation. sondern wir betreiben diesen blog weiterhin als ganz normale website: mit weiterhin allen rezepten, lokaltests und allen blogposts, nur kommt eben nichts aktuelles mehr dazu.

FAST nichts.

oder DOCH?

ähem.

ja… denn unter „hidden secrets“ haben wir nämlich jetzt neu sachen und dinge und überhaupt gesammelt, die uns nachdem blog-ende über die leber oder durch den magen gelaufen sind, und die wir hier festhalten wollen. einerseits, weil der blog ja ursprünglich für uns als rezept- und inspirations-reservoir gedacht war – und auch noch weiterhin so gut wie täglich zum nachkochen genutzt wird. und wenn das außer uns auch noch jemand tun möchte – so sei es!

collage_hiddensecrets_2015

und: bei „hanna on air“ kann man alle radiosendungen der lesterschwester nachhören – meistens geht es um SoLaWi und sellerie und gutes essen und alternativen zu klassischen modelle von konsum und landwirtschaft und ernährung und sachen. also durchaus eine weiterführung der blog-themen, nur in einem anderen medium.

in diesem sinn: wohl bekomm’s!

eure lesterschweine

PS: die neuen wege also!

liebe leserchens,

so, jetzt haben wir doch noch etwas zu sagen: den schwesterlichen lester-blog gibt es nicht mehr, wie ja kati und hanna bereits bekanntgegeben haben. well, zumindest nicht mehr in der 2 jahre lang geführten öffentlichen email-konversation. sondern wir werden diesen blog bis ende februar in eine ganz normale website umbauen: mit weiterhin allen rezepten, lokaltests und allen blogposts, nur kommt eben nichts aktuelles mehr dazu.

weil aktuelles machen wir jetzt anderweitig!

hanna macht sachen im radio

hanna hat gerade den radio-grundkurs bei radio orange abgeschlossen. sie ist jetzt radiomacherin und bereits am freitag dem 20.2. von 21 bis 22h mit ihrer 1. sendung mit der fabelhaften kollegin N. auf radio rhabarber on air! die ausgabe des „ökopolitischen kompotts“ vom kulturbeisl tüwi widmet sich der solidarischen landwirtschaft, CSA & co. das wird fein! :-)

radioorange_silber

hier im stream zum nachhören im archiv der freien radios: http://cba.fro.at/280530

weiters ist hanna im gerade sich neu formierenden team von veggie house – einem veganen radio zine. man weiß noch nicht, was erst wird – aber die erste sendung ist schon mal für mittwoch 25.3. von 10 bis 11 uhr geplant. dafür hat sie mit katis jungkind S. bereits ein kleines rezept-feature aufgenommen – da wurden leicht adaptierte kokos-maki gebastelt.

orange_maki

ihr seht schon, das thema essen bleibt präsent ;-) stream zum nachhören folgt ebenfalls an dieser stelle bzw. auf der lesterschwein-startseite (einfach immer wieder mal vorbeischauen).

alle weiteren aktuellen schweinereien und abenteuer von hanna findet man auch auf ihrer blog-news-sachen-site unter www.hannaspegel.com

kati kocht weiter

kati ist weiterhin als kati kocht aktiv und bietet laufend vegane kochworkshops an, zu denen man sich gerne anmelden kann. die dazugehörigen aktuellen infos gibt’s weiterhin auf www.katikocht.at – so viel in aller kürze, denn in der kürze liegt die würze! oder so.

also, das war’s auch schon wieder! in diesem sinne: bis bald im radio, im kochstudio oder bei anderweitiger gelegenheit :-)

herzlichst,
eure lesterschweine
kati & hanna